Wechsel auf Winterreifen: YouGov-Umfrage offenbart Trend

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Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von eBay Deutschland zeigt, dass viele Autofahrer beim Wechsel auf Winterreifen zurückhaltend sind. Rund 40 Prozent der Befragten ziehen in Erwägung, den halbjährlichen Reifenwechsel ganz abzuschaffen und stattdessen auf Ganzjahresreifen umzusteigen. Über die Hälfte dieser Wechselwilligen nennt Kostengründe für diesen Schritt. Gleichzeitig meinen 38 Prozent der Befragten, dass ein saisonaler Umstieg auf Winterreifen aufgrund milderer Winter nicht mehr erforderlich sei, weil moderne Allwetterreifen ihrer Ansicht nach ausreichen.

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Diese Zurückhaltung beim Reifenwechsel markiert einen Trend, der auf milde Winter durch den Klimawandel und auf den Wunsch nach Kostenersparnis zurückzuführen ist. Die traditionelle Faustregel „O bis O“ (von Oktober bis Ostern) für Winterreifen stellen damit immer mehr Autobesitzer infrage. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass Winterreifen unter bestimmten Bedingungen nach wie vor unerlässlich sind – vor allem, wenn man mit dem Wohnmobil oder Campervan sicher durch die kalte Jahreszeit kommen möchte.

Situative Winterreifenpflicht in Deutschland: Was besagt das Gesetz?

In Deutschland gibt es keine starr vorgegebene Winterreifenpflicht für bestimmte Monate. Stattdessen gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen – konkret bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte – dürfen Kraftfahrzeuge nur fahren, wenn sie an allen Rädern mit geeigneten Winterreifen ausgerüstet sind. Als wintertauglich gelten dabei seit 2018 nur Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke), also Winter- oder Allwetterreifen, die diese Prüfkennzeichnung tragen. Einen festen Zeitraum schreibt das Gesetz nicht vor. Die oft genannte O-bis-O-Regel (Oktober bis Ostern) ist lediglich eine Faustregel, keine Pflicht.

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Überraschenderweise kennt laut Umfragen nur etwa die Hälfte der Autofahrer diese Rechtslage genau. Wer bei Schnee oder Eis mit Sommerreifen erwischt wird, dem drohen Bußgeld und Punkte in Flensburg (Details dazu unten). Zudem ist für alle Reifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm gesetzlich vorgeschrieben, doch Experten empfehlen im Winter mindestens 4 mm Profil für ausreichende Haftung.

Sonderregelungen für Wohnmobile: Was gilt für Camper?

Grundsätzlich unterliegen Wohnmobile bis 3,5 Tonnen denselben Vorschriften wie Pkw. Das heißt, auch für Campervans und Reisemobile in dieser Gewichtsklasse gilt bei Glätte oder Schnee Winterreifenpflicht an allen Achsen. Für schwere Wohnmobile oberhalb von 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht galten früher Sonderregeln: Hier waren Winterreifen lange nur auf den Antriebsachsen vorgeschrieben. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2020 müssen jedoch auch die Vorderachse (Lenkachse) großer Reisemobile winterbereift sein. Entscheidend ist dabei, wie das Fahrzeug zugelassen ist. Ist es als Wohnmobil (Klasse M) eingestuft, gelten die Pkw-Regeln, bei Zulassung als Lkw (Klasse N) greift die genannte Antriebs- und Lenkachsenpflicht.

Praktisch bedeutet dies: Wer mit einem schweren Expeditionsmobil oder integrierten Wohnmobil über 3,5 t unterwegs ist, sollte dringend sicherstellen, dass sowohl vordere als auch angetriebene Räder über geeignete Winterreifen verfügen. Wohnwagen-Anhänger sind von der Winterreifenpflicht zwar ausgenommen (da sie keine Kraftfahrzeuge sind), doch auch hier empfiehlt sich im Winter eine entsprechende Bereifung für mehr Stabilität und Grip.

Längere Bremswege und Unfallgefahr mit falscher Bereifung

Ein zentrales Sicherheitsrisiko bei falscher Bereifung im Winter sind deutlich verlängerte Bremswege. Bremstests haben gezeigt, dass ein Pkw mit Winterreifen auf schneebedeckter Fahrbahn aus 50 km/h nach rund 35 Metern zum Stehen kommt. Mit Sommerreifen benötigt das Fahrzeug hingegen etwa 43 Meter. Es würde also im Ernstfall noch mit rund 20 km/h auf ein Hindernis prallen, während es mit Winterreifen längst zum Stillstand gekommen wäre. Bei einem schweren, voll beladenen Wohnmobil fallen die Unterschiede noch gravierender aus. Das hohe Gewicht sorgt ohnehin für längere Anhaltewege, die sich mit ungeeigneten Reifen weiter verlängern.

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Doch nicht nur beim Bremsen, auch beim Lenken und Anfahren spielt die Reifenwahl eine entscheidende Rolle. Sommerreifen verhärten bei Kälte und bieten dann kaum Grip auf eisigen oder verschneiten Strecken. Winterreifen besitzen dagegen eine kältetaugliche Gummimischung und spezielle Lamellen im Profil, die auf glatter Unterlage für wesentlich besseren Halt sorgen. Wer in winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert daher leicht die Kontrolle über das Fahrzeug und Unfälle.

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Rechtliche Konsequenzen: Bußgelder und Versicherungsrisiken

Wer bei winterlichen Verhältnissen ohne Winterreifen unterwegs ist, muss nicht nur mit Unfallgefahren, sondern auch mit rechtlichen Folgen rechnen. Wird man von der Polizei kontrolliert, drohen mindestens 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Kommt es durch ungeeignete Bereifung sogar zu Behinderungen, Gefährdungen oder einem Unfall, erhöht sich das Bußgeld entsprechend (in schweren Fällen bis zu 120 Euro) bei weiterhin einem Punkt. Auch Fahrzeughalter werden belangt, wenn sie das Fahren ohne Winterreifen zulassen (75 Euro und ein Punkt).

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Noch gravierender können die versicherungsrechtlichen Folgen sein. Viele Kaskoversicherungen stufen das Fahren mit Sommerreifen bei Schnee als grob fahrlässig ein. Im Schadenfall kann die Versicherung deshalb Leistungen kürzen oder verweigern. Selbst die Haftpflichtversicherung kann Regress fordern, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Zudem riskieren Autofahrer eine Mitschuld, wenn sie ohne geeignete Bereifung in einen Unfall verwickelt werden – selbst wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer den Crash primär verursacht hat. Die falschen Reifen können also auch juristisch teuer werden.

Warum Winterreifen fürs Wohnmobil unerlässlich sind

Gerade für Wohnmobilreisende, die auch in der kalten Jahreszeit unterwegs sein wollen, sind Winterreifen ein absolutes Muss. Das beginnt schon bei einfachen Fahrmanövern. Ein 3,5-Tonnen-Camper hat aufgrund seines Gewichts und hohen Schwerpunkts deutlich längere Bremswege und ein anderes Fahrverhalten als ein Pkw. Im Winter potenziert sich dieser Effekt. Ohne geeignete Reifen droht das schwere Gefährt auf glatter Straße zu rutschen und im schlimmsten Fall außer Kontrolle zu geraten.

Hinzu kommt, dass viele Wohnmobil-Fans gezielt den Winter für besondere Touren nutzen – sei es für den Skiurlaub in den Alpen oder das gemütliche Wintercamping im verschneiten Wald. Auf verschneiten Passstraßen oder eisglatten Zufahrten zum Campingplatz kommt ein Wohnmobil mit Sommerreifen schnell an seine Grenzen. Niemand möchte mit dem Camper am Berg hängenbleiben oder wegen fehlender Traktion einen Unfall riskieren. Winterreifen sorgen hier für den nötigen Grip und Stabilität. Sie erhalten die Lenkfähigkeit und verkürzen den Bremsweg so weit wie möglich. Essenziell, um das Wohnmobil sicher ans Ziel zu bringen.

Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol: Eine Alternative?

Angesichts des Aufwands und der Kosten für den halbjährlichen Reifenwechsel verwundert es nicht, dass Ganzjahresreifen immer beliebter werden. Diese Allwetterreifen tragen in der Regel das Alpine-Schneeflockensymbol und gelten damit juristisch als wintertauglich. Ihr großer Vorteil: Man spart sich den saisonalen Tausch der Räder, braucht nur einen Reifensatz und muss weder einlagern noch in der Werkstatt zum Umrüsten vorfahren. Gerade Fahrzeuge mit geringer Jahresfahrleistung – wozu manche Wohnmobile gehören – können von Ganzjahresreifen profitieren.

Allerdings sind Ganzjahresreifen immer ein Kompromiss. In schneereichen Regionen oder bei häufigen Winterreisen stoßen sie an Grenzen. Ihre Performance auf Eis und tiefem Schnee erreicht nicht ganz das Niveau echter Winterreifen. Wer mit dem Camper regelmäßig in die Alpen zum Skifahren aufbricht oder auch bei Eis und Schnee voll mobil sein will, ist mit Spezial-Winterreifen für Transporter besser beraten. Zumindest sollten in solchen Fällen Schneeketten an Bord sein. Für moderate Winter und Gelegenheitsfahrten hingegen stellen moderne Allwetterreifen mit Schneeflocken-Symbol einen praxistauglichen Kompromiss dar. Wichtig bleibt, dass auch diese Pneus ausreichend Profil aufweisen und nicht älter als sechs Jahre sind, damit sie genügend Grip bieten.

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Reifen online kaufen: Große Auswahl und transparente Preise

Immer mehr Autofahrer kaufen ihre Reifen über Online-Plattformen. Laut einer eBay-Motors-Studie hat bereits etwa jeder dritte Autobesitzer Reifen im Internet bestellt. Besonders für Wohnmobilisten bietet der Online-Kauf handfeste Vorteile. Zum einen finden sich im Netz praktisch alle gängigen Reifengrößen und Modelle, häufig mit breiter Markenauswahl von Budget- bis Premiummarken. Wo die lokale Werkstatt vielleicht nur wenige Hersteller im Angebot hat, kann man online gezielt genau den passenden Reifen für sein Fahrzeug auswählen. Zum anderen herrscht im Internet hohe Preistransparenz: Die Angebote verschiedener Händler lassen sich bequem vergleichen, inklusive Versandkosten. So sieht der Käufer sofort, wo er ein bestimmtes Reifenmodell am günstigsten erhält.

Dank Kundenbewertungen und Reifentests, die online leicht zugänglich sind, lässt sich zudem die Qualität der Pneus besser einschätzen. Plattformen wie eBay erleichtern den Reifenkauf zusätzlich mit Filterfunktionen. Man kann nach Größe, Geschwindigkeitsindex, Tragfähigkeit oder Marke filtern und so schnell eine geeignete Auswahl treffen. Insgesamt profitieren Camper beim Online-Kauf von einer riesigen Auswahl und oft von günstigeren Preisen als im stationären Handel.

Montage-Service gleich mitbuchen: Winterreifen-Wechsel leicht gemacht

Ein weiterer Pluspunkt beim Online-Kauf über Plattformen wie eBay ist die Möglichkeit, den Montageservice für die neuen Reifen direkt mitzubuchen. Das vereinfacht den Winterreifen-Wechsel erheblich. Der Ablauf ist denkbar bequem. Bereits beim Online-Kauf wählt man eine Werkstatt in der Nähe aus einem Pool von Partnerbetrieben aus (eBay arbeitet hier beispielsweise mit rund 4.500 Partnerwerkstätten in ganz Deutschland zusammen). Die Reifen werden anschließend nicht nach Hause, sondern direkt an diese Werkstatt geliefert.

Nach dem Kauf setzt sich die Werkstatt mit dem Kunden in Verbindung, um einen passenden Termin zur Montage zu vereinbaren – oftmals kann man den Termin sogar schon online bei der Bestellung mit auswählen. Vor Ort übernimmt dann ein Profi den fachgerechten Reifenwechsel, inklusive Aufziehen der Pneus auf die Felgen, Wuchten, Ventilwechsel und allem, was dazugehört. Der große Vorteil: Man spart sich das Schleppen der Reifen und die separate Terminvereinbarung, denn alles ist bereits in einem Buchungsvorgang erledigt. Auch die Bezahlung der Montage erfolgt transparent beim Kauf der Reifen, sodass keine versteckten Zusatzkosten entstehen. Dieser Rundum-Service macht den Wechsel auf Winterreifen für Camper so komfortabel wie nie.

Reifen-Finder und Fahrzeugdaten: Passende Pneus auf Anhieb finden

Nicht jeder ist Reifenspezialist – doch Online-Portale stellen hilfreiche Tools bereit, um den passenden Reifen zu identifizieren. So bietet eBay beispielsweise einen digitalen Reifen-Finder an. Hier kann der Nutzer entweder direkt die Maße seines aktuellen Reifens (Breite, Höhe, Zollgröße, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex) eingeben oder über die Fahrzeugdaten suchen. Wer sein Wohnmobil in der eBay-Funktion „Mein Garage“ hinterlegt hat, bekommt automatisch nur solche Reifen angezeigt, die für dieses Modell zugelassen sind. Das minimiert das Risiko von Fehlkäufen durch falsche Dimensionen.

Auch andere Plattformen und Herstellerseiten bieten ähnliche Reifen- oder Fahrzeugfinder an, die die Reifensuche erheblich vereinfachen. Der Kunde muss somit kein Technikprofi sein, um online das richtige Produkt zu finden – das System führt Schritt für Schritt zur passenden Auswahl. Mit ein paar Klicks hat man so den richtigen Winterreifen für sein Wohnmobil im Warenkorb.

So bereiten Camper den Reifenwechsel vor

Damit der Wechsel auf Winterreifen reibungslos gelingt, sollten Wohnmobilfahrer rechtzeitig einige Vorkehrungen treffen. Zunächst ist ein Check der vorhandenen Winter- oder Allwetterreifen ratsam. Wie viel Profil haben sie noch? Liegt die Restprofiltiefe unter 4 mm (gesetzlich sind 1,6 mm Minimum), sollte über Ersatz nachgedacht werden, da die Traktion sonst deutlich nachlässt. Auch das Alter der Reifen spielt eine Rolle. Spätestens nach sechs bis acht Jahren empfiehlt sich ein Austausch, denn das Gummi härtet mit der Zeit aus. Das Herstellungsdatum (DOT-Nummer) auf der Reifenflanke gibt darüber Auskunft.

Ist die Entscheidung für neue Winterreifen gefallen, sollte man diese möglichst frühzeitig bestellen – idealerweise schon im Spätsommer oder frühen Herbst, bevor der Ansturm in den Werkstätten beginnt. Auch Werkstatttermine sind frühzeitig zu vereinbaren, da viele Betriebe in der Wechselsaison schnell ausgebucht sind. Wer den Reifenwechsel selbst durchführen möchte, braucht passendes Werkzeug und einen ausreichend tragfähigen Wagenheber für das schwere Wohnmobil. Im Zweifel spart ein professioneller Montageservice (wie oben beschrieben) Zeit und Mühe und gewährleistet optimale Sicherheit. Nach dem Wechsel sollten die Sommerreifen übrigens sauber, trocken und kühl gelagert werden.

Fazit: Mit den richtigen Reifen sicher durch den Winter

Ob mildere Winter oder Kostengründe – selbst wenn manche Autofahrer dem Wechsel auf Winterreifen skeptisch gegenüberstehen, für Wohnmobilnutzer führt kein Weg an einer wintertauglichen Bereifung vorbei, sobald Eis und Schnee ins Spiel kommen. Zu groß sind die Sicherheitsrisiken und auch die rechtlichen Folgen bei falscher Bereifung. Wer sein rollendes Zuhause auch im Winter nutzen möchte, sollte frühzeitig planen und für die kalte Saison passende Reifen aufziehen (oder auf qualitativ hochwertige Ganzjahresreifen mit Schneeflocken-Symbol setzen, falls die Einsatzbedingungen dies erlauben). Mit dem heute verfügbaren Komfort beim Reifenkauf – von der einfachen Online-Bestellung über den Reifen-Finder bis hin zum direkt mitbuchbaren Montage-Service – ist der Aufwand geringer denn je.

So ausgerüstet, steht spannenden Camping-Abenteuern im Winter nichts mehr im Wege. Das Wohnmobil lässt sich auch auf schneebedeckten Strecken sicher manövrieren, und man ist gleichzeitig auf der richtigen Seite von Gesetz und Versicherungsschutz. Mit den passenden Winterreifen genießen Camper auch in der frostigen Jahreszeit entspannt und geschützt die Freiheit auf Rädern.

Bilder: ebay; vanlifemag.de

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