(Foto: Michael Scheler)

Cultmobil Klappcamper – Zeltanhänger mit Stehhöhe im Test

Werbung

Morgens am Stellplatz, noch feuchter Rasen unter den Schuhen, und trotzdem sind das Auto und der Zeltanhänger in wenigen Minuten gepackt. Genau da setzt der Cultmobil Klappcamper an. Viele wollen frei reisen, ohne gleich einen großen Wohnwagen am Haken zu haben. Dieser Faltcaravan bleibt kompakt und leicht, bringt aber Schlafplätze für bis zu vier Personen mit. Der Cultmobil Klappcamper mischt Zeltgefühl mit einem Stück Wohnwagen-Komfort und bleibt ein Campinganhänger, der sich mit normalem Autoführerschein fahren lässt. Aufgebaut ist der Klappcamper von Cultmobil übrigens genauso schnell. Wir haben es getestet.

(Foto: Michael Scheler)

Der dauerhaft nutzbare Laderaum macht den Klappcamper von Cultmobil aber nicht nur im Campigallteg brauchbar. Wer schon einmal Campingstühle, Kisten, Schlafsäcke, Kocher und Proviant in ein kleines Fahrzeug gestopft hat, kennt den Kampf um jeden Zentimeter. Beim Cultmobil Klappcamper läuft dieser Stauraum nicht nebenher, er gehört zum Konzept und kann auch im Alltag vielseitig genutzt werden, wenn es gilt sperrige Dinge zu transportieren.

Werbung
(Foto: Michael Scheler)

Kompakter Faltcaravan für spontanes Vanlife

Im Kern ist der Cultmobil Klappcamper ein Zeltanhänger für Leute, die unterwegs beweglich bleiben wollen. Er ist auf vier Schlafplätze ausgelegt und soll sich in nur zehn Minuten auf- und abbauen lassen. Bei den einzelnen Varianten wird der Aufbau sogar mit unter fünf Minuten angegeben. Genau das macht ihn auch für Reisende interessant, die nicht lange an einem Ort stehen, sondern gern weiterziehen. Aber er macht auch als Basiscamp für einen längeren Urlaub eine gute Figur.

Und es stimmt. Wir haben es getestet. Beim ersten Aufbau hat uns Maurice Otersen von Cultmobil noch gezeigt, wie es geht – oder besser wie schnell es geht. Hat man das Prinzip einmal raus, macht man es genauso schnell. Und genau dieser Punkt nimmt viel Stress beim Auf- und beim Abbau raus. Kein großes Diskutieren, wie es geht, kein Ärger, weil irgendwas nicht klappt. Stützen ausfahren, Standfüße ausklappen und arretieren, Verschlüsse öffnen und das Zelt aufstellen. Der Rest geht dann genauso schnell.

Wer will, bringt untenrum noch den Windschutz an, was zusätzlichen Stauraum für Getränkekisten oder andere Dinge bringt.

Außerdem lässt sich noch ein geräumiges Vorzelt vor den Zeltanhänger stellen. Das erweitert den Raum zum Campen dann ganz erheblich und bietet geschützten Platz für Tisch und Stühle.

Für Vanlife-Fans ist das eine spannende Ergänzung zum klassischen Bus- oder Kastenwagen-Denken. Der Camper kann als eigener Schlafplatz dienen, während das Zugfahrzeug frei bleibt. Auf dem Stellplatz steht dann schnell ein kleines Lager, ohne dass man dafür ein schweres Reisemobil bewegen muss.

Das faszinierende Detail: Das Zelt steckt im Deckel

(Foto: Michael Scheler)

Das cleverste Merkmal des Cultmobil Klappcampers ist das in den Deckel integrierte Zelt. Klingt erst einmal unspektakulär, macht im Alltag aber viel aus. Weil das Zelt nicht den Anhängerraum blockiert, bleibt die Ladefläche komplett für Gepäck frei. Genau daran erkennt man ein durchdachtes Campingkonzept und nicht bloß eine Schlaflösung. Und Stehhöhe hat man in diesem Zeltanhänger sogar auch, sofern man nicht an der Zwei-Meter-Marke kratzt.

Werbung
(Foto: Michael Scheler)

Und die Matratze? Die ist ebenfalls im Deckel untergebracht und ziemlich bequem, wie wir festgetellt haben. Sie bietet Platz für zwei Personen. Wer zusätzliche Schlafplätze benötigt, greift zur Faltmatratze, die tagsüber auch als Sofa dient. Ihren Platz findet sie im Anhänger selbst.

Werbung
relleumdesign

Am Ende der Matratze im Deckel ist noch Platz für drei 40er-Euroboxen sowie eine kleinere Box. Praktisch, denn hier kann man zum Beispiel seine Kleidung oder andere Dinge unterbringen.

Werbung
(Foto: Michael Scheler)

Warum das unterwegs so viel ausmacht

Unterwegs zählt nicht nur, wo geschlafen wird. Entscheidend ist auch, wie glatt der Tag anfängt und endet. Wenn die Ausrüstung ihren festen Platz hat und das Zelt aus dem Deckel heraus aufgebaut wird, bleibt der Ablauf klar. Kein großes Umräumen, kein Improvisieren im Regen, kein ständiges Suchen nach der richtigen Tasche. Der Cultmobil Klappcamper spielt hier seine Stärke als kompakter, aber praktischer Begleiter aus.

(Foto: Michael Scheler)

Kochen kann man zum Beispiel auf einem Klapptisch am Heck des Zeltanhängers. Allzu groß sollte der Kocher zwar nicht sein, der klassische „Truckerkocher“ passt aber drauf und ein kleiner Wasserkanister noch daneben. Gemüse wird am Esstisch geschnippelt. Campinglike eben.

Street-Version: leicht, straßentauglich und tourenbereit

Die Street-Variante ist auf längere Fahrten durch Stadt, Landstraße und Autobahn ausgelegt. Sie besitzt eine gefederte Knott-Achse und einen Aufbau aus verzinkten Alu-Bordwänden. Mit rund 420 Kilogramm bleibt der Streetcamper angenehm leicht. Das Leergewicht wird je nach Ausführung mit 316 Kilogramm beziehungsweise 420 Kilogramm angegeben.

(Foto: Michael Scheler)

Das zulässige Gesamtgewicht liegt zwischen 750 Kilogramm und 1.300 Kilogramm. Daraus ergibt sich eine Nutzlast von 434 Kilogramm beziehungsweise 880 Kilogramm. Für Campingreisen ist das ein wichtiger Wert, denn Ausrüstung sammelt sich schnell: Vorzelt, Kühlbox, Kleidung, Werkzeug, Fahrradzubehör und Kochutensilien brauchen Reserven. Der Zeltstoff mit 530 Gramm pro Quadratmeter zeigt auch, dass der Klappcamper nicht nur für eine kurze Sommernacht gedacht ist.

Offroad-Version: mehr Bodenfreiheit für rauere Wege

Wer abseits glatter Straßen unterwegs sein will, findet im Cultmobil Klappcamper Offroad die robustere Auslegung. Grobstollige Offroad-Bereifung und hochgesetzte Rücklichter sorgen für mehr Bodenfreiheit. Die verstärkten, schwarz lackierten Riffelblech-Kotflügel sind begehbar, die Rückleuchten geschützt montiert. Kurbelstützen geben dem Anhänger im Gelände einen festen Stand.

Werbung

Robuster Aufbau mit geländetauglichem Charakter

Die Seitenwände der Offroad-Version sind 1,5 Millimeter stark, bestehen aus Alu-Zink-beschichtetem Stahlblech und sind zusätzlich pulverbeschichtet. Dazu kommt ein schwarz lackierter Aluminiumdeckel, der den widerstandsfähigen Eindruck betont. Ergänzt wird das durch wassergeschützte Radnaben. Das Gesamtgewicht liegt bei 1.300 Kilogramm, die Nutzlast bei 782 Kilogramm. Mit etwa 518 Kilogramm bleibt der Offroad-Klappcamper trotzdem in einer Gewichtsklasse, die gut zum flexiblen Camping passt.

Für Familien, Paare und alle mit viel Gepäck

Der Cultmobil Klappcamper ist nicht nur ein Anhänger für minimalistische Alleinreisende. Durch die Auslegung auf bis zu vier Personen kann er auch für Familien interessant sein. In Erfahrungen von Nutzerinnen und Nutzern tauchen Reisen mit drei Kindern ebenso auf wie mehrmonatige Touren und klassische Campingurlaube. Mehrere Stimmen heben die Qualität, den unkomplizierten Umgang und die praktische Nutzung hervor, die wir nach unserem Test so bestätigen können.

(Foto: Michael Scheler)

Gerade für Familien ist die Kombination aus Schlafplätzen und dauerhaftem Laderaum reizvoll. Kinder bringen zusätzliche Ausrüstung mit, und auf längeren Touren wächst der Bedarf an Ordnung. Der Klappcamper schafft eine klare Trennung: geschlafen wird im Zeltaufbau, transportiert wird im Anhänger.

Zubehör macht den kleinen Camper vielseitiger

Der Klappcamper kann mit Zubehör erweitert werden. So gibt es unter anderem einen Fahrradträger. Das passt gut zum Charakter des Anhängers: Am Zielort bleibt man mobil, ohne den gesamten Campingplatz wieder zusammenpacken oder das Auto nehmen zu müssen. Für Vanlife-Reisen, bei denen ein Stellplatz als Basis dient, kann das den Alltag deutlich entspannen.

Am Ende überzeugt uns der Cultmobil Klappcamper vor allem durch seine Mischung aus Einfachheit und Nutzwert. Er ist kein rollendes Apartment, sondern ein bewusst kompakter Faltcaravan mit schneller Aufbauzeit, viel nutzbarem Stauraum und Varianten für Straße oder Gelände.

Preise des Cultmobil Klappcampers

Der Cultmobil Klappcamper 2.0 Street als ungebremster Faltcaravan kostet 6.499 Euro. Die gebremste Street-Version kostet 7.299 Euro. Der Cultmobil Klappcamper 2.0 Street gebremst pulverbeschichtet kostet 8.299 Euro. Der Cultmobil Klappcamper 2.0 Offroad als gebremster, pulverbeschichteter Faltcaravan kostet 10.690 Euro.

FAQ

Für wen eignet sich der Cultmobil Klappcamper im Alltag besonders?

Der Cultmobil Klappcamper eignet sich besonders für Menschen, die flexibel reisen möchten und dabei mehr Komfort als in einem klassischen Zelt suchen. Interessant ist er für Paare, kleine Familien und aktive Camperinnen und Camper, die gern mit viel Ausrüstung unterwegs sind. Gerade wer Fahrräder, Campingmöbel, Kochzubehör oder Gepäck für mehrere Tage mitnimmt, profitiert vom dauerhaft nutzbaren Laderaum. Auch für Reisende, die häufig den Standort wechseln, ist das Konzept attraktiv, weil der schnelle Auf- und Abbau Zeit spart. So verbindet der Anhänger Mobilität, Ordnung und Schlafkomfort auf eine sehr praktische Weise.

Was unterscheidet den Cultmobil Klappcamper von einem normalen Zeltanhänger?

Der wichtigste Unterschied liegt im Aufbaukonzept. Beim Cultmobil Klappcamper ist das Zelt im Deckel integriert, sodass der Stauraum im Anhänger auch auf Reisen sinnvoll nutzbar bleibt. Das ist im Campingalltag ein großer Vorteil, weil Gepäck, Vorräte und Ausrüstung nicht ständig umgeräumt werden müssen. Dazu kommt die vergleichsweise schnelle Aufbauzeit, die besonders bei Rundreisen oder kurzen Stopps angenehm ist. Im Unterschied zu vielen einfachen Zeltlösungen wirkt der Klappcamper dadurch strukturierter und alltagstauglicher. Er verbindet das luftige Campinggefühl eines Zeltes mit Elementen eines kompakten Wohnwagens, ohne dabei sperrig oder schwer zu wirken.

Lohnt sich eher die Street- oder die Offroad-Version des Cultmobil Klappcampers?

Das hängt vor allem davon ab, wie und wo der Klappcamper genutzt werden soll. Die Street-Version ist eine gute Wahl für klassische Campingreisen auf befestigten Straßen, für Autobahnfahrten und für Urlauber, die einen leichten, unkomplizierten Begleiter suchen. Die Offroad-Version richtet sich eher an Menschen, die häufiger auf unebenem Untergrund, auf Schotterwegen oder abseits typischer Campingrouten unterwegs sind. Sie bietet mehr Bodenfreiheit und eine robustere Bauweise. Wer also vor allem Komfort, geringes Gewicht und einfache Tourentauglichkeit sucht, liegt mit Street richtig. Wer Abenteuer und rauere Strecken bevorzugt, profitiert eher von der Offroad-Ausführung.

Bilder: vanlifemag.de (Michael Scheler)

Werbung
Cookie Consent mit Real Cookie Banner