Island fühlt sich nicht wie ein klassisches Reiseziel an, sondern wie ein Naturraum, der euch jeden Tag aufs Neue testet und gleichzeitig belohnt. Wer einen Camper mieten und Island auf eigene Faust entdecken will, erlebt eine Reiseform, bei der ihr mitten in der Landschaft lebt. Immer mehr Vanlifer aus Deutschland zieht es auf die Vulkaninsel, weil Island eine Mischung aus Freiheit, Weite und roher Natur bietet, die ihr so in Europa kaum ein zweites Mal findet.
Island mit dem Camper bedeutet, dass ihr morgens mit Blick auf einen Fjord aufwacht, mittags durch Lavafelder fahrt und abends neben einem Wasserfall kocht. Gleichzeitig verlangt euch die Insel Respekt ab, denn Wind, Wetter und Straßenbedingungen spielen hier eine ganz eigene Rolle. Genau deshalb bekommt ihr hier keinen oberflächlichen Reisebericht, sondern einen Guide, der euch wirklich vorbereitet.
Warum Island das perfekte Vanlife-Reiseziel ist
Wenn ihr Vanlife liebt, dann sucht ihr wahrscheinlich genau das, was Island im Überfluss bietet: Weite, Natur und das Gefühl, on the Road zu sein, ohne ständig von Infrastruktur umgeben zu sein. Die Vulkaninsel gibt euch dieses Freiheitsgefühl, weil ihr euch zwischen Gletschern, Lavafeldern und schwarzen Stränden bewegt, während euer Zuhause auf vier Rädern immer dabei ist. Dazu kommt: Im Sommer scheint die Mitternachtssonne bis tief in die Nacht, im Herbst habt ihr die Chance auf Nordlichter direkt über eurem Stellplatz. Über 170 Campingplätze verteilen sich auf der gesamten Insel, sodass ihr nie lange nach einem Platz suchen müsst.
Die Ringstraße, auch Hringvegur oder Straße Nr. 1 genannt, führt euch auf 1.322 Kilometern einmal rund um die Insel. Die meisten Roadtrips starten in Reykjavík, nachdem ihr am internationalen Flughafen in Keflavík gelandet seid. Ihr braucht keinen eigenen Van, sondern könnt ihn einfach mieten. Wer verschiedene Anbieter vergleichen und das passende Fahrzeug finden möchte, findet auf spezialisierten Vergleichsportalen zum Camper mieten in Island eine gute Übersicht über Modelle, Preise und Versicherungsoptionen der verschiedenen Vermieter.
Camper mieten Island: Van, Wohnmobil oder 4×4?
Bevor ihr euren Roadtrip startet, müsst ihr euch entscheiden, welches Fahrzeug zu eurer Route und eurem Komfortanspruch passt. Ob ihr lieber kompakt unterwegs seid, euch ein Wohnmobil mieten und Island in voller Autarkie bereisen oder euch direkt für einen 4×4 entscheiden wollt, hängt vor allem von eurer geplanten Route ab.
Der kompakte Van für die Ringstraße
Wenn ihr vor allem entlang der Ringstraße unterwegs seid und euch auf Asphalt bewegt, reicht ein klassischer Campervan völlig aus. Die Preise liegen in der Hauptsaison meist zwischen 150 und 250 Euro pro Tag, wobei Ausstattung und Alter des Fahrzeugs eine Rolle spielen. Ihr habt in der Regel ein Bett, eine kleine Kochmöglichkeit und Stauraum für euer Gepäck, nutzt aber die Infrastruktur der Campingplätze für Duschen und Toiletten.
Für viele Vanlifer ist das die perfekte Balance zwischen Budget und Abenteuer, weil ihr euch autark fühlt, ohne unnötig viel zu bezahlen.
Das Wohnmobil für mehr Autarkie
Wenn ihr länger unterwegs seid oder Wert auf Komfort legt, kann es sinnvoll sein, ein Island Wohnmobil mieten in Betracht zu ziehen. Mit eigenem Bad, fester Küche und autonomer Heizung seid ihr deutlich unabhängiger vom Wetter und von der Infrastruktur. In der Hauptsaison bewegen sich die Preise meist zwischen 250 und 400 Euro pro Tag, was zwar teurer ist, euch aber mehr Wohnraum bietet.
Gerade bei kühlen Temperaturen oder starkem Wind werdet ihr den zusätzlichen Komfort zu schätzen wissen, weil ihr euch jederzeit zurückziehen könnt. Eine autonome Heizung ist bei Nachttemperaturen von 3 bis 5 Grad kein Luxus, sondern Pflicht. Wer sich entscheidet, ein größeres Wohnmobil zu mieten, Island damit auf eigene Faust zu erkunden und autark unterwegs zu sein, investiert vor allem in Sicherheit und Wohlbefinden.
4×4-Camper für Highlands und F-Roads
Sobald ihr plant, in die Island Highlands zu fahren, kommt ihr um einen Allrad-Camper nicht herum. Die sogenannten Island F-Roads sind Schotterpisten, die oft durch Flussbetten führen und nur im Sommer geöffnet sind. Dort gilt gesetzliche Allradpflicht, weshalb ein normaler Van keine Option ist.
In der Hauptsaison kostet euch ein Camper 4×4 für Island ab 280 Euro aufwärts, dafür zeigen sich für euch aber auch Landschaften, die ihr sonst nie erreichen würdet. Denkt zum Beispiel an Landmannalaugar mit den bunten Rhyolithbergen und heißen Quellen oder die Askja-Region mit ihrem gewaltigen Vulkankrater, die nur mit dem entsprechenden Fahrzeug erreichbar sind.
Buchung und Versicherungen
Wenn ihr einen Camper Island mieten möchtet, solltet ihr auf ein paar Dinge achten. Die meisten Anbieter setzen ein Mindestalter von 23 Jahren voraus, bei größeren Fahrzeugen oft 25 Jahre. Ihr benötigt einen gültigen Führerschein sowie eine Kreditkarte für die Kaution.
Wichtig sind die Versicherungen, denn Island ist kein Land für halbe Absicherung. CDW (Vollkasko-Basis) ist meist Standard, SCDW reduziert eure Selbstbeteiligung deutlich. Besonders relevant ist der Sand- und Ascheschutz, weil starker Wind feine Partikel über den Lack schleudern kann, vor allem auf Schotterpisten.
Um Angebote transparent zu vergleichen, lohnt sich ein spezialisiertes Portal wie campermietenisland.de, da ihr dort verschiedene Fahrzeuge und Preise gebündelt seht, statt euch durch einzelne Anbieter zu klicken.
Die schönsten Routen für einen Island Camper Roadtrip
Wenn ihr die Insel einmal umrunden wollt, dann folgt ihr der Ringstraße, die euch über 1.322 Kilometer rund um Island führt. Plant dafür mindestens zehn bis vierzehn Tage ein, damit ihr nicht nur fahrt, sondern auch wandert, fotografiert und spontane Stopps einlegt.
Entlang der Strecke erwarten euch Gletscherzungen, Wasserfälle, schwarze Strände und kleine Fischerdörfer. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, Tankstellen sind regelmäßig vorhanden und die Straße ist komplett asphaltiert, weshalb sie ideal für einen Island Ringstraße Camper Trip geeignet ist. Gerade für euren ersten Roadtrip mit dem Camper bietet euch diese Route die perfekte Mischung aus Abenteuer und Sicherheit.
Golden Circle als Einstieg
Wenn ihr nur wenige Tage Zeit habt oder euren Roadtrip langsam beginnen wollt, dann bietet sich der Golden Circle an. Im Þingvellir-Nationalpark steht ihr buchstäblich zwischen zwei Kontinentalplatten, die sich jedes Jahr ein Stück weiter voneinander entfernen. Beim Geysir Strokkur erlebt ihr alle paar Minuten eine kochend heiße Fontäne, die in den Himmel schießt, und der Gullfoss zeigt euch, wie gewaltig isländische Wassermassen sein können.
Die Südküste
Wenn ihr Richtung Süden fahrt, wird die Landschaft dramatischer. Der Seljalandsfoss erlaubt euch einen Spaziergang hinter dem Wasserfall, während der Skógafoss mit seiner Breite und Höhe beeindruckt. Auf dem Weg passiert ihr den Eyjafjallajökull, jenen Vulkan, der 2010 den europäischen Flugverkehr lahmlegte. Der schwarze Strand Reynisfjara bei Vík í Mýrdal mit seinen Basaltsäulen wirkt wie aus einer anderen Welt, und an der Gletscherlagune Jökulsárlón treiben Eisberge vom Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas mit seinen 7.900 Quadratkilometern, langsam Richtung Meer.
Der Norden und Snæfellsnes
Im Norden rund um Akureyri, die Hauptstadt des Nordens, wird es ruhiger, weil weniger Reisende unterwegs sind. In Húsavík könnt ihr Wale beobachten, während ihr am Mývatn durch eine Landschaft aus Kratern, Lavafeldern und dampfenden Erdspalten fahrt.
Die Halbinsel Snæfellsnes wird oft als „Island in Miniatur“ bezeichnet, weil ihr dort den Gletscher-Vulkan Snæfellsjökull, schwarze Strände und Klippen auf engem Raum erlebt. Wenn ihr euch nicht auf die komplette Ringstraße festlegen wollt, kann diese Region ein intensives, kompaktes Island-Erlebnis bieten.
Die Highlands und Island F-Roads
Wenn ihr euch für die Island Highlands entscheidet, dann verlasst ihr den klassischen Touristenpfad. Die F-Roads führen euch über Hochlandpisten wie die Kjölur-Route (F35), die Sprengisandur (F26) oder die F208 nach Landmannalaugar durch Flussläufe und karge Hochlandlandschaften. Auch Þórsmörk, das Gletschertal zwischen Eyjafjallajökull und Mýrdalsjökull, erreicht ihr nur über F-Roads.
Bevor ihr eine F-Road befahrt, solltet ihr die Wetterlage prüfen, da Regen Flüsse schnell anschwellen lassen kann. Furten, also Flussdurchquerungen, erfordern Erfahrung und ein gesundes Maß an Vorsicht. Wenn ihr euch unsicher seid, wartet lieber oder dreht um, denn in den Highlands gibt es keine schnelle Hilfe. Die F-Roads öffnen in der Regel Ende Juni und schließen im September.
Camping in Island: Regeln, Campingplätze und Kosten
Beim Thema Island Camping solltet ihr wissen, dass Wildcampen mit motorisierten Fahrzeugen seit 2015 verboten ist. Stattdessen nutzt ihr die über 170 offiziellen Campingplätze auf der Insel. Ihr findet einfache Plätze mit grundlegender Ausstattung, aber auch größere Anlagen mit Duschen, Küchenräumen und teilweise sogar Hot Pots.
Die Campinggebühren liegen meist zwischen 15 und 20 Euro pro Person und Nacht. Wer länger unterwegs ist, sollte die Camping Card Iceland in Betracht ziehen: Für rund 159 Euro bekommt ihr 28 Übernachtungen auf circa 30 teilnehmenden Campingplätzen, was sich bei längeren Roadtrips schnell rechnet.
Lebensmittel sind deutlich teurer als in Deutschland, weshalb viele Vanlifer ihre Einkäufe bewusst planen und möglichst viel selbst kochen. Die günstigsten Preise findet ihr bei den Supermarktketten Bónus und Krónan. Füllt eure Vorräte am besten in Reykjavík oder Akureyri auf, denn in den Highlands gibt es weder Tankstellen noch Einkaufsmöglichkeiten. Auch Treibstoff ist teurer als auf dem Festland, weshalb längere Strecken spürbar ins Budget fallen.
Wenn ihr euer Wohnmobil mieten Island frühzeitig bucht, könnt ihr oft bessere Preise sichern, da die Hauptsaison schnell ausgebucht ist. Generell gilt: Je früher ihr euch um das Thema Camper mieten Island kümmert, desto größer ist die Auswahl an verfügbaren Fahrzeugen.
Wetter, Sicherheit und was ihr als Vanlifer wissen solltet
Wenn ihr Vanlife Island ernst nehmt, dann respektiert ihr die Naturbedingungen. Das Wetter ist extrem wechselhaft, auch im Sommer sind Sonne, Regen, Sturm und Schnee am selben Tag möglich. Tagsüber bewegen sich die Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad, nachts können es 3 bis 5 Grad werden. Eine autonome Heizung im Fahrzeug ist kein Komfort-Extra, sondern absolute Grundausstattung.
Wind ist auf Island ein ernstzunehmender Faktor. Regelmäßig werden Böen von 130 km/h gemessen, in Extremfällen sogar fast 200 km/h. Das kann Türen aufreißen und Fahrzeuge destabilisieren. Schaut täglich bei vedur.is nach dem Wetter und prüft die Straßenbedingungen in Echtzeit auf road.is, bevor ihr losfahrt.
Bild: unsplash.com












