Der KZ Durango gehört zu jener Sorte von Luxus-Fifth-Wheels, die auf dem Stellplatz sofort auffallen. Das markante Außendesign wirkt selbstbewusst, das Interieur betont modern und wohnlich. Hier geht es nicht um rustikale Puristik, sondern um komfortorientiertes Reisen für alle, die ihr mobiles Zuhause eher wie ein Apartment auf Rädern sehen. Der Durango richtet sich klar an den zeitgemäßen Camper, der länger unterwegs ist, Remote Work ernst nimmt und Wert auf durchdachte Grundrisse legt.
Durango Fifth Wheel: US-Riese mit besonderem Anspruch

Wichtig für die Einordnung: Der Durango ist ein Full-Profile Luxury Fifth Wheel und damit ein typischer US-Auflieger für Pick-ups mit Sattelkupplung. Die Längen variieren je nach Grundriss von rund 10,2 bis etwa 12,8 Metern, die Gewichte von etwa 4.495 bis 6.005 Kilogramm. Das ist weit entfernt von einem klassischen Kastenwagen und stellt in Europa – speziell in Deutschland – ganz eigene Herausforderungen bei Zugfahrzeug, Führerschein und Stellplätzen. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/2025-products/durango-fifth-wheels/specifications.html?utm_source=openai))
Der Durango wird in Nordamerika angeboten und ist offiziell nicht für den deutschen Markt ausgelegt. Wer sich dafür interessiert, sollte wissen: Ein Import ist theoretisch möglich, praktisch aber aufwendig und kostspielig. Die Zulassung, mögliche Umrüstungen und die Suche nach einem passenden Zugfahrzeug machen es hierzulande schwierig. Dennoch lohnt ein genauer Blick, denn der Durango zeigt, wohin sich luxuriöse Reisemobile für Langzeitreisen entwickeln – und bietet einige spannende Ideen auch für europäische Vanlife-Fans.
Innenraumkonzept: Apartment-Feeling statt klassischem Wohnmobil

Beim Betreten fällt die klare, moderne Gestaltung sofort ins Auge. Die neue Blancher-Maple/Morel-Fog-Möbeloptik setzt auf warme, dezente Naturtöne und vermittelt eher Loft-Atmosphäre als Campingplatz-Klischee. Die Innenräume sind so angelegt, dass sie auch bei längeren Aufenthalten funktionieren: offene, gut strukturierte Grundrisse, clever platzierte Sitzgelegenheiten und viel Stauraum. Die Küchen sind mit Blancher-Kirschholzfronten, massiven Arbeitsflächen und einem großen Edelstahlspülbecken ausgestattet. Ein 61-Zentimeter-Backofen mit Vierflammen-Kochfeld und eine 76-Zentimeter-Konvektionsmikrowelle unterstreichen den Anspruch, wirklich wie zu Hause kochen zu können – ein Pluspunkt für alle, die ihre Vanlife-Zeit nicht mit Fertiggerichten verbringen wollen. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/products/durango-fifth-wheels/features.html))

Die Dovetail-Schubladenkästen zeigen, dass hier nicht an den Details gespart wird: Sie laufen stabil, sind belastbar und überstehen auch ein paar Tausend Kilometer Rüttelpiste. Die Entertainment-Zone ist nicht minder üppig: Smart-LED-TV, JBL-2.0-Soundbar mit Bluetooth und ein etwa 102 Zentimeter breiter Kamin mit Sichtfenster schaffen ein Wohngefühl, das eher an ein Ferienhaus erinnert. Für verregnete Tage oder Homeoffice im Winterquartier ist der Durango damit bestens gerüstet.
Schlafkomfort und Lounge: Gemütlichkeit für lange Touren

Im Schlafzimmer wartet ein King-Size-Bett im Format 178 x 203 Zentimeter, serienmäßig. Dazu kommen Überkopf-Stauraum, USB-Anschlüsse und Steckdosen an den richtigen Stellen sowie groß dimensionierte Lichtschalter. Genau diese Kleinigkeiten machen den Unterschied, wenn aus einem Urlaubsfahrzeug ein Langzeit-Zuhause wird. Wer längere Roadtrips plant oder saisonal im Fahrzeug lebt, profitiert von der Kombination aus Liegefläche, Ablagemöglichkeiten und integrierter Technik.

Der Wohnbereich setzt auf Theater-Sitze mit Becherhaltern, USB-Port, Heiz- und Massagefunktion sowie elektrischer Verstellung. Für Vanlife bedeutet das: Abends nicht auf der Bank mit Kissen-Bastelei lümmeln, sondern in einem Sessel sitzen, der eher an ein Wohnzimmer zu Hause erinnert. Für viele Puristen mag das übertrieben wirken, doch für den Alltag auf Achse – vor allem in der kalten Jahreszeit – kann genau dieser Komfort den Unterschied machen, ob man auch nach Monaten noch gerne im Fahrzeug lebt.
Offgrid-Fähigkeiten: Solar, Lithium und Boondocking-Potenzial

Als Fokus-Schlagwort drängt sich „Durango Fifth Wheel“ auf, doch technisch interessant wird es vor allem bei der Energieversorgung. Der Durango bietet ein „Off the Grid“-Solarpaket mit zwei 200-Watt-Modulen, einem 30-Ampere-MPPT-Regler mit Fernbedienpanel und einem 2.000-Watt-Reinwellen-Wechselrichter. Alle 230-Volt-Steckdosen (im US-Original 120 V) werden damit „heiß“ geschaltet. Für klassisches Boondocking – also autarkes Stehen fernab von Campingplätzen – ist das ein enormes Plus. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/2025-products/durango-fifth-wheels/))
Noch spannender wird es mit dem optionalen, verbesserten Boondocker-System auf 48-Volt-Basis. Das System setzt auf höhere Effizienz, die Solarmodule sind mit einer zehnjährigen Garantie hinterlegt. Gerade für Langzeitreisende in sonnigen Regionen eröffnet dieses Setup reichlich Freiheit: Arbeiten am Laptop, Induktionskocher, Unterhaltungselektronik – vieles lässt sich lange ohne Landstrom betreiben, sofern die Batterieseite passend dimensioniert ist. Für das deutsche Vanlife-Publikum ist wichtig zu wissen: Die Elektrik müsste bei einem Import auf europäische Normen adaptiert werden. Trotzdem zeigt der Durango, in welche Richtung Offgrid-Komfort im Oberklassesegment gehen kann. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/2025-products/durango-fifth-wheels/))
Allwetter-Tauglichkeit: Isolierung und Heizung im Detail

Der Durango versteht sich als Ganzjahresfahrzeug. Die Seitenwände sind mit einem R-Wert von 13 ausgelegt, Dach und Boden erreichen rechnerisch R-38. Dazu kommt ein beheizter, isolierter und geschlossener Unterboden mit reflektierender Folie im Boden, Dach, Bug und Heck. Für den Alltag bedeutet das: weniger Temperaturspitzen, geringerer Heiz- oder Kühlbedarf und ein insgesamt stabileres Innenraumklima. Wer schon einmal in einem schlecht isolierten Fahrzeug bei –5 Grad übernachtet hat, weiß, wie entscheidend das ist. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/2025-products/durango-fifth-wheels/))
Besonders erwähnenswert ist das PEX-System mit im Boden verlaufenden, beheizten Wasserleitungen und Küchen-Grauwasserrohren. Alle Leitungen und Abflüsse liegen oberhalb der Isolierung, an den Hauptanschlüssen sitzen Absperrventile. Das reduziert das Risiko eingefrorener Leitungen erheblich und erleichtert Wartung und Reparatur. Hinzu kommt ein verbessertes Luftführungssystem für die Klimaanlage: rund 40 Prozent mehr Luftdurchsatz, etwa 7 Dezibel weniger Geräusch, und der Filter lässt sich von innen wechseln. Das ist im Alltag mehr wert als jede zusätzliche Zierleiste, gerade wenn man über Wochen bei wechselnden Temperaturen unterwegs ist.

Faszinierendes Detail: Azdel-Wände als Gamechanger
Eine der spannendsten Komponenten des Durango sind die laminierten Azdel-Composite-Seitenwände. Das Material ist etwa 50 Prozent leichter als Holz, reagiert nicht auf Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen und kennt Probleme wie Schimmel, Fäulnis, Aufquellen oder Delamination praktisch nicht. Dazu kommen bessere Dämm- und Schallschutzeigenschaften sowie der Verzicht auf Formaldehyd und andere Schadstoffe. Für Vanlife heißt das: leiseres Innenleben, weniger Kondenswasserprobleme, stabilere Struktur auch nach vielen Jahren und ein insgesamt gesünderes Raumklima.
Wer jemals einen älteren Aufbau mit holzbasierten Wänden und typischen Feuchteschäden gesehen hat, versteht das Potenzial. In Kombination mit dem Tufflex-PVC-Dach mit lebenslanger Garantie und begehbarer 9,5-Millimeter-Dachplatte entsteht ein Aufbau, der nicht nur luxuriös, sondern auch solide ausgelegt ist. Zwei Dachentlüftungen sorgen außerdem dafür, dass Feuchtigkeit aus dem Dachbereich entweichen kann – ein kleines, aber wichtiges Detail gegen versteckte Nässe.
Fahrwerk, Technik und Alltagstauglichkeit im XXL-Format
Beim Fahrwerk setzt der Durango auf eine CURT-Touring-Coil-Federung mit insgesamt acht Stoßdämpfern und Anti-Blockier-System. Der Hersteller gibt eine Reduktion der Straßenschläge um rund 50 Prozent und einen Achsweg von 7,6 bis 12,7 Zentimetern an. Für ein Fahrzeug dieser Größe bedeutet das mehr Fahrstabilität, weniger Schwingungen im Aufbau und ein Plus an Sicherheit bei Notbremsungen oder Ausweichmanövern. Unterstützt wird das Ganze von Goodyear-Bereifung auf Aluminiumfelgen und einem Reifendruckkontrollsystem mit Sensoren und Monitor. ([kz-rv.com](https://www.kz-rv.com/products/durango-fifth-wheels/features.html))
Der Durango selbst bringt außerdem eine Anhängelast von etwa 1.360 Kilogramm, eine Stützlast von rund 136 Kilogramm, einen 4-poligen Elektrosatz und eine 5-Zentimeter-Anhängerkupplung am Heck mit. Das eröffnet die Möglichkeit, etwa ein kleineres Boot, einen Motorradanhänger oder zusätzliche Transportlösungen mitzunehmen – in Deutschland allerdings rechtlich und praktisch nur mit viel Vorplanung umsetzbar.
Komfort-Features: Smarte Steuerung und Stauraum satt
Die technische Steuerzentrale bildet das KZ Engage OneControl-System mit 7-Zoll-Display. Darüber lassen sich Füllstände der Tanks und Batterien überwachen, Slideouts bedienen, das automatische Nivelliersystem, Markisen und Beleuchtung steuern. Für den Alltag bedeutet das: weniger Gang in den Technikraum, mehr Übersicht im Wohnbereich. Ein Deluxe-Kommandozentrum, beheizt und gut ausgeleuchtet, bündelt die wichtigsten Anschlüsse und Bedienelemente an einem leicht erreichbaren Punkt.
Stauraum ist beim Durango reichlich vorhanden: Im Unterflurbereich stehen rund 4.000 Liter (140 Kubikfuß) Volumen mit Bewegungsmelder-Beleuchtung zur Verfügung. Für Außenaktivitäten gibt es einen JBL-Bluetooth-Lautsprecher im Stauraum, teils eine ausziehbare Heckplattform von 61 x 91 Zentimetern bei Wohn-Grundrissen sowie solide Stufen mit Safe-T-Handlauf. Ein Hot-/Cold-Wasseranschluss auf der Türseite erleichtert das Reinigen von Bikes, Surfbrettern oder schmutzigen Schuhen. Vorbereitet ist der Aufbau zudem für Starlink via Winegard – für alle, die unterwegs auf schnelles Internet angewiesen sind.
Verfügbarkeit in Deutschland und Preis-Einordnung
Der KZ Durango wird primär für den nordamerikanischen Markt gebaut und ist offiziell nicht in Deutschland verfügbar. Wer einen solchen Fifth Wheel hierzulande fahren möchte, muss mit Import, Umrüstung und Abnahme rechnen. Dazu kommen Herausforderungen bei Zugfahrzeug, Führerscheinklasse und Stellplatzwahl. Kurz gesagt: Der Kauf eines Durango in Deutschland ist möglich, aber nur mit erheblichem Aufwand und Kosten realistisch.
Konkrete Europreise für den Durango auf dem deutschen Markt lassen sich aufgrund der fehlenden offiziellen Distribution, der Wechselkurse, der Transportkosten und der notwendigen Anpassungen nicht seriös angeben. Interessierte sollten daher mit einem Gesamtbudget im oberen Luxussegment rechnen, das deutlich über vergleichbaren europäischen Caravans oder Wohnmobilen liegt. Der Fokus-Keyphrase „Durango Fifth Wheel“ steht damit weniger für ein Produkt, das man morgen beim Händler um die Ecke abholt, sondern für eine spannende Referenz, wie luxuriöses, ganzjähriges Vanlife in einem US-Fifth-Wheel aussehen kann – und welche Ideen davon künftig vielleicht auch in europäischen Fahrzeugen ankommen werden.
Bilder: Hersteller











