Reisen mit Hund im Wohnmobil – Was wir nach über 65.000 Kilometern gelernt haben

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Wer mit Hund verreisen möchte, stößt schon bei der Reiseplanung auf unzählige Fragen. Welche Impfungen braucht mein Hund? Was passiert an der Grenze? Finden wir im Notfall einen Tierarzt? Und wie entspannt ist eine Fährfahrt eigentlich wirklich?

Genau diese Fragen haben wir uns vor unserer ersten großen Reise ebenfalls gestellt. Heute liegen knapp 3 Jahre Dauerreise und mehr als 30 bereiste Länder hinter uns. Viele unserer damaligen Sorgen haben sich als unbegründet erwiesen. Andere Themen waren tatsächlich wichtig – allerdings oft aus ganz anderen Gründen, als wir zunächst vermutet hatten. Deshalb soll dieser Artikel keine trockene Checkliste sein. Stattdessen möchten wir zeigen, worauf es aus unserer Sicht wirklich ankommt und welche Fehler wir heute vermeiden würden.

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Gute Vorbereitung beginnt nicht an der Grenze

Für Reisen innerhalb der Europäischen Union benötigt euer Hund einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Das wissen die meisten Hundehalter. Was viele jedoch übersehen: Nicht nur die Einreise ins Urlaubsland ist wichtig – auch die spätere Rückreise. Sobald ihr ein Nicht-EU-Land besucht, gelten bei der Wiedereinreise in die Europäische Union möglicherweise andere Vorschriften. Genau deshalb informieren wir uns heute immer in beide Richtungen. Welche Unterlagen braucht unser Hund für die Einreise? Welche Voraussetzungen gelten später für die Rückkehr in die EU? Diese zweite Frage erspart im Zweifel deutlich mehr Ärger als die erste.

Heimtierausweis, gültige Impfungen und je nach Reiseziel weitere Nachweise gehören zur Vorbereitung. Auch ein Maulkorb sollte unterwegs nicht fehlen.

Türkei: Schon vor der Abreise an die Rückreise denken

Kaum ein Land hat uns bei der Reisevorbereitung so viele unterschiedliche Antworten beschert wie die Türkei. In Reisegruppen und unter anderen Vanlifern hörten wir immer wieder, dass bei der Einreise nicht nur der Heimtierausweis kontrolliert wurde. Einige berichteten sogar, sie seien bereits nach dem Tollwut-Titertest gefragt worden, damit es bei der späteren Ausreise beziehungsweise der Wiedereinreise in die EU keine Probleme gibt. Unsere Erfahrung war völlig anders. Weder bei der Einreise noch bei der Ausreise wollte jemand Orlys Heimtierausweis sehen oder fragte nach weiteren Unterlagen. Wir würden uns darauf allerdings niemals verlassen. Nur weil bei uns niemand kontrolliert hat, kann das an der nächsten Grenze schon ganz anders aussehen. Grenzkontrollen sind keine Garantie – weder in die eine noch in die andere Richtung. Deshalb reisen wir grundsätzlich immer mit allen erforderlichen Dokumenten. Den Tollwut-Titertest würden wir heute trotzdem deutlich früher erledigen. Die Blutentnahme beim Tierarzt war schnell gemacht. Was wir unterschätzt hatten, war die Zeit danach. Die Probe musste zunächst im Labor ausgewertet werden, anschließend wurde das offizielle Zertifikat erstellt und per Post verschickt. Bis wir das Dokument tatsächlich in den Händen hielten, vergingen mehrere Wochen. Wer den Test erst kurz vor der Abreise machen lässt, setzt sich unnötig unter Zeitdruck.

Großbritannien: Hier wird genau hingeschaut

Während in der Türkei niemand nach Orlys Unterlagen fragte, erlebten wir bei der Einreise nach Großbritannien das genaue Gegenteil. Dort wurde ihr Heimtierausweis sorgfältig kontrolliert. Die Mitarbeiter prüften ausdrücklich die vorgeschriebene Bandwurmbehandlung, scannten anschließend ihren Mikrochip und glichen die Chipnummer direkt mit den Einträgen im Pass ab. Zum Glück waren unsere Unterlagen vollständig. Die Kontrolle verlief völlig problemlos, zeigte uns aber deutlich, dass man sich auf eine gründliche Prüfung einstellen sollte. Gerade deshalb lohnt es sich, den Heimtierausweis nach jedem Tierarztbesuch noch einmal selbst durchzusehen. Ein fehlender Stempel oder eine falsch eingetragene Chipnummer fallen an der Grenze oft erst dann auf, wenn sich der Fehler nicht mehr schnell beheben lässt. Tipp: Während ihr wegen der vorgeschriebenen Bandwurmbehandlung ohnehin beim Tierarzt seid, lasst euch am besten gleich zeigen, wo genau der Mikrochip eures Hundes sitzt. Je nach Hund liegt er etwas weiter rechts oder links am Hals oder zwischen den Schulterblättern. Das erspart an der Grenze unnötiges Suchen mit dem Scanner und schont die Nerven aller Beteiligten. Sowohl eures Hundes als auch die der britischen Beamten.

Auch innerhalb der EU gibt es Unterschiede

Ein EU-Heimtierausweis bedeutet nicht automatisch, dass überall dieselben Regeln gelten. Dänemark beispielsweise hat strenge Vorschriften für bestimmte Hunderassen und deren Mischlinge. Wer einen Hund besitzt, der einer dieser Rassen ähnelt, sollte sich deshalb rechtzeitig informieren. Erfahrungen anderer Reisender lesen wir trotzdem gern, verlassen würden wir uns darauf allein aber nicht. Gerade bei Einreisebestimmungen schauen wir immer noch einmal in die offiziellen Vorgaben. Gesetze können sich ändern – ein Reisebericht aus dem letzten Jahr muss deshalb nicht mehr aktuell sein.

Sicher unterwegs

Leine und Napf gehören selbstverständlich in jedes Wohnmobil. Ein Maulkorb dagegen wird häufig vergessen. Wir mussten ihn nur selten benutzen, waren aber mehr als einmal froh, ihn dabeizuhaben. Auf einigen internationalen Fähren wird er vorgeschrieben, auch wenn diese Regel in der Praxis nicht immer kontrolliert wird. Für die Fahrt im Camper haben wir uns bewusst für eine Transportbox entschieden. Sie schützt Orly bei einer Vollbremsung und ist gleichzeitig ihr persönlicher Rückzugsort. Sobald wir losfahren, verschwindet sie meist freiwillig darin und verschläft einen Großteil der Strecke. Wichtig ist lediglich, dass die Box groß genug ist. Der Hund sollte bequem stehen, sich drehen und ausgestreckt liegen können. Ein frei im Wohnmobil laufender Hund kann bei einer Vollbremsung schwer verletzt werden und gefährdet zusätzlich alle anderen Insassen. Welche Sicherung am besten geeignet ist, hängt vom Fahrzeug, von der Größe des Hundes und vom verfügbaren Platz ab. Neben einer stabilen Box kommen je nach Fahrzeug auch Gurtsysteme infrage.

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Lange Fahrtage: Lieber eine Pause mehr

Wir gehören nicht zu den Menschen, die jeden Tag möglichst viele Kilometer abspulen. Oft bleiben wir mehrere Tage stehen und machen zwischen unseren Stellplätzen nur verhältnismäßig kurze Etappen. Lange Fahrtage lassen sich trotzdem nicht immer vermeiden. Dann planen wir bewusst mehr Pausen ein und damit meinen wir nicht den schnellen Stopp auf dem Rastplatz. Mindestens einmal am Tag suchen wir einen Ort, an dem Orly richtig laufen, schnüffeln und einfach Hund sein kann. Das kann ein Waldweg sein, eine Wiese oder ein kleiner Fluss. Danach fährt sie deutlich entspannter weiter und ehrlich gesagt ist für uns Menschen eine Bewegungspause in der Natur auch sehr angenehm.

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Fähren: Nicht jede gute Idee überzeugt den Hund

Kurze Fährfahrten, zum Beispiel in Norwegen, waren für Orly nie ein Problem. Meist konnten wir im Wohnmobil bleiben und die Überfahrt war schnell vorbei. Bei längeren Strecken sieht das anders aus.Wenn das Wetter mitspielte, verbrachten wir möglichst viel Zeit auf dem Außendeck. Die frische Luft tat nicht nur Orly gut, sondern half auch uns gegen aufkommende Seekrankheit. Fast jede größere Fähre besitzt einen ausgewiesenen Hundebereich. Auf dem Papier klingt das praktisch. In Wirklichkeit handelte es sich meist um einen kleinen eingezäunten Bereich mit Kunstrasen und erstaunlich oft mit einem Plastikbaum. Orle hatte dazu eine sehr klare Meinung: Sie weigerte sich konsequent, diesen Bereich auch nur zu betreten.Wir konnten sie ein Stück weit verstehen. Trotz regelmäßiger Reinigung roch es dort oft entsprechend intensiv, und draußen warteten bereits die nächsten Hunde. Unsere längste Überfahrt dauerte fast 24 Stunden und führte von Italien nach Spanien. Dafür hatten wir bewusst eine haustierfreundliche Kabine gebucht. Diese Entscheidung würden wir jederzeit wieder treffen. Orly konnte sich zurückziehen, schlafen und musste die gesamte Überfahrt nicht in einer fremden Umgebung verbringen. Irgendwann musste sie natürlich trotzdem nach draußen. Der offizielle Hundebereich blieb weiterhin keine Option. Also erledigte sie ihr Geschäft an einer anderen Stelle auf dem Außendeck. Wir entfernten selbstverständlich alles sofort und offensichtlich waren wir nicht die Einzigen. Auch andere Hundebesitzer standen vor genau demselben Problem. Vor längeren Überfahrten informieren wir uns heute immer vorab, ob Haustierkabinen angeboten werden oder ob Hunde während der Fahrt Zugang zum Fahrzeugdeck haben. Das unterscheidet sich je nach Reederei erheblich.

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Fährfahrten gehörten für Orle irgendwann ganz selbstverständlich zum Reisen dazu

Hitze ist unser größter Gegner

Regen stört uns kaum. Hitze dagegen nehmen wir sehr ernst. An besonders warmen Tagen richten wir unseren Tagesablauf nach Orly aus. Längere Spaziergänge finden möglichst früh morgens oder erst am Abend statt. Mittags suchen wir Schatten und verschieben Besichtigungen lieber auf einen anderen Zeitpunkt. Vor jedem Spaziergang prüfen wir außerdem den Boden. Asphalt kann sich im Sommer so stark aufheizen, dass Hundepfoten innerhalb weniger Sekunden Schaden nehmen können. Unsere Hündin liebt es außerdem, wenn wir ihr bei großer Hitze ein kühles, feuchtes Handtuch über den Rücken legen. Natürlich achten wir darauf, dass sie dann nicht im Durchzug liegt. Eine größere Herausforderung ist allerdings das Trinken. Orle gehört leider zu den Hunden, die gerade an heißen Tagen meist zu wenig Wasser aufnehmen. Deshalb greifen wir manchmal zu kleinen Tricks. Ein paar Leckerlis im Wassernapf oder etwas vollständig abgekühltes Kochwasser von Eiern oder ungewürzten Fleisch machen das Wasser für sie deutlich interessanter.

An heißen Tagen richten wir unseren Tagesablauf nach Orle aus. Ein kühles, feuchtes Handtuch verschafft ihr zusätzlich etwas Abkühlung.

Straßenhunde: Meist harmloser als ihr Ruf

Vor unserer ersten Reise hatte ich großen Respekt vor den Straßenhunden in Süd- und Osteuropa. Heute würde ich sagen: völlig zu Unrecht. Die meisten Straßenhunde begegneten uns eher vorsichtig oder hielten von sich aus Abstand. Wirklich unangenehme Situationen hatten wir erstaunlich selten. Wir haben unterwegs immer wieder Straßenhunde gefüttert. Das bedeutete allerdings auch, dass Orle ihr Futter gelegentlich teilen musste. Begeistert war sie darüber vermutlich nicht immer. Beschwert hat sie sich trotzdem nie. Beim Füttern sollte man allerdings darauf achten, keine Konkurrenzsituationen entstehen zu lassen. Hungrige Hunde können untereinander schnell in Streit geraten. Deshalb verteilten wir das Futter immer mit etwas Abstand und hielten Orly im Wohnmobil.

Straßenhunde gehörten vor allem in Süd- und Osteuropa immer wieder zu unseren Stellplatznachbarn – meist deutlich friedlicher, als wir vor der Reise erwartet hatten.

Herdenschutzhunde sollte man nicht unterschätzen

Ganz anders als Straßenhunde sind Herdenschutzhunde. Sie verteidigen ihre Herde und nehmen diese Aufgabe sehr ernst. Insbesondere in Rumänien und in den Balkanländern begegneten wir ihnen regelmäßig. Eine Gewohnheit haben wir uns bei den Einheimischen abgeschaut: wir tragen immer einen langen Stock mit uns, den wir perfekt als Wanderstock nutzen können. Nicht, um einen Hund zu schlagen, sondern um selbstbewusst aufzutreten und Abstand zu schaffen. Kommt ein Herdenschutzhund auf uns zu, bleiben wir ruhig, halten Orly dicht bei uns und machen uns groß. Oft genügt schon eine deutliche, laute Stimme und die sichtbare Präsenz des Stocks, damit der Hund auf Abstand bleibt. Wichtig ist vor allem, nicht panisch davonzulaufen. Genau das würde viele Hunde erst recht zum Hinterherlaufen animieren.

Hunde werden nicht überall gleich wahrgenommen

Etwas, womit wir überhaupt nicht gerechnet hatten, war der unterschiedliche Umgang mit Hunden. In vielen Balkanländern und auch in der Türkei begegneten uns immer wieder Menschen, die deutlich mehr Angst vor Hunden hatten, als wir es aus Deutschland kennen. Auch in Restaurants war es dort häufig schwierig, Orle mitzunehmen – selbst dann, wenn wir draußen sitzen wollten.

Das führte unterwegs manchmal zu ziemlich kuriosen Situationen. Bei einer Stadtbesichtigung in der Türkei mussten wir uns zum Beispiel nicht durch die Menschenmenge kämpfen. Sobald Orle auftauchte, gingen die Leute einfach zur Seite. Unsere Hündin zog uns gewissermaßen eine Schneise durch die Straßen. Praktisch? Ja. Ein bisschen unangenehm? Auch das. Das komplette Gegenteil erlebten wir in Großbritannien. Für uns war es das hundefreundlichste Land unserer gesamten Europareise. In Pubs wurde Orle ausnahmslos mit geradezu überschwänglicher Freude begrüßt, und auch in vielen Geschäften waren Hunde ganz selbstverständlich erlaubt. Dabei hatten wir selten das Gefühl, dass sie lediglich toleriert wurde. Oft bekam sie zuerst ein Leckerli, bevor wir überhaupt bestellt hatten, irgendwo stand fast immer ein Wassernapf bereit und nicht selten galt der erste begeisterte Gruß beim Reinkommen eindeutig ihr – und erst danach uns.

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Schild in einem britschen Pub: Zu Orles großer Freude waren Hunde hier ausdrücklich willkommen. Unsere Tochter fand den zweiten Teil des Schildes allerdings deutlich weniger lustig.

Gerade diese Unterschiede haben uns gezeigt, wie verschieden Hunde von Land zu Land wahrgenommen werden. Seitdem schauen wir nicht nur auf Einreisebestimmungen und Leinenpflichten, sondern auch ein bisschen darauf, wie selbstverständlich Hunde im Alltag dazugehören. Und in belebten Innenstädten achten wir grundsätzlich darauf, Orle eng bei uns zu führen und anderen Menschen genügend Abstand zu lassen.

Tierarzt im Ausland: Unsere größte Sorge löste sich an einem Sonntag auf

Vor unserer ersten Langzeitreise gab es eine Frage, die mir immer wieder durch den Kopf ging: Was passiert, wenn unser Hund unterwegs ernsthaft krank wird? Die Antwort bekamen wir ausgerechnet an einem Sonntag. Genauer gesagt: am dritten Advent in Rumänien. Orly hatte seit einigen Tagen Husten. Anfangs klang er harmlos, doch in der dritten Nacht wurde er so schlimm, dass ich irgendwann neben ihr saß und ernsthaft Angst bekam. Es hörte sich an, als würde sie kaum noch Luft bekommen. Am nächsten Morgen suchten wir nach einen Tierarzt in der Umgebung. Ehrlich gesagt hofften wir einfach, überhaupt jemanden zu finden, der an einem Sonntag geöffnet hatte. Wir fanden tatsächlich eine Klinik und riefen an. Die freundliche Antwort lautete: „Klar, können Sie vorbeikommen. Wir haben rund um die Uhr geöffnet.“ Als wir ankamen, war das Wartezimmer fast leer. Wir wurden sofort in ein Behandlungszimmer gebeten. Der Tierarzt untersuchte unsere Hündin gründlich, stellte viele Fragen und nahm sich erstaunlich viel Zeit. Die Diagnose lautete Zwingerhusten. Vermutlich hatte sie sich bei einem der Straßenhunde angesteckt, denen wir unterwegs begegnet waren. Zum Glück war es deutlich harmloser, als wir in der Nacht befürchtet hatten. Orly bekam eine Spritze, dazu Tabletten und Hustensaft für die nächsten Tage. Umgerechnet zahlten wir rund 60 Euro. Nach wenigen Tagen war der Husten verschwunden. Eine rumänische Tierklinik an einem Sonntag sagt natürlich nichts über die tierärztliche Versorgung in ganz Europa aus. Uns hat dieses Erlebnis aber eine Menge Sorgen genommen. Trotzdem führen wir immer eine kleine Reiseapotheke mit. Neben Orles regelmäßig benötigten Medikamenten gehören für uns Verbandsmaterial, Wunddesinfektion und eine Zeckenkarte bzw eine Zeckenschlinge dazu. Außerdem haben wir ihren Heimtierausweis zusätzlich digital auf dem Handy gespeichert.

Unser Fazit

Mit Hund im Wohnmobil zu reisen ist deutlich unkomplizierter, als wir vor unserer großen Reise gedacht hatten. Natürlich braucht es etwas Vorbereitung. Dokumente müssen stimmen, Einreisebestimmungen sollten rechtzeitig geprüft werden und an heißen Tagen richtet sich der Tagesablauf eben nach dem Hund. Doch keine unserer ursprünglichen Sorgen war am Ende der Grund, warum das Reisen manchmal herausfordernd wurde. Nach über 65.000 gemeinsamen Kilometern würden wir deshalb fast nichts anders machen. Außer vielleicht eines: Wir würden uns vor der ersten Reise deutlich weniger Sorgen machen. Orle hat unsere Reise nie komplizierter gemacht, nur manchmal langsamer. Wir haben wegen ihr mehr Pausen gemacht, öfter einen Waldweg statt den nächsten Parkplatz gesucht und manche Besichtigung auf den Abend verschoben. Rückblickend war davon ziemlich wenig ein Nachteil.

Bilder: Isabel Wotruba

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