Das Leichtgewicht-Dachzelt von OLC im vanlifemag.de-Test

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Mit dem OLC Ultra Light hat OLC Adventure ein Dachzelt herausgebracht, das nicht viel wiegt, superschnell auf- und abgebaut ist und auch noch mit einem mehr als akzeptablen Preis punktet. Wir hatten das Leichtgewicht-Dachzelt von OLC im vanlifemag.de-Test.

Das OLC Ultra Light – ein Dachzelt, das nicht viel wiegt

Viel Gewicht auf dem Autodach erhöht den Schwerpunkt. Was auf der Straße in Kurven ein eher kleineres Problem ist, kann auf einem Geländewagen zu einem großen werden. Denn bei Schrägfahrten kann der Offroader schneller zur Seite kippen. Abgesehen davon leidet der Fahrkomfort bei schweren Lasten auf dem Dach ganz generell.

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Dennoch ist grade bei kleineren Fahrzeugen, bei denen man nicht im Innenraum schlafen kann, ein Dachzelt eine großartige Möglichkeit das Alltagsauto zum Camper zu machen. Der Suzuki Jimny zum Beispiel ist so ein Fahrzeug. Mit Dachzelt wird er zum extrem geländegängigen Offroad-Camper – Mini-Offroad-Camper. Blöd nur, dass Suzuki die zulässige Dachlast in Deutschland mit 30 Kilo angibt – in der Schweiz sind es immerhin 50.

Damit scheiden die meisten Dachzelte schon im Vorfeld aus – zumindest, wenn einem die Beschränkung nicht egal ist. Anders das OLC Ultra Light, das in den Breiten 130 und 145 Zentimeter zu haben ist. Das 130er bringt ohne Leiter rund 35 Kilo auf die Waage, beim 145er sind es etwa 40 Kilo. Für die Leiter kommen irgendwas zwischen sieben und acht Kilo hinzu. Transportiert man sie nicht im Dachzelt, was durchaus möglich ist, bleibt man mit dem Gewicht auf dem Dach im Rahmen dessen, was der Jimny offiziell „darf“ – zumindest nach der Schweizer Freigabe.

Allerdings muss man an der Stelle deutlich vermerken, dass die zulässige Dachlast nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen und von den Herstellern in der Regel auch nicht wirklich getestet ist. Die Werte sind daher oft nur Angaben, die den Fahrzeughersteller vor Klagen schützen sollen und daher niedrig angegeben werden. Abgesehen davon handelt es sich bei der Angabe um die dynamische Last, also die Last in Bewegung. Steht das Fahrzeug, ist diese Last um ein vielfaches höher – zumindest so lange oben im Dachzelt keine „dynamischen Bewegungen“ stattfinden.

Das OLC130 Ultra Light – die Montage

Da der Suzuki Jimny praktischerweise zu unseren Redaktionsfahrzeugen gehört, haben wir uns das OLC130 Ultra Light ausgeliehen und aufs Dach des Würfels gepackt. „Spoiler“: Auch wenn man 35 Kilo durchaus allein heben könnte, um das zusammengeklappte Dachzelt mit den Maßen 210 x 130 x 12 Zentimeter auf den montierten Dachträger zu heben, bedarf es dann doch zwei Personen.

Bevor es nach oben geht, müssen jedoch ein paar Vorbereitungen getroffen und die beiden Trägerschienen am Dachzeltboden montiert werden. Dazu haben wir das Dachzelt auf den Kopf gedreht und auf zwei Böcke gelegt. Achtung, die Löcher für die Schrauben – das komplette Montagematerial inklusive Schraubenschlüsseln ist im Lieferumfang dabei – sind mit schwarzen Klebepunkten abgeklebt. Das sieht man nicht an allen Stellen sofort.

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Ist diese Arbeit erledigt, können die Schraubenhalterungen für die Montage am Dachträger eingeschoben werden. In unserem Fall waren die beigelegten M8-Schrauben für das Anbringen am Dachträger allerdings etwas zu kurz. Zum Glück hatten wir jedoch acht längere Schrauben in unserem Schraubensortiment und mussten nicht extra losziehen, um welche zu besorgen. Unser Tipp daher: Vorab checken, ob die Länge der Schrauben zum montierten Dachträger passt. Dann muss man die Halterungen auch nicht nochmal aus der Schiene ziehen und die Schrauben tauschen, was allerdings, auch wenn das Zelt schon auf dem Dachträger liegt, kein wirkliches Problem darstellt.

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Danach wird das Dachzelt final ausgerichtet und fest verschraubt. Lediglich die beiden Einhak-Halterungen für die Leiter müssen noch montiert werden – wir haben das schon vorab erledigt. Hier kann man sich entscheiden auf welcher Seite das erfolgen soll. Vorgebohrte Löcher gibt es auf beiden Seiten. Dieser Schritt fehlt übrigens in der Aufbauanleitung, die für weniger handwerklich Begabte an der einen oder anderen Stelle durchaus etwas klarer sein könnte. Denn auch wenn vieles selbsterklärend ist, mag mancher vielleicht an der einen oder anderen Stelle vor einem kleinen Rätsel stehen.

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Das haben wir Frank Jaksties, Inhaber von OLC Adventure, in unserem Feedback zum Dachzelt-Test auch so mitgegeben. Allerdings ist das tatsächlich – um einen Punkt unseres Fazits vorwegzunehmen – auch die einzige Kritik am Leichtgewicht-Dachzelt von OLC.

Das Leichtgewicht-Dachzelt von OLC in vanlifemag.de-Test

Die Montage ist erledigt, also ab in unser privates Testgelände und das 130er Ultra Light aufgebaut. Und das geht mal so richtig schnell. Den rundum laufenden Reißverschluss aufzippen und das Oberteil des Zelts nach oben drücken. Zwei Gasdruckfedern, die an den Seiten montiert sind, machen das kinderleicht. Die beiden Aufstellstangen für die Fly, den Sonnen- und Regenschutz, können vom Boden aus eingehängt und gespannt werden. Anschließend die Leiter einhängen und das Zelt steht. Schneller geht es wirklich nicht.

Das OLC Ultra Light verfügt über drei Öffnungen. Eine an jeder Seite und eine nach hinten. Alle sind mit Moskitonetz ausgestattet und lassen sich natürlich auch komplett öffnen. Die 120 x 205 Zentimeter große Matratze ist zwar nicht besonders dick, aber durchaus bequem. Eine Mesh-Unterlage sorgt nicht nur für etwas zusätzlichen Liegekomfort, sondern auch für Unterlüftung, damit sich keine Feuchtigkeit unter der Matratze sammeln kann.

Wem die 120 Zentimeter Breite zu schmal sind, der greift zum 145er Ultra Light. Hier beträgt die Liegefläche 135 x 205 Zentimeter. Die Länge bleibt also gleich, an Breite gibt es jedoch 15 Zentimeter mehr. Zu zweit schlafen lässt sich aber in beiden Modellen.

Am Zeltdach ist innen eine große Aufbewahrungstasche angebracht. Sie nimmt Handy, Tablet, Zeitschriften oder Bücher auf und man kann in ihr alle möglichen und unmöglichen anderen Dinge, die man griffbereit haben möchte, verstauen. Zum Beispiel eine Taschenlampe. Die wäre allerdings nicht wirklich nötig. Denn ein einhängbarer LED-Streifen ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Er verfügt über je einen Karabinerhaken an den Enden, drei Lichtfarben und ist dimmbar. Man benötigt lediglich ein Powerpack oder eine andere Stromquelle mit USB-Anschluss und kann im Dunklen lesen, Kartenspielen oder andere Dinge tun, für die man Licht benötigt.

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Das OLC130 Ultra Light – Abbau und Fahrtest im Gelände

Zusammengeklappt ist das OLC Ultra Light nahezu genauso schnell wie aufgebaut. Die beiden Abspannstangen entfernen, die Leiter etwas hochklettern, das Dach herunterziehen, überstehenden Zeltstoff – und das ist nicht viel – nach innen schieben und den Reisverschluss zuziehen. Leiter einfahren – fertig. Die Leiter könnte man theoretisch auch im Zelt unterbringen, bei der aktuellen Version muss man allerdings bedenken, dass sich die Aufnahme entweder in die Matratze oder das Dach drückt. Das soll sich laut Frank aber künftig ändern, da sie dann anders montiert ist.

Machen wir also einen kleinen Ausritt ins unwegsame Gelände und später auf der Straße – mit dem OLC-Dachzelt obendrauf. Das wenige zusätzliche Gewicht spürt man beim Fahren tatsächlich kaum. Weder hier noch dort. Bei der Fahrzeugbreite ändert sich beim 130er auf dem Jimny nichts, das Zelt ist in etwa so breit wie das Autodach. Lediglich die Höhe ändert sich. Inklusive Dachträger wird der Würfel um 20 bis 25 Zentimeter höher. Das gilt es zu beachten, wenn man in waldigen Gegenden unterwegs ist.

Auf der Straße hört man das Dachzelt ein wenig. Klar, denn Windgeräusche lassen sich nicht vermeiden. Am Fahrkomfort ändert sich jedoch wenig. Auch hier macht sich das niedrige Gewicht des OLC Ultra Light bezahlt. Und da ein Fahrzeug wie der Jimny ohnehin kein Kurvenräuber ist, stellen wir keinen Unterschied zum Fahren ohne Dachzelt fest. Das war mit schwereren Dachzelt-Modellen, die wir testweise auf dem kleinen Japaner montiert hatten, durchaus anders.

Das Ultra-Light-Dachzelt von OLC – Daten und Preise

OLC130 Ultra Light

  • Liegefläche: 120 x 205 cm
  • Personen: ideal für 2 Erwachsene
  • Gewicht: ca. 42 kg* netto ca. 35 kg
  • Packmaß: 210 x 130 x 12 cm
  • Preis: EUR 1.300,-

OLC145 Ultra Light

  • Liegefläche: 135 x 205 cm
  • Personen: 2 Erwachsene + (Kind/Hund)
  • Gewicht: ca. 48 kg* netto ca. 40 kg
  • Packmaß: 210 x 145 x 12 cm
  • Preis: EUR 1.450,-
  • Gewichtsangaben inklusive Leiter

Technische Details im Überblick:

  • Zeltstoff: 420D Ripstop-Polyester (wasserabweisend & schimmelresistent)
  • Fly: 420D Diamond Polyester (bietet zusätzlichen Schutz vor Regen und Sonne)
  • Bodenplatte: Geschweißter Rahmen aus Aluminium-Konstruktion für minimales Gewicht
  • Abdeckung: Robuster 1680D Polyester Stoff, mit umlaufendem Reißverschluss für den Transport
  • Leiter: Verstellbare Teleskop-Aluminiumleiter (bis 230 cm)

Lieferumfang:

  • Dachzelt (Modell nach Wahl)
  • Komfort-Matratze
  • Mesh Unterlage
  • LED-Beleuchtung 3-farbig und dimmbar für den Innenraum
  • Teleskop-Aluminiumleiter
  • Montagesatz für Standard-Dachträger

Unser Fazit zum Leichtgewicht-Dachzelt von OLC

Ein wirklich tolles Dachzelt. Schneller auf- und wieder abbauen kann man kaum eins. Und ein Dachzelt zu finden, das ähnlich leicht ist, aber die gleichen Features bietet, dürfte wirklich schwer werden. Hinzu kommt der Preis. Mit 1.300 oder 1.450 Euro ist dieses Dachzelt jeden Cent davon mehr als wert.

Einzig die Aufbauanleitung könnte in manchen Punkten etwas klarer sein. Machbar ist die Montage aber dennoch in rund einer Stunde – sofern man davon keine Fotos schießen muss. Dass die Schrauben für die Montage an unserem Dachträger zu kurz waren, ist zu verschmerzen. An flacheren Dachträger-Modellen werden sie problemlos passen.

Hat man einmal alles vormontiert, ist das Dachzelt mit zwei Personen schnell aufs Dach gehoben und auch genauso schnell wieder herunter. Und das ist gut so, denn ein wenig mehr Sprit benötigt man mit Zelt obendrauf eben schon – egal welches. Und da ist es gut, wenn man das Schlafgemach für unterwegs im Alltag schnell wieder abnehmen kann.

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