7,20 Meter lang, 2,32 Meter breit, 3,14 Meter hoch. Der Ahorn Camp A 720 macht schon auf dem Papier klar, wohin die Reise geht: nicht Minimalismus, sondern viel Platz, lange Etappen und Komfort für mehrere Mitreisende. Als größtes Modell seiner Klasse ist er für Familien, Freundesgruppen und Paare gebaut, die unterwegs Bewegungsfreiheit wollen.
Das Konzept bleibt klassisch. Alkoven-Doppelbett über dem Fahrerhaus, ein weiteres Doppelbett im Heck, dazu ein offener Wohnbereich, helle Möbel, eine voll ausgestattete Küche und ein brauchbares Bad. Die Dinette lässt sich optional zusätzlich zum Bett umbauen.
Ein Alkoven für Menschen, die wirklich reisen wollen

Der Ahorn Camp A 720 ist ein Reisemobil für Touren, bei denen das Fahrzeug nicht nur Schlafplatz ist, sondern Lebensraum. Vier Schlafplätze sind serienmäßig an Bord, verteilt auf zwei große Betten: 210 x 140 Zentimeter im Heck und 211 x 147 Zentimeter im Alkoven. Das trennt die Bereiche sauber. Auf längeren Reisen ist das ein echter Vorteil.
Über das Dinettenbett kommen optional zwei weitere Schlafplätze hinzu. Es misst 170 x 100 Zentimeter. Damit wird der A 720 zum Sechsschläfer. Bei den Sitzplätzen bleibt er ebenfalls flexibel: serienmäßig bis zu vier, optional bis zu sechs. Für Familienurlaub, Roadtrips mit Freunden oder Paare mit viel Gepäck ist das ein wichtiger Punkt.
Der Wohnraum: hell, offen und auf Alltag ausgelegt

Im Inneren setzt der Ahorn Camp A 720 auf eine großzügige Dinette, einen offenen Wohnbereich und helle Einrichtung. Das klingt sachlich, ist im Camperalltag aber entscheidend. Wer mehrere Tage bei wechselhaftem Wetter im Fahrzeug sitzt, merkt schnell, wie stark Raumgefühl, Licht und Sitzkomfort die Stimmung an Bord prägen.
Variable Sitzgruppe mit praktischem Nutzen
Der flexible Dinetten-Tisch ist verstellbar ausgeführt. So wird aus der Sitzgruppe mehr als nur ein Essplatz. Arbeiten, Kartenstudium, Spielrunde für die nächste Etappe. Die Tischplatte in der Dinette ist verstellbar, die Dinettenpolster sind abziehbar, die Kopfstützen lassen sich abnehmen. Das sind kleine Dinge, aber genau daran zeigt sich, ob ein Wohnmobil nicht nur fürs Wochenende taugt, sondern auch für längere Touren.
Faszinierendes Detail: der robuste Voll-GFK-Aufbau

Spannend am Ahorn Camp A 720 ist der Voll-GFK-Aufbau. Dach, Außenhaut und Unterboden bestehen aus GFK, also auf Haltbarkeit und Widerstand ausgelegt. Für ein großes Alkoven-Wohnmobil, das auf Stellplätzen, Campingplätzen, Landstraßen und Autobahnen unterwegs ist, gehört das zu den harten Pluspunkten.
Dazu kommt eine ordentliche Isolierung. Für Boden, Wand und Dach werden 42 / 34 / 34 Millimeter angegeben. Zusammen mit der EPS-Wärmedämmung ergibt das einen Aufbau, der nicht nur im Sommer funktioniert, sondern auch bei kühlen Nächten seinen Job macht. Die Truma Combi 4 Gasheizung mit 4 kW verteilt die Wärme im Wohnbereich.
Stauraum, Garage und Technik für lange Etappen

Wer mit mehreren Personen reist, braucht Stauraum. Der A 720 bringt dafür eine große beheizte Heckgarage mit. Sie ist beleuchtet und abschließbar. Sechs verstellbare Zurrösen, darunter zwei Schienen, helfen beim Verzurren der Ladung. Genau solche Lösungen zählen auf längeren Europa-Touren oder beim Wochenendtrip. Campingmöbel, Sportzeug oder Reisetaschen brauchen Platz. Nicht mehr und nicht weniger.
Küche und Bad ohne unnötige Spielerei

Die Küche arbeitet mit einem 136-Liter-Thetford-Absorberkühlschrank, zwei Kochstellen und Softclose-Küchenschubladen mit Besteckfach. Dazu kommen ein Frischwassertank mit 90 + 20 Litern, ein 80-Liter-Abwassertank und eine Thetford-C223-Toilette mit 18-Liter-Tank. Im Bad sitzen Dusche, Spiegel, Waschbecken, Schränke und eine Dachluke zum Lüften. Für ein Reisemobil dieser Klasse ist das eine Ausstattung, die auf echte Nutzung ausgelegt ist.
Renault Master als Basis des A 720
Als Chassis dient der Renault Master. Serienmäßig arbeitet ein 2,0-Liter-dCi-Common-Rail-Turbodiesel mit 96 kW, also 130 PS, und 350 Nm Drehmoment. Optional sind 125 kW beziehungsweise 170 PS angegeben. Geschaltet wird per 6-Gang-Schaltgetriebe, der Antrieb läuft über die Vorderräder. Der Dieseltank fasst 80 Liter, der AdBlue-Tank 20 Liter.
Zur Serienausstattung im Fahrerhaus gehören Fahrer- und Beifahrerairbag, elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare und beheizte Seitenspiegel, Zentralverriegelung, Bordcomputer, eCall-Notrufknopf und ein höhen- sowie tiefenverstellbares Multifunktionslenkrad. Die Fahrerhaussitze sind drehbar. Das bindet den Frontbereich sauber in den Wohnraum ein.
Komfortdetails, die unterwegs nicht nebensächlich sind

Der A 720 bringt viele kleine Punkte mit, die auf Reisen schnell wichtig werden. Dometic-Rahmenfenster mit Verdunkelungsrollos und Fliegengittern sorgen für Licht, Luft und Privatsphäre. Heki-Dachfenster mit Verdunkelung und Moskitonetz unterstützen das Raumgefühl. LED-Ambiente-Beleuchtung und drei USB/USB-C-Kombi-Ladeanschlüsse passen gut zum heutigen Reisealltag.
Schlafen mit Komfortanspruch
Bei den Betten gehören Lattenroste inklusive Ausfallschutz beziehungsweise Netz zur Ausstattung. Die ergonomischen Matratzen von Cowan sind atmungsaktiv, mit Stretch-Überzug versehen und waschmaschinenfest. Das ist kein Zierrat, sondern Praxis. In einem Wohnmobil, das auf lange Strecken ausgelegt ist, entscheidet guter Schlaf über die Qualität der Reise.
Ein großes Reisemobil mit klarer Aufgabe
Mit einer Masse in fahrbereitem Zustand von circa 3.051 Kilogramm und einer zulässigen Gesamtmasse von 3.500 Kilogramm serienmäßig bleibt der Ahorn Camp A 720 in einer wichtigen Gewichtsklasse. Optional sind 4.000 Kilogramm angegeben. Die gebremste Anhängelast liegt bei 2.000 Kilogramm, ungebremst bei 750 Kilogramm. Die Stehhöhe von 210 Zentimetern unterstreicht den Anspruch, innen nicht beengt zu wirken.
Der Ahorn Camp A 720 ist kein Camper für alle, die möglichst unauffällig und kompakt unterwegs sein wollen. Er ist ein Alkoven-Wohnmobil für Menschen, die Platz, feste Betten, Stauraum und ein wohnliches Konzept suchen. Sein Reiz liegt weniger im Spektakel als in der Summe der praktischen Lösungen.
Der Grundpreis des Ahorn Camp A 720 beginnt bei 63.800 Euro.
Bilder: Hersteller
FAQ
Für wen eignet sich der Ahorn Camp A 720 besonders?
Der Ahorn Camp A 720 eignet sich vor allem für Reisende, die im Wohnmobil nicht nur übernachten, sondern wirklich wohnen möchten. Familien profitieren von den festen Schlafplätzen im Alkoven und im Heck, während Paare den zusätzlichen Raum, die große Garage und den offenen Wohnbereich schätzen können. Auch Freundesgruppen bekommen durch die optionale Erweiterung der Sitz- und Schlafplätze mehr Flexibilität. Wer längere Touren plant, bei wechselhaftem Wetter auch Zeit im Innenraum verbringt und Stauraum für Gepäck oder Freizeit-Equipment braucht, findet hier ein Fahrzeug, das deutlich stärker auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist als auf kompakte Spontanität.
Welche Stärken zeigt der Ahorn Camp A 720 im Reisealltag?
Seine größte Stärke im Alltag ist die Kombination aus Platz, klarer Raumaufteilung und praktischer Ausstattung. Zwei feste Doppelbetten erleichtern die Abendroutine, weil nichts umgebaut werden muss. Die Dinette funktioniert tagsüber als Essplatz, Arbeitsfläche oder Treffpunkt. Dazu kommen eine Küche mit großem Kühlschrank, ein voll nutzbares Bad und eine beheizte Heckgarage für sperriges Gepäck. Der Voll-GFK-Aufbau und die Isolierung sprechen zudem für Robustheit und bessere Nutzung über verschiedene Jahreszeiten hinweg. Genau diese Mischung macht den A 720 interessant für Menschen, die nicht nur kurze Wochenendtrips, sondern längere und komfortorientierte Reisen planen.
Gibt es auch Punkte, die man vor dem Kauf bedenken sollte?
Ja, denn die Vorteile des Ahorn Camp A 720 hängen eng mit seiner Größe zusammen. Wer ein besonders wendiges, unauffälliges oder stadtfreundliches Reisemobil sucht, wird mit 7,20 Metern Länge, 2,32 Metern Breite und über 3,10 Metern Höhe genauer planen müssen. Auch beim Thema Zuladung, Parken und Rangieren spielt die Fahrzeuggröße eine wichtige Rolle. Das Modell richtet sich also eher an Menschen, die bewusst ein großes Alkoven-Wohnmobil wollen und dafür die Vorteile von Raum, Betten und Stauraum priorisieren. Wer hingegen häufig enge Altstädte, kleine Stellplätze oder sehr spontane Kurztrips ansteuert, sollte diesen Punkt vorab ehrlich abwägen.















