5 Gründe warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen

5 Gründe warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen
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Für die einen ist es die einzig wahre Form des Reisens, für die anderen völlig unverständlich. Wir haben 5 Gründe aufgelistet, warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen.

Der Wohnmobil-Boom

Während der Corona-Lockdowns waren due Zulassungszahlen aller Fahrzeuggattungen rückläufig. Mit einer Ausnahme: Fahrzeuge, die als Wohnmobil klassifiziert sind. In einigen Monaten lagen sie sogar um rund 60 Prozent über den üblichen Werten. Aber auch auf den Stellplätzen war es zu merken. Viele waren überfüllt und wenn man noch eine freie Steckdose für den Landstrom erwischen konnte, hatte man Glück.

Viele der Neucamper hatten jedoch wenig bis gar keine Erfahrung. So wurden wir zum Beispiel einmal verzweifelt um Rat gebeten, weil das eingefüllte Frischwasser ungehindert aus dem Tank wieder herauslief. Der Fehler war schnell gefunden, der Ablasshahn war zwar geschlossen aber der Knopf für die Frostsicherung nicht wieder gedrückt. Das Fahrzeug hatte der Händler ohne Einweisung übergeben. So oder so ähnlich dürfte es vielen gegangen sein, die sich dafür entschieden hatten ein Wohnmobil zu kaufen, weil sie eben nicht nach Malle oder Antalya fliegen konnten (Achtung Klischee!).

Manche dieser Neu-Wohnmobilisten haben Geschmack am Camperleben gefunden, andere nicht. Und die fragen wohl immer noch nach den Gründen, warum Menschen mit dem Wohnmobil auf Reisen gehen.

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5 Gründe, warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen

Stellen wir also ein paar Überlegungen an, warum Menschen campen, im Wohnmobil in den Urlaub fahren oder gar ganz in den Campervan ziehen und Vanlifer werden.

1. Die Ungebundenheit

Im Wohnmobil oder im Campervan kann man im Prinzip jederzeit einfach losfahren, irgendwo übernachten und am nächsten Tag weiterfahren. Klar, manche müssen den Urlaub planen und beim Arbeitgeber einreichen, aber über das Wochenende sind auch Kurztrips möglich. Dadurch ist man ziemlich ungebunden. Keine Hotelbuchungen, keine Abflugzeiten, auf die man achten muss, und keine Züge, die unpünktlich sind. Natürlich sind weit entfernte Destinationen mit dem Wohnmobil oder Campervan nicht oder nur schwer und mit viel Zeit zu erreichen, aber man ist dafür ziemlich unabhängig. Und wenn es einem irgendwo nicht gefällt oder es permanent regnet, zieht man eben weiter.

5 Gründe warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen
Mit dem Wohnmobil kann man jederzeit losziehen, irgendwo übernachten und am nächsten Tag weiterfahren.

2. Die Kosten

Lassen wir die Kosten für das Wohnmobil einmal außen vor. Denn man kann natürlich für einen sechs- oder gar siebenstellige Betrag ein neues Wohnmobil kaufen, man kann aber auch für wenig Geld nach einem passenden Gebrauchtfahrzeug suchen oder einen Transporter mit wenig Geld zum Campervan umbauen. Nehmen wir also die Kosten für die Reise an sich. Das sind im Wesentlichen der Kraftstoff, eventuell Mautgebühren sowie eventuell Stell- oder Campingplatzgebühren und die Kosten für den Landstrom. Das Geld für Lebensmittel und Getränke müsste auch zu Hause ausgegeben werden. Eintrittspreise für Museen, Vergnügungsparks oder Schwimmbäder sowie die Kosten für Extraausgaben wie ein Strandkleid, das Eis für die Kids oder den Hot Dog auf die Hand würde eventuell ebenfalls im Urlaub zu Hause oder im Hotel fällig. Dafür fallen die Kosten für Flug, Hotel und eventuell Mietwagen weg, die in der Regel sehr viel höher ausfallen. Klar, es gibt Last-Minute-Angebote, die nahezu unschlagbar sind, aber die muss man auch erst einmal wahrnehmen und ergattern können.

3. Das Eigentum

Warum reist man mit dem Wohnmobil?
Mit dem eigenen Wohnmobil ist immer ein Stück zu Hause dabei.

My home is my castle. Und das trifft so durchaus auch für das eigene Wohnmobil zu. Im eigenen Wohnmobil oder Campervan ist man immer irgendwie auch zu Hause – egal wo man grade steht. Ob an der Nordsee, in den Alpen, am Mittelmeer, in den Pyrenäen oder am Atlantik, das eigene, rollende Heim ist dabei. Und das gibt einem etwas Vertrautes, ein Gefühl von zu-Hause-sein. Das eigene Bett, die eigene Küche, die eigens Sitzecke und die Dinge dabei, die man braucht. Und trotzdem ist man in der Welt utnerwegs, entdeckt neue Dinge oder steht, wie jedes Jahr, auf dem vertrauten Platz. Das alles können ein Hotel oder eine Ferienanlage nicht bieten.

4. Der Urinstinkt

Der frühe Mensch war Jäger und Sammler. Und Nomade. In Gruppen zog man umher, dahin wo es Nahrung gab. „Was hat das jetzt mit Reisen im Wohnmobil zu tun?“, wird mancher jetzt fragen. Dass uns dieser Urinstinkt – nach Jahrtausenden der menschlichen Entwicklung – immer noch innewohne, wird oft kolportiert. Ob es stimmt? Eine Frage, die wohl kaum einer beantworten kann. Was man jedoch beantworten kann, ist, dass viele von uns das Umherziehen, das Sitzen am Lagerfeuer, das (im Supermarkt) erjagte Stück Fleisch auf dem Grill zu rösten, lieben. Und dann gibt es ja noch folgende beliebte Camperweisheit: Camping ist der Zustand, in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung empfindet. Ja, da mag was dran sein. Keine Termine, kein Stress, keine Kleidervorschriften, keine fest Uhrzeit, zu der der Wecker klingelt. Ist einer der Gründe warum Menschen mit dem Wohnmobil reisen also doch ein wenig der Urinstinkt ins uns? Wer weiß?

5. Das Reisen

Warum reisen Menschen mit dem Wohnmobil
Mit dem Wohnmobil oder Campervan kann man stressfrei und langsam reisen. An schönen Stellen anhalten geht jederzeit.

Und dann ist da natürlich noch das Reisen selbst. Und das scheint uns Deutschen zu liegen. Schon Goethe schrieb: „Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen“. Wie recht er damit doch hatte, der wohl größte der deutschen Dichter. Denn das Reisen scheint uns zu Deutschen zu liegen. Wie man reist, darüber gibt es jedoch verschiedene Ansichten. Fakt ist, ist man mit dem Wohnmobil oder dem Campervan unterwegs, bekommt man etwas mit von der Welt, die man bereist. Denn man ist langsam unterwegs, selbst wenn man mitunter längere Autobahnetappen runterreißt, um schnell am Ziel anzukommen. In der Regel ist das Reisen mit einem Wohnmobil oder Campervan jedoch entspannt. Nutzt man dann noch eher die Landstraßen und nicht die Autobahnen und hat sich keine Zeit gesetzt, an der man irgenwo sein muss, gibt es viel Neues zu entdecken. Anhalten, aussteigen, ansehen, einen Kaffee trinken, umherschlendern, was kann es Erholsameres, Spannenderes und den Horizont Erweiterndes geben?

Den Reisebericht …

… zu einer ganz entspannten Campervan-Tour nach Schweden findet ihr hier.

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