Innenraum eines ausgebauten Mercedes-Benz Sprinter Campervans mit Sitzbank, Küchenzeile, Mikrowelle und Oberschränken
Kompakter Campervan-Innenraum mit Sitzbereich, Küche und Stauraum (Foto: fieldvan.com)

Baldy: Sprinter-Campervan mit Fernweh

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Blau-grauer Mercedes-Benz Sprinter 4×4, Ausbau von Field Van, Modellname Summit S2. Kein Versprechen für die Innenstadt, sondern ein kompakter Van mit klarer Reiserichtung. Viel Stauraum. Flexible Sitzplätze. Schlafplätze für vier. Und ein Grundriss, der bewusst offen bleibt. Genau das macht Baldy interessant. Er spielt nicht die kleine Wohnung auf Rädern. Er wirkt wie ein reisefertiges Basislager für Leute, die Platz für Ausrüstung, Fahrräder und eine Nacht unter freiem Himmel brauchen.

Ein Sprinter 4×4 als Basis für lange Wege

Blau-grauer Mercedes-Benz Sprinter 4x4 als ausgebauter Field-Van-Camper in einer Werkhalle
Der blau-graue Field Van Summit S2 auf Mercedes-Benz-Sprinter-Basis in einer Werkhalle. (Foto: fieldvan.com)

Technisch steht ein Mercedes-Benz Sprinter mit 4×4-Antrieb und 144 Zoll Radstand darunter, also rund 3,66 Meter. Das ist für Vanlife ein sauberer Mittelweg. Lang genug für ein ordentliches Camping-Layout. Noch kompakt genug, damit enge Ortsdurchfahrten und schmale Stellplätze nicht sofort Stress machen. Baldy nutzt genau diesen Transporter-Charakter und verbindet ihn mit einem Ausbau für Camping, Outdoor-Einsatz und autarkere Etappen.

Kompakt, aber nicht klein gedacht

Der 4×4-Antrieb passt dazu. Aus Baldy wird kein Geländewagen. Muss er auch nicht. Aber auf Schotterwegen, unbefestigten Stellplätzen oder abgelegenen Zufahrten bringt er mehr Spielraum als ein rein straßenorientierter Campervan.

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Offener Grundriss mit ungewöhnlich viel Stauraum

Innenraum eines ausgebauten Mercedes-Benz Sprinter-Campervans mit herausnehmbarem Sitz und Stauraum
Der variable Innenraum zeigt einen herausnehmbaren Sitz, Stauraum und technische Bedienelemente. (Foto: fieldvan.com)

Das Herzstück ist der offene Grundriss. Keine überladene Möbelwand, kein zugestellter Innenraum. Der Summit S2 setzt auf große Staumöglichkeiten und eine klare Aufteilung. Wichtig ist vor allem der Bereich unter dem hinteren Bett. Dort sitzt reichlich Stauraum, ergänzt durch ein L-Track Package unter dem Heckbett. Auf längeren Touren zählt genau das. Nicht die Zahl der Schubladen. Sondern ob sperrige Dinge sauber mitkommen.

Fahrräder, Outdoor-Kisten, Campingzubehör oder Sportequipment brauchen Platz. Genau da liegt die Stärke von Baldy. Auch außen ist der Van auf Ausrüstung vorbereitet: zwei schwarze 1UP-USA-Bike-Trays, ein Owl Vans Sherpa Cargo Carrier auf der Beifahrerseite und ein Tire Carrier mit Leiter auf der Fahrerseite gehören dazu. Zusätzlich ist ein Owl Vans 1Up Vertical Bike Kit für ein Paar verbaut.

Das faszinierende Detail: quer schlafen im Heck

Heckansicht eines ausgebauten Mercedes-Benz Sprinter Campervans mit geöffneten Türen, Bett und Sitzbank
Blick durch die geöffneten Hecktüren auf Bett, Sitzbank und Innenausbau des Campervans. (Foto: fieldvan.com)

Spannend wird es hinten. Auf beiden Seiten sind Flares montiert. Diese seitlichen Erweiterungen machen es möglich, im Heckbett quer zur Fahrtrichtung zu schlafen. Bei einem Sprinter-Ausbau ist das ein echter Gewinn, weil im Innenraum Länge frei wird. Solche Lösungen zeigen, wie durchdacht ein Campervan sein kann, ohne laut aufzutreten.

Bettblick nach hinten

Das Heckbett spart nicht nur Platz. Es ist auch der stärkste Ort im Fahrzeug. Wer dort liegt, schaut nach hinten raus. Hecktüren auf, Blick in die Nacht. Mehr braucht es oft nicht. Genau dieser Moment trifft den Kern von Vanlife: nah an der Landschaft, aber mit einem richtigen Bett unter sich.

Sitzplätze für Alltag, Freunde und Familie

Innenraum des ausgebauten Mercedes-Benz Sprinter Campervans Baldy mit Küche, Stauraum und Sitzbank
Der offene Innenausbau zeigt Küche, Stauraum, Sitzbereich und flexible Schlafmöglichkeiten. (Foto: fieldvan.com)

Baldy ist für 6+ Sitzplätze angegeben und bietet Schlafplätze für vier Personen. Hinter dem Beifahrersitz sitzt ein herausnehmbarer Zusatzsitz auf Schienen. Das macht den Innenraum variabel. Je nach Tour braucht man mehr Sitzplatz oder mehr Bewegungsfreiheit. Vor dem Heckbett gibt es außerdem ein Sofa mit drei Sicherheitsgurten. Das Sofa lässt sich flach umklappen und wird dann zum weiteren Bett, groß genug für zwei Erwachsene.

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Damit wird Baldy deutlich vielseitiger als ein reiner Zwei-Personen-Camper. Familien, Paare mit Gästen oder Gruppen, die tagsüber gemeinsam unterwegs sind, bekommen ein Layout, das nicht nur auf Schlafen ausgelegt ist. Das Sofa bringt Wohnlichkeit rein, ohne den offenen Charakter zu zerstören.

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Küche, Wärme und Wasser für echte Reisetage

Innenansicht eines Campervans mit Doppelbett, erhöhtem Heckbett, Küchenzeile und Dachlüfter
Ausgebauter Campervan-Innenraum mit zwei Schlafbereichen, Küchenzeile und Dachlüfter. (Foto: fieldvan.com)

Auf der Fahrerseite sitzt die Galley. Mit Kühlschrank, Kocher, Spüle und Mikrowelle. Genannt ist ein Isotherm Freeline 115 Elegance, dazu kommt die Mikrowelle als eigenes Ausstattungsmerkmal. Für Warmwasser setzt Baldy auf eine Timberline-Kombination aus Heizung und Warmwasserbereiter, konkret einen Elwell Timberline 5D Diesel. Eine Außendusche wird am Heck genutzt.

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Das ist mehr als Wochenenddekoration. Warmwasser, Spüle, Kochmöglichkeit und Außendusche verändern den Alltag unterwegs. Nach staubigen Wegen, einer Radtour oder einem Tag am See ist die Dusche am Heck kein Luxusdetail, sondern ein klarer Komfortgewinn.

Strom und Klima an Bord

Bei Energie und Klima ist Baldy ebenfalls ordentlich bestückt: zwei Lithium-Batterien Expion360 mit jeweils 360 Ah, ein Xantrex-Wechselrichter mit 3000 Watt, ein zweiter Alternator mit 3-Riemen-Kit samt Halterung sowie Solar-Controller und Verkabelung. Auf dem Dach arbeiten zwei Zamp-Solarpanels mit jeweils 90 Watt. Dazu kommen ein MaxxAir #4500 Dachlüfter vorne, ein weiterer Dachlüfter sowie eine 12-Volt-Dachklimaanlage von ProAir.

Ein US-Ausbau mit Hürden für Deutschland

Innenraum eines ausgebauten Mercedes-Benz Sprinter Campervans mit Fahrerhaus, Küchenmodul und Oberschränken
Blick auf Fahrerhaus, Küchenmodul und technische Ausstattung im ausgebauten Sprinter. (Foto: fieldvan.com)

Aus deutscher Sicht muss man Baldy nüchtern einordnen. Es ist ein Field-Van-Projekt auf Sprinter-Basis, eine deutsche Verfügbarkeit wird nicht ausgewiesen. Wer hierzulande genau dieses Fahrzeug sucht, wird es also schwer haben. Der Reiz bleibt trotzdem. Baldy zeigt sehr klar, wohin ein moderner Sprinter-Camper gehen kann: kompakter Radstand, 4×4-Antrieb, Schlafplätze für vier, viel Stauraum und ein Innenraum, der nicht zugestellt wirkt.

Dazu kommen praktische Details wie die rund 3,05 Meter lange Fiamma-Markise F80 für das Hochdach, Aluminess Nerf Bars, Raptor Liner an den Rocker Panels, schwarze Black Rhino York Felgen mit BFG All-Terrain T/A KO2 Reifen sowie Rolef-Elemente für Schiebetür und Hecktür beim Hochdach-Sprinter ab 2019. Außerdem sind ein Porta Potti 365, eine passende Abdeckung, Privacy Curtain, Lagun Table, Fender Modification sowie ein Custom Audio/Video-Ausbau von All Terrain AV genannt. Baldy ist kein Showcar ohne Nutzen. Er ist ein durchdachter Campervan für Leute, die draußen leben wollen, aber abends sauber ankommen.

FAQ

1. Für wen eignet sich Baldy besonders?

Baldy passt vor allem zu Reisenden, die einen Campervan suchen, der nicht nur gut aussieht, sondern im Alltag wirklich etwas kann. Besonders interessant ist das Modell für aktive Menschen, die Fahrräder, Outdoor-Ausrüstung oder Campingzubehör mitnehmen und dafür viel Stauraum brauchen. Auch kleine Familien oder Paare mit Gästen profitieren von den vier Schlafplätzen und den mehreren Sitzmöglichkeiten. Gleichzeitig bleibt der Van kompakt genug, um auf Reisen beweglich zu bleiben. Baldy richtet sich also weniger an Minimalisten ohne Gepäck, sondern eher an Menschen, die Freiheit, Komfort und Abenteuer in einem durchdachten Fahrzeug verbinden möchten.

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2. Was macht den Grundriss von Baldy so besonders?

Der Grundriss von Baldy ist deshalb besonders, weil er nicht überladen wirkt und trotzdem viele Funktionen erfüllt. Statt jeden freien Zentimeter mit Schränken zu füllen, setzt der Ausbau auf Offenheit, Stauraum und flexible Nutzung. Das Heckbett nutzt seitliche Flares, sodass man quer schlafen kann und im Innenraum mehr Länge frei bleibt. Dazu kommt das umklappbare Sofa, das eine zweite große Schlafmöglichkeit schafft. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Van tagsüber luftig und praktisch bleibt und nachts trotzdem ausreichend Schlafplätze bietet. Genau dieser offene, clevere Aufbau macht Baldy wohnlich, ohne den Charakter eines robusten Reisevans zu verlieren.

3. Ist Baldy eher ein Wochenend-Camper oder für längere Reisen gedacht?

Baldy wirkt klar wie ein Fahrzeug für mehr als nur kurze Wochenendtrips. Die Ausstattung mit Küche, Kühlschrank, Kocher, Spüle, Mikrowelle, Warmwasser, Heizung und Außendusche zeigt, dass der Van auf echte Reisetage vorbereitet ist. Hinzu kommen starke Batterien, Solarpanels, Wechselrichter und Dachklimaanlage, was den Aufenthalt unterwegs deutlich angenehmer macht. Gleichzeitig bleibt das Fahrzeug kompakt genug, um nicht unhandlich zu werden. Genau das macht Baldy interessant: Er verbindet Reise-Komfort mit Flexibilität. Wer spontan ein Wochenende wegfahren will, kann das tun, aber seine Ausstattung spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn Reisen länger, unabhängiger und abwechslungsreicher werden.

Bilder: Hersteller

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