Ein Land Rover Defender 110 SW TD4 2.2 als kompakter Reisepartner mit Hubdach – dieser Ausbau zeigt, wie viel Funktion und Komfort in ein klassisches 4×4-Layout passen. Der von Endlos-Freisein ausgebaute Defender, liebevoll „Baki“ getauft, verbindet robuste Geländetauglichkeit mit einem durchdachten Innenraumkonzept, das sich konsequent am Einsatz im Vanlife orientiert. Statt maximaler Möbelmasse steht klare Priorität auf Stauraum, Alltagstauglichkeit und Praxistauglichkeit.
Defender 110 mit Hubdach als Basis fürs Vanlife

Der Ausbau basiert auf einem Defender 110 Station Wagon mit Hubdach. Damit entsteht im Alltag ein vergleichsweise kompakter Offroader, der unterwegs zum vollwertigen Mini-Wohnmobil wird. Geschlafen wird im aufgestellten Dachbett, ein zusätzlicher Notschlafplatz im Innenraum dient als Backup, wenn das Dach bei Sturm, Kälte oder unauffälligen Übernachtungen geschlossen bleiben muss. Diese Kombination passt hervorragend zu längeren Touren abseits klassischer Campingplätze.
Die Innenaufteilung folgt einem L-förmigen Grundriss, der die drei hinteren Türen – zwei seitliche Fondtüren und die Hecktür – konsequent nutzt. Auf der rechten Seite zieht sich eine lange Sitzbank mit Schubladen nach hinten, quer dahinter sitzt eine zweite Bank hinter den Vordersitzen. Die Stauräume sind so geplant, dass sie gut zugänglich sind – teils von oben über Klappen, teils über die Türen. Wer bei Regen kurz an die Klamotten will oder beim Zwischenstopp nur eine Jacke braucht, muss nicht erst umständlich umräumen.
Cleverer Stauraum und Sitzbankfunktionen

Die Sitzbänke übernehmen eine Doppelfunktion: Sie dienen als Sitzgelegenheit und als großer Stauraum. Unter den Klappen verschwinden voluminöse Gepäckstücke, darunter liegen Schubladen für Kleidung und Alltagsgegenstände. Für Touren mit mehr Gepäck lässt sich der Raum flexibel nutzen – der Notschlafplatz entsteht bei Bedarf ohne dauerhafte Verbauung, sodass der Innenraum tagsüber offen bleibt.
Auf der Fahrerseite befinden sich robuste Schrankmodule; darüber ergänzt der Ausbau einen Oberschrank über der Küchenzeile. Offene Fächer werden mit Expanderseilen gesichert, damit unterwegs nichts herausfällt. Das sorgt für schnellen Zugriff auf häufig benötigte Kleinteile und hält den Wohnbereich aufgeräumt.
Küche mit integrierter Kühlbox und Außenzugang

Entlang der linken Seite zieht sich eine lange Küchenzeile mit reichlich Stauraum. Ein klappbarer Gaskocher sitzt hinter einer hochklappbaren Arbeitsfläche; die Scharniere sind flächenbündig eingelassen, sodass die Arbeitsfläche geschlossen komplett eben bleibt. Am Heckende der Küchenzeile befindet sich ein Spülbecken – kompakt integriert für den Einsatz unterwegs.
Die Kühlbox ist im Ausbau fest integriert und hinter dem Beifahrersitz platziert. Sie ist sowohl vom Innenraum als auch über die Beifahrerseite erreichbar. Damit lassen sich Einkäufe schnell verstauen, ohne den Wohnbereich zu blockieren – praktisch im Alltag und auf Reisen.
Die Kühlbox mit Außenzugang – ein Highlight für Reisende

Die integrierte, kompakte Kühlbox (31 Liter) ist so positioniert, dass sie im Alltag bequem erreichbar bleibt – innen wie über die seitliche Beifahrertür. Das spart Wege, hält den Innenraum sauber und beschleunigt das Verstauen gekühlter Lebensmittel, selbst bei schlechtem Wetter.
Über der Küchenzeile bietet ein Oberschrank zusätzlichen Stauraum. Unterhalb ist eine Aufnahme für einen schwenkbaren Campingtisch montiert. Der Tisch ist höhenverstellbar und 360 Grad drehbar; er wird bei Nichtgebrauch hinter dem Beifahrersitz verstaut und dort gegen die Sitzrückwand gesichert. So entsteht im Handumdrehen eine Ess- oder Arbeitsfläche – ein wichtiger Punkt für Schlechtwettertage im Fahrzeug.
Beleuchtung, Details und Außenaufbau

Im Innenraum sorgt warmweiße, indirekte LED-Beleuchtung über der Küchenzeile für angenehmes Licht; zusätzliche Leuchtpunkte befinden sich im Hubdach. Ein seitlich platziertes Gewürzregal ergänzt die Küchenzeile, während der Oberschrank mit offenen Fächern schnellen Zugriff ermöglicht.
Außen zeigt sich der Defender mit klarer Offroad-Ausrichtung: Die Front trägt eine kräftige Seilwinde sowie vier Zusatzscheinwerfer; auf der Beifahrerseite sorgt ein Schnorchel für erhöhte Luftansaugung. Zusammen mit dem Hubdach entsteht so ein alltagstauglicher, zugleich reisetauglicher Klassiker mit Charakter.
Notbett und Polsterqualität

Der Notschlafplatz im Innenraum benötigt keine dauerhafte Fläche. Die dafür vorgesehenen Platten sind in der Sitzbank verstaut; bei Bedarf werden sie zwischen Küchenzeile und Bank in vorbereitete Falze eingehängt und bilden eine stabile Liegefläche. Die kleinen Polster schließen tagsüber den Fußraum und dienen als Rückenlehne – abends werden sie Teil der Liegefläche. Optisch runden schlichte, dunkle Polster das hochwertige Gesamtbild ab.
Als 4×4-Camper im Defender-Format ist ein solches Fahrzeug in Deutschland grundsätzlich nur mit etwas Aufwand zu finden, insbesondere in dieser Individualität. Wer auf der Suche nach genau dieser Kombination aus klassischem Geländewagen und maßgeschneidertem Ausbau ist, muss mit einer sorgfältigen Suche und spezialisierten Ausbaubetrieben rechnen. Dafür erhält man einen Camper, der konsequent auf Abenteuer und Vanlife abseits ausgetretener Pfade zugeschnitten ist – mit einem durchdachten Grundriss, viel Stauraum und robusten Details im kompakten Offroad-Heim.
















