Sprinter, Crafter, MAN TGE. Das Campany-Aufstelldach von Reisewagenworks setzt ein festes Bett oben ins Dach. Unten bleibt der gesamte Wohnraum nutzbar. Schlafen oben, leben unten. Aus dem Kastenwagen wird ein deutlich vielseitigeres Reisefahrzeug. Genau das trennt oft improvisierte Tour von entspanntem Reisen.
Es ist keine lose Haube. Das Dach ist als dauerhafte Erweiterung entwickelt. Geschweißte Aluminiumkonstruktion, Isolierung, wohnlich ausgekleideter Innenraum. Die Bedienung soll einfach bleiben – auch im täglichen Einsatz.
Mehr Raumgefühl auf Reisen

Im Kastenwagen zählt jeder Zentimeter. Das Aufstelldach schafft nicht nur weitere Schlafplätze. Unten bleibt Bewegungsfreiheit, Ordnung und Ruhe. Wer oben schläft, blockiert tagsüber nichts.
Beim Sprinter misst die Liegefläche 2,14 × 1,22 Meter. Bei Crafter und MAN TGE sind es 2,08 × 1,30 Meter. Laut Hersteller die größte Liegefläche am Markt. Zwei Erwachsene passen ohne Notbett-Gefühl darauf.
Sechs Zentimeter Kaltschaummatratze mit zwei Härtegraden. Darunter ein Airmesh-Lattenrost für Belüftung und Komfort.
Schlafen oben, leben unten
Der klassische Aufstelldach-Grundsatz wird hier konsequent gefahren. Tagsüber bleibt der Van Wohnraum, Küche, Stauraum oder Büro. Das Bett bleibt oben.
Die spannendste Eigenschaft ist der Blick nach draußen

Entscheidend ist nicht allein die zusätzliche Ebene. Eine Dachluke und rundum öffnende Seitenwände mit Fliegengittern verändern den Schlafraum. Statt auf Blech schaut man nach draußen. Auf Stellplätzen am Wasser, in den Bergen oder auf abgelegenen Plätzen wird aus einer Übernachtung etwas anderes.
In warmen Nächten zieht es deutlich besser. Wer schon einmal schwitzend in einem geschlossenen Kastenwagen gelegen hat, kennt den Unterschied. Rundum öffnende Wände plus Fliegengitter halten Insekten draußen und die Luft drin.
Panorama statt Engegefühl

Genau hier zeigt sich der wirkliche Mehrwert. Das Dach vergrößert nicht nur Volumen. Es verändert das Gefühl im Fahrzeug. Mehr Aussicht schafft mehr Weite.
Technik, die im Reisealltag überzeugen muss

15 Millimeter starke Aluminium-Wabenplatte. Neun Millimeter Isolierung. Teppich innen. Gekantet, geschweißt, außen schwarz pulverbeschichtet mit matter Struktur. Gesamtgewicht ca. 110 Kilogramm. Geschlossene Höhe ca. 23 Zentimeter.
Zwei extra starke Gasdruckdämpfer erlauben das Öffnen auch mit Beladung. Laut Datenblatt soll es mit einer Hand gehen. Auf dem Stellplatz, wenn es schnell gehen muss oder das Wetter umschlägt, ist das relevant.
30 Kilogramm Dachlast im geöffneten Zustand. Mit Airlineschienen lassen sich Surfbrett oder Dachbox montieren. Sogar die Nutzung als Aussichtsplattform für zwei bis drei Personen ist vorgesehen.
Für welche Vans das Aufstelldach gedacht ist

Vorgesehen für Mercedes Sprinter, Volkswagen Crafter und MAN TGE. Andere Fahrzeuge werden individuell geprüft. Bei VW T5, T6 und Mercedes Vito verbaut Reisewagenworks hochwertige Dächer von Reimo oder SCA und passt sie fahrzeugspezifisch an.
Gerade bei den großen Kastenwagen wie Sprinter und Crafter lohnt sich das Konzept. Diese Fahrzeuge werden oft für lange Touren, Sportgepäck oder ganzjährigen Einsatz ausgebaut. Dann reicht eine simple Liegefläche nicht. Das Dach muss belastbar, komfortabel und sauber in den Ausbau integriert sein.
Kombinierbar mit verschiedenen Ausbauten
Das Campany-Dach lässt sich mit dem Campany-Modulsystem kombinieren. Ebenso mit individuellen Ausbauten wie dem Reisewagen Sportive. Das schafft Spielraum für unterschiedliche Reisekonzepte.
Einbau, Nachrüstung und Nutzung im Alltag
Nachrüstung ist bei kompatiblen Fahrzeugen möglich – auch bei bereits ausgebauten Vans. Der reine Einbau dauert fünf Werktage. Zusatzarbeiten an Verkleidung, Elektrik oder Modulsystem verlängern den Zeitbedarf entsprechend.
Das Fahrverhalten soll sich nicht spürbar ändern. Bei ca. 110 Kilogramm zusätzlich oben und mehr Höhe eine wichtige Ansage. Im normalen Betrieb bleibt es unauffällig.
Serienmäßig dabei sind Matratze, Dachluke, Leiter, LED-Licht und die Montage. Optional gibt es Markisenhalter für die Fiamma F45s, ein Thermo-Inlay für bessere Isolation, Integration von Solarmodulen sowie zusätzliche Außen- und Innenbeleuchtung.
Warum dieses Dach im Vanlife relevant ist
Es löst ein echtes Grundriss-Problem. Statt den Innenraum mit einem Bett zu blockieren, wandert der Schlafbereich nach oben. Unten bleibt Platz zum Kochen, Arbeiten, Umziehen oder einfach nur Sitzen bei schlechtem Wetter.
Hinzu kommt das offene Gefühl durch große Öffnungen und Fliegengitter. Aus dem Dachbett wird kein enger Schlafkasten, sondern ein Ort mit Aussicht. Kein lautes Technikspiel. Sondern eine praktische Lösung für den Alltag im Kastenwagen.
Preise werden auf Anfrage genannt.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen lohnt sich ein Aufstelldach wie das Campany-System wirklich – und was ändert sich im Alltag?
Es lohnt sich für alle, die ihren Kastenwagen tagsüber tatsächlich nutzen – kochen, arbeiten, umziehen, bei Regen drinnen bleiben. Der größte Effekt ist der freie Grundriss. Wandert das Bett dauerhaft nach oben, bleibt unten mehr Platz für Stauraum, Küche und Sitzgruppe. Der Van wirkt aufgeräumter und größer, ohne dass man auf ein längeres Basisfahrzeug umsteigen muss.
2) Wie komfortabel ist das Schlafen im Dachbett – und ist die Liegefläche wirklich ein praktischer Vorteil?
Komfort kommt von echten Bettmaßen und guter Belüftung. Beim Sprinter 2,14 × 1,22 Meter, beim Crafter und MAN TGE 2,08 × 1,30 Meter. Das reicht für zwei Erwachsene ohne Enge. Die sechs Zentimeter dicke Kaltschaummatratze mit zwei Härtegraden plus Airmesh-Lattenrost reduziert Druckstellen und transportiert Feuchtigkeit ab. Das verhindert das typische Notbett-Gefühl besonders auf längeren Touren.
3) Worauf sollte man bei Einbau, Nachrüstung und Nutzung achten, damit das Dach im Reisealltag wirklich funktioniert?
Zuerst muss das Dach zum Fahrzeug und zum vorhandenen Ausbau passen. Nachrüstung ist bei kompatiblen Modellen möglich, auch bei bereits ausgebauten Vans. Reiner Einbau dauert fünf Werktage, Zusatzarbeiten verlängern den Termin. Im Betrieb zählen leichte Bedienung durch starke Gasdruckdämpfer und die 30 Kilogramm Dachlast im geöffneten Zustand. Damit lassen sich Dachbox oder Surfbrett sinnvoll transportieren. Ein Thermo-Inlay verbessert die Isolation bei Hitze und Kälte spürbar.















