Kaffeekochen auf Reisen mit dem Campervan oder Wohnmobil

Kaffeekochen auf Reisen mit dem Campervan oder Wohnmobil

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Erst Kaffee, dann das Abenteuer! Gilt das für euch auch? Für uns gilt es in jedem Fall. Denn ohne Kaffee am Morgen geht erst mal gar nichts. Wir stellen fünf Möglichkeiten zum Kaffeekochen auf Reisen mit dem Campervan oder Wohnmobil vor. Welche euer Favorit ist, müsst ihr selbst entscheiden. Stellvertretend für die jeweilige Methode haben wir jweils drei Produkte genannt, mit denen man zum lebensnotwendigen Elexier gelangt.

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Kaffee am Morgen muss sein

Kaffeekochen auf Reisen mit dem Campervan oder Wohnmobil
Ohne Kaffee am Morgen geht für unseren stellvertretenden Chefredakteur Michael Scheler gar nichts.

Klein, stark und schwarz, mit viel Milch, mit oder ohne Zucker – egal wie man ihn trinkt, für viele geht ohne die Tasse Kaffee am Morgen gar nichts. Sind sich die Kaffee-Junkies darüber einig, gehen bei der richtigen Zubereitung die Meinungen jedoch schnell und weit auseinander. Für die einen muss es ein echtes Lifestyle-Ritual sein, für die anderen soll es vor allem schnell und effektiv gehen – Hauptsache Kaffee.

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Und ganz klar, auch auf Tour mit dem Camper darf die tägliche Ration Koffein nicht fehlen. Doch wie bereitet man ihn zu, wenn die klassische italienische Hochglanz-Espressomaschine, der moderne Kaffee-Vollautomat oder die altbewährte Kaffeemaschine mit Filter nicht so wirklich im Allrad-Reisemobil unterzubringen ist? Ließe sich das mit dem 230-Volt-Anschluss noch über einen Wechselrichter lösen, so richtig Gelände- oder Pistentauglich sind diese Geräte nicht.

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Wir haben die fünf wichtigsten Zubereitungsmethoden, die auch unterwegs funktionieren, sowie eine Auswahl der möglichen Anbieter für Filter, Kannen und Outdoor-taugliche Kaffeemaschinen zusammengestellt. Denn eine komplette Marktübersicht über alle erhältlichen Modelle würde den Rahmen massiv sprengen, so umfangreich ist das Angebot.

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Kaffeefilter

So kennt man es bei uns von früher: Wasser aufsetzen, Filterpapier und Kaffeepulver in den Kaffeefilter füllen, den Filter auf die Kanne setzen und dann das kochende Wasser hineingießen, warten bis es komplett durchgelaufen ist und der Kaffeeduft in die Nase strömt. Das klappt auch unterwegs problemlos. Und zwar egal, ob man den Kaffee in eine Kanne oder direkt in die Tasse durchlaufen lässt. Und es klappt auch ohne Einmal-Filterpapier. Denn mittlerweile bekommt man auch Dauerfilter, die ausgespült und wiederverwendet werden. Besonders praktisch für unterwegs sind dabei Dauerfilter aus Gewebematerial. Denn sie lassen sich nach Gebrauch klein zusammenfalten, wiegen kaum etwas und nehmen keinen Platz weg.

Yeti Rambler Pour-Over Kaffeebereiter

Ganz neu auf dem Markt ist der Kaffeefilter von Yeti. Wem die Marke bekannt vorkommt – genau, Passiv-Kühlboxen und -Kühltaschen. Doch im Yeti-Sortiment finden sich auch verschiedene Becher und Flaschen, wie zum Beispiel der Kaffeebecher Rambler mit doppelwandiger Vakuumisolierung, der in verschiedenen Größen erhältlich ist. Passend dazu gibt es nun einen Kaffeefilter, der ebenfalls mit einer Edelstahlisolierung ausgestattet ist. Das soll verhindern, dass das Wasser während des Filtervorgangs abkühlt und der Kaffee schön heiß bleibt. Der Yeti-Kaffeefilter soll mit jedem V60-Filterpapier klarkommen und auf die meisten Tassen und Flaschen von Yeti passen. Mit seinem unteren Durchmesser von rund zehn Zentimetern lässt er sich aber auch problemlos auf anderen Tassen und Kannen platzieren.

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Yeti Rambler Kaffeefilter EUR 35,- – de.yeti.com

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Mindi Dauerfilter Elita

Der Mindi-Permanentfilter Elita ist in zwei Größen erhältlich. In Größe zwei und der häufiger verwendeten Größe vier. Neben seinem Vorteil wiederverwendbar zu sein, soll er im Gegensatz zu herkömmlichen Papierfiltern die ätherischen Öle des Kaffees besser passieren lassen. Die Reinigung kann per Hand erfolgen. Nach der Reise kann er aber zu Hause auch in die Spülmaschine wandern.

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Der Filter besteht aus einem feinmaschigen 18/8-Edelstahlgewebe und ist rost- sowie BPA-frei. Der Faden, mit dem das Material zusammengenäht ist, besteht aus 100 Prozent Baumwolle. Wer also nicht nur guten Kaffee trinken will, sondern auf Dauer auch Kosten, Abfall und ein wenig Platz sparen möchte, kann mit dem Mindi-Dauerfilter auf gebleichte Papierfilter verzichten. Der Elita-Kaffeefilter passt in die meisten Filterhalter, die Kaffeefilter der Größe zwei und vier aufnehmen.

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Mindi Elita Größe 2 – EUR 12,95, Mindi Elita Größe 4 – EUR 14,95 – www.mindi-global.com

Kaffeezubereiter BoB

Der Kaffeezubereiter ,,BoB“ ist ein wahres Genie. Denn er vereint Kaffeemühle, Filter und Tasse auf kleinstem Raum. Damit ist er genau das Richtige für eine Tasse Kaffee. Der Mahlgrad des keramischen Mahlwerks lässt sich stufenlos einstellen. Das Edelstahlsieb soll kaum Kaffeesatz durchlassen. Nach der Verwendung wird der Kaffeesatz ausgekippt und der Kaffeebereiter mit Wasser ausgespült. Im Lieferumfang sind eine Mühle mit Keramikmahlwerk und faltbarer Kurbel, ein Filteraufsatz mit Edelstahlsieb und zwei 200-Milliliter-Tassen enthalten.

Kaffeezubereiter-Set BoB – EUR 24,95 – www.mindi-global.com

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French Press – Siebstempelkannen

Nach dem Prinzip „kochendes Wasser auf den Kaffee gießen“ funktionieren die als French Press oder Siebstempelkanne bezeichneten Kaffeekannen. Auch hier wird gefiltert, allerdings über ein Sieb, das in der Kanne nach unten gedrückt wird. Das Kaffeemehl bleibt unter dem Sieb in der Kanne. Je länger man mit dem Herunterdrücken wartet, umso mehr Koffein wird an das Wasser abgegeben.

Die ersten patentierten Kaffeekannen dieser Art wurden bereits 1852 in Frankreich patentiert. Ab 1958 trat unter dem Namen Melior diese Art der Kaffeezubereitung in Form einer Glaskanne mit Siebstempel ihren Zug um die Welt an. Zwei weitere Unternehmen – Bodum mit der Bezeichnung „Chambord“ und Household Articles unter „le Cafetiere“ – sorgten ebenfalls für den Erfolg.

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Mittlerweile sind die Patente ausgelaufen und die French-Press-Kannen werden von vielen Herstellern angeboten. Für Allrad-Reisende und Overlander besonders interessant: die Modelle mit Isolierkanne. Ganz wichtig bei dieser Art der Zubereitung: Der Kaffee darf nicht zu fein gemahlen sein, sonst setzt er das Sieb zu und das Herunterdrücken wird schwer bis unmöglich.

Stanley Classic Stay Hot French Press

Darf es am Morgen etwas mehr Kaffee sein? Dann ist die Kanne von Stanley genau das Richtige. Denn sie fasst ganze 1,4 Liter Kaffee. Das reicht dann entweder für besonders kaffeesüchtige Menschen, die morgens mehrere Tassen brauchen, oder für mehrere Personen.

Die Kanne und der Edelstahlfilter bestehen aus 18/8-Edelstahl und sind BPA-frei. Die Vakuumisolierung sorgt dafür, dass der Inhalt lange heiß bleibt. Klein ist die Kanne mit ihren rund 18x12x24 Zentimetern jedoch grade nicht. Außerdem bringt sie ein gutes Kilo auf die Waage. Dafür ist sie ziemlich robust und verfügt über die Stanley-typische grüne Hammerschlaglackierung.

Stanley Classic Stay Hot French Press – EUR 110,- – eu.stanley1913.com

Primus Lite Plus Stove System mit Kaffeepresse

Eine ganze Ecke leichter, dafür aber auch kleiner ist die French Press von Primus. Ursprünglich entwickelt für den Rucksack von Bergsteigern und Wanderern, ist dieses Modell grade für die geeignet, die mit einem kleinen Offroader auf Reisen gehen und nur wenig Platz haben. Allerdings muss man für den Kaffeegenuss unterwegs zwei Positionen in den Warenkorb legen: die Basis, den Lite Plus Kocher (auch die (Essential) Trek Pots mit 0,6 Litern Inhalt sind möglich) und die Tee- und Kaffeepresse, die nicht im Lieferumfang des Kochers mit dem Becher enthalten ist.

Kocher, Topf und Deckel bestehen aus Stahl, anodisiertem Aluminium, Kork (als Isolierung um den Topf) und Bio-Kunststoff (Deckel). Der Deckel kann auch als Tasse verwendet werden. Das Fassungsvermögen des Tops beträgt einen halben Liter, das Gewicht der Kombi liegt bei rund 400 Gramm. Die Kaffeepresse bringt noch einmal 40 Gramm auf die Waage und besteht aus Polypropylen und Edelstahl.

Primus Lite Plus Stove System –149,95 EUR Primus Kaffee- / Teepresse – EUR 17,95 – primusequipment.com

Yeti French Press Rambler

Die Siebstempelkanne Rambler von Yeti fasst einen Liter Kaffee. Zu wenig? Gut, dann kann man sie auch in der Version mit 1,9 Litern Fassungsvermögen ordern. Der von Yeti entwickelte Grounds-Control-Filter soll den Brühvorgang sofort nach dem Runterdrücken des Siebs stoppen und vermeiden, dass der Kaffee nachzieht. Die Yeti-Kannen sind ebenfalls mit einer doppelwandigen Vakuumisolierung versehen und bestehen aus rostfreiem 18/8-Edelstahl mit einer Keramikbeschichtung. Das Gewicht für die kleinere Kanne beträgt 1,2 Kilo, das für die größer knapp 1,7 Kilo. Beide Kannen sind Spülmaschinenfest und in den Farben Navy, Rescue Red, Weiß und Tropical Pink erhältlich.

Yeti French Press Rambler 1 Liter – EUR 135,- Yeti French Press Rambler 1,9 Liter – EUR 150,- – de.yeti.com

Espressokocher

Sie gehören definitiv zu den italienischen Klassikern: die Espressokannen für den Herd. Zu den bekanntesten Herstellern gehören wohl die Bialetti-Kannen mit ihrer achteckigen Form. Sie werden unter der Bezeichnung „Moka Express“ angeboten. Denn Espresso-Puristen verweisen darauf, dass man mit ihnen ja keinen Espresso zubereiten könne, da der nötige Druck fehle. Bei einer italienischen Espressomaschine beträgt er zwischen neun und elf Bar. Die kleinen Kannen bringen es „nur“ auf etwa 2,5 Bar. Unter anderem deswegen fehlt es an der typischen Crema.

Wie dem auch sei, trinkbaren Kaffee kann man mit den kleinen Kannen trotzdem kochen. Dafür wird in das Unterteil, das über ein Sicherheitsventil verfügt, Wasser eingefüllt. In das Unterteil kommt das Filtersieb mit dem Kaffee und dann wird das Oberteil aufgeschraubt. Die Kanne wird auf den Kocher gestellt und das Wasser erhitzt. Durch den entstehenden Wasserdampf entsteht Druck, der das Wasser durch das Sieb und das Kaffeepulver nach oben in das Oberteil presst. Wenn die Kanne anfängt zu fauchen, ist der Kaffee fertig.

Bialetti Moka Express

Die achteckige Kanne wurde von Alfonso Bialetti entwickelt und nach 1945 gefertigt und vertrieben. Doch diese Kannen wurden in anderer Form schon vor dem Krieg in Frankreich, Österreich und Ungarn hergestellt. Die achteckigen Bialetti-Kannen sind in mehreren Größen und Farben erhältlich und bestehen aus Aluminium. Mittlerweile sind aber auch Kannen zu bekommen, die komplett aus Edelstahl bestehen und eine runde Form haben. Außerdem ist die klassische, achteckige Kanne auch mit rundem Unterteil aus Edelstahl erhältlich, da die Alukannen nicht auf Induktionsherden funktionieren.

Bialetti Moka Express – ab EUR 25,- – Bialetti Edelstahlkannen – ab EUR 45,-

Cilio Espressokocher Modena

Italienischer Name, deutsche Firma. Cilio wurde 1993 in Solingen gegründet. Das Unternehmen legt bei seinen Produkten Wert auf edle Materialien und ansprechendes Design, gepaart mit guter handwerklicher und industrieller Verarbeitung. Das merkt man dem Cilio-Espressokocher, der in der Vier-Tassen-Version schon 750 Gramm auf die Waage bringt, auch an. Wer etwas mehr Kaffee kochen will, greift zur Kanne für sechs Tassen. Beide bestehen aus Edelstahl und verfügen über einen absolut planen Boden, was vor allem für Ceran-Kochfelder von Vorteil ist. Bei den Cilio-Kannen ist ein Reduziersieb dabei, was es erlaubt auch nur die halbe Menge Kaffee zu kochen.

Cilio Espressokocher Modena 4 Tassen – EUR 109,-, Cilio Espressokocher Modena 6 Tassen – EUR 119,- – www.cilio-markenshop.de

Outwell Barista Espressokocher

Sechs Tassen bereitet auch der Barista Espressokocher von Outwell zu. Und das für weniger als ein Drittel vom Preis der großen Cilio. Auch der Outwell-Espressokocher besteht aus Edelstahl und kann zu Hause auf einem Induktionskochfeld verwendet werden. Das Oberteil des Kochers ist in dunklem Blau beschichtet. Der Griff aus Silikon verhindert, dass man sich beim Einschenken die Finger verbrennt. Der Barista wiegt knappe 570 Gramm und ist knappe 20 Zentimeter hoch. Der Durchmesser liegt bei rund zehn Zentimetern.

Barista Espressokocher – EUR 32,95

Perkolator-Kannen

Der Perkolator funktioniert ähnlich wie der Espressokocher, allerdings läuft das Wasser anders und vor allem länger durch den Kaffee. Auch hier wird das Wasser unten in die Kanne und der Kaffee in ein Sieb gefüllt, das auf einem Röhrchen montiert ist. Sobald das Wasser kocht, dehnt es sich aus und steigt durch das Edelstahl-Röhrchen im Inneren der Kanne nach oben. Am Deckel kondensiert es und tropft durch das Kaffeepulver im Filter langsam zurück in die Kanne. Das funktioniert also ganz ähnlich wie beim Kaffeefilter. In der Kanne vermischt es sich jedoch mit dem restlichen Wasser, steigt wieder auf und tropft wieder durch das Sieb. Diesen Vorgang kann man beliebig oft wiederholen. Je länger man das Wasser zirkulieren lässt, desto stärker wird der Kaffee, enthält aber auch umso mehr Koffein.

Die Perkolator-Kannen haben den Vorteil, dass man sie auch direkt ins Lagerfeuer stellen kann. Western-Feeling ist also garantiert. Aber sie funktionieren natürlich auch auf anderen Kochstellen. Erfunden wurde der Perkolator um 1810 vom Briten Benjamin Thompson, 1819 wurde er dann von einem Pariser Blechschmied weiterentwickelt. Perkolatoren werden auch in der pharmazeutischen und chemischen Industrie verwendet, um zum Beispiel Medikament-Extrakte herzustellen. Hier bestehen sie aber in der Regel aus Borosilikatglas und nicht aus Metall.

Petromax Perkolator Perkomax

Der Perkomax von Petromax besteht aus emailliertem Stahl und wiegt knapp ein Kilo. Er kann sowohl drinnen als auch draußen verwendet werden, denn als Wärmequelle können Kochplatte, Ceranfeld oder Induktionsherd dienen, aber mit ihm lässt sich der Kaffee auch auf einem Grillrost oder in der Glut des Lagerfeuers zubereiten. Eine Füllung des Perkolators reicht für bis zu neun Tassen Kaffee, man kann aber auch Tee damit zubereiten. Die Zubereitungsdauer variiert je nach Temperatur der Hitzequelle und der eingefüllten Wassermenge. Die Abmessungen betragen 186 x 200 x 154 Millimeter in Höhe, Breite und Tiefe. Ganz wichtig: Ohne Topflappen oder geeigneten Handschuh sollte man den Perkomax nicht von der Kochstelle nehmen, denn der Griff wird heiß.

Petromax Perkolator Perkomax – EUR 49,90 – petromax.de

Winnerwell Perkolator

Der Perkolator vom chinesischen Unternehmen Winnerwell ist in zwei Größen erhältlich. Einmal mit einem Fassungsvermögen von 1,6 und einmal mit zwei Litern. Die beiden Modelle bestehen aus Edelstahl, die Griffe an Kanne und Henkel sind gedreht, damit die Wärme abgeleitet wird. Der Ausgießer verfügt über eine Klappe, die verhindern soll, dass beim Kaffeekochen am Lagerfeuer Asche in den Kaffee kommt. Der Deckel ist als Klappdeckel ausgeführt, damit er nicht verloren geht und verfügt über einen Glaseinsatz. Damit kann kontrolliert werden, wie stark sich das durchlaufende Wasser schon gefärbt hat und wie weit der Kaffee ist. Der kleinere Winnerwell wiegt 1,1 Kilogramm, der größere nur 40 Gramm mehr. In Europa werden die Winnerwell-Perkolatoren zum Beispiel von XP-Edition aus der Schweiz vertrieben. Für Kunden aus Europa fallen jedoch keine Zollkosten an, da die Ware aus dem EU-Lager des Unternehmens verschickt wird.

Winnerwell Perkolator 1,6 l – EUR 59,- Winnerwell Perkolator 2 l – EUR 79,- – shop.xp-edition.eu

Coghlan´s Coffee Pot

Den Namen Coghlan´s dürften die meisten Camper, Overlander und Outdoor-People schon einmal gehört haben. 1959 gegründet startete das kanadische Unternehmen mit ein Camp-Toaster, den man auf einen Gaskocher stellen kann. Heute sind rund 400 Produkte im Programm. Darunter drei verschiedene Kaffeekannen, die alle nach dem Perkolator-Prinzip funktionieren. Der günstigste Coffee Pot besteht aus Aluminium und verfügt über einen Henkel oben und einen einfach Klappgriff an der Kanne. Er fasst neun Tassen. Die beiden andere Modelle bestehen aus Edelstahl und unterscheiden sich lediglich in der Größe. Der kleinere Pot reicht ebenfalls für neun Tassen, mit dem größeren können zwölf Tassen gebraut werden. In Europa sind die Coghlan´s Perkolatoren bei verschiedenen Outdoor-, Bergsteiger- und Campingzubehör-Händlern zu bekommen. Ein wenig recherchieren, wo man den besten Preis bekommt, loht sich.

Coghlan´s Coffee Pot 9 Aluminium – ca. EUR 30,-, Coghlan´s Coffee Pot 9 Edelstahl – ca. EUR 80,-, Coghlan´s Coffee Pot 12 Edelstahl – EUR 100,- – www.campingwagner.de, www.bergfreunde.de oder outdoorfritzen.de

Elektrische Kaffeemaschinen

Dass mit der flächendeckenden Einführung des elektrischen Stroms irgendwann auch der Kaffee ohne viel Zutun gebrüht werden kann, war eigentlich klar. Ob klassische Kaffeemaschine, italienische Espressomaschine oder Kaffee-Vollautomat – es gibt heute jede Menge Möglichkeiten sich mehr oder weniger auf Knopfdruck eine oder mehrere Tassen Kaffee zu kochen. Das Problem für Offroad-Reisende, Camper und Overlander: Die Maschinen funktionieren meist nur mit 230 Volt Wechselstrom. Klar, das Problem kann man mit einem Wechselrichter im Auto lösen, was jedoch viel Batteriekapazität kostet. Doch zum Glück gibt es auch Ausführungen, die mit 12 Volt auskommen oder gleich mit Akku funktionieren. Schaut man sich an Truck-Stopps um, findet man einige Modelle, die für die Verwendung im LKW gedacht sind. So wirklich überzeugend wirken sie aber nicht. Doch es gibt Alternativen.

12-Volt-Espressomaschine

Die Espressomaschine, die mit 12 Volt betrieben wird, ist von mehreren Anbietern erhältlich. Glaubt man den Markennamen, kommt sie von verschiedenen Herstellern. Schaut man sich die Maschine an, kann man jedoch davon ausgehen, dass alle Modelle aus dem gleichen Werk stammen und lediglich entsprechend gebrandet sind. Kaffee zubereitet wird mit Kaffeepads, die Pumpe soll dabei einen maximalen Druck von 16 bar leisten, was beachtlich ist. Das Wasser wird auf etwa 90 Grad aufgeheizt. Der Wassertank fasst 650 Milliliter. Für den sicheren Stand sind Gummifüße montiert, die Maschine kann aber auch mit dem Untergrund verschraubt werden. Der Anschluss erfolgt direkt an 12 Volt oder über den Zigarettenanzünder. Der muss dafür jedoch mindestens mit einer 20-Ampere-Sicherung abgesichert sein. Das Stromkabel sollte mindestens über einen Durchmesser von 2,5 Quadratmillimeter verfügen, denn die Padmaschine zieht bis zu 14 Ampere. Bei der Recherche nach einem Anbieter sollte man unbedingt auf die Spezifikationen der angebotenen Maschine achten, denn sie ist auch mit 230-Volt-Anschluss erhältlich.

12-Volt-Espressomaschine – ab EUR 220,- – van-x.de oder shop-kaffee.com

Makita-Akku-Kaffeemaschine

Die Makita-Kaffeemaschine zieht ihren Strom aus den Akkus der umfangreichen 18-Volt-Serie von Makita. Auch sie funktioniert mit Pads, aber auch mit Pulverkaffe. Der Wassertank fasst 240 Milliliter. Eine Tasse, die staubdicht unter den Auslass passt, ist im Lieferumfang enthalten. Tassen mit einer Höhe bis zu 90 Millimetern passen aber ebenfalls darunter. Ist der Akku fast leer, schaltet die Maschine automatisch ab. Mit der Akkuladung der Sechs-Amperestunden-Akkus sollen bis zu vier Tassen á 160 Milliliter gebrüht werden können. Halter für Kaffeepads und Filter für Kaffeepulver sind ebenfalls im Lieferumfang inbegriffen. Wer also ohnehin ein 18-Volt-Akkugerät von Makita, wie zum Beispiel einen Akkuschrauber oder einen Kompressor für die Reifen, dabeihat, der kann auch gleich noch die passende Akku-Kaffeemaschine einpacken.

Makita-Akku-Kaffeemaschine – ca. EUR 90,- zzgl. Akku – www.makita.de

Einhell-Akku-Kaffeemaschine

Kaffeemaschine von Einhell

Was Makita kann, kann Wettbewerber Einhell auch – nur etwas günstiger. Die Einhell-Akku-Kaffeemaschine funktioniert ebenfalls mit 18-Volt-Akkus. Die grundsätzliche Idee dieser Maschinen war wohl vor allem der Einsatz auf der Baustelle. Einhell wirbt jedoch damit, dass sich das Gerät zum Beispiel auch für den Camping-Ausflug eignet. Die Kaffeemaschine kann mit allen Akkus und Ladegeräten der Power-X-Change-Familie genutzt werden. Auch hier besteht die Möglichkeit klassischen Filterkaffee zu kochen oder Kaffeepads zu verwenden. Die Brühdauer soll ab dem Zeitpunkt des Einschaltens etwa fünf Minuten betragen.

Die Wassertemperatur beträgt dabei maximal 80 Grad. Auch hier fasst der Wasserbehälter 240 Milliliter und eine staubdichte Kaffeetasse aus Edelstahl mit einem dazu passenden Deckel sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Das Gewicht der Maschine liegt bei 1,25 Kilo. Mitgeliefert werden außerdem ein Dosierlöffel, ein Kaffeepulverbehälter mit einem Kaffeefilter und ein Behälter für handelsübliche Kaffeepads. Der Akku geht extra.

Einhell-Akku-Kaffeemaschine – EUR UVP 70,95, online auch unter EUR 60,- erhältlich – www.einhell.de

Bilder: Katrin & Michael Scheler, Hersteller

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