Expeditionsmobil an der Küste auf Krk in Kroatien
Mit dem Wohnmobil auf Krk: Bei unserer zweiten Kroatienreise lernten wir die Insel von ihrer ruhigeren Seite kennen. (Bild: Isabel Wotruba)

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien – Das solltest du wissen

Werbung

Kroatien mit dem Wohnmobil ist unkompliziert, zumindest auf den ersten Blick. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, Campingplätze gibt es besonders entlang der Adriaküste reichlich und seit 2023 wird mit Euro bezahlt. Dafür ist Freistehen offiziell verboten, auf den Autobahnen fällt Maut an und in der Hauptsaison können beliebte Küstenorte und Inseln ziemlich voll werden.
Wir waren bisher zweimal mit dem Wohnmobil in Kroatien unterwegs und haben das Land dabei erstaunlich unterschiedlich erlebt. Kroatien und ich brauchten nämlich zwei Anläufe.
Bei unserer ersten Reise im Januar 2023 waren wir gerade einmal wenige Tage mit unserem Expeditionsmobil unterwegs. Es regnete gefühlt ständig, viele Campingplätze waren geschlossen und irgendwann hatten wir so viel Wäsche angesammelt, dass selbst ein geöffneter Waschsalon zum erstrebenswerten Reiseziel geworden wäre.
Dazu kam, dass wir im Hinterland immer wieder auf achtlos abgeladenen Müll und verlassene oder beschädigte Häuser stießen. Und dann war da noch eine ziemlich denkwürdige Fahrt durch Dubrovnik, bei der unser Navi offenbar beschlossen hatte, dass ein großes Expeditionsmobil hervorragend zwischen Stadtmauer, Motorrollern und einem Baustellen-Lkw aufgehoben sei.
Als wir Kroatien im Mai 2024 noch einmal mit dem Wohnmobil bereisten, sah die Sache ganz anders aus. Wir verbrachten eine Woche auf Krk, fanden ruhige Ecken am Meer und fuhren später durch das kroatische Hinterland. Zehn Tage später verließen wir das Land mit einem wesentlich positiveren Eindruck.
In diesem Artikel findest du deshalb nicht nur unsere persönlichen Erfahrungen aus zwei Kroatienreisen, sondern auch die wichtigsten Informationen für deine eigene Tour: Einreise, Maut, Verkehrsregeln, Freistehen und Campingplätze, Fähren, Gasversorgung, Reisen mit Hund und Kroatien im Winter.

Kroatien auf einen Blick

Kroatien gehört seit 2013 zur Europäischen Union und seit 2023 zum Schengenraum. Hauptstadt ist Zagreb, die Amtssprache ist Kroatisch und bezahlt wird seit Januar 2023 mit Euro. Für Reisende aus Deutschland gibt es keine Zeitverschiebung.
Mit 56.594 Quadratkilometern ist Kroatien zwar vergleichsweise klein, durch seine lang gezogene Form können die Entfernungen mit dem Wohnmobil trotzdem größer ausfallen, als man zunächst denkt. Ein großer Teil des Tourismus konzentriert sich auf die Adriaküste, Istrien und die kroatischen Inseln. Abseits davon beginnt oft schon nach wenigen Kilometern ein deutlich ruhigeres Kroatien.
Das haben wir vor allem auf unserer zweiten Reise erlebt. Während wir 2023 überwiegend der Küste Richtung Süden folgten, waren wir im Mai 2024 auch auf Krk und später auf kleinen Straßen im kroatischen Hinterland unterwegs. Und plötzlich gefiel uns Kroatien wesentlich besser.

Werbung

Einreise nach Kroatien mit dem Wohnmobil

Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise unkompliziert. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt, ein Visum ist für touristische Aufenthalte nicht erforderlich.
Da Kroatien zum Schengenraum gehört, gibt es an den Grenzen zu Slowenien und Ungarn normalerweise keine regulären Personenkontrollen mehr. Ausweisdokumente solltest du trotzdem griffbereit haben, denn vorübergehende Kontrollen sind weiterhin möglich.
Anders sieht es bei der Einreise aus Bosnien und Herzegowina, Serbien oder Montenegro aus. Hier überquerst du eine Schengen-Außengrenze und musst mit einer regulären Grenzkontrolle rechnen.
Wir haben übrigens noch den Wechsel selbst erwischt. Am 31. Dezember 2022 reisten wir von Ungarn nach Kroatien ein. Weil das Grenzhäuschen zunächst unbesetzt aussah, stieg ich mit unseren Pässen aus und machte mich auf die Suche nach jemandem. Kurz darauf erklärte mir eine Grenzbeamtin ziemlich lautstark, dass Aussteigen an der Grenze nicht zu meinen besseren Ideen gehörte. Am nächsten Tag trat Kroatien dem Schengenraum bei und die regulären Kontrollen an dieser Grenze fielen weg. Timing konnten wir schon damals.
Im Wohnmobil solltest du außerdem Führerschein und Zulassungsbescheinigung dabeihaben. Ein deutscher beziehungsweise anderer EU-Führerschein wird anerkannt. Die Internationale Versicherungskarte ist innerhalb der EU normalerweise nicht erforderlich, kann als zusätzlicher Versicherungsnachweis aber trotzdem sinnvoll sein.

Mit Hund im Wohnmobil nach Kroatien

Für die Einreise mit Hund gelten in Kroatien die üblichen EU-Regeln. Dein Hund benötigt einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip beziehungsweise eine entsprechend alte und noch lesbare Tätowierung sowie eine gültige Tollwutimpfung. Bei der ersten Tollwutimpfung müssen mindestens 21 Tage zwischen Impfung und Einreise liegen.
Für bestimmte Hunde vom Bullterrier-Typ gelten zusätzliche Vorschriften. Wenn dein Hund darunter fällt, solltest du die aktuellen Einreisebestimmungen vor der Reise noch einmal genau prüfen.
Leinenpflicht und Regelungen für Hunde an Stränden unterscheiden sich je nach Ort. Entlang der kroatischen Küste gibt es ausgewiesene Hundestrände, während Hunde an anderen Strandabschnitten teilweise nicht erlaubt sind. Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich deshalb, vorher nachzusehen, welche Regeln vor Ort gelten.

Freistehen mit dem Wohnmobil in Kroatien

Beim Thema Freistehen passen Rechtslage und unsere persönlichen Erfahrungen nicht so richtig zusammen.
Rechtlich ist die Sache ziemlich eindeutig: Freies Campen außerhalb registrierter Campingplätze und ausdrücklich dafür vorgesehener Flächen ist in Kroatien grundsätzlich verboten. Das gilt auch auf Privatgrundstücken, wenn dort kein entsprechend genehmigter Campingbetrieb besteht. Vor allem an der Küste, auf den Inseln und in touristischen Regionen wird kontrolliert. Markise raus, Stühle vors Wohnmobil und zwei Tage am Strand wohnen ist deshalb keine besonders gute Idee.
Nun kommt allerdings unsere eigene Erfahrung. Während unserer zweiten Kroatienreise im Mai 2024 standen wir – abgesehen von der ersten Nacht – ausschließlich frei. Eine Woche davon verbrachten wir auf Krk. Wir fanden dort teilweise erstaunlich ruhige Plätze und hatten während der gesamten Reise keine Probleme. Das bedeutet allerdings nicht, dass Freistehen deshalb erlaubt wäre. Wir hatten keine Kontrolle und bekamen kein Bußgeld. Mehr lässt sich daraus nicht ableiten.
Wer rechtlich auf der sicheren Seite sein möchte, nutzt einen Campingplatz, Mini-Camp oder offiziell ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz.

Wohnmobil an einer Bucht auf der Insel Krk in Kroatien
Auf Krk fanden wir im Mai 2024 mehrere ruhige Plätze. Erlaubt ist Freistehen in Kroatien deshalb trotzdem nicht. (Bild: Isabel Wotruba)

Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Kroatien

An Campingplätzen mangelt es in Kroatien grundsätzlich nicht. Besonders entlang der Küste und auf den touristisch erschlossenen Inseln ist die Auswahl groß.
In der Hauptsaison kann es trotzdem sinnvoll sein, vorab zu reservieren. Beliebte Plätze sind schnell voll und die Preise können deutlich höher liegen als im Landesinneren oder außerhalb der Ferienzeit.
Ganz anders haben wir Kroatien im Januar 2023 erlebt. Damals waren auf unserer Route viele Campingplätze geschlossen. Das wurde irgendwann auch für ganz banale Dinge zum Problem. Wir wollten Wäsche waschen, fanden aber weder einen geöffneten Waschsalon noch einen Campingplatz mit nutzbarer Waschmaschine. Auf einem eigentlich geschlossenen Campingplatz durften wir trotzdem bleiben, weil der Betreiber vor Ort war und uns unkompliziert auf das Gelände ließ. So standen wir schließlich komplett allein zwischen den Olivenbäumen.
Inzwischen gibt es in Kroatien auch einige ganzjährig geöffnete Campingplätze. Für eine Winterreise würde ich trotzdem vorher prüfen, was entlang der geplanten Route wirklich geöffnet ist.

Straßen und Verkehr mit dem Wohnmobil in Kroatien

Das kroatische Straßennetz ist insgesamt gut ausgebaut. Zwischen den größeren Städten kommt man über Autobahnen schnell voran. Entlang der Küste verläuft mit der D8 eine der wichtigsten Straßen Richtung Süden. Sie führt teilweise direkt an der Adriaküste entlang, ist aber kurviger und gerade im Sommer deutlich langsamer als die Autobahn.
Wir fahren ohnehin lieber Landstraße und haben dadurch gerade im Hinterland Gegenden gesehen, die mit dem klassischen Bild von Kroatien ziemlich wenig zu tun hatten.
Bei größeren Wohnmobilen sollte man allerdings genauer auf die Navigation schauen. Sehr genau. Unser persönliches Mahnmal dafür steht gedanklich bis heute in Dubrovnik. Bei Starkregen führte uns das Navi mit unserem Expedionsmobil durch einen völlig zugeparkten Bereich in Richtung Altstadt. Irgendwann standen wir zwischen Motorrollern, Stadtmauer und einem Baustellen-Lkw. Zurück ging nicht mehr, vorwärts eigentlich auch nicht. Ein ziemlich genervter Lkw-Fahrer half schließlich beim Einweisen, während Rico unseren Charly Zentimeter für Zentimeter hindurchfuhr. Danach beschlossen wir, dass Dubrovnik für diesen Tag ausreichend besichtigt war.
Bei historischen Altstädten, auf Inseln und in kleinen Küstenorten würde ich deshalb vorher prüfen, wo ein Wohnmobil wirklich sinnvoll hinpasst. Eine Straße auf Google Maps ist nicht zwingend eine Einladung. Das gilt erst recht mit einem großen Fahrzeug.
Auf Krk haben wir das ein Jahr später noch einmal festgestellt. Auf dem Weg zu einer abgelegenen Ruine führte uns eine Schotterpiste zwischen den für die Insel typischen Natursteinmauern hindurch. An einer engen Kurve wurde es irgendwann so knapp, dass Rico Charly nur noch Stück für Stück zwischen Mauer und ziemlich scharfkantigen Steinen hindurchmanövrieren konnte. Wir kamen wieder heraus. Unsere Reifen ebenfalls.
Aber gebraucht hätten wir diese Erfahrung nicht unbedingt.

Werbung
Expeditionsmobil an einem See im kroatischen Hinterland
Abseits der Küste waren wir teilweise auf kleinen und sehr ruhigen Straßen unterwegs. (Bild: Isabel Wotruba)

Wichtige Verkehrsregeln in Kroatien

Ein paar Verkehrsregeln solltest du vor der Fahrt durch Kroatien kennen.
Die allgemeine Promillegrenze liegt bei 0,5. Für Fahrer unter 25 Jahren sowie für Fahrer von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen gilt allerdings 0,0 Promille.
Zwischen dem 1. November und dem 31. März muss auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden.
Wer im Winter mit dem Wohnmobil durch Kroatien fährt, sollte außerdem die Vorschriften zur Winterausrüstung prüfen. Auf bestimmten Straßen ist zwischen dem 15. November und dem 15. April Winterausrüstung vorgeschrieben. Je nach Fahrzeuggewicht gelten dabei unterschiedliche Anforderungen.

Werbung
relleumdesign

Maut mit dem Wohnmobil in Kroatien

Eine Vignette brauchst du in Kroatien nicht.
Auf den meisten Autobahnen wird die Maut streckenabhängig berechnet. Entscheidend für die Höhe ist neben der gefahrenen Strecke auch die Fahrzeugkategorie.
Bezahlt werden kann an den Mautstationen unter anderem mit Euro-Bargeld oder Karte. Daneben gibt es mit ENC ein elektronisches Bezahlsystem.
Kroatien arbeitet derzeit an einem neuen elektronischen Mautsystem, das die bisherigen Mautstationen ersetzen soll. Die vollständige Einführung ist für 2027 vorgesehen. Vor einer späteren Reise solltest du deshalb noch einmal prüfen, welches System aktuell gilt.
Wir haben mit unserem Expeditionsmobil die Autobahnen häufig gemieden und stattdessen Landstraßen genutzt. Das dauerte länger, war für uns aber ohnehin die angenehmere Art, durch Kroatien zu fahren.

Werbung

Tanken und Gas mit dem Wohnmobil in Kroatien

Das Tankstellennetz ist auf dem kroatischen Festland dicht. Entlang der Autobahnen, in Städten und an der Küste musst du normalerweise nicht lange nach einer Tankstelle suchen. Auf kleineren Inseln ist die Auswahl teilweise deutlich geringer. Vor einer Fährfahrt kann es deshalb sinnvoll sein, noch einmal vollzutanken.
LPG beziehungsweise Autogas findest du in Kroatien unter der Bezeichnung „Autoplin“ an vielen Tankstellen. Zum Betanken einer fest eingebauten Gastankflasche oder eines Gastanks wird in der Regel ein Dish-Adapter benötigt.
Mit deutschen Tauschgasflaschen wird es schwieriger. Sie lassen sich in Kroatien nicht einfach gegen eine volle Flasche tauschen. Wer länger unterwegs ist und weder Gastank noch Tankflasche hat, sollte sich deshalb vorher überlegen, wie er unterwegs an Gas kommt.

Bora in Kroatien: Vorsicht mit dem Wohnmobil

Was man an der kroatischen Küste nicht unterschätzen sollte, ist die Bora.
Der kalte Fallwind kann sehr plötzlich auftreten und enorme Windgeschwindigkeiten erreichen. Bei starker Bora werden Straßenabschnitte, Brücken und Fährverbindungen zeitweise gesperrt. Für hohe Fahrzeuge wie Wohnmobile und Wohnwagengespanne gelten teilweise schon früher Einschränkungen.
Wir hatten bei unserer ersten Kroatienreise selbst eine Nacht mit Sturm und extremen Böen. Unser Stellplatz lag ausgerechnet ziemlich weit oben. Irgendwann stellten wir Charly im Windschatten einer Kirche ab, während draußen Regen, Gewitter und Sturm weitergingen.
Erholsamer Schlaf sieht anders aus.
Bei einer entsprechenden Wetterwarnung würde ich heute frühzeitig einen geschützten Platz suchen. Ob Straßen, Brücken oder Fähren betroffen sind, sollte man ebenfalls prüfen, bevor man weiterfährt.
Die Bora kann grundsätzlich zu jeder Jahreszeit auftreten, besonders häufig und kräftig ist sie allerdings im Winterhalbjahr. Auch im Sommer sind starke Bora-Lagen möglich.

Mit dem Wohnmobil auf die kroatischen Inseln

Viele kroatische Inseln sind mit Autofähren erreichbar. Ein großer Teil der Verbindungen wird von Jadrolinija betrieben.
Beim Ticketkauf solltest du die tatsächlichen Fahrzeugmaße angeben. Je nach Verbindung und Fahrzeug können Länge und teilweise weitere Fahrzeugdaten Einfluss auf den Preis haben.
Wichtig ist außerdem: Nicht jedes Fährticket reserviert automatisch einen Platz auf einer bestimmten Abfahrt. Auf einigen Linien buchst du eine konkrete Verbindung, auf anderen gilt das Ticket für die Strecke beziehungsweise den Reisetag und die Fahrzeuge werden in der Reihenfolge der Ankunft verladen. Gerade in der Hauptsaison würde ich deshalb vorher prüfen, wie die gewünschte Verbindung funktioniert, und ausreichend früh am Hafen sein.
Und dann wäre da wieder die Bora: Bei starkem Wind können Fährverbindungen kurzfristig eingeschränkt oder komplett eingestellt werden.

Bezahlen und Einkaufen in Kroatien

Seit Januar 2023 wird in Kroatien mit Euro bezahlt.
Kartenzahlung ist weit verbreitet. In Supermärkten, Tankstellen, Restaurants und auf größeren Campingplätzen funktioniert sie normalerweise problemlos. Etwas Bargeld würde ich trotzdem dabeihaben. In kleinen Restaurants, auf Märkten, an Parkautomaten oder auf kleineren Campingplätzen kann es durchaus vorkommen, dass nur Bargeld akzeptiert wird.
Beim Einkaufen solltest du außerdem die Sonntage im Blick behalten. Geschäfte dürfen in Kroatien grundsätzlich nur an 16 Sonntagen im Jahr öffnen. Welche Sonntage das sind, kann der jeweilige Händler selbst festlegen. Für einige Verkaufsstellen, etwa an Tankstellen oder in bestimmten touristischen Einrichtungen, gelten Ausnahmen.
Gerade außerhalb der großen Ferienregionen ist es deshalb keine schlechte Idee, den Kühlschrank am Samstag noch einmal anzusehen.

Internet und Roaming in Kroatien

Kroatien gehört zur EU. Für deutsche Mobilfunkverträge gilt deshalb grundsätzlich das EU-Roaming. Du kannst normalerweise zu den Bedingungen deines heimischen Tarifs telefonieren und mobile Daten nutzen. Je nach Vertrag können allerdings Fair-Use-Grenzen gelten.
Entlang der Küste und in größeren Orten hatten wir mit der Mobilfunkversorgung keine größeren Probleme. In abgelegenen Buchten, im Gebirge oder auf kleineren Inseln kann der Empfang trotzdem schwächer sein.
Da wir unterwegs viel Datenvolumen brauchten, haben wir uns zusätzlich eine kroatische SIM-Karte geholt. Die bekamen wir unkompliziert an einem Kiosk und konnten sie direkt nutzen.

Werbung

Unsere Route mit dem Wohnmobil durch Kroatien

Bei unserer ersten Kroatienreise im Januar 2023 kamen wir von Ungarn und fuhren nach und nach Richtung Süden. Einer unserer ersten längeren Stopps waren die Plitvicer Seen. Im Januar war dort deutlich weniger los als im Sommer – dafür gehörten Regen, Kälte und Winterwetter zu dieser Reise ziemlich zuverlässig dazu. Weiter südlich landeten wir irgendwann in Opuzen im Neretva-Delta. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich von Kroatien ehrlich gesagt schon ein bisschen genug. Vielleicht überraschte mich der kleine Ort gerade deshalb. Er wirkte auf uns wesentlich weniger touristisch als viele Orte entlang der Küste, und überall hingen die Mandarinenbäume voller Früchte.
Danach folgte Dubrovnik – beziehungsweise unser bereits erwähnter Versuch, Dubrovnik mit unserem Expeditionsmobil zu besuchen. Nach Starkregen, Baustellen-Lkw und der unfreiwilligen Stadtrundfahrt beschlossen wir, dass wir genug gesehen hatten, und fuhren weiter nach Montenegro.
Im Mai 2024 kamen wir noch einmal zurück nach Kroatien. Dieses Mal verbrachten wir ungefähr eine Woche auf Krk. Vorher hatte ich die Insel hauptsächlich als ziemlich touristisches Urlaubsziel abgespeichert und entsprechend wenig erwartet. Abseits der Orte fanden wir aber überraschend viele ruhige Ecken, Natur und Plätze direkt am Meer.
Nach Krk ging es zurück aufs Festland und später weiter durch das kroatische Hinterland Richtung Bosnien und Herzegowina. Dort waren wir teilweise kilometerlang auf kleinen Straßen unterwegs, ohne einem anderen Auto zu begegnen. Und spätestens da war mein Bild von Kroatien ein anderes als nach unserer ersten Reise.

Wasserfälle der Plitvicer Seen im Winter
Die Plitvicer Seen besuchten wir im Januar – entsprechend ruhig und ziemlich winterlich war es dort. (Bild: Isabel Wotruba)

Unser Fazit zu Kroatien mit dem Wohnmobil

Nach unserer ersten Reise hätte ich Kroatien nicht weit oben auf meine persönliche Liste gesetzt. Die Landschaft mochte ich schon damals. Gleichzeitig störten mich Müll im Hinterland, die stark touristisch geprägten Küstenorte und die im Winter teilweise komplett geschlossene Infrastruktur. Dauerregen und zwei Wochen grauer Januarhimmel haben meiner Begeisterung ebenfalls nicht geholfen.
Unsere zweite Reise hat mein Bild deutlich verändert. Auf Krk fanden wir viel mehr ruhige Natur, als ich erwartet hatte. Später waren wir im Hinterland auf kleinen Straßen unterwegs, auf denen teilweise kilometerlang kein anderes Auto kam. Dieses Kroatien hatte ich bei unserer ersten Reise kaum gesehen.
Für eine Wohnmobilreise würde ich heute deshalb vor allem eines anders machen: nicht ausschließlich den bekannten Zielen an der Küste folgen. Zumindest uns hat Kroatien abseits davon deutlich besser gefallen.
Und bei Dubrovnik vorher nach einem vernünftigen Parkplatz suchen. Manche Lektionen müssen wirklich nicht wiederholt werden.

Expeditionsmobil an der Küste der Insel Krk
Krk hatten wir deutlich touristischer erwartet. Abseits der Orte fanden wir aber auch solche ruhigen Ecken am Meer. (Bild: Isabel Wotruba)

Diese Artikel könnten dich auch interessieren

Werbung
Cookie Consent mit Real Cookie Banner