(Fotos: M.Scheler & M.Zink)

3 Duschen für Camper im Vergleich – RoadShower, Campwerk- und ARB-Duschzelt

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Wer mit Minicamper, Campervan oder Offroadanhänger unterwegs ist, steht früher oder später vor der gleichen Frage: Wie unterwegs vernünftig duschen, ohne feste Nasszelle und ohne auf überfüllte Sanitäranlagen angewiesen zu sein? Drei Lösungen stechen dabei besonders heraus: die Yakima RoadShower als Druckwasserspeicher auf dem Dach und die beiden Duschzelte von Campwerk und ARB, die unterwegs zum privaten Bad werden. Der folgende Überblick stellt die Systeme vor, ordnet sie nach typischem Vanlife-Einsatz ein und zeigt, für wen sich welche Lösung eignet – mit einer Empfehlung je nach Reisetyp.

Yakima RoadShower – Wassertank und Outdoor-Dusche auf dem Dach

Die Yakima Road Shower ist in drei Größen erhältlich. wir haben die 26-Liter-Version auf unseren Jimny-Minicamper montiert. (Foto: Michael Scheler)

Im Minicamper ist jeder Zentimeter Stauraum kostbar. Kanister sind zwar praktisch, blockieren aber wertvollen Innenraum und müssen zudem sicher verzurrt werden. Die Yakima RoadShower löst dieses Platzproblem, indem sie den Wasservorrat nach außen verlagert: Die robuste Aluminiumröhre wird auf dem Dachträger montiert und ist damit immer griffbereit, ohne im Fahrzeug im Weg zu sein.

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Die RoadShower ist in drei Größen erhältlich und bringt alles mit, was für eine komfortable Außendusche unterwegs nötig ist. Einfüll- und Auslassöffnungen erleichtern das Befüllen und Reinigen, ein integriertes Reifenfüll-Ventil ermöglicht es, den Tank mit bis zu vier Bar unter Druck zu setzen. Ein Überdruckventil sorgt dafür, dass überschüssiger Druck sicher entweichen kann. In der Praxis bedeutet das: Am Stellplatz reicht ein kurzer Griff zur Handbrause, um sich nach dem Strandtag abzuduschen, den Hund nach der Matschrunde abzuspritzen oder schnell den Kochtopf auszuspülen.

Wir haben die Road Sower mit den Wechselhaltern von Relleumdesign auf den DAchträger montiert. So lässt sie sich schnell aufsetzen und abnehmen.(Foto: Michael Scheler)

Gerade an kleinen Fahrzeugen wie einem umgebauten Suzuki Jimny spielt das System seine Stärken aus: In Kombination mit einem Wechselhalter-System lässt sich die RoadShower schnell anbringen und ebenso schnell wieder abnehmen, wenn sie nicht gebraucht wird. Wer viel frei steht, auch mal abseits befestigter Wege unterwegs ist und Wert auf druckvolles Wasser zum Duschen und Reinigen legt, findet hier eine dauerhaft montierte Lösung, die den Innenraum entlastet und mehr Komfort bringt als ein loser Kanister. Für Minicamper, 4×4-Reisende und alle, die eine robuste Wasserversorgung suchen, eignet sich die RoadShower.

Campwerk Duschzelt – komfortables Bad direkt an der Fahrzeugseite

Campwerk Duschzelt
Wir haben das Duschzelt an unserem Offroadanhänger montiert und ausgiebig getestet. Wichtigste Erkenntnis: das Duschzelt ist extrem robust. Selbst bei starkem Wind halten die Arme super sicher. (Foto: Martin Zink)

Wo keine feste Nasszelle im Fahrzeug vorhanden ist, wird ein mobiles Duschzelt schnell zum Gamechanger. Das Campwerk Duschzelt, auch „WildShower“ genannt, setzt auf eine Konstruktion mit Gasdruckfedern und hebt sich damit deutlich von klassischen Pop-up-Zelten ab. Statt fummeliger Steckstangen oder widerspenstiger Faltmechanik genügt es, die Verschlüsse zu lösen: Zwei gasfederunterstützte Auslegearme klappen selbstständig aus, das Zelt entfaltet sich nahezu von allein. Laut Hersteller sind nur drei Handgriffe nötig, um das mobile Bad auf- oder abzubauen – ideal, wenn am Abend nach einer langen Fahrt nicht noch eine halbe Stunde Zeltaufbau auf dem Programm stehen soll.

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Befestigungsmaterialien
Campwerk liefert beim eigenen Duschzelt alle wichtigen Bauteile zur Montage mit. Die Schrauben und Muttern haben eine gute Qualität und sind für die Montage an Fahrzeugen geeignet. (Foto: Martin Zink)

Die Kabine besteht aus 300D-Ripstop-Polyester, ist blickdicht und damit absolut privacy-tauglich. Mit einer Grundfläche von etwa 1,1 x 1,0 Metern und einer stufenlos anpassbaren Höhe zwischen rund 175 und 215 Zentimetern lässt sich das Zelt an verschiedene Fahrzeughöhen anpassen, bietet aber auch großgewachsenen Campern ausreichend Platz. Befestigt wird es mit mitgelieferten Montagewinkeln an der Fahrzeugseite oder – wie im Test – auf einem stabilen Träger am Offroadanhänger. In Verbindung mit Eigengewicht und Verankerung steht die Konstruktion stabil, bei Wind sollten zusätzlich Heringe gesetzt werden.

Für den Alltag im Vanlife sind besonders die Details spannend: Eine integrierte LED-Leiste im Dachbereich illuminiert das Zelt, betrieben wird sie per USB-Powerbank. Mehrere Innentaschen sorgen dafür, dass Shampoo, Duschgel und Toilettenpapier nicht am Boden landen, ein abnehmbares Dach schützt vor Regen und neugierigen Blicken von oben. Der Boden kann bei Bedarf aufgeklappt werden, damit Duschwasser ablaufen kann, eine separate Bodenwanne hält die Füße trocken. Wer oft länger an einem Platz steht, Wert auf echte Privatsphäre legt und sein Fahrzeug zum kompakten „Offroad-Bad“ erweitern möchte, bekommt mit dem Campwerk-Duschzelt eine robuste, praxisnahe Lösung – vor allem für Overlander, Familiencamper und Dauercamper ohne feste Nasszelle.

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ARB Ensuite Duschzelt – die flexible Dusche für kompakte Campervans

Duschzelt am Camper montieren - so geht´s
Das ARB-Duschzelt haben wir an unserem G-Modell angebracht. (Foto: Michael Scheler)

Gerade in kompakten Campervans fehlt meist die Stehhöhe für eine klassische Dusche. Die Konsequenz: Entweder draußen unter der Heckklappe duschen, unterwegs auf Campingplatz-Sanitäranlagen ausweichen oder sich mit dem Schwimmbad behelfen. Das ARB Ensuite Duschzelt mit Boden bietet hier eine deutlich komfortablere Alternative. Ursprünglich für das australische Outback und die Montage an Geländewagen oder Pick-ups konzipiert, lässt es sich dank höhenverstellbarer Konstruktion hervorragend an Campervans anpassen.

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relleumdesign

Das Prinzip ähnelt einer Fahrzeugmarkise: Das Zelt wird am Dachträger oder direkt an der Karosserie befestigt und ruht im Fahrbetrieb zusammengerollt in einem robusten, wetterfesten Packsack. Am Stellplatz wird der Reißverschluss geöffnet, das Zelt entrollt, die Träger werden ausgeklappt und das Dach darübergezogen und fixiert. Damit steht in wenigen Minuten ein vollwertiger Dusch- und Umkleideraum zur Verfügung, der durch die integrierte Bodenlösung sehr geschlossen wirkt – ein Pluspunkt für alle, die gern am Strand, auf freien Stellplätzen oder im Windschatten der Berge übernachten.

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Verpackt nimmt es wenig Platz weg, aufgebaut ist es schnell. (Foto: Michael Scheler)

Viele durchdachte Details – etwa ein speziell gestalteter Ablauf für das Duschwasser und praktische Innenorganisation – zeigen, dass ARB das Zelt nicht als reines Provisorium versteht, sondern als vollwertige Außennasszelle. Wer häufig on the road ist, viel an wechselnden Spots steht und eine schnelle, aber stabile Duschkabine für den Campervan sucht, findet im ARB-Duschzelt eine bewährte Lösung. In Kombination mit einer RoadShower, einem mobilen Druckduschsystem oder einem einfachen Tauchpumpenset entsteht so ein äußerst flexibles Duschbad direkt am Wagen.

Vergleich und Empfehlung – welche Dusche passt zu welchem Camper?

Alle drei Systeme zielen auf mehr Unabhängigkeit beim Duschen unterwegs, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Die Yakima RoadShower ist vor allem ein cleverer Wasserspeicher mit Druckfunktion, der neben der Dusche auch Reinigungsaufgaben rund ums Fahrzeug erleichtert. Sie eignet sich überall dort, wo wenig Innenraum zur Verfügung steht und das Fahrzeug ohnehin mit Dachträger unterwegs ist – etwa bei Minicampern, Geländewagen oder kompakten Hochdachkombis.

Das Campwerk-Duschzelt rückt dagegen das Thema „Outdoor-Badezimmer“ in den Vordergrund. Wer eine geschützte Kabine zum Duschen, Umziehen oder auch als Not-WC-Raum sucht und bereit ist, das Zelt fest am Fahrzeug oder Anhänger zu montieren, erhält ein robustes System mit schnellen Auf- und Abbauzeiten. Es passt besonders für längere Reisen, Familien und Offroad-Camper, die häufiger abseits von Infrastruktur stehen.

Das ARB Ensuite Duschzelt bietet ähnliche Vorteile, richtet sich aber stark an Fahrer von Campervans und Offroadern, die eine flexible, leicht zu verstauende Lösung suchen, die wie eine Markise am Fahrzeug mitreist. In Kombination mit nahezu jedem mobilen Duschsystem entsteht so binnen Minuten eine vollwertige Außendusche mit Boden – ideal für alle, die häufig den Standort wechseln und möglichst wenig Aufwand beim täglichen Duschen haben möchten.

Unterm Strich ergänzen sich die drei Produkte eher, als dass sie miteinander konkurrieren: Die RoadShower sorgt für den Wasserdruck, Campwerk und ARB liefern den geschützten Raum. Wer sein Setup langfristig ausbauen will, beginnt sinnvollerweise mit der Lösung, die zum eigenen Fahrzeug und Reiseverhalten am besten passt – und kann die anderen Komponenten später ergänzen. In jedem Fall gilt: Eine durchdachte Duschlösung erhöht den Komfort im Vanlife spürbar und macht aus dem mobilen Zuhause ein Stück mehr echtes Wohnmobil – auch ohne eingebaute Nasszelle.

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