Der NORANTZ EKI tritt an mit einem großen Versprechen: ein Camper Van, der einen neuen Kurs einschlägt und Abenteuer unterwegs neu definiert – innen wie außen. Während viele Kastenwagen auf bewährte Grundrisse setzen, wagt der EKI eine klare Abkehr von gängigen Marktstandards. Im Mittelpunkt steht ein Layout, das jede verfügbare Fläche nutzt und gleichzeitig viel Freiheit im Alltag auf Reisen lässt. Für alle, die Vanlife nicht als Kompromiss, sondern als eigenständige Art zu wohnen verstehen, setzt dieses Fahrzeug einige Akzente.
Neues Layout statt fester Bettenroutine

Herzstück des Konzepts ist der Verzicht auf feste Betten. Je nach Variante – EKI 3, EKI 3+2 oder EKI 5 – sind Schlafplätze für bis zu fünf Personen vorgesehen, ohne dass ein dauerhaft aufgebautes Bett kostbare Wohnfläche blockiert. Das ist vor allem für Reisende interessant, die ihren Van tagsüber als vielseitigen Lebensraum nutzen möchten: als Arbeitsplatz, als Familienwohnzimmer oder als Basis für Sportequipment und Outdoor-Aktivitäten. Nachts wird umgebaut, tagsüber steht der volle Innenraum zur Verfügung – ein Ansatz, der gerade in der Kastenwagenklasse selten so konsequent umgesetzt wird.
Der EKI positioniert sich damit klar zwischen klassischen Camper Vans mit fixem Heckbett und modularen Ausbaukonzepten. Wer sich auf flexible Schlaflösungen einlässt, erhält im Gegenzug ein offenes Raumgefühl und mehr Bewegungsfreiheit. Besonders für längere Touren, bei denen der Van mehr ist als nur Schlafplatz, kann das den Unterschied machen.
L-Küche als kleines Basislager unterwegs

Ein weiteres zentrales Element des Konzepts ist die L-förmige Küche. Sie ist so gedacht, dass jeder Stopp zum kleinen Basislager wird – nicht nur zum Kochen, sondern als multifunktionale Zone im Fahrzeug. Eine L-Küche erlaubt in der Praxis meist bessere Bewegungsabläufe beim Vorbereiten und Spülen, schafft zusätzliche Ablageflächen und öffnet den Raum stärker als eine reine Zeile entlang einer Wand. Für den Alltag im Van bedeutet das: weniger Kompromisse beim Kochen, mehr Platz zum gemeinsamen Werkeln und Sitzen im Innenraum, selbst wenn das Wetter einmal nicht mitspielt.
Im Zusammenspiel mit dem flexiblen Schlafkonzept ergibt sich ein Wohnraum, der eher an ein kompaktes Apartment erinnert als an einen typischen Kastenwagen. Gerade für Vanlifer, die gerne aufwendiger kochen, Mahlzeiten vorbereiten oder auch mal mehrere Tage autark stehen, entwickelt sich die Küche zum eigentlichen Zentrum des Fahrzeugs.
Vertikaler Stauraum für Sport, Alltag und große Pläne

Besonders interessant für aktive Reisende ist der vertikal angelegte Stauraum. Statt nur auf klassische Schränke und Staufächer zu setzen, wird hier eine aufrechte Fläche geschaffen, die Platz für sperrigeres Equipment bietet – von Boards und Sportgeräten bis hin zu größeren Taschen oder Campingausrüstung. Dieser Stauraum ist explizit darauf ausgelegt, Ausrüstung und Pläne aufzunehmen.
Für Vanlife bedeutet das: weniger Tetris beim Packen, mehr Klarheit im Innenraum und die Möglichkeit, auch ambitioniertere Outdoor-Aktivitäten fest in den Reisealltag zu integrieren. Wer seinen Van nicht nur für die Fahrt zum Campingplatz nutzt, sondern als Basislager für Klettern, Biken oder Wassersport, dürfte diesen Ansatz zu schätzen wissen.
100 % elektrisch: Gasfrei unterwegs im Camper Van

Mit dem EKI leitet NORANTZ eine neue Generation ein, die über ein einzelnes Modell hinausgeht. Der Camper Van steht für eine Zukunftsvision der Marke und markiert den Beginn eines neuen Kapitels, dessen Innovationen schrittweise auf die gesamte Baureihe übertragen werden sollen. Zentraler Baustein: eine zu 100 % elektrische, komplett gasfreie Ausstattung.
Statt klassischer Gasinstallation setzt der EKI auf ein umfangreiches Energiesystem. Bis zu sechs Batterien und bis zu vier Solarmodule sind möglich. Für den Vanlife-Alltag bedeutet das im besten Fall: mehr Autarkie, weniger Abhängigkeit von Campingplätzen und ein ruhigeres Gefühl, wenn mehrere Verbraucher parallel laufen. Wer häufig frei steht, Strom für Laptop, Kamera, Kochfeld und Heizung benötigt und vielleicht auch im Van arbeitet, findet hier ein Setup, das auf lange Standzeiten ausgelegt ist.
Smart Control im Camper: Technik, die mitdenkt

Standardmäßig ist ein integriertes Smart-Control-System verbaut. Anstatt einzelne Komponenten separat zu bedienen, werden Funktionen zentral gesteuert und überwacht. Für den Alltag auf Reisen vereinfacht das die Handhabung von Energie, Komfortfunktionen und gegebenenfalls Sicherheit. In einer Zeit, in der viele Vanlifer digitale Tools ohnehin permanent nutzen, passt ein solcher Ansatz gut zum Lebensstil einer mobilen Generation.
Besonders spannend ist, wie dieses System mit dem voll elektrischen Konzept zusammenspielt: Energiestände im Blick behalten, Verbraucher gezielt steuern und den Betrieb an persönliche Routinen anpassen – all das zahlt auf ein entspanntes und zugleich technikorientiertes Vanlife ein. Der EKI zeigt damit, wie sich smarte Steuerung sinnvoll in ein Fahrzeug integrieren lässt, ohne den Charakter des mobilen Zuhauses zu verlieren.
Chemiefreies Bad und nachhaltigere Materialien

Ein weiterer Baustein der neuen Generation sind chemiefreie Bäder. Statt klassischer Chemietoilette setzt der EKI auf ein Konzept ohne chemische Zusätze. Für viele Reisende ist das ein Schritt hin zu einem umweltbewussteren Vanlife, aber auch ein Thema des Komforts: Wer nicht mehr mit typischen Sanitärzusätzen hantieren muss, erlebt den Badbereich oft als angenehmer und unkomplizierter.
Unterstützt wird dieser Ansatz durch ein neu gestaltetes Interieur, das auf mehr nachhaltige Materialien setzt. Im Kombination mit dem gasfreien Energiesystem ergibt sich ein Camper Van, der sich in Richtung moderner, ressourcenschonender Mobilität orientiert. Für eine Szene, in der Naturverbundenheit und Unterwegssein zentrale Werte sind, trifft dieser Fokus einen Nerv – auch wenn im Detail individuell entschieden wird, wie konsequent Nachhaltigkeit gelebt werden soll.
Ein Camper Van für eine neue Generation Vanlife

Der NORANTZ EKI ist kein klassischer Kompromiss aus Seriengrundriss und ein paar Extras, sondern eher ein Statement, wie Vanlife in den kommenden Jahren aussehen könnte: flexible Schlaflösungen statt starrer Betten, eine Küche als echter Lebensmittelpunkt, vertikaler Stauraum für aktive Lebensentwürfe, ein komplett elektrisches System und ein chemiefreies Bad für ein bewussteres Reisen.
Hinzu kommt, dass der EKI nicht nur als singuläres Modell gedacht ist, sondern als Beginn einer breiter angelegten Entwicklung. Die im Fahrzeug umgesetzten Ideen sollen nach und nach in die gesamte Modellpalette einfließen. Für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Camper Van zu wählen, der bereits jetzt viele zukünftige Trends integriert, gehört der EKI daher auf die Beobachtungsliste – auch wenn die tatsächliche Verfügbarkeit auf dem deutschen Markt im Einzelfall geprüft werden muss und die Anschaffung dadurch erschwert sein kann.
FAQ
1) Für wen lohnt sich ein Camper Van ohne festes Bett – und wo liegen die Grenzen?
Ein Van ohne festes Bett lohnt sich besonders für Menschen, die tagsüber Platz brauchen: zum Arbeiten am Laptop, für Kinder, als „Wohnzimmer“ bei Regen oder für Sportequipment. Das flexible Konzept des EKI bringt mehr Bewegungsfreiheit, weil keine dauerhaft belegte Liegefläche den Grundriss bestimmt. Die Kehrseite: Der tägliche Umbau gehört zur Routine, und man muss Ordnung halten, damit der Wechsel von „Tagmodus“ zu „Nachtmodus“ schnell klappt. Wer vor allem spontane Stopps ohne Umräumen will, fährt mit einem Fixbett oft entspannter.
2) Was bringt die L-Küche im Alltag wirklich – und wie verändert sie das Leben im Van?
Die L-Küche ist mehr als ein Designdetail: Sie kann den Innenraum funktional „zentrieren“. Durch die Ecke entstehen oft zusätzliche Arbeitsfläche und bessere Laufwege beim Kochen, Abwaschen und Vorbereiten. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn mehrere Personen gleichzeitig im Van sind oder wenn man bei schlechtem Wetter drinnen bleibt. Im Zusammenspiel mit dem wandelbaren Schlafbereich wirkt der Wohnraum dadurch weniger wie ein reiner Transporter-Ausbau und eher wie ein kleines Apartment. Der praktische Effekt: Kochen wird alltagstauglicher, und der Van eignet sich besser für längere Standzeiten.
3) Ist „100 % elektrisch“ im Camper ein echter Vorteil – und worauf muss man bei Autarkie achten?
Ein komplett elektrisches, gasfreies System kann Vorteile bei Handling und Autarkie bringen: weniger Infrastruktur rund um Gas, dafür ein Fokus auf Batteriespeicher, Solar und intelligentes Energiemanagement. Im Artikel wird beschrieben, dass bis zu sechs Batterien und bis zu vier Solarmodule möglich sind – das zielt klar auf längere Standzeiten und mehrere Verbraucher (z. B. Laptop, Licht, Kochfeld, Heizung). Entscheidend bleibt jedoch das Nutzungsprofil: Wer im Winter heizt oder viel kocht, braucht realistisch ausreichend Speicher und Nachladung. Smart Control hilft, Verbräuche zu überwachen und Prioritäten sinnvoll zu setzen.
Bilder: Hersteller















