Rob Machado Surf Van Rogue Wave, ein ausgebauter Mercedes Sprinter mit Offroad-Elementen, steht am Strand vor dem Meer
Der limitierte Surf-Van von Rogue Van Company auf Basis des Mercedes Sprinter (Foto: Hersteller)

Rob Machado Surf Van Rogue Wave für Vanlife-Surfer

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Der Markt für ausgebauten Surf-Vans ist inzwischen ziemlich dicht besetzt. Umso spannender wird es, wenn ein Fahrzeug auftaucht, das mehr ist als nur ein weiterer Sprinter mit Bett und Hängeschrank. Der Rob Machado Surf Van – offiziell „Rogue Wave“ von Rogue Van Company – zielt genau auf diese Nische: Menschen, die Vanlife ernst nehmen, aber ihre Zeit am liebsten im Wasser oder in den Bergen verbringen. Dabei geht es weniger um Hochglanz und Instagram-Posen, sondern um durchdachte Lösungen für Boards, nasses Neopren, wechselnde Crew-Größen und lange Fahrten in alle vier Jahreszeiten.

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Technisch basiert die Sonderedition auf einem Mercedes mit 3,66 Meter Radstand. In Kontinentaleuropa wäre das die kompaktere Variante – ideal für enge Küstenstraßen, Schotterpisten zu abgelegenen Surfspots und dichte Altstädte auf dem Weg zum nächsten Break. Trotz der vergleichsweise handlichen Basis setzt Rogue Vans den Fokus auf Funktion und robuste Reisequalitäten: 265/70 R17 All-Terrain-Reifen von Toyo sorgen für Grip auf losem Untergrund, dazu kommt ein Van-Compass-4.3-Fahrwerk, das mehr Bodenfreiheit und Stabilität auf schlechten Straßen bietet. Nomad-Felgen und ein komplettes RoamBuilt-Paket mit Dachträger, Stoßstangen und Trittbrettern unterstreichen den Offroad-Charakter und schaffen zusätzliche Transportkapazität für Boards und Outdoor-Equipment.

Surfboards im Fokus: Das modulare Heckkonzept

Modulares Surfboard-Haltersystem aus Holz im Heck eines ausgebauten Vans, mit mehreren Boards sicher verstaut
Innovative Stauraumlösung für Surfboards im Heckbereich des Rogue Wave Vans (Foto: Hersteller)

Das Herzstück des Rob Machado Surf Van Rogue Wave ist der „Garage“-Bereich im Heck. Hier zeigt sich, wie ernst Rogue Vans das Thema Surf-Van nimmt. Eine herausnehmbare Surfboard-„Quiver“-Halterung sitzt auf einer L-Schiene exakt in der Mitte des Vans. Bis zu sechs Boards lassen sich so sicher verstauen – ein entscheidender Punkt, wenn lange Fahrten auf Schlaglochpisten an der Tagesordnung sind. Für Vanlife-Surfer, die je nach Spot kurze Fische, Performance-Shortboards oder Longboards dabeihaben, ist diese modulare Lösung praktischer als provisorische Halterungen oder Dachtransport allein.

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Spannend ist, dass das System nicht auf Surfboards beschränkt bleibt. Das gleiche L-Tracksystem lässt sich mit Haltern für Snowboards, Kajaks oder Skateboards bestücken. Damit wird der Rogue Wave vom reinen Surf-Van zum ganzjährigen Actionmobil – für Wintertrips in die Berge, Sommerwochen an der Küste oder gemischte Roadtrips, bei denen morgens gesurft und nachmittags geskatet wird. Gerade im Vanlife-Alltag, in dem Stauraum immer knapp ist, sorgt dieses durchdachte Trägersystem dafür, dass die „wichtigen“ Dinge sicher verstaut und schnell greifbar sind.

Herausnehmbare Küche für flexibles Vanlife

Schwarzer Oberschrank mit wellenförmiger Unterkante und Seilaufhängung im Innenraum eines ausgebauten Vans
Robuster Stauraum mit Outdoor-Charakter im Surf-Van (Foto: Hersteller)

Einer der ungewöhnlichsten Punkte des Ausbaus ist die herausnehmbare Küche. Rogue Vans setzt auf ein modulares Galley-System mit Stromversorgung, Kühlschrank, Spüle und Kochstelle. Das ist nicht nur ein Gimmick, sondern im Alltag ein echter Gewinn: Wer am Strand kocht, kann die Einheit näher ans Wasser bringen; wer auf einem staubigen Parkplatz steht, reduziert Kochgeruch im Innenraum und hält Sand und Dreck eher draußen. Das System verfügt über eine Auffahrrampe, was das Ein- und Ausladen erleichtert – interessant vor allem, wenn die Küche schwer beladen ist oder unterwegs häufig umgebaut wird.

Für längere Touren ist die Kombination mit dem Energiesystem entscheidend. Auf dem Dach sitzen 300 Watt Solarleistung, kombiniert mit einem 48-Volt-Batteriesystem. Für Vanlife-Fahrer, die remote arbeiten, viel Strom für Kühlgeräte, Licht und Ladeelektronik benötigen, ist eine solide Grundversorgung wichtiger als eine einzelne hohe Zahl auf dem Datenblatt.

Vier-Jahreszeiten-Komfort für lange Touren

Innenansicht eines ausgebauten Vans mit modularer Surfboard-Halterung und Arbeitsflächen aus Bambus
Modulares Heckkonzept und Stauraumlösungen für Surfboards im Surf-Van (Foto: Hersteller)

Der Rob Machado Surf Van Rogue Wave ist ausdrücklich als Ganzjahresfahrzeug ausgelegt. Die Basis dafür bildet ein auf vier Jahreszeiten abgestimmtes Komfort- und Heiz-Setup, das den Innenraum zuverlässig warmhält. Gerade für Surfer, die auch im Winter an die Küste fahren, ist das ein entscheidender Komfortfaktor. Durchgefrorene Sessions im kalten Atlantik verlieren ihren Schrecken, wenn der Rückzugsort nicht nur trocken, sondern tatsächlich warm ist.

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Mit rund 140 Litern Frischwasser und etwa 83 Litern Grauwasser ist der Van für mehrtägige Autarkie ausgelegt, auch wenn regelmäßig geduscht oder gespült wird. In Kombination mit den wetterfesten Komponenten und den All-Terrain-Reifen ergibt sich ein Setup, das nicht nur an Sommerwochenenden funktioniert, sondern auch bei Schneematsch auf der Passstraße oder nächtlichen Frösten am Atlantikkap.

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Innenraum: Materialien mit Outdoor-Charakter

Blick in den Innenraum eines ausgebauten Surf-Vans mit drehbarem Einzelsitz, Bambus-Arbeitsflächen und moderner Ausstattung
Modularer Sitzplatz und hochwertige Materialien im Surf-Van (Foto: Hersteller)

Beim Innenausbau verzichtet Rogue Vans auf übertriebenen Yacht-Look und setzt stattdessen auf Materialien, die zur Zielgruppe passen. Wand- und Deckenverkleidungen aus Chilewich-Gewebe bringen eine textile Oberfläche ins Fahrzeug, die robust, pflegeleicht und im Vergleich zu vielen PVC-Lösungen emissionsarm ist. Das Material ist so konzipiert, dass es ohne aggressive Chemikalien auskommt und teilweise aus biobasierten statt aus fossilen Rohstoffen besteht. Für Vanlife-Fahrer, die viele Stunden im geschlossenen Innenraum verbringen, ist das mehr als nur ein Marketingversprechen – es wirkt sich direkt auf Raumklima und Geruch aus.

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Dazu kommen Gator-Skins-Skate-Ramp-Schränke und Arbeitsflächen aus Bambus. Die Kombination vermittelt eher Skatepark- als Wohnmobilästhetik und passt damit zur Idee eines Vans, der auf Funktion und Action ausgelegt ist. Gleichzeitig ist Bambus als Arbeitsplatte robust genug für alltägliche Kochaktionen, während die ungewöhnlichen Schrankoberflächen Kratzer und Gebrauchsspuren gelassener wegstecken als hochglänzende Möbel.

Modulare Sitzplätze und Schlafkomfort

Nahaufnahme eines Dachträgers mit mehreren LED-Zusatzscheinwerfern auf einem Van
Detailaufnahme des robusten RoamBuilt-Dachträgers mit leistungsstarken LED-Leuchten für Offroad-Einsätze (Foto: Hersteller)

Die Bodengruppe ist als Smart Floor mit vier herausnehmbaren, drehbaren Einzelsitzen mit Gurt ausgelegt. Zusätzlich lassen sich im Rogue Wave zwei bis drei weitere Sitze mit Gurten montieren. Damit wird der Van einerseits reisetauglich für Familien oder Gruppen, andererseits kann er im Alltag flexibel von „Viersitzer mit viel Laderaum“ auf „kleine Reisecrew mit maximalem Wohnraum“ umgebaut werden. Für Vanlife bedeutet das: Mehr Möglichkeiten, Mitfahrer nur für einzelne Etappen an Bord zu haben, oder Boards und Bikes dort zu verstauen, wo sonst Sitze montiert sind.

Beim Schlafsystem kooperiert Rogue Vans mit HEST. Die limitierte Sonderauflage beinhaltet speziell für den Rob-Machado-Van entwickelte Matratzen und Schlafauflagen. HEST setzt dabei auf zwei Lagen hochwertiger Memory-Foams, die Druckpunkte reduzieren und für eine bessere Körperausrichtung sorgen sollen. Gerade bei längeren Touren, wenn mehrere Wochen am Stück im Van geschlafen wird, wird die Qualität der Matratze zum Gesundheitsfaktor. Ein durchdachtes Bettensystem kann langfristig mehr wert sein als ein weiterer Gadget-Ausbau.

Owl-Box und Wetsuit-Trockner

Ein Detail, das aufhorchen lässt: Am Heck sitzt eine Owl Vans Alpine Box mit integriertem automatischen Wetsuit-Trockner. Nasse Neos, die im engen Innenraum Wasser abtropfen, gehören damit der Vergangenheit an. Für Vanlife-Surfer, die auch in kälteren Regionen unterwegs sind, ist das ein enormer Komfortgewinn – nicht nur, weil der Anzug am nächsten Morgen warm und trocken ist, sondern auch, weil Feuchtigkeit im Innenraum reduziert wird.

Ergänzt wird der Van durch einen externen Reserveradträger von Owl Vans und reichlich Dachfläche dank RoamBuilt-Trägern.

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Limitierte Edition und Preisrahmen

Der Rob Machado Surf Van Rogue Wave ist eine streng limitierte Auflage: Insgesamt werden lediglich zehn Fahrzeuge gebaut. Jeder Käufer erhält ein individuell handgefertigtes Surfboard von Rob Machado selbst, nummeriert von 1 bis 10, mit einem eigenen Design von Chris Benchetler. Zudem gehört eine exklusive Erlebnisveranstaltung mit Rob Machado zum Paket, deren genauer Ablauf noch festgelegt wird.

Der Einstiegspreis dieser Sonderedition liegt bei rund 250.000 US-Dollar. Dafür erhält man keinen klassischen Campingbus, sondern ein auf zehn Exemplare begrenztes, konsequent auf Surf- und Outdoor-Lifestyle zugeschnittenes Fahrzeug, das Vanlife und Action-Sport in einem rollenden Konzept vereint.

Bilder: Hersteller

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