Cooler Reise-Offroader: Ford Ranger als Pickup-Camper

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Der Ford Ranger gehört zu den beliebtesten Pickups in Deutschland. Der australische Zubehör-Anbieter ARB hat ihn zum ultimativen Pickup-Camper umgebaut. Inklusive Fahrwerk, Dachzelt, Küchenauszug und vielen weiteren Dingen. Wir durften den Ford länger und ausgibeig testen.

Coole Karre: Der Offroad-Umbau des Ranger

Ein Tritt aufs Gaspedal und aus dem Schnorchel ertönt das typischen Pfeifen des Ansauggeräuschs.

Ein Tritt aufs Gaspedal und aus dem Schnorchel ertönt das typische Pfeifen, wenn der Motor kräftig Luft holt. Ein Sound auf den ich total stehe. Da kann mir Musik aus dem Radio komplett gestohlen bleiben. Daher sind auch die Fenster weit geöffnet, als ich mit dem ARB-Pickup über einen holprigen Feldweg bügele. Ich will dieses Pfeifen hören. Pur und ungetrübt.

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Das Fahrwerk verschränkt nicht nur hervorragend, es bügelt auch alle Unebenheiten schlechter Pisten sauber weg.

Doch das ist nicht der einzige Grund, warum mir der etwas schnellere Ritt durch unebenes Geläuf ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Der zweite Grund verbirgt sich hinter dem Kürzel „BP51“. Und das steht für die High-End-Stoßdämpfer der australischen Marke Old Man Emu. OME – Offroad-Enthusiasten wissen das natürlich – gehört zum australischen ARB-Konzern. Diese Stoßdämpfer hatten mein Herz bei einer Probefahrt in einem damit modifizierten Land Cruiser bereits kurz nachdem sie in Europa verfügbar waren im Sturm erobert (4x4action 3-21). Und auch diesmal begeistert das Fahrwerk aus BP51-Dämpfern und passend zum Fahrzeugzweck abgestimmten OME-Federn. Kein Rumpeln und kein Rappeln.

Auf der Pritsche ist einiges an Camping-Zubehör untergebracht. Unter anderem Kühlbox und Küchenauszug.

Diese Abstimmung ist auch notwendig. Denn der ARB-Ranger bringt um einiges mehr an Gewicht auf die Waage als das Serien-Pendant. Nicht nur hinten, weil so einiges an Zubehör auf die Pritsche gewandert ist, auch vorne. Denn dort sind eine andere Stoßstange und eine ARB-Winch am Ford-Lastesel montiert. OME fertigt die Federn für die einzelnen Fahrzeugmodelle mit verschiedenen Federraten. Vor der Montage wird dann gecheckt, was die künftigen Anforderungen an das Fahrzeug sind. Also eher wenig Gewicht auf der Hinterachse oder regelmäßig eine Palette voll Steine auf der Ladefläche zum Beispiel. Man sollte sich also im Klaren sein, wofür man seinen Pickup nutzen will und was an Lasten transportiert werden soll.

Ab in den Urlaub: Der Camping-Ausbau des Ranger

Eine Markise gehört natürlich ebenfalls zur Camping-Ausstattung des Ranger.

Doch zurück zum ARB-Ranger. Auf der Ladefläche sind die ARB-Slide-Kitchen sowie ein Auszug für eine Kühlboxmontiert. Die Fridge-Box Zero stammt natürlich auch von den Aussis. Daneben ist seitlich noch ein Kompressor nebst Luftanschluss integriert und oben auf der Küchenschublade ist Platz für weitere Ausrüstung. Damit das alles nicht nass wird, werden die Einbauten von einem ARB-Hardtop überdacht. Obendrauf dann noch eine Dachplattform, daran Markise und Duschzelt, darauf ein Dachzelt – natürlich alles aus dem eigenen Regal.

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Das ARB-Dachzelt klappt zur Seite hin aus.

Selbstverständlich baue ich testweise das Dachzelt auf und rolle die Markise aus. Das Duschzelt bleibt zu, das kenne ich schon von unserem Projektauto (4x4action 3-25) an dem es montiert ist. Das Dachzelt Esperance V2 ist schnell aufgestellt. Der Deckel klappt Gasdruckfeder-unterstützt nach oben, der Boden wird mit der ausgefahrenen Leiter per Hebelkraft aufgeklappt. Ein paar Stangen für die Apsiden eingehängt, fertig. Geht das problemlos auch alleine, ist man zum Aus- und vor allem später wieder Einrollen der Markise besser zu zweit. So viele Hände, wie ich dafür benötige haben ich dann eben doch nicht. Machbar ist es zwar, aber leicht ist anders.

Die ARB-Slide-Out-Kitchen bietet zum Kochen alles was man braucht.

Was dagegen wieder komplett alleine geht: den Küchenauszug für die Outdoor-Kochsession startklar machen. Die Küche kenne ich zwar ebenfalls schon, aber als Hobbykoch begeistert sie mich immer wieder. Denn es fehlt an nichts. Gaskochfeld, Waschbecken und vor allem genug Platz auf den Edelstahl-Oberflächen des Auszugs, um Gemüse zu Schnippeln, das Fleisch vorzubereiten, den Salat anzurichten oder einfach während der Mittagspause entspannt Kaffee „an der Outdoor-Theke“ zu trinken. Die Kühlbox sitzt praktischerweise gleich nebenan. Montiert ist hier die 44-Liter-Single-Zone-Box. Vom Platz her würde wahrscheinlich auch die größere 69-Liter-Kühlbox mit zwei getrennten Kühlzonen auf den Auszug passen, aber die baut knapp sieben Zentimeter höher, was das Hineingreifen dann schwieriger machen würde.

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Den will man fahren: Der Ford-Ranger Umbau im Test

Diesen ARB-Umbau des Ford Ranger will man einfach fahren.

Allerdings ist mir im Moment nicht nach draußen kochen. Zum einen gibt es das Wetter nur bedingt her, zum anderen will ich auch unbedingt noch ein paar Meter Gelände unter die Räder nehmen. Denn mit dem ARB-Pickup zu fahren, macht wirklich richtig viel Spaß. Die 240 Pferde unter der Haube interessiert es nämlich schlicht nicht, was da alles zusätzlich dran und draufgeschraubt wurde. Bein Dieselverbrauch sieht das allerdings anders aus. 15 Liter im Durschnitt zeigt mit die Anzeige an. Klar, man kann sicher auch etwas sparsamer unterwegs sein, aber da die Spritpreise während meines Tests noch ein gutes Stück unter der Zwei-Euro-Marke liegen, lasse ich den Ranger ein bisschen laufen. Und das macht er auch auf der Straße und der Autobahn gut. Trotz Gewicht, Aufbau und Dachzelt fährt er sich absolut manierlich.

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Fotos: Katrin & Michael Scheler

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