MAN TGM mit Bimobil-Kabine EX 600

Luxuriöses Wohnmobil auf LKW-Basis – MAN mit 340 PS

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Wir konnten den MAN TGM mit der Bimobil-Kabine EX 600 im steilen Gelände fahren. Ein mehr als beeindruckendes Erlebnis!

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Güma

MAN TGM mit Bimobil-Kabine EX 600

Etwas Respekt flößt er uns schon ein, der riesige MAN TGM mit der großen Bimobil-Kabine, vor dem wir stehen. Umso mehr, da wir das Gelände, in dem wir ihn gleich fahren dürfen, kennen. Geht es direkt vor uns noch moderat nach oben, wird es nach der Rechtskurve steil. Auf der andere Seite geht es genauso steil wieder runter, in der Senke wird es etwas verworfen, um dann gleich wieder steil nach oben zu gehen. Dort wartet ein kleines Wäldchen auf uns, durch das wir auf kurvigen und ebenfalls ziemlich unebenen Wegen durch müssen, und dann geht richtig steil wieder nach unten – also so richtig steil.

MAN TGM mit Bimobil-KAbine EX 600 im Gelände
Für den MAN TGM darf es trotz der Bimobil-Kabine im Gelände richtig steil sein.

Kein Problem beruhigt uns Karsten Pries von Bimobil, der gleich auf dem Beifahrersitz Platz nehmen und uns einweisen wird. Na gut, wenn er das sagt. Also erklimmen wir die drei Trittstufen um auf den Fahrersitz zu gelangen. Der ist lufgefedert und erstaunlich bequem. Kennt man die Sitze alter Militärlaster, die gerne zum Reisemobil umgebaut werden, stellt man jetzt schon fest: So ein neuer MAN TGM spielt in einer deutlich anderen Liga. Als nächstes stellen wir erfreut fest, das der große Klotz über ein Automatikgetriebe verfügt. Immerhin, ums Schalten im Gelände müssen wir uns also schon mal keine Gedanken machen, sondern können uns voll und ganz darauf konzentrieren, den riesigen Kasten heil durchs Gelände zu manövrieren.

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Im Gelände mit dem MAN TGM mit 340 PS

Und dann, dann ist plötzlich alles ganz anders. Denn das 8,5 Meter lange, fast 2,5 Meter breite und immer 3,7 Meter hohe Schwergewicht fährt sich im Gelände wie ein großer Geländewagen. Das will was heißen, denn er bringt immerhin ein zulässiges Gesamtgewicht von 16,5 Tonnen auf die Waage. Und selbst ohne die übliche Zuladung, die man in so einen Reise-LKW hineinpackt, walzt man noch mit stattlichen elf Tonnen durch die Botanik. Das sind immer noch rund fünf Tonnen mehr als ein durchschnittlicher Elefantenbulle wiegt. Lediglich besonders große Exemplare der Gattung Elephantidae können es in Bezug auf Gewicht, Höhe und Größe mit dem MAN mit der geschulterten Bimobil EX 600 aufnehmen – und das auch nur annährernd.

Mit dem MAN TGM im Gelände
Der große MAN fährt sich trotz der großen Kabine auf dem Buckel im Gelände erstaunlich leicht.

Ein Schlafplatz für den Guide

Doch zurück auf die Teststrecke. Waren wir die ersten Meter noch skeptisch, wie sich der große LKW im Gelände schlagen würde, haben wir jetzt richtig Gefallen daran gefunden. So drehen wir Runde um Runde und träumen ein wenig davon, mit dem Bimobil-LKW auf Weltreise zu gehen. Und genau dafür ist er gemacht. Dabei hat man bei Bimobil nicht nur an die Unterbringung der Reisenden gedacht, sondern auch an die Schlafmöglichkeit für einen Guide, den man in manchen Ländern anheuern muss. Und das ist clever gelöst, denn nicht jeder möchte einen Fremden in den eigenen vier mobilen Wänden beherbergen – müssen. Daher nächtigt der Begleiter vorne im Fahrerhaus. Im Prinzip ganz so, wie es jede Nacht abertausende LKW-Fahrer tun, auf einer Liege hinter den Fahrersitzen. Ein Durchstieg, der von innen abschließbar ist, sorgt für Privatspäre für die Besatzung, ermöglicht aber auch schnell nach vorne zu kommen.   

Schalfplatz für den Guide im MAN TGM mit Bimobil-Kabine
In manchen Ländern ist es Vorschrift einen Guide mitzunehmen. Im MAN TGM mit der Bimobil-Kabine hat er seinen eigenen, abgeschlossenen Schlafplatz.

Der Rest der Kabine ist Bimobil-typisch durchdacht ausgestattet. Sitzgruppe für vier Personen (vielleicht möchte man den Guide ja zum Frühstück an den Tisch bitten), großzügige Küche, ein Bad mit Toilette, Dusche und Waschbecken, in dem man sich auch bewegen kann und ein Bett, das man zu zweit sowohl quer als auch als Einzelschläfer in Längsrichtung nutzen kann. Mehr Platz und Konfort bietet manches Tinyhaus nicht. Und die Behausung vieler Menschen auf dieser Erde schon gar nicht. Und damit wird einmal mehr klar, warum das mit der abtrennbaren Schlafstatt eine gute Idee ist. Denn so ein Fahrzeug kann Neid und auch Begehrlichkeiten wecken. Abgesehen davon bietet sich damit die Möglichkeit noch eine weitere Person mit auf die Urlaubsgfahrt in Europa zu nehmen – während man derweil noch von der geplanten Weltreise träumt.

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