Früher Morgen, noch kühles Licht: Die Summit Series von Field Van fällt nicht mit Showeffekten auf, sondern mit einem klaren Plan. Viel nutzbarer Raum, Schlafplätze für mehrere Personen und Stauraum genau dort, wo er im Vanlife zählt. Der Ausbau richtet sich an Familien und Outdoor-Reisende, die mit einem kompakten Fahrzeug unterwegs sein wollen, ohne beim Sitzen, Schlafen, Kochen und Packen dauernd umräumen zu müssen.
Field Van nennt die Summit Series die meistverkaufte und beliebteste Designreihe des Unternehmens. Angeboten wird sie über die Standorte in Fresno, Kalifornien, und Reno, Nevada. Für Interessierte in Deutschland heißt das: Der Van ist klar im US-Markt verortet. Ein Kauf hierzulande dürfte deshalb deutlich schwieriger sein als bei einem regulär angebotenen europäischen Camper.
Ein Grundriss für Familien und lange Reisetage

Der Reiz der Summit Series liegt in der Mischung aus offenem Innenraum, Komfort und Stauraum. Genau diese Kombi entscheidet im Alltag oft darüber, ob ein Campervan nur auf Fotos gut aussieht oder auch nach drei Tagen Regen, nassen Jacken und sperrigem Gepäck noch funktioniert. Die Summit Series setzt nicht auf ein einziges starres Konzept, sondern umfasst mehrere Pläne: Summit S1, Summit S2 und Summit S3.
Alle drei Varianten folgen demselben Grundgedanken, unterscheiden sich aber in Radstand, Schlaflösung und Ausstattung. Damit spricht die Baureihe nicht nur Paare an, sondern ausdrücklich auch Familien und Menschen, die Fahrräder, große Kisten, Campingstühle oder Sportausrüstung mitnehmen möchten.
Summit S1: Der Klassiker mit offenem Innenraum

Der Summit S1 basiert auf Vans mit kurzem Radstand und wird als besonders erfolgreicher Innenausbau beschrieben. Der Grundriss wirkt auf den ersten Blick angenehm übersichtlich: Hinter dem Fahrersitz sitzt die Küchenzeile, dahinter folgen Stauraum und Sitz-Schlaf-Bereich. Für Vanlife ist diese Ordnung entscheidend, denn sie trennt Kochen, Wohnen und Verstauen, ohne den Innenraum zu zerschneiden.
Küche, Stauraum und Schlafplatz
Die Pantry im S1 bringt eine große Arbeitsfläche und eine Spüle mit. Ein Herd ist optional erhältlich. Unter der Arbeitsplatte befinden sich ein Kühlschrank im vorderen Bereich, Schubladen sowie ein großer Schrank, der entweder für ein Porta Potti oder für Töpfe und Pfannen genutzt werden kann. Zusätzlich gibt es Stauraum unter der Spüle.
Entlang der Fahrerseite steht hinter der Küche ein hoher Schrank mit Vorratsbereich, Regalen für Kleidung und einem hängenden Kleiderschrank im Heck. Zentral im Van befindet sich ein Sofa, das zu einem Doppelbett umgeklappt werden kann. Wer mehr Liegebreite und zusätzliche Sitzplätze wünscht, kann statt der seitlichen Schränke eine Couch über die gesamte Fahrzeugbreite wählen.
Warum der S1 besonders familientauglich wirkt
Der Summit S1 bietet komfortable Schlaf- und Sitzmöglichkeiten für vier bis sechs Personen. In Verbindung mit einem Aufstelldach wird er als passender Camper für eine vierköpfige Familie beschrieben. Das ist ein wichtiger Punkt, denn viele kompakte Camper scheitern genau hier: Tagsüber braucht es Sitzplätze, nachts echte Schlafplätze, dazwischen Platz für Gepäck.
Hinter dem Sofa befindet sich beim S1 weiterer Stauraum. Besonders spannend ist der große Kofferraumbereich unter dem Bett. Dort können sperrige Dinge verschwinden, etwa Campingstühle oder große Boxen. Fenster auf beiden Seiten bringen Licht in den Innenraum und ermöglichen Querlüftung. Das klingt schlicht, macht aber auf Touren einen enormen Unterschied, gerade wenn mehrere Menschen im Van schlafen.
Summit S2: Das Bett bleibt einfach gemacht

Der Summit S2 bleibt ebenfalls beim kurzen Radstand, verschiebt den Schwerpunkt aber stärker in Richtung fester Schlafkomfort. Er übernimmt die offene Raumwirkung des S1, ergänzt sie jedoch um ein Plattformbett, das aufgebaut bleiben kann. Wer schon einmal jeden Abend Bettzeug umgeräumt und Polster sortiert hat, merkt sofort, was diese Lösung im Alltag spart.
Mehr Ruhe im Tagesablauf
Hinter dem Fahrersitz sitzt auch im S2 eine Küchenzeile mit Arbeitsplatte. Eine Spüle ist verfügbar, ein Herd optional. Unter dem Tresen liegen Kühlschrank, Schubladen und ein Stauraumschrank. Dazu kommt weiterer Stauraum unter der Spüle sowie ein hoher Vorratsschrank direkt hinter der Spüle.
Innen neben dem Vorratsschrank steht ein Sofa mit drei Sicherheitsgurten. Es lässt sich ebenfalls zu einem Bett umklappen. Im Heck liegt das erhöhte Plattformbett mit seitlichen Ausformungen für mehr Schlaflänge. Darunter entsteht viel Stauraum, in den sogar Fahrräder mit ausgebautem Vorderrad passen. Rundum angeordnete Fenster sorgen für Licht und Luft.
Das faszinierendste Detail: Schlafen über dem Stauraum
Das erhöhte Plattformbett ist vielleicht das stärkste Detail der Summit Series. Es macht aus dem Heck nicht nur einen Schlafbereich, sondern eine funktionale Garage. Gerade für Outdoor-Reisen ist das ein entscheidender Vorteil. Fahrräder, Ausrüstung oder große Taschen müssen nicht im Wohnraum stehen, sondern können unter dem Bett verschwinden.
Im S2 zeigt sich diese Idee besonders klar: Oben bleibt der Schlafplatz vorbereitet, unten bleibt Platz für Ausrüstung. Das reduziert Umbauarbeit und bringt mehr Ruhe in den Van-Alltag. Beim S3 wird dieses Prinzip nochmals größer gedacht, denn dort kann der Raum unter dem Plattformbett zwei Fahrräder aufnehmen, wenn die Vorderräder entfernt werden. Für aktive Reisende ist genau das der Unterschied zwischen Wochenendmobil und ernsthaftem Reisebegleiter.
Summit S3: Mehr Radstand, mehr Ausstattung

Der Summit S3 basiert auf einem längeren Radstand und nutzt den zusätzlichen Raum für eine deutlich umfangreichere Ausstattung. Direkt hinter dem Fahrersitz befindet sich ein Duschabteil mit Toilettenoptionen. Dahinter folgt die Küche mit Arbeitsfläche, Spüle und optionalem Herd. Anschließend kommt ein klappbarer Schrank auf Arbeitsplattenhöhe, der Platz für hängende Kleidung und Wäschekorb bietet.
Familienvan mit Badoption
Im Heck steht auch beim S3 ein erhöhtes Plattformbett mit seitlichen Ausformungen für zusätzliche Schlaflänge. Davor befindet sich ein Sofa mit drei Sicherheitsgurten, das zu einem Bett für zwei Erwachsene umgeklappt werden kann. Unter dem Plattformbett bleibt offener Stauraum, in dem zwei Fahrräder mit entfernten Vorderrädern Platz finden.
Interessant ist auch die Flexibilität des S3: Das Duschmodul kann durch eine kleine seitlich ausgerichtete Couch oder durch eine verlängerte Küchenzeile ersetzt werden. Damit lässt sich der Charakter des Vans verändern, ohne das Grundkonzept aufzugeben.
Ein US-Camper mit viel Praxisnähe
Die Summit Series ist kein minimalistischer Ausbau für Menschen, die nur eine Matratze und eine Kühlbox suchen. Sie ist eher ein durchdachter Familien- und Abenteuer-Camper, der offene Bewegungsfläche mit echtem Stauraum verbindet. Besonders überzeugend wirkt, dass die verschiedenen Layouts unterschiedliche Reisegewohnheiten abdecken: Der S1 setzt auf Vielseitigkeit und Familiennutzen, der S2 auf ein dauerhaft nutzbares Bett, der S3 auf mehr Ausstattung und die Option eines Duschbereichs.
Für den deutschen Markt bleibt allerdings der geografische Abstand ein Thema. Da Field Van die Summit Series über Fresno und Reno anbietet, ist sie hier nicht einfach wie ein gewöhnlicher Camper beim Händler um die Ecke verfügbar. Gerade das macht sie für europäische Vanlife-Fans aber auch interessant: Sie zeigt, wie konsequent ein Campervan auf Familien, Stauraum und Outdoor-Ausrüstung zugeschnitten werden kann.
FAQ
Für wen eignet sich die Summit Series am besten?
Die Summit Series eignet sich vor allem für Familien, aktive Paare und Reisende, die mehr als nur einen simplen Schlafplatz im Van suchen. Der große Vorteil liegt in der Verbindung aus mehreren Sitz- und Schlafmöglichkeiten, offenem Innenraum und gut nutzbarem Stauraum. Gerade Menschen, die mit Kindern unterwegs sind oder Sportausrüstung wie Fahrräder, Kisten und Campingmöbel transportieren möchten, profitieren von diesem Konzept. Der Ausbau wirkt nicht auf maximale Designwirkung, sondern auf Alltagstauglichkeit. Genau deshalb scheint die Summit Series besonders für längere Reisen interessant zu sein, bei denen Ordnung, Flexibilität und ein stressfreier Tagesablauf wirklich entscheidend werden.
Worin unterscheiden sich Summit S1, S2 und S3 am stärksten?
Die Unterschiede liegen vor allem in der Raumaufteilung und im Komfortanspruch. Der S1 setzt stärker auf Vielseitigkeit und einen offenen Grundriss mit umklappbarem Bett, was ihn besonders flexibel für Familien macht. Der S2 legt den Fokus auf ein festes Plattformbett im Heck, sodass weniger täglicher Umbau nötig ist und der Van im Alltag ruhiger funktioniert. Der S3 geht noch einen Schritt weiter, weil er durch den längeren Radstand mehr Ausstattung aufnehmen kann, etwa ein Duschmodul oder zusätzliche Küchen- und Schranklösungen. Wer also möglichst kompakt bleiben will, schaut eher auf S1 oder S2, während der S3 mehr Reisekomfort bietet.
Ist die Summit Series für Interessierte in Deutschland eine realistische Option?
Für deutsche Interessierte ist die Summit Series eher eine spannende Inspirationsquelle als ein unkompliziert verfügbares Serienmodell. Der Ausbau ist klar auf den US-Markt ausgerichtet und wird über Standorte in Kalifornien und Nevada angeboten. Das bedeutet, dass Kauf, Import, Zulassung, Service und mögliche Anpassungen in Europa deutlich aufwendiger sein dürften als bei einem Camper, der regulär in Deutschland oder der EU verkauft wird. Trotzdem bleibt die Reihe interessant, weil sie zeigt, wie konsequent ein Familien-Camper auf Stauraum, Schlafplätze und Outdoor-Nutzung hin geplant werden kann. Wer ähnliche Anforderungen hat, kann daraus gute Maßstäbe für die Suche nach europäischen Alternativen ableiten.
Bilder: Hersteller















