Der Matt Foley II sorgt in der Vanlife-Szene für neugierige Blicke: Ein Fahrzeug, das sich klar von den üblichen Großserien-Campern absetzt und eher in die Kategorie individueller Ausbau und Tiny Home auf Rädern fällt. Statt reiner Campingtechnik steht hier ein ganzheitlicher Lebensraum im Mittelpunkt, der bewusst aufgeräumt gestaltet ist – zugleich aber mit umfangreicher, off-grid-tauglicher Technik ausgestattet ist. Gerade wer lieber auf schmalen Straßen unterwegs ist und enge Stellplätze nicht scheut, findet hier eine interessante Alternative zu Kastenwagen in Überlänge.
Matt Foley II Campervan als rollende Minimalismus-Wohnung

Beim Matt Foley II steht der Ansatz im Vordergrund, mit einem reduzierten, aber durchdachten Innenleben unterwegs zu sein. Statt jeden verfügbaren Zentimeter mit Technik vollzustopfen, wird der Innenraum als flexibler Wohnraum eingesetzt. Die Kategorie des Fahrzeugs lässt sich am ehesten als ausgewachsener Kastenwagen auf Basis eines RAM Promaster 2500 High Roof mit 159‑Zoll Radstand beschreiben – damit bewegt er sich zwischen klassischem Alltags-Van und ausgebautem Reisemobil. Das macht ihn besonders interessant für Menschen, die den Van auch im Alltag nutzen oder häufig in Städten unterwegs sind, aber trotzdem längere Touren nicht ausschließen.
Technische Details des Basisfahrzeugs und Ausbaus sind dokumentiert: Der Matt Foley II nutzt das „King Canyon“-Layout und setzt u. a. auf ein 24‑V‑Klimasystem (Cruise N Comfort), eine starke Stromversorgung mit Victron‑Komponenten, Lithium‑Batterien in großem Umfang, reichlich Solarleistung sowie praxisnahe Wasser‑ und Stauraumlösungen. Gerade im Vanlife-Alltag sind nicht nur Leistung oder Tankvolumen entscheidend, sondern wie gut sich im Fahrzeug kochen, schlafen, arbeiten und entspannen lässt. In dieser Hinsicht positioniert sich der Matt Foley II bewusst als mobiles Zuhause, das mehr an ein kleines Studio erinnert als an ein klassisches Reisemobil-Layout.
Durchdachter Innenraum: Wohnen statt nur Campen

Der Innenausbau des Matt Foley II orientiert sich an klaren Linien und wenigen, aber funktionalen Elementen. Typisch für diese Art Campervan ist ein durchgehender Wohnraum, der tagsüber als Aufenthalts- und Arbeitsbereich dient und nachts zum Schlafplatz umgebaut werden kann. Entscheidend für den Vanlife-Alltag ist hier die Mischung aus Stauraum und Bewegungsfreiheit: Schränke, Fächer und Boxen sind so angelegt, dass Kleidung, Küchenutensilien und Outdoor-Ausrüstung ihren Platz finden, ohne den Innenraum zu überladen.

Besonders im Alltag auf Tour wird deutlich, wie wichtig ein nachvollziehbares Raumkonzept ist. Wer häufig zwischen Stadtparkplatz, Supermarkt und abgelegenem Stellplatz pendelt, braucht ein Fahrzeug, das sich schnell aufräumen lässt und in dem man nicht ständig Dinge umstapeln muss. Beim Matt Foley II ist der Ausbau darauf ausgelegt, dass die wichtigsten Gegenstände in Griffweite bleiben, gleichzeitig aber genügend freie Flächen bleiben, um sich auch an Regentagen im Fahrzeug nicht eingeengt zu fühlen.
Kochen, Arbeiten, Schlafen: Alltagstaugliche Funktionen im Van

Die Küche im Matt Foley II ist auf praktische Nutzung ausgelegt. Anstatt einer aufwendigen High-End-Gourmetzeile gibt es eine kompakte, gut organisierte Küchenzeile – in vielen Ausführungen mit Induktionskochfeld, Mikrowelle und einem Dometic-Kühl-/Gefriergerät – die auf das Wesentliche der Zubereitung im Alltag ausgelegt ist. Für Vanlife bedeutet das: schnell einen Kaffee kochen, einfache Gerichte vorbereiten, Geschirr spülen – ohne die halbe Einrichtung umbauen zu müssen. Ein klar strukturierter Arbeitsbereich rund um Herd, Spüle und Ablageflächen ist im Alltag meist wertvoller als die größte Ausstattungsliste.

Auch das Thema Schlafen spielt eine zentrale Rolle. Im Matt Foley II fügt sich der Schlafbereich in den restlichen Wohnraum ein, statt ihn zu dominieren. Das Bett ist so konzipiert, dass es nachts ausreichend Liegefläche bietet, tagsüber aber nicht als sperriger Klotz im Raum steht. Gerade auf längeren Reisen zeigt sich, wie wichtig eine gute Schlafqualität ist, um die nächste Etappe entspannt anzugehen.
Faszinierendes Detail: Der Van als bewusst gestalteter Lebensraum

Das spannendste Merkmal des Matt Foley II ist die bewusste Gestaltung als Lebensraum, der sich eher an einer kleinen Stadtwohnung als an einem typischen Campingfahrzeug orientiert. Dieser Ansatz hebt ihn von vielen anderen Ausbauten ab. Statt möglichst viele Funktionen in jeden Winkel zu quetschen, entsteht ein offener Raumcharakter, der im Alltag einen entscheidenden Unterschied macht. Menschen, die länger im Van leben oder remote arbeiten, spüren sehr schnell, ob ein Ausbau nur für Wochenendtrips taugt oder auch nach mehreren Wochen noch angenehm ist.
Genau hier setzt der Matt Foley II an: Der Innenraum vermittelt nicht das Gefühl, sich in einer engen, vollgestellten Campingkiste zu befinden, sondern eher in einem kleinen, beweglichen Studio. Für Vanlifer, die unterwegs schreiben, fotografieren, Inhalte produzieren oder einfach viel Zeit im Fahrzeug verbringen, ist das ein echter Mehrwert. Die Konzentration auf ein klares, ruhiges Design wird durch die autarke Technik (u. a. Solar und Klimatisierung) sinnvoll ergänzt – etwas, das gerade auf langen Touren oft unterschätzt wird.
Vanlife-Praxis: Unterwegs im kompakten Camper
In der Praxis bringt ein solch handlicher Kastenwagen in Standardlänge handfeste Vorteile. Enge Bergstraßen, schmale Küstenorte oder spontane Stopps auf Parkplätzen lassen sich entspannter bewältigen als mit einem großen Reisemobil in Überlänge. Gleichzeitig bleibt genug Innenraum, um auch mehrere Tage Wetterumschwung oder intensives Arbeiten am Laptop zu überstehen. Wer sein Vanlife nicht als Dauercamping, sondern als flexible Art des Unterwegsseins versteht, dürfte sich in diesem Konzept wiederfinden.
Ein weiterer Pluspunkt: Ein durchdachter Ausbau macht es oft leichter, den Van im Alltag zu nutzen. Ob für den Wocheneinkauf, den Ausflug ins Umland oder die Fahrt ins Büro – das Fahrzeug muss nicht zwangsläufig als reines Reisemobil in der Einfahrt stehen. Diese Doppelnutzung ist für viele Vanlifer ein wichtiges Kriterium, insbesondere in Städten, wo zusätzlicher Stellplatz rar und teuer ist.
Für wen der Matt Foley II interessant ist
Der Matt Foley II spricht vor allem Menschen an, die Vanlife nicht als reines Ferienkonzept sehen, sondern als mobile Lebensweise auf Zeit. Wer gerne reduziert unterwegs ist, ohne auf einen gewissen Wohnkomfort zu verzichten, findet in diesem Van eine stimmige Basis. Die klare Struktur im Innenraum, die Konzentration auf das Wesentliche und der Fokus auf Alltagstauglichkeit – kombiniert mit einer für Off-Grid-Reisen geeigneten Ausstattung – machen ihn für Langzeitreisende ebenso spannend wie für Wochenendnomaden, die ein aufgeräumtes, funktionales Fahrzeug schätzen.
Da der Ausbau nicht darauf zielt, mit Superlativen zu glänzen, sondern Wohnlichkeit mit Technik verbindet, passt der Van auch gut zu allen, die bewusst abseits klassischer Campingplatz-Infrastruktur unterwegs sein wollen. Das Konzept lässt viel Raum für einen individuellen Lebensstil – ob als kreativer Arbeitsplatz, Rückzugsort nach Sport und Outdoor-Abenteuern oder schlicht als kleines Zuhause auf Rädern für den nächsten Roadtrip.
Preis und Einordnung
Konkrete Preisangaben zum Matt Foley II liegen nicht vor, was die Einordnung im Markt erschwert. Klar ist jedoch: Ein individueller, bewusst gestalteter Innenausbau dieser Art bewegt sich in einem Segment, das zwischen einfachem DIY-Projekt und vollausgestattetem Serien-Camper liegt. Wer sich für den Matt Foley II interessiert, sollte den Preis daher nicht nur mit der reinen Ausstattung vergleichen, sondern mit dem Gesamtpaket aus Wohngefühl, Alltagstauglichkeit und Format. Für viele Vanlife-Fans dürfte genau diese Kombination den eigentlichen Wert des Fahrzeugs ausmachen.
Bilder: Hersteller











