Regen auf der Deichsel, Stützrad runter, Blick über den Platz. Der Alpenkreuzer OpenAir trifft einen Nerv, den viele Camperinnen und Camper gut kennen: unterwegs sein, ohne sich von der Natur abzuschotten. Er ist kein klassischer Wohnwagen, kein Van-Ausbau und auch kein gewöhnliches Zelt. Er steht irgendwo dazwischen – als Faltcaravan mit offenem Charakter, großen Fenstern und einem Ansatz, der Luft, Raum und Ruhe bewusst in den Mittelpunkt rückt. Genau darin liegt sein Reiz für alle, die beim Camping nicht nur einen Schlafplatz suchen, sondern ein kleines, mobiles Basislager für stille Tage am See, unter Bäumen oder auf dem Campingplatz am Rand der Berge.
Ein Faltcaravan mit viel Luft zum Atmen

Das Konzept des OpenAir ist eng mit dem Element Luft verbunden. Sauerstoff, Räumlichkeit und Freiheit prägen die Idee hinter diesem Modell. Der Faltcaravan soll dabei helfen, Abstand vom Alltag zu gewinnen und draußen wieder ein Gefühl von Weite zu finden. Das klingt zunächst fast poetisch, wird aber durch die Bauweise greifbar: Das Hybriddesign mit seinem offenen Charakter und den großen Fenstern macht den Wohnbereich hell und naturnah.
Für Vanlife-Fans ist das spannend, weil der OpenAir eine andere Art des mobilen Reisens anbietet. Wer mit einem Zugfahrzeug unterwegs ist, bekommt am Zielort einen eigenständigen Wohnraum, der eher an ein luftiges Zeltcamp als an eine geschlossene Kabine erinnert. Gerade an warmen Tagen kann dieses offene Raumgefühl den Unterschied machen.
Platz für zwei bis sechs Personen

Ausgelegt ist der Alpenkreuzer OpenAir für 2 bis 6 Personen. Damit deckt er ein breites Spektrum ab: Paare, die bewusst komfortabel reisen möchten, kleine Familien oder Campingfreunde, die nicht jeden Abend auf engstem Raum sitzen wollen. Der Wohnbereich misst 300 cm x 300 cm. Serienmäßig kommt ein Sonnendach mit 74 cm hinzu, das vor dem eigentlichen Wohnraum eine kleine Übergangszone schafft.
Wohnraum statt bloßer Schlafplatz
Diese 300 cm x 300 cm sind für einen Faltcaravan ein entscheidender Wert. Denn beim Camping zählt nicht nur, wo geschlafen wird, sondern auch, wo Taschen stehen, wo bei Regen gegessen wird und wo man sich am Abend zurückzieht. Der OpenAir bringt hier den Vorteil eines klar definierten Wohnbereichs mit, ohne das Fahrgewicht eines großen Caravans zu erreichen.
Das Bett als Komfortversprechen

Ein wichtiger Punkt beim Reisen mit Zeltanhänger ist der Schlafkomfort. Der OpenAir setzt auf ein geräumiges Bett mit 150 cm x 210 cm. Dazu gehören ein Lattenrost und eine 8 cm dicke Schaumstoffmatratze. Für die Praxis bedeutet das: Es geht nicht um Isomattengefühl, sondern um eine feste Schlaflösung, die deutlich näher am Caravan-Komfort liegt.
Gerade wer längere Touren plant, weiß diesen Unterschied zu schätzen. Nach Tagen voller Fahrt, Aufbau, Kochen und Draußensein wird das Bett schnell zum wichtigsten Detail des ganzen Fahrzeugs. Die Länge von 210 cm ist zudem für größere Personen interessant, die in kompakten Campinglösungen oft Kompromisse machen müssen.
Das faszinierende Detail: Air-System und E2S

Besonders spannend am Alpenkreuzer OpenAir ist die Kombination aus einem einzigartigen Air-System und dem E2S system, dem Easy-to-Store-System. Das Gestänge wird als Hybride-AIR/Alu beschrieben. Damit verbindet der OpenAir aufblasbare Elemente mit klassischen Aluminiumstrukturen.
Warum das im Campingalltag zählt
Ein solcher Aufbau ist nicht nur eine technische Spielerei. Beim Faltcaravan entscheidet der Aufbaukomfort oft darüber, ob man wirklich gern weiterzieht oder lieber mehrere Nächte an einem Ort bleibt. Für den OpenAir ist auf der angegebenen Modellseite keine Aufbauzeit genannt. Das macht ihn dennoch für Reisende interessant, die unterwegs flexibel bleiben möchten.
Das E2S system bringt einen weiteren praktischen Nutzen: Es steht laut Hersteller für Easy-to-Store und soll das Einpacken vereinfachen. Für echte Reisetage ist das ein praktischer Vorteil – etwa wenn Ausrüstung schnell verstaut werden soll oder das Wetter umschlägt.
Materialien, die zum Draußensein passen

Beim Gewebe setzt der OpenAir auf TenCate 300 g/m² Stoffgewebe. Baumwollstoff hat beim Camping einen eigenen Charakter: Er wirkt wohnlicher als rein technische Kunstfaser und unterstützt das naturnahe Raumgefühl, das dieses Modell ausmachen soll.
Auch die Farben passen zu diesem Ansatz. Beige-grün/ Grün wirkt zurückhaltend und naturverbunden, ohne grell auf dem Stellplatz zu stehen. Das moderne Design orientiert sich damit nicht an Showeffekten, sondern an einer ruhigen Outdoor-Ästhetik.
Chassis und Gewicht: kompakt, aber ernst gemeint
Unter dem luftigen Aufbau steckt ein gebremstes AL-KO chassis mit 4 starken Standfüßen. Das zeigt: Der OpenAir will kein improvisierter Anhänger sein, sondern ein vollwertiger Faltcaravan für regelmäßige Nutzung.
750 kg als vanlife-taugliche Grenze
Das Eigengewicht beträgt 350 kg, das zulässige Gesamtgewicht 750 kg. Diese Gewichtsklasse ist im Campingalltag besonders interessant, weil sie kompakt bleibt und dennoch genügend Reserven für Ausrüstung ermöglicht.
Die Bereifung besteht aus 13 Zoll Stahlfelgen mit Ersatzrad. Für Camper bedeutet das: Der OpenAir bleibt in einer überschaubaren, gut handhabbaren Anhängerklasse.
Ein Name mit Geschichte
Alpenkreuzer ist keine neue Erscheinung im Campingkosmos. Die Marke kam 1958 auf den Markt, verschwand nach dem Ende von E.K.S. im Jahr 2006 scheinbar endgültig und kehrte im Januar 2017 zurück. Im Jahr 2023 bestand Alpenkreuzer seit 65 Jahren. Der OpenAir gehört zu einer neueren Modellgeneration, die zusammen mit Campfire und Waterfront auf dem Markt ist.
Diese drei Modelle unterscheiden sich von früheren Baureihen durch modernere Formen. Beim Zeltstoff nennt die Modellseite TenCate 300 g/m² Stoffgewebe. Einen bestätigten Facelift-Hinweis für den OpenAir gibt es auf der angegebenen Quelle nicht. Das Modell wirkt deshalb weniger wie ein kurzlebiger Trend, sondern eher wie eine moderne Interpretation des klassischen Faltcaravans.
Was kostet der Alpenkreuzer OpenAir?
Der OpenAir ist vor allem für Menschen interessant, die beim Camping mehr Raum als im Dachzelt möchten, aber keinen großen Wohnwagen ziehen wollen. Seine Stärken liegen im offenen Wohngefühl, im 300 cm x 300 cm großen Wohnbereich, im festen Bett mit 150 cm x 210 cm, im Air-System und im praktischen E2S system. Dazu kommen ein zulässiges Gesamtgewicht von 750 kg und die kompakte Anhängerbauweise.
Der empfohlene Verkaufspreis für den Alpenkreuzer OpenAir beträgt 11.995 Euro. Das Sonnendach kostet 599 Euro, der Anbau 799 Euro und die elektrische Luftpumpe DLX 169 Euro.
FAQ
Für wen eignet sich der Alpenkreuzer OpenAir am besten?
Der Alpenkreuzer OpenAir eignet sich besonders für Camperinnen und Camper, die eine leichte, flexible und naturnahe Reiseform suchen. Er passt gut zu Paaren, kleinen Familien oder Freunden, die mehr Komfort als in einem klassischen Zelt wollen, aber keinen großen Wohnwagen ziehen möchten. Durch den luftigen Aufbau, den klaren Wohnbereich und das feste Bett entsteht ein Campinggefühl, das offen und gleichzeitig bequem ist. Vor allem Menschen, die gern ruhig stehen, Zeit draußen verbringen und am Zielort einen eigenständigen Wohnraum nutzen möchten, finden hier eine spannende Lösung zwischen Zeltanhänger, Caravan und mobilem Basislager.
Welche Vorteile bietet das Air-System im Campingalltag?
Das Air-System ist vor allem deshalb interessant, weil es den OpenAir moderner und alltagstauglicher macht. Statt ausschließlich auf klassisches Gestänge zu setzen, kombiniert das Modell aufblasbare Elemente mit Aluminiumteilen. Das kann den Aufbau übersichtlicher machen und hilft dabei, schneller startklar zu sein. Gerade auf Reisen mit häufigem Standortwechsel ist das ein echter Vorteil. Wer nicht lange mit komplizierten Stangen hantieren möchte, profitiert von einer Lösung, die Komfort und Praxis verbindet. Zusammen mit dem E2S-System entsteht außerdem ein durchdachtes Konzept, das das Einpacken vereinfachen soll.
Ist der OpenAir eher eine Alternative zum Wohnwagen oder zum Zelt?
Der OpenAir ist am ehesten eine Zwischenlösung und genau das macht ihn so interessant. Er bietet deutlich mehr Schutz, Struktur und Schlafkomfort als ein klassisches Zelt, bleibt aber leichter, offener und kompakter als ein großer Wohnwagen. Dadurch spricht er Menschen an, die Natur und frische Luft bewusst erleben möchten, ohne komplett auf Bequemlichkeit zu verzichten. Das Raumgefühl, die großen Fenster und der definierte Wohnbereich schaffen eine angenehme Balance aus Nähe zur Umgebung und praktischem Nutzen. Wer also keinen schweren Caravan ziehen will, aber mehr als nur eine einfache Zeltlösung sucht, dürfte im OpenAir eine passende Antwort finden.
Bilder: Hersteller















