40 Jahre Mercedes-Benz-Camper Marco Polo

40 Jahre Mercedes-Benz-Camper Marco Polo
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Die Mercedes-Benz-Camper mit der Bezeichnung Marco Polo sind dieses Jahr bereits seit 40 Jahren auf dem Markt. Ein gute Gelegenheit zurückzublicken auf die Anfänge und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

1984 stellte Mercedes-Benz den ersten Marco Polo vor. Der Camper basierte auf dem „Bremer“ genannten Transporter.

Marco Polo, venezianischer Entdecker

Der Venezianer Marco Polo wurde vor allem durch seine Reisberichte nach China bekannt. Das Reisen war ihm in die Wiege gelegt, denn schon sein Vater und sein Onkel bereisten das große chinesische Reich. Kein ganz einfaches Unterfangen, denn wir reden grob von der Zeitspanne zwischen 1260 und 1300. In den Flieger steigen und nach Peking jetten, war damals nicht. Abgesehen davon hieß Peking zu dieser Zeit gar nicht Peking, sondern Dadu (die große Hauptstadt) oder auch Khanbaliq (Stadt des Khan). In den Schriften des Marco Polo ist die von Kublai Khan auf den Trümmern von Zhongdu ((Mittlere Hauptstadt) Dschingis Khan hatte sie 1215 zuerstört) wieder aufgebaute Stadt unter dem Namen Cambaluc zu finden.

Ein großer Name für einen Bremer

Vor 40 Jahren wurde Marco Polo dann zum Namensgeber für einen Camper mit Stern auf der Haube. 1984 wurde der erste Mercedes-Benz Marco Polo vorgestellt, damals auf Basis des „Bremer Transporters“. Da das T1-Basisfahrzeug anfangs in Bremen produziert wurde, erhielt er den Spitznamen „Bremer Transporter“.

Der erste Marco Polo auf Basis des Mercedes-Benz 209 D wurde von Westfalia gebaut.

Charakteristischee Merkmale dieses ersten Mercedes-Benz-Campers waren die kurze Motorhaube, der bahama-beige Lack und das beige-braune Interieur. Grade die Farben für die Inneneinrichtung waren Mitte der 1980er total angesagt. Mit einer Höhe von 2,97 Metern war der erste Marco Polo kein kleiner Camper sondern durchaus imposant. 1988 folgte eine Modellpflege.

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Charakteristisch war die kurze Haube des Mercedes-Transporters.

Der Mercedes Vito als Camper Marco Polo

Nachdem 1989 VW den ersten California (ebenfalls zunächst von Westfalia gebaut) auf den Markt brachte, zob man 1996 bei Mercedes-Benz mit einem ebenfalls garagentauglicherem Fahrzeug nach. Der Vito wurde zum Marco Polo. Das grundlegende Wohnkonzept – Dachbett, kombinierte Sitz- und Liegebank im Fond, drehbare Fahrer- und Beifahrersitze, Küchenzeile mit Spüle, Kocher und Kühlbox sowie Schrank- und Schubladenmodule – blieb unverändert.

Die Sitz- und Liegebank im Fond wurde jedoch fortan auf ein Schienensystem montiert und konnte verschoben werden. Die Schränke erhielten praktische Rollläden. Der Tisch ließ sich in der Verkleidung der Schiebetür verstauen und dank einer Fußfeststellbremse wurde der Durchgang zum Fond frei zugänglich.

Viano und V-Klasse als Mercedes-Benz Marco Polo

Es folgten 2003 der kleine Viano als Marco Polo-Camper. Auch er mit Aufstelldach und Dachbett, jedoch kleiner und viele Campingelemente in Schubladenauszügen im Heck.

2015 wurde dann die V-Klasse als Marco Polo vorgestellt, die 2023 überarbeitet wurde und in diesem Jahr auf den Markt kommt. Beige findet man auch heute noch im Innenraum, das Braun ist jedoch einem Schwarz gewichen. Insgesamt ist die Optik luxuriöser als vor 40 Jahren und natürlich hat auch jede Menge moderne Technik Einzug gehalten. Was jedoch nach wie vor bleibt, ist nicht nur den Name, sondern ein Reisefahrzeug, dass zum Entdecken der Welt einlädt.

Die Zukunft des Mercedes-Benz-Campers Marco Polo

Die elektromobile Zukunft bei Mercedes-Benz soll die neue, modulare und skalierbare „electric-only“ Architektur VAN.EA, die ab 2026 eingeführt wird, bilden. Basierend auf VAN.EA soll dann auch das Camper-Portfolio elektrifiziert und erweitert werden. Auf Basis von VAN.EA will Mercedes-Benz zukünftig sowohl mittelgroße als auch große vollelektrische Reisemobile ab Werk anbieten. Zusammen mit internationalen Reisemobil-Partnern plant die Marke mit Stern außerdem, den neuen Industriestandard für Elektro-Reisemobile zu entwickeln. Wir sind gespannt.

Bilder: Mercedes-Benz Text: Michael Scheler, Mercedes-Benz

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