Der Name sagt schon, wohin es gehen soll: Mit dem Approach lite stellt Thule auf der SEMA Motorshow 2026 in Las Vegas ein neues Dachzelt vor, das leichter und günstiger sein soll als das, was man sonst von den Schweden kennt. Damit tritt Thule in einem Segment an, in dem viele Anbieter vor allem über den Preis um Kundschaft kämpfen.
Ein Premiumhersteller zielt auf den Wettbewerb

Thule ist vor allem für Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger bekannt und gehört in diesen Bereichen zu den teureren Marken. Mit Approach hat das schwedische Unternehmen eine eigene Dachzelt-Reihe aufgebaut. Das Approach lite ist nach unserem Eindruck als zugängliche Variante gedacht: Es wirkte auf uns sehr leicht, und Thule will damit erkennbar auch preislich mit der Konkurrenz mithalten. Für Vanlifer und Camper zählt das Gewicht doppelt, denn jedes Kilo auf dem Dach geht von der zulässigen Dachlast ab und verlagert den Schwerpunkt des Fahrzeugs nach oben. Ein leichtes Zelt passt deshalb eher auf kleinere Autos und lässt sich einfacher montieren. Thule selbst wirbt mit dem Versprechen von viel Platz und Komfort bei einfacher Handhabung.
Helle Außenhaut statt Tarnfarben

Ungewöhnlich ist die helle Außenfarbe. Die meisten Dachzelte sind in Grau, Oliv oder Schwarz gehalten. Eine helle Hülle hat einen praktischen Vorteil: Sie reflektiert mehr Sonnenlicht, sodass sich das Zelt tagsüber weniger stark aufheizen dürfte. Dazu passt, dass das Approach lite ein Fenster im Dach bzw. eine Belüftung oben hat. So kann warme Luft entweichen, und man kann auch in heißen Regionen ruhiger schlafen. Bei Touren in Südeuropa oder im Hochsommer ist das kein Detail, sondern entscheidet oft darüber, ob man nachts im Zelt schläft oder schwitzt.
Breite Stufen und schneller Aufbau

Uns haben die breiten Trittstufen der Leiter gefallen. Wer schon einmal barfuß oder in Badelatschen über schmale Alu-Sprossen ins Dachzelt geklettert ist, weiß, wie unangenehm das sein kann. Beim Approach lite tut das Hochsteigen nicht weh, weil sich das Gewicht auf eine größere Fläche verteilt. Das Öffnen und Schließen ging vor Ort schnell. Das ist gerade für Reisende wichtig, die oft nur eine Nacht an einem Ort bleiben und morgens nicht lange mit dem Zusammenpacken beschäftigt sein wollen. Die Stoffqualität machte auf uns einen guten Eindruck. Bei einem Modell, das auch über den Preis überzeugen soll, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Thule nach eigenen Angaben werden seine Dachzelte im Thule Test Center im schwedischen Hillerstorp geprüft, unter anderem in Regen- und Windtests sowie auf einem Rütteltisch, der lange Fahrten mit montiertem Zelt simuliert. Ob das leichtere Approach lite dort genauso robust abschneidet wie schwerere Modelle, müsste ein Langzeittest zeigen.
Unser Urteil

Das Thule Approach lite richtet sich an Camper, die ein leichtes, schnell aufgebautes Dachzelt von einem etablierten Hersteller suchen und auch in warmen Regionen unterwegs sind. Überzeugt haben uns die helle, hitzefreundliche Außenhaut, das Dachfenster, die bequeme Leiter und die gute Stoffqualität. Ob das Zelt preislich wirklich mit den günstigen Wettbewerbern mithalten kann, wird sich erst zeigen, wenn es im Handel steht.
Quelle: eigene Recherche vor Ort, SEMA Motorshow 2026 Las Vegas, Thule
















