Der neue Dethleffs Globebus Performance 4x4 im ersten Test

Der neue Dethleffs Globebus Performance 4×4 im ersten Test

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Den Trend zu geländegängigen Wohnmobilen und Campervans hat man auch beim Hersteller aus Isny erkannt. Wir waren vor Ort und haben abseits des Asphalts eine Runde gedreht. Der neue Dethleffs Globebus Performance 4×4 im ersten Test.

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4×4-Camper werden immer beliebter

Man kann es eindeutig feststellen: Campervans mit Allradantrieb sind auf Messen wie dem Caravan Salon in Düsseldorf oder der CMT in Stuttgart längst keine Seltenheit mehr. Mittlerweile haben viele Hersteller irgendein passendes Fahrzeug im Programm. So nun auch Dethleffs. Mit dem Globebus Performance 4×4 hat man ein Fahrzeug auf die Beine – sorry, auf die Räder – gestellt, das für knapp 120.000 Euro nicht nur im Gelände, sondern auch bei der Ausstattung des Innenraums punkten kann. Wir sind nach Isny gefahren, haben uns den Camper näher angsehen und eine erste Runde durch unwegsames Gelände gedreht. Und um es vorweg zu nehmen: Wir sind sehr angenehm überrascht, was der Globebus Performance 4×4 im Gelände kann.

Der neue Dethleffs Globebus Performance 4×4

Globebus Performance 4x4 von Dethleffs

Die Plattform des neuen Globebus Performance bildet der Crafter 4Motion von Volkswagen. Eine solide Basis, die über eine automatische Antriebs-Verteilung auf Vorder- und Hinterachse verfügt. Zusätzlich gibt es Sperre für die Hinterachse, die dann zum Einsatz kommt, wenn eines der Räder am Heck anfängt durchzudrehen. Der Dieselmotor leistet 163 PS und ist mit einer Achtgang-Automatik gekoppelt. Prima, so ruiniert man im Gelände schon keine Kupplung, denn der Wagen schaltet selbstständig.

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Loder Tire auf Dethleffs Performance 4x4

Außerdem verfügt der Performance 4×4 über eine Höherlegung, Luftfederung an der Hinterachse, eine verstärkte Vorderachse und ist mit der 18-Zoll-Hanma-Fege von Delta4x4 ausgestattet. Auf die Alus sind Loder Tires in der Dimension 255/55 R18 aufgezogen, die ebenfalls von Delta4x4 stammen. Der Reifen ist als All-Terrain-Reifen klassifiziert und verfügt über das „Schneeflocken-Symbol“, kann also auch im Winter gefahren werden.

Der Innenraum des Globebus Performance 4×4

Mit dem Camper dahin zu kommen, wo andere vielleicht nicht hinkommen, ist das eine. Sich dort im Camper auch wohlzufühlen und gerne aufzuhalten, ist das andere. Der Grundriss offenbart zwar keine bahnbrechenden Neuheiten, ist aber ansprechend gestaltet und beinhaltet alles, was man zu zweit im Urlaub, während der Wochenend-Auszeit oder der längeren Reise benötigt.

Sitzgruppe mit Drehsitzen vorne, das Bad dahinter, die Küche gegenüber auf der Beifahrerseite und zwei Einzelbetten im Heck. Ein bewährter Grundriss. Die Küchenzeile verfügt seitlich über eine Arbeitsplatten-Erweiterung, die nach unten weggeklappt werden kann. Ist sie ausgeklappt, ragt sie in die Türöffnung hinein. Der Kompressor-Kühlschrank fasst 133 Liter, was neben dem Wasserfilter und der Clesana-Toilette für eine gewisse Autarkie sorgt. Gekocht wird mit Gas, geheizt mit Diesel.

Das Grau der Sitzbezüge und der Inneneinrichtung wirkt zwar etwas trist, ist aber zeitlos. In Kombination mit den Holzoberflächen und vor allem ein paar Farbtupfern durch Kissen oder ähnliches kann man jedoch immer wieder für etwas frischen Look sorgen und ab und zu auch mal die Farbe wechseln. Mit dem Grau lässt sich nämlich alles kombinieren und man hat ein aktuell vielleicht modernes Muster nicht irgendwann über.

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Der neue Dethleffs Globebus Performance 4×4 im ersten Gelände-Test

Doch klar, als offroad-affine Journalisten wollen wir natürlich sehen, wie sich der Performance 4×4 im Gelände schlägt. Dankenswerterweise hat man bei Dethleffs auf dem Werks-Areal mit dem Bagger ein wenig das Gelände transformiert. Für unseren Test stehen uns verworfene Verschränkungsstrecken, eine Schrägfahrt sowie eine Bergauf- und Bergabfahrt zur Verfügung. Und grade letztere ist gar nicht mal ohne.

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Doch zunächst geht es auf den extrem verworfenen Untergrund. Einem ausgewaschenem Feldweg mit tiefen Schlaglöchern nicht unähnlich. Und das meistert der Globebus erstaunlich gut – bis hinten ein Rad durchdreht. Doch das ist kein Problem. Die hintere Sperre per Knopfdruck aktiviert und es geht weiter. Top, das hätten wir nicht gedacht. Womit wir ebenfalls nicht gerechnet haben, ist wie souverän der Performance 4×4 die Bergauf- und die Bergabfahrt meistert. Viel steiler dürfte es im Urlaub auch nicht werden – sowohl nach oben als auch nach unten. Hoch hilft die Kraft des 163-PS-Diesels, runter bremst die Bergabfahrhilfe. Ganz so, wie es für ein geländegängiges Fahrzeug sein muss. Unser Fazit: Wir würden mit dem Globebus Performance 4×4 sofort losziehen.

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Die Wettbewerber des Globebus Performance 4×4

Wir haben es oben schon angesprochen: Geländegängige Camper haben mittlerweile mehrere Hersteller im Programm. Also werfen wir einen kurzen Blick auf die „Konkurrenten“ des 4×4-Campers von Dethleffs. Nummer eins kommt aus dem gleichen Konzern. Der Hymer ML-T Cross-Over steht auf Mercedes-Basis und ist knapp 50.000 Euro teurer. Ob der Stern auf der Haube das Wert ist, muss jeder für sich entscheiden.

Noch mehr muss man für den XTura von Eura Mobil ausgeben. Er schlägt mit rund 185.000 Euro zu Buche und rollt auf dem Chassis mit dem Stern auf der Haube, soll aber ein echtes Offroad-Expeditionsmobil sein. Wir werden das wohl bei Gelegenheit mal testen müssen.

Günstiger kommt man nur bei Knaus weg. Der Van TI Plus Platinum Selection sitz ebenfalls auf Volkswagen-Basis und kostet runde 106.000 Euro. Also etwa 14.000 Euro weniger als der Globebus.

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