Zwischen klassischem Wohnwagen und bulligem Offroad-Camper schiebt sich ein spannender Typ Campingfahrzeug auf den Markt: der faltbare Camper-Anhänger. Der All-Road OPUS gehört genau in diese Kategorie und verbindet kompaktes Packmaß mit einem überraschend großzügigen Raumgefühl am Stellplatz. Wer Vanlife liebt, aber im Alltag kein großes Reisemobil bewegen möchte, findet hier eine interessante Alternative zu Kastenwagen und teilintegriertem Wohnmobil.
Faltbarer Camper für Familie, Festival und Wochenendtrip

Der All-Road OPUS richtet sich an alle, die einen komfortablen Basiscamp-Anhänger für Campingplätze, Festivals, Sportevents oder Familienurlaube suchen. Im geschlossenen Zustand bleibt der Camper mit rund 4,30 Metern Gesamtlänge (inklusive Deichsel), etwa 2,01 Metern Breite und nur ca. 1,20 Metern Höhe äußerst kompakt. Auf dem Parkplatz oder in der Einfahrt wirkt er weniger auffällig als ein klassischer Wohnwagen – ein Pluspunkt für alle, die zu Hause keinen riesigen Stellplatz haben.
Aufgebaut verwandelt sich der kompakte Anhänger in ein geräumiges Domizil. Weiche Doppelbetten bieten je nach Konfiguration Schlafplätze für vier bis sechs Personen. Mit einem optionalen Vorzelt lässt sich die Schlafkapazität sogar auf bis zu zehn Personen erweitern. Für Vanlife-Familien, die mit Kindern oder Freunden unterwegs sind, entsteht so eine flexible Schlaflandschaft, die klassischem Van-Ausbau in Sachen Platz nicht nachsteht.
Komfort innen: Lederoptik, Küche und clevere Raumnutzung

Im Inneren setzt der All-Road OPUS auf eine Mischung aus kompaktem Grundriss und wohnlicher Ausstattung. Die Sitzgruppe mit Kunstleder-Polstern wirkt gemütlicher als viele einfache Campinglösungen. Gerade nach einem langen Tag auf der Straße oder nach einer Festivalnacht ist ein solcher, halbwegs „wohnzimmerartiger“ Bereich Gold wert. Der Camper ist als funktionsfähige kleine Wohnbasis ausgelegt, nicht nur als Schlafbox.
Herzstück des Innenraums ist eine vollwertige kleine Küche. Für den Vanlife-Alltag bedeutet das: Kochen, Kaffee kochen, Frühstück vorbereiten – ohne auf Campingkocher auf dem Boden oder provisorische Lösungen ausweichen zu müssen. Verschiedene optionale Extras erlauben es außerdem, den All-Road OPUS individuell aufzurüsten – von Komfort-Details bis hin zu zusätzlichen Stauraumlösungen.
Aufbau mit Luft: Das AIR-System als Highlight

Ein faszinierendes Detail des All-Road OPUS ist das integrierte AIR-Aufblassystem. Statt eines klassischen Gestänges kommt hier eine automatische Luftstruktur zum Einsatz, die das Hauptzelt ohne manuelles Herumhantieren mit Stangen entfaltet. Für den Campingalltag bedeutet das: weniger Aufbau-Stress nach der Anreise. Wo bei vielen Faltcaravans noch Rohre sortiert und verbunden werden, übernimmt hier ein Luftsystem die tragende Struktur.
Gerade wer häufig den Standort wechselt – etwa auf Roadtrips durch verschiedene Regionen oder bei Wochenendausflügen – profitiert von diesem Prinzip. Der Anhänger bleibt beim Fahren ein niedriger, aerodynamischer Kasten und wächst am Platz zum ausgewachsenen Campingdomizil, ohne dass dafür jedes Mal ein halber Nachmittag verloren geht. Das AIR-System ist damit eines der Alleinstellungsmerkmale des All-Road OPUS und passt gut zum mobilen Lebensstil vieler Vanlife-Fans.
Technik und Fahreigenschaften: Leicht, kompakt, 100 km/h tauglich
Je nach Chassis liegt das zulässige Gesamtgewicht zwischen 900 und 1.500 Kilogramm – damit bleibt der All-Road OPUS für viele Zugfahrzeuge interessant. Das Leergewicht von rund 800 Kilogramm ermöglicht eine gewisse Zuladung, ohne sofort an die Grenzen vieler Zugfahrzeuge zu stoßen. Die relativ geringe Bauhöhe im geschlossenen Zustand reduziert zudem die Windangriffsfläche – ein wichtiges Argument für alle, die sonst eher mit hohem Kastenwagen oder Alkoven zögern.
Der Anhänger ist mit Auflaufbremsen ausgestattet. Das trägt zu einem stabileren Fahrverhalten bei, besonders auf längeren Autobahnetappen oder auf Landstraßen mit vielen Kurven und Bodenwellen. Je nach Ausstattung ist eine Zulassung für 100 km/h auf Autobahnen möglich, sofern die passende Kupplung und die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. Für Vanlife-Reisen in Europa heißt das: Die Reisedauer bleibt trotz Anhänger überschaubar.
Positionierung zwischen Alltagstauglichkeit und Campingkomfort
Der All-Road OPUS gehört zu einer Modellfamilie, die aus zwei Varianten besteht. Neben dem hier beschriebenen All-Road gibt es ein Offroad-Pendant, das stärker für harte Pisten und rauere Bedingungen ausgelegt ist. Der All-Road hingegen konzentriert sich auf den typischen Einsatz: Familiencamping, Urlaube auf Campingplätzen, Wochenendtrips zu Sportveranstaltungen oder Festivals.
Spannend ist der Ansatz für alle, die Vanlife-Feeling mögen, aber im Alltag nicht mit einem großen Camper unterwegs sein wollen oder können. Der Anhänger bleibt zu Hause oder auf dem Stellplatz, während das Zugfahrzeug allein im Alltag eingesetzt wird. Zugleich bringt der All-Road OPUS ein Raumangebot mit, das viele Kastenwagen-Grundrisse alt aussehen lässt – vor allem, wenn das optionale Vorzelt angebaut wird und aus dem Hubdach-Anhänger ein richtiges „Zelt-Camp“ entsteht.
Verfügbarkeit und Preise des All-Road OPUS
Der Hersteller stammt aus Großbritannien; gefertigt wird in Suffolk. Der All-Road OPUS ist eines der aktuellen Modelle. Durch diesen Hintergrund ist der Camper in seinem Heimatmarkt besonders präsent; in anderen Ländern, darunter auch Deutschland, kann es hingegen schwieriger sein, ein Fahrzeug zu bekommen oder Probe zu besichtigen. Wer sich für diese Art Camper interessiert, sollte daher einplanen, dass der Zugang zum Modell je nach Land nicht so einfach sein könnte wie bei etablierten Großserien-Wohnwagen.
Preislich bewegt sich der All-Road OPUS in einem Bereich, der für einen spezialisierten Falt-Camper mit dieser Ausstattung durchaus bemerkenswert ist. Das Paket „Standard“ kostet 26.395 Euro. Die Variante „Zephyr“ mit Rangierhilfe (zwei ferngesteuerte Motorbeweger) liegt bei 28.195 Euro. Das Paket „Atlas“ ist mit 29.735 Euro eingepreist. Unabhängig vom Paket bietet der OPUS Schlafplätze für bis zu sechs Personen; mit optionalem Vorzelt sind bis zu zehn möglich. Damit ist der All-Road OPUS eine Option für alle, die zwischen klassischem Wohnwagen und ausgebautem Van nach einer flexiblen, kompakten, aber dennoch komfortablen Lösung suchen.
Bilder: Hersteller
FAQ
1) Für wen lohnt sich der All-Road OPUS mehr als ein klassischer Wohnwagen oder ein Van-Ausbau?
Der All-Road OPUS lohnt sich besonders für Menschen, die Vanlife mögen, aber im Alltag flexibel bleiben wollen. Im Vergleich zum Van-Ausbau bleibt dein Zugfahrzeug frei für Arbeit, Einkaufen oder Stadtfahrten, während der Camper zu Hause oder am Stellplatz stehen kann. Gegenüber einem klassischen Wohnwagen punktet er durch das kompakte Packmaß und die niedrige Höhe: leichter zu lagern, weniger auffällig in der Einfahrt und oft angenehmer zu ziehen. Am Campingplatz gewinnt er dann durch den Falt-Mechanismus deutlich an Raum und Schlafplätzen.
2) Wie praxisnah ist das AIR-Aufblassystem wirklich – und was bedeutet es beim häufigen Standortwechsel?
Das AIR-System ist vor allem dann sinnvoll, wenn du oft weiterfährst und nicht jedes Mal lange aufbauen willst. Statt Stangen zu sortieren und ein Gestänge zu montieren, trägt eine Luftstruktur das Zelt – das reduziert Handgriffe und spart Zeit nach der Ankunft. Praktisch ist auch, dass der Anhänger unterwegs niedrig und aerodynamisch bleibt und erst am Platz „wächst“. Für Wochenendtrips, Roadtrips oder Festivalreisen bedeutet das: schneller ankommen, schneller einrichten und am nächsten Tag ebenso zügig wieder startklar sein.
3) Was sollte man vor dem Kauf beim Thema Gewicht, Zugfahrzeug und 100-km/h-Zulassung prüfen?
Vor dem Kauf solltest du realistisch rechnen: Wie viel darf dein Auto ziehen, und wie viel Zuladung brauchst du wirklich? Der All-Road OPUS liegt je nach Chassis zwischen 900 und 1.500 kg zulässigem Gesamtgewicht, während Gepäck, Wasser, Zubehör und Extras sich schnell summieren. Auch die Stützlast und die zulässige Anhängelast deines Fahrzeugs sind entscheidend für Sicherheit und Komfort. Wenn du 100 km/h fahren willst, musst du zusätzlich prüfen, ob die rechtlichen Anforderungen erfüllt werden (z. B. passende Kupplung, technische Voraussetzungen, Eintragung/Zulassung).















