Offroad-Fahrzeug mit montiertem Roof Top Dwelling RTD in geöffnetem Zustand auf einer Wiese
Das RTD als robuste Dachkabine für Vanlife und Overlanding (Foto: Hersteller)

Antishanty RTD: Hartschalen-Dachzelt als mobiles Mikro-Heim

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Wer mit Offroad-Fahrzeug oder Anhänger unterwegs ist, kennt das Dilemma: Entweder Dachzelt oder Dachbox. Schlafplatz oder Stauraum. Das Roof Top Dwelling RTD versucht, diesen Widerspruch aufzulösen. Es handelt sich um einen Aufsatz, der auf Fahrzeuge oder Trailer mit Dachzelt-Aufnahmen montiert wird und damit ein kompaktes, hartwandiges Mikro-Heim für Vanlife, Overlanding und lange Roadtrips schafft. Komplett aus isoliertem Aluminium gebaut, ohne Holz, Stoff oder Zeltplane, zielt das RTD auf Nutzer, die robuste, wartungsarme Lösungen suchen und sich nicht mit schimmelnden Stoffzelten oder weichen Konstruktionen herumärgern wollen.

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Roof Top Dwelling: Konzept zwischen Dachzelt und Mini-Wohnkapsel

Offroad-Fahrzeug mit montiertem Roof Top Dwelling RTD und Campern am Lagerfeuer
Das RTD als robuste Alternative zum klassischen Dachzelt für Vanlife und Overlanding (Foto: Hersteller)

RTD steht für Roof Top Dwelling – Dachwohnraum statt klassisches Zelt. Das System ist für geländegängige Fahrzeuge und Anhänger mit Dachzelt-Montagemöglichkeit gedacht und verzichtet vollständig auf Holz oder Canvas-Materialien. Die Basis bilden vernietete und verklebte, lasergeschnittene Aluminium-Profile sowie Aluminium-Verbundplatten. Dach und Boden bestehen jeweils aus einteiligen, isolierten Aluminium-Verbundpaneelen, die Seitenwände sind aus gebogenem Aluminium gefertigt und mit ThermoLiner-Isolierung ausgekleidet. Das Ergebnis ist eine komplett harte, gedämmte Hülle, die nicht rotten oder verschimmeln kann und sich im Alltag eher wie eine kleine Wohnkabine anfühlt als wie ein traditionelles Klappzelt.

Durch die Pop-up-Konstruktion entsteht im aufgeklappten Zustand ein geschlossener Schlafraum mit fixen Wänden. Für Licht und Belüftung sorgen zwei doppelt verglaste Arctic Tern Fenster. Sie sind isoliert ausgeführt, was Kondensationsprobleme reduziert und in kühlen Nächten ebenso hilft wie bei Hitze. Drei Türen mit schweren Schlössern ermöglichen Zugang und sichern den Innenraum sowohl von außen als auch von innen – in Reise- wie in Campingposition. Für Vanlife-Fans bedeutet das: Ein Dachschlafplatz, der sich näher an einer festen Kabine bewegt als an einem reinen Textilzelt.

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Zwei Varianten: RTD-S Slim und RTD-C Cargo im Vergleich

Geöffnetes Roof Top Dwelling RTD aus Aluminium auf einem weißen Offroad-Fahrzeug im Wald
Hartschalen-Dachmodul für Vanlife und Overlanding – robust, isoliert und vielseitig (Foto: Hersteller)

Das RTD wird in zwei Versionen angeboten, die sich bei gleicher Außenlänge und -breite vor allem in der Höhe und damit im nutzbaren Stauraum unterscheiden. Beide Modelle messen außen etwa 226 Zentimeter in der Länge und 140 Zentimeter in der Breite. Die Schlaf­fläche liegt jeweils bei rund 218 Zentimetern Länge und 132 Zentimetern Breite. Damit passt die Liegefläche für zwei Erwachsene plus Kind oder Hund – genau die typische Besatzung im Vanlife-Alltag, wenn ein Paar mit Nachwuchs oder Vierbeiner unterwegs ist.

Die Slim-Variante RTD-S kommt auf eine Außenhöhe von etwa 25 Zentimetern. Im Inneren bleiben im Reisezustand durchschnittlich rund neun Zentimeter Stauraum. Mit einem Gewicht von rund 125 Kilogramm ist dieses Modell die leichtere Option, eignet sich also besonders für Fahrzeuge mit begrenzter Dachlast oder Nutzer, die zusätzlich noch Solarpanels oder anderes Equipment aufs Dach packen möchten.

RTD-C: Mehr Laderaum auf dem Dach für lange Touren

Hund steht im geöffneten Roof Top Dwelling RTD-S Dachmodul aus Aluminium
Das RTD-S als innovative Hartschalen-Dachkabine für Vanlife und Overlanding (Foto: Hersteller)

Das RTD-C Cargo setzt denselben Grundriss etwas höher an: Außen steigt die Höhe auf rund 36 Zentimeter, der durchschnittliche Stauraum innen wächst auf etwa 19 Zentimeter. Mit knapp 132 Kilogramm ist das Gewicht nur leicht erhöht, bringt aber deutlich mehr Nutzvolumen. Wer lange Touren plant, Wintersportgeräte, voluminöse Schlafsäcke oder umfangreiches Foto- und Outdoor-Equipment transportiert, dürfte diese zusätzlichen Zentimeter schnell zu schätzen wissen. Denn das Besondere: Beide RTD-Versionen fungieren nicht nur als Schlafplatz, sondern auch als abschließbare Dachbox.

Im Fahrmodus können im Inneren des RTD Ausrüstung, Taschen oder Sportgeräte verstaut werden. Die Konstruktion ist explizit darauf ausgelegt, als Cargo-Box zu dienen und die Ausrüstung mit massiven Schlössern zu sichern. Auf Overlanding-Trips, bei denen das Fahrzeug regelmäßig unbeaufsichtigt am Trailhead oder in der Stadt steht, erhöht das den praktischen Diebstahlschutz erheblich. Wer vom Klettergebiet in die Innenstadt wechselt oder mit dem Offroad-Pick-up zum Supermarkt rollt, muss nicht jedes Mal das gesamte Dachgepäck ab- und umbauen.

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Hartschalenaufbau als Kernmerkmal für Vanlife

Geländewagen mit aufgeklapptem, hartwandigem Dachzelt-Aufsatz (Roof Top Dwelling) von Antishanty, geparkt unter Bäumen auf einer Wiese
Das RTD als robuste Dachkabine für Vanlife und Overlanding (Foto: Hersteller)

Das durchgängig harte, isolierte Gehäuse ist eine zentrale Eigenschaft des RTD im Kontext von Vanlife. Während klassische Dachzelte mit Stoffwänden arbeiten, setzt diese Lösung auf Aluminium-Verbundpaneele und ThermoLiner-Isolierung. Für den Alltag bedeutet dies: keine flatternden Zeltbahnen im Sturm, keine aufgeweichten Nähte nach Dauerregen, kein Schimmel in verdeckten Stofflagen nach einem feuchten Herbsttrip. Die hard-sided Pop-up-Konstruktion erleichtert den Übergang vom improvisierten Camping zum ganzjährigen mobilen Wohnen.

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relleumdesign

Gerade Ganzjahresreisende und Langzeit-Nomaden, die auch im Spätherbst oder Winter unterwegs sind, profitieren von der Dämmung. Die isolierten Dach- und Bodenelemente reduzieren den Wärmeverlust, die doppelverglasten Fenster halten Zugluft draußen. Im Ergebnis entsteht im Vergleich zu Stoffdachzelten ein besser kontrollierbares Raumklima. Wer beispielsweise einen kompakten Allrad-Pick-up oder Offroad-Anhänger nutzt und überlegt, wie sich dieser zu einem minimalistischen Ganzjahresreisefahrzeug aufrüsten lässt, findet hier einen Baustein, der den Übergang vom Sommerzelt zur kleinen, wetterfesten Wohnkapsel ermöglicht.

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Montagefläche für Solarpanel und Outdoor-Equipment

Die obere Fläche des RTD ist nicht einfach nur Dach, sondern wird zur Plattform. Serienmäßige Dachrelinge erlauben die Montage von Solarpanels oder weiterem Gepäck. Für durchdachte Vanlife-Set-ups ist das entscheidend: Stromautarkie via Solar wird zur Standardanforderung, während gleichzeitig Sportgeräte, Dachträgerkisten oder Kajaks untergebracht werden müssen. Hier lassen sich Photovoltaik-Module integrieren, ohne den Schlaf- und Stauraum zu beeinträchtigen.

Das Dach bleibt trotz zusätzlicher Last hart und stabil, denn die gesamte Konstruktion basiert auf vernieteten und verklebten, lasergeschnittenen Aluminiumteilen. Gerade auf Pisten, Wellblechstraßen und in Regionen mit wechselhaftem Klima zahlen sich diese Konstruktionsdetails aus. Im Gegensatz zu weichen Zelten, die bei hoher Geschwindigkeit im Wind arbeiten, bleibt die Hartschale formstabil. Das reduziert Geräusche, verbessert Aerodynamik und verringert die Angriffsfläche für seitlichen Wind – ein nicht zu unterschätzender Faktor bei hohen Kabinenaufbauten.

Sicherheit und Alltagstauglichkeit für lange Reisen

Für das Leben unterwegs zählt mehr als nur Bequemlichkeit im Stand. Sicherheit und Alltagstauglichkeit spielen eine ebenso große Rolle. Das RTD verfügt über drei Türen, die sowohl in Fahr- als auch in Campingposition verriegelt werden können. Verschlossen wird jeweils von innen und außen. In der Praxis bedeutet das: Ein sicher verschließbarer Schlafraum über dem Fahrzeugdach, der nachts vor ungebetenen Gästen schützt und tagsüber als abschließbare Transportbox fungiert.

Die Bauweise aus Aluminium und Verbundplatten eliminiert die typischen Schwachstellen vieler Aufbauten: kein Holzrahmen, der auf Dauer im Feuchteeinsatz leidet, keine Textilien, die UV-Strahlung und dauerhaftem Regen ausgesetzt sind. Wer Fahrzeugwechsel plant, kann das RTD mitnehmen, da es nicht als fest integrierter Ausbau, sondern als eigenständiges Dachmodul funktioniert. So bleibt die Investition über mehrere Mobilitätsphasen hinweg nutzbar – vom aktuellen Offroader über den nächsten Pick-up bis hin zu einem Offroad-Anhänger.

Technische Einordnung im Vanlife-Kontext und Preis

Mit einer Masse zwischen etwa 125 und 132 Kilogramm bewegt sich das Roof Top Dwelling in einem Bereich, der für viele Allradfahrzeuge, Vans und Anhänger mit ausreichender Dachlast machbar ist. Gleichwohl zwingt das Gewicht zu einer sorgfältigen Planung der Fahrzeugkonfiguration – Fahrwerk, Dachträger, Zuladung und Schwerpunkt sollten bedacht werden, insbesondere wenn zusätzlich Solarpanels, Sportgeräte oder andere Dachlasten verbaut werden. Die nutzbare Liegefläche von rund 2,9 Quadratmetern entspricht einem kompakten Doppelbett mit Zusatzplatz; für klassische Vanlife-Szenarien mit zwei Erwachsenen plus Kind oder Hund ist das praxisgerecht dimensioniert.

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Die doppelt verglasten Fenster, das komplett harte, isolierte Gehäuse, die Nutzung als Cargo-Box und die Dachrelinge machen das RTD zu einer Schnittstelle zwischen Dachzelt, Dachbox und Mikro-Wohnkabine. Für Vanlife-Fahrzeuge, bei denen der Innenraum als Wohn- und Arbeitsraum dient, kann das RTD den Schlafplatz konsequent nach oben verlagern und unten Stauraum, Küche oder Büro freispielen. Damit passt es in eine wachsende Nische: mobile, modulare, relativ leicht umsetzbare Lösungen, mit denen normale Fahrzeuge in vollwertige Reisepartner verwandelt werden.

Das Roof Top Dwelling wurde zuletzt mit einem Verkaufspreis von 9.750 US-Dollar angeboten. Die Finanzierung ist möglich, die Lieferzeit liegt je nach Ausführung bei etwa drei bis vier Monaten. Versandkosten werden gesondert berechnet.

Bilder: Hersteller

 

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