Das Sicherheitsschloss Saturn Evo von Daken Locks haben wir vor einiger Zeit am T3 von Niclas entdeckt. Den alten Bulli hat er nicht nur selbst zum Camper umgebaut, sondern auch mit der perfekten Diebstahlsicherung für Wohnmobile und Campervans ausgestattet. Wir erklären, wie die Sicherheitsschlösser angebracht werden und funktionieren.

Einbruch in Wohnmobil oder Campervan – der Supergau
Man kommt nach dem Tag am Strand oder dem Stadtbummel zurück zum rollende Domizil und stellt fest, dass eingebrochen wurde. Der Schaden ist immens und viele, oft wertvolle Dinge sind gestohlen worden. Nicht nur, dass man jetzt viel Ärger und Lauferei hat – man muss zur Polizei, eine Werkstatt suchen, Dinge wiederbeschaffen etc. –, den Schaden, den die Seele nimmt, sieht zwar keiner, aber man spürt sie persönlich. Denn das eigenen Heim ist nicht mehr die sichere Burg, die es mal war. Die Privatsphäre ist verletzt.
Noch schlimmer ist es, wenn das Reisemobil gleich ganz weg ist. Dann steht man erst einmal ziemlich dumm da. Denn meist hat man nur noch das bei sich, was man am Körper trägt. Und mit Glück hat man Handy, Ausweise, Kreditkarten und Bargeld auch „am Mann“ gehabt. Dann kann man immerhin die Polizei rufen, die nötigsten Dinge nachkaufen und erst einmal in eine Pension oder ein Hotel gehen. Eine Notfalltasche, die man immer dabei hat, macht also durchaus Sinn.

Wäre es also nicht gut, wenn es einen guten und wirksamen Einbruchsschutz für das Wohnmobil oder den Campervan gäbe? Einen, der Langfingern schon von weitem signalisiert „Hier kommst Du nicht rein“? Genau darauf hat sich Daken Loks aus dem tiefen Süden Italiens spezialisiert. Eigentlich sind die Sicherheitsschlösser der Italiener für Transporter gedacht. Doch sie lassen sich auch ganz hervorragend an einem Campervan oder einem Wohnmobil anbringen, wie Niclas bewiesen hat.
Die perfekte Diebstahlsicherung für Wohnmobile und Campervans

Bei Transportern gibt es in der Regel eine Trennwand zwischen Fahrerhaus und Laderaum. Daher sind die Schlösser eigentlich für die Heck- und die Schiebetüren vorgesehen. Niclas hat sie jedoch auch an den beiden Türen zum Fahrerhaus angebracht. Aufbohren, Aufbiegen oder Aufbrechen werden damit nämlich unmöglich gemacht. Klar, Scheibe einschlagen wäre immer noch eine Option. Aber was dann. Die Türen lassen sich trotzdem nicht öffnen. Der Dieb müsste sich durch das kaputte Fenster ins Fahrzeug zwängen.
Das ist jedoch nicht so einfach. Es dauert in der Regel zu lange, schnell abhauen ist nahezu unmöglich und die Gefahr sich selbst dabei zu schneiden oder zu verletzen ist auch noch gegeben. Daher suchen professionelle Langfinger lieber gleich nach der nächsten sich bietenden Möglichkeit, die einfacher zu knacken ist. Denn ganz klar, so ein massives Zusatzschloss, das auch noch an auffälligen Positionen an den Türen montiert ist, hat eine abschreckende Wirkung für potenzielle Diebe.

Ein weiterer Vorteil: Die Daken-Schlösser lassen sich leicht montieren, bei einem Modell sogar ohne Löcher ins Blech bohren zu müssen. Beim Saturn Eve, das Niclas gewählt hat, müssen jedoch acht Löcher gebohrt werden – pro Schloss. Ja, das tut erst einmal weh, der Nutzen ist jedoch umso größer. Die Montage soll – mit etwas Erfahrung – pro Schloss nicht mehr als 30 bis 60 Minuten in Anspruch nehmen. Heißt, beim ersten Schloss wird man wahrscheinlich etwas länger brauchen, das letzte Schloss ist dann in einer halben Stunde montiert. Und klar, eine Montageanleitung, das Montagematerial sowie eine Bohrschablone liegen bei. Außerdem ist auf der Daken-Webseite ein Montagevideo zu finden, in dem die einzelnen Schritte gezeigt werden.
Wie funktioniert das Sicherheitsschloss Saturn Evo von Daken Loks?

Das Schloss besteht aus drei Teilen. Zwei Grundplatten, die fest am Fahrzeug verschraubt werden und zusammen eine runde Platte ergeben, sowie das Verschlussteil, das mit einem Schließzylinder ausgestattet ist. Die beide Grundplatten können mit einer Gummiunterlage unterlegt werden. Das Verschlussteil kann so montiert werden, dass es immer in der Grundplatte der zu öffnenden Seite der Tür verbleibt. So soll der Fahrer eines Transporters die Hände frei haben.

Niclas hat den Verschluss jedoch nicht fest an der Grundplatte montiert. Denn das geht auch. Der drehbare Verschluss ist lediglich von innen mit einer Schraube gesichert. So kann Niclas den Verschluss auch einfach mal weglassen, wenn er den Bulli zum Beispiel in seiner Schrauberhalle parkt. Aber ja, man sollte das Teil dann nicht verlegen oder gar verlieren. Gewöhnt man sich aber an, die Verschlüsse zum Beispiel immer gleich ins Handschuhfach zu legen, dann ist auch diese Gefahr gebannt.

Zum Verriegeln wird der Verschluss in die Grundplatten eingesetzt, verdreht und abgeschlossen – fertig, Fahrzeug gesichert. Das Sicherheitsschloss besteht aus AISI-304-Edelstahl, ein rostbeständiger Chrom-Nickel-Stahl, der auch als V2A-Stahl bezeichnet wird. Der bohrgeschützte Schließzylinder wurde mit über 100.000 Öffnungs- und Schließzyklen getestet. Das gesamte Schließsystem ist wasser-, staub- und korrosionsbeständig und soll bei hohen und niedrigen Temperaturen funktionieren.

Das Saturn-Evo-Sicherheitsschloss ist CNPP- und TÜV-zertifiziert. Es kann an den Transporter-Modellen aller Hersteller montiert werden und eignet sich daher auch für Campervans und Wohnmobile. Das Schließsystem ist einzeln, im Zweier- und im Dreierset erhältlich. Das Einzelschloss ist im Handel für rund 100 Euro zu haben, das Dreierset schlägt mit einem Preis ab 240 Euro zu Buche – je nach Händler. Denn Daken vertreibt nicht selbst. Ein wenig Recherche, wo man die Sicherheitsschlösser ordert, kann also ein paar Euro für die Reisekasse sparen.


Bilder: Daken Loks, Michael Scheler











