Seitenansicht eines beigen Mercedes Sprinter 144 4x4 Campervans mit Aufstelldach und Leiter, geparkt auf einem Feldweg
Allrad-Kastenwagen mit Offroad-Paket und Aufstelldach für ganzjähriges Vanlife (Foto: Hersteller)

Benchmark The Toy Box: Sprinter 4×4 für alle Jahreszeiten

Werbung

Der Benchmark-Ausbau „The Toy Box“ auf Basis eines Mercedes Sprinter 144 4×4 (Modelljahr 2022) zielt auf eine Klientel, die mehr als nur Wochenend-Camping im Sinn hat. Hier geht es um ganzjährige Nutzung, Offroad-Tauglichkeit und ein Energiekonzept, das autarkes Reisen auch abseits klassischer Campingplätze möglich macht. Im Segment der kompakten Allrad-Kastenwagen – die 144-Zoll-Variante misst rund 5,90 Meter – positioniert sich dieses Fahrzeug als rollende Basisstation für Outdoor-Sport, Remote Work und lange Reisen.

Werbung
Webasto vanlifemag

Vier-Jahreszeiten-Isolierung und durchdachte Wohnzone

Seitenansicht eines ausgebauten Mercedes Sprinter 144 4x4 mit geöffneter Schiebetür, Benchmark The Toy Box Ausbau, auf einem Feldweg
Allrad-Kastenwagen für ganzjähriges, autarkes Vanlife und Offroad-Abenteuer (Foto: Hersteller)

Herzstück der Wohnqualität ist die Vier-Jahreszeiten-Isolierung mit Havelock-Wolle. Im Unterschied zu vielen Schaum- oder Folienlösungen punktet Schurwolle mit Feuchtigkeitsmanagement und natürlicher Schalldämmung. Für Vanlife in mitteleuropäischen Wintern oder kühlen Nächten im Gebirge bedeutet das: weniger Kondenswasser, stabilere Innentemperaturen und ein leiser Innenraum, selbst wenn der Wind am Blech rüttelt. Ergänzt wird das durch isolierende Fensterabdeckungen für Front- und Seitenscheiben – ein wichtiger Faktor, weil Glasflächen sonst die größten Kältebrücken darstellen.

Werbung

Der Innenausbau setzt auf Fenix-Oberflächen für Möbel und Arbeitsplatte. Diese hochbeständigen, matten Oberflächen sind kratzunempfindlich, angenehm in der Haptik und gut zu reinigen – genau das, was bei längerem Unterwegssein nötig ist. Ein klappbarer Tisch an der Fahrerseite schafft einen flexiblen Arbeitsplatz oder Essplatz, ohne dauerhaft Raum zu blockieren. Die Inhabit-Chilewich-Matten vom Fahrerhaus bis in den Heckbereich verbinden Wohnlichkeit mit Praxisnutzen: robust, leicht zu reinigen und angenehmer als nackter Fahrzeugboden, besonders bei barfüßigem Leben im Van.

Werbung

Schlafkomfort, der den Grundriss prägt

Mercedes Sprinter 144 4x4 Benchmark The Toy Box Campervan mit Offroad-Umbau und Dachleiter auf Feldweg
Allrad-Kastenwagen für ganzjähriges, autarkes Vanlife und Offroad-Abenteuer (Foto: Hersteller)

Ein zentrales Element von The Toy Box ist das Happyjack-Bettsystem mit Liftfunktion. Das elektrisch höhenverstellbare Bett lässt sich tagsüber nach oben fahren und gibt darunter eine großzügige Garage für Sportausrüstung, Bikes oder Campingkisten frei. Abends wandert es wieder auf Schlafhöhe herab. Hier wurde die Standardlösung an den spezifischen Grundriss und an ADA-Anforderungen angepasst, was auf Sorgfalt bei Zugänglichkeit und Bedienbarkeit schließen lässt. Die Liegefläche besteht aus einer 4,5-Zoll-Memory-Foam-Matratze – umgerechnet etwa 11,5 Zentimeter –, was im Vergleich zu vielen Serien- oder Nachrüstmatratzen im Van mehr Komfort bietet, insbesondere bei Dauernutzung.

Die Raumgewinnung wird zusätzlich über Flarespace-Flares an den Seiten erreicht. Durch die verbreiterten Seitenteile wird das Querbett möglich, ohne dass Personen mit durchschnittlicher Körpergröße diagonal schlafen müssen. Im Fahrerseiten-Flare sitzt ein Arctic-Tern-Overland-Fenster, das Lüftung und Tageslicht bringt. In Kombination mit den werkseitigen Schiebefenstern von Mercedes mit Insektenschutz ergibt sich ein gutes Lüftungskonzept, das bei Sommerhitze genauso hilft wie zum Abbau von Feuchtigkeit nach dem Kochen.

Kochen, Wasser und das Thema Duschen im Van

Innenansicht eines ausgebauten Mercedes Sprinter 144 4x4 mit Fahrrad, Stauraum und modernen Möbeln
Praktische Heckgarage mit Fahrrad und Stauraum im Allrad-Kastenwagen für Outdoor-Abenteuer (Foto: Hersteller)

Die Küchenzeile ist auf Funktion und Langlebigkeit ausgelegt: ein maßgefertigtes Edelstahllbecken mit gebürsteter Armatur, dazu ein Vitrifrigo C60-Kühlschrank mit rund 60 Litern Volumen. Für das Kochen setzt Benchmark auf ein tragbares Induktionskochfeld mit einer Platte. Diese Lösung hat einen Vorteil: Das Kochfeld kann nach Bedarf auf der Arbeitsplatte, am Tisch oder sogar draußen eingesetzt und wieder verstaut werden, womit wertvolle Arbeitsfläche frei bleibt. Gerade im kleineren 144er-Sprinter ist dieser modulare Ansatz oft sinnvoller als ein fest verbauter Zwei-Flammen-Herd.

Die Wasserversorgung basiert auf einem 35-Gallonen-Edelstahltank, was rund 132 Litern Frischwasser entspricht. Für einen kompakten Kastenwagen ist das ein überdurchschnittlicher Wert, der längere Standzeiten ohne Nachfüllen ermöglicht – etwa für Freisteher oder längere Offroad-Passagen. Zwei getrennte Grauwassertanks mit Votronic-Füllstandsanzeige und elektrischen Ablassventilen erleichtern die Entsorgung, weil nicht jedes Mal unter das Fahrzeug gekrochen werden muss. Auch das ist im Alltag eines Langzeitreisenden mehr als nur ein Komfortdetail.

Werbung

Hydronisches Heizsystem als technisches Highlight

Mercedes Sprinter 144 4x4 Campervan Benchmark The Toy Box mit Offroad-Ausstattung auf einem Feldweg
Offroad-tauglicher Campervan für ganzjähriges, autarkes Reisen (Foto: Hersteller)

Besonders spannend im Kontext Vanlife ist das zweistufige Heizsystem von Benchmark mit hydronischer Technik und Warmwasserbereitung nach Bedarf. Anstatt nur auf eine klassische Luftstandheizung zu setzen, zirkuliert hier ein Heizmedium durch das System, das sowohl den Innenraum erwärmt als auch für warmes Wasser sorgt. Damit werden zwei zentrale Bedürfnisse – Heizen und Duschen – in einem System gebündelt. Für winterfeste Touren in Skandinavien, in den Alpen oder in kälteren Regionen Nordamerikas ist eine solche Lösung nützlich, da sie meist leiser und gleichmäßiger arbeitet als reine Luftheizungen.

Werbung
relleumdesign

Das Duschkonzept ist zweigeteilt: Außen steht eine mit Warm- und Kaltwasser versorgte Außendusche zur Verfügung, praktisch nach dem Surfen, Biken oder für den Hund. Innen verbirgt sich ein „Mudroom“-Duschbereich mit Edelstahlwanne und Holzbodenrost. Diese verdeckte Dusche erlaubt es, sich im Warmen zu reinigen, Schuhe zu säubern oder nasse Kleidung abtropfen zu lassen, ohne das restliche Fahrzeug zu fluten. In Kombination mit den Fliegengittern an Schiebe- und Hecktüren sowie den Softbags an den Hecktüren entsteht ein durchdachtes Raumkonzept, das Schmutz, Ausrüstung und Wohnbereich voneinander trennt.

Werbung

Strom, Klima und Autarkie im kompakten 4×4

Blick in die Heckgarage eines ausgebauten Mercedes Sprinter 144 4x4 mit Fahrrad, Stauraum und moderner Innenausstattung
Großzügige Stauraumlösung mit Fahrrad und modularer Ausstattung für Outdoor-Abenteuer (Foto: Hersteller)

Die Energieversorgung basiert auf einer Lithionics-GTX-320-Lithiumbatterie. Der Name legt nahe, dass hier eine Kapazität in der Größenordnung von rund 320 Amperestunden bei 12 Volt eingesetzt wird – mehr als ausreichend, um Induktionskochfeld, Kühlgerät und Klimaanlage über längere Zeiträume zu betreiben. Ergänzt wird das System durch einen Xantrex-XC-Pro-Wechselrichter mit 3.000 Watt Dauerleistung, einen separaten Lichtmaschinen-Antrieb nur für das Bordnetz und einen 30-Ampere-Landstromanschluss. Dieses Setup zielt auf Reisende ab, die häufig ohne externe Stromquelle stehen, aber dennoch nicht auf hohen elektrischen Komfort verzichten möchten.

Für die Klimatisierung im Sommer ist eine Nomadic-Cooling-3000-12V-Klimaanlage verbaut. Eine 12-Volt-Klimaanlage ist für Vanlife interessant, weil sie ohne Wechselrichter und ohne Generator direkt aus der Bordbatterie gespeist werden kann. Auf dem Dach liefert eine Zamp-Solarstation mit Obsidian-Modulen 135 Watt Leistung. Das ist keine riesige PV-Anlage, aber im Zusammenspiel mit der leistungsfähigen Bordlichtmaschine genügt sie, um in sonnenreichen Regionen das Energiesystem zu entlasten. Für Langzeitreisende, die häufig fahren, ist die Gewichtung zugunsten des Ladeboosters aus der Zweitlichtmaschine durchaus sinnvoll.

Offroad-Paket und Reiseverhalten auf schlechten Pisten

Als Basis dient ein Mercedes Sprinter 4×4, der ab Werk für leichtes bis mittleres Gelände ausgelegt ist. Benchmark ergänzt ihn um ein Agile-Offroad-RIP-Fahrwerk, das Fahrkomfort und Bodenfreiheit auf Schotter- und Wellblechpisten verbessert. Dazu kommen 17-Zoll-Rhino-Felgen mit BFGoodrich K02-Reifen in der Dimension 275/70 R17. Das entspricht grob einem 32-Zoll-Reifendurchmesser und bringt mehr Traktion im Gelände, ohne den Van in eine extreme Offroad-Maschine zu verwandeln. Für reale Vanlife-Szenarien – Waldwege, Schneefahrbahnen, schlammige Zufahrten zu Stellplätzen – ist diese Kombination ein Zugewinn an Sicherheit und Fahrkomfort.

Der CA-Tuned-Hammerhead-Winch-Bumper mit Warn-EVO-Seilwinde ist kein Showelement, sondern eine klare Ansage an Nutzer, die sich wirklich in anspruchsvolles Terrain wagen. In Verbindung mit dem ARB-Doppelkompressor im Motorraum können Reifen schnell befüllt oder Luftwerkzeuge betrieben werden, etwa zum Reinigen von Ausrüstung. Die Van-Compass-Trittstufe hinten, die elektrisch ausfahrenden AMP-Stufen an den Seiten sowie der Roambuilt-Dachträger mit Chicane-Leiter erleichtern den Zugang zum Fahrzeug und zu den Dachlasten – ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn häufig Sportgeräte, Dachboxen oder zusätzliche Kanister genutzt werden.

Stauraum, Licht und Alltagstauglichkeit im Vanlife

Der Roambuilt-Safari-Dachträger trägt neben der Solaranlage auch eine 50-Zoll-KC-Gravity-Pro-Lichtleiste und zusätzliche Arbeitsleuchten von Diode Dynamics. Zusammen mit dem Owl-Vans-Sherpa-Trägersystem inklusive Expeditionsbox und Trägerfläche sowie der 83-Liter-Dachbox von Roam Adventure entsteht auf und am Fahrzeug ein enormes Transportvolumen für sperrige Ausrüstung. Im Inneren sorgen Benchmark-Softbags an Hecktüren und im Garagenbereich dafür, dass kleinere Gegenstände nicht lose herumfliegen – ein typisches Problem vieler Selbstausbauten.

Werbung

Praktische Details runden das Gesamtbild ab: Benchmark-Buggitter für Schiebe- und Hecktüren halten Insekten aus dem Innenraum, während die elektrische Schiebetür die Bedienung erleichtert, wenn die Hände voll sind. Ein Benchmark-Auszug im Heck mit Achsaufnahme für Fahrräder macht das Ein- und Ausladen von Bikes deutlich einfacher, besonders bei höhergelegten 4×4-Fahrzeugen. Ein Element-Feuerlöscher mit Magnetbefestigung ist schnell greifbar, die Scheel-Mann-Sitze mit elektrischer Verstellung erhöhen auf langen Etappen den Fahrkomfort. Zusammen mit einem leistungsgesteigerten Motorsteuergerät und einem Pedal-Box-System wird der Sprinter dynamischer, ohne seinen Charakter als Reisefahrzeug zu verlieren.

Fazit zum Benchmark The Toy Box und Preispositionierung

Im Markt der kompakten Allrad-Vans besetzt der Benchmark The Toy Box eine Nische zwischen klassischen Campingbussen und massiven Expeditionsmobilen. Der Grundriss ist auf aktives Vanlife ausgerichtet: viel Stauraum für Sportgeräte, flexible Bettlösung mit Lift, kräftige Bordelektrik, durchdachtes Heiz- und Duschsystem für ganzjährige Nutzung. Die Kombination aus Offroad-Fahrwerk, Geländereifen, Seilwinde und Luftkompressor eröffnet Routen, die für viele Standard-Wohnmobile tabu bleiben. Gleichzeitig bleibt der 144er-Sprinter noch handlich genug für Stadtverkehr, Fähren und enge Bergstraßen.

Wer ein Fahrzeug sucht, das Wochenendtrips, längere Workations und echte Fernreisen gleichermaßen abdeckt, findet in The Toy Box eine konsequent umgesetzte Allroundlösung. Der Fokus liegt auf Nutzwert und Robustheit, nicht auf Hochglanz-Showeffekten. Der Preis für den Benchmark The Toy Box richtet sich nach individueller Ausstattung und basiert auf dem ausgebauten 2022er-Mercedes-Sprinter-4×4-Chassis.

Bilder: Hersteller

 

Werbung
Werbung
Cookie Consent mit Real Cookie Banner