Neues Hobby Touchdisplay
Wir haben das neue Hobby Touchdisplay eingebaut und zeigen wie es geht.

Hobby 7-Zoll-Touchbedienpanel nachrüsten: Einbau, Funktionen und erster Eindruck

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Das alte Basisbedienpanel im Hobby-Wohnwagen war funktional, aber nie wirklich komfortabel. Gerade wenn Gäste mitfahren oder man das Fahrzeug nicht täglich nutzt, beginnt schnell das Rätselraten: Welche Taste schaltet welches Licht? Wo ist die Heizung? Wie steht es um Batterie oder Frischwasser? Das neue 7-Zoll-Touchbedienpanel macht damit Schluss. Wir haben das Display in unserem vanlifemag.de-Hobby-Wohnwagen nachgerüstet und uns angeschaut, wie aufwendig der Einbau ist, was das Panel kann und ob sich der Umstieg im Alltag lohnt.

Ein modernes Zentrum für die Bordtechnik

Das Touchbedienpanel ist die Weiterentwicklung des klassischen Hobby-Basisbedienpanels. Es sitzt wie gewohnt im Eingangsbereich und übernimmt dort die zentrale Steuerung der wichtigsten Bordfunktionen. Für Hobby-Fahrzeuge ab Modelljahr 2022 ist das Panel nachrüstbar. Genau das macht es interessant für alle, die ihren Wohnwagen oder ihr Reisemobil technisch aufwerten möchten, ohne gleich tief in die Bordelektrik eingreifen zu müssen.

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Der erste Eindruck

Schon beim Auspacken wird klar: Das ist kein kleines kosmetisches Update, sondern ein echter Schritt nach vorn. Das Display wirkt deutlich zeitgemäßer, die Bedienoberfläche ist klar strukturiert und die Funktionen werden nicht mehr über kryptische Tasten, sondern über verständliche Symbole und Menüs erreicht. Gerade im Campingalltag ist das ein großer Vorteil. Man sieht, was man tut – und nicht erst, nachdem irgendwo im Fahrzeug ein Licht angegangen ist.

Vor dem Einbau: Strom weg, Ruhe rein

Der eigentliche Einbau ist erfreulich unkompliziert. Trotzdem gilt: Wer an der Bordelektrik arbeitet, sollte sauber und konzentriert vorgehen. Vor dem Ausbau des alten Panels sollte der Wohnwagen stromlos gemacht werden. Also Landstrom trennen, 12-Volt-System (wenn vorhanden) deaktivieren und sicherstellen, dass keine Verbraucher versehentlich geschaltet werden. Wer sich unsicher fühlt, lässt den Einbau vom Händler erledigen.

Kein Hexenwerk, aber sorgfältig arbeiten

Hobby Touchdisplay einbauen
Die Schrauben des alten Bedienteils liegen hinter einem kleinen Plastikrahmen versteckt. Diesen entfernt man sehr einfach, in dem man ihn vorsichtig abhebelt.

Das alte Bedienfeld besteht im Kern aus einem aufgesteckten Rahmen, einer dünnen Platine und der darunterliegenden Verschraubung. Der Rahmen lässt sich vorsichtig lösen, zum Beispiel mit dem Fingernagel oder einem Kunststoffhebel. Metallwerkzeug ist hier nicht ideal, weil man damit schnell Spuren im Kunststoff hinterlässt. Unter dem Rahmen liegen die Schrauben, mit denen das alte Panel befestigt ist. Nach dem Lösen kann die alte Bedieneinheit vorsichtig herausgenommen werden. Ein kleiner Schraubendreher reicht hier aus.

Ausbau des alten Bedienpanels

Hinter dem alten Panel kommen zwei Steckverbindungen zum Vorschein. Diese sind entscheidend, denn sie werden später an das neue Touchbedienpanel angeschlossen. In unserem Fall waren die Anschlüsse entsprechend beschriftet, unter anderem mit „Main“ beziehungsweise einem weiteren Steckplatz für die zweite Verbindung. Die Stecker sitzen auf kleinen Kontaktleisten und lassen sich abziehen, ohne dass Kabel umgebaut oder neu verlegt werden müssen.

Schrauben heraus drehen
Man entfernt nun insgesamt sechs Schrauben und kann das Display ganz leicht nach vorn herausnehmen.

Zwei Stecker, klare Sache

Das neue Board ist auf der Rückseite passend vorbereitet. Die vorhandenen Stecker werden auf die entsprechenden Anschlüsse gesetzt. Hilfreich ist, dass die Stecker konstruktiv geführt sind. Kleine Ausfräsungen und Führungen sorgen dafür, dass sie nicht beliebig aufgesetzt werden können. Das reduziert die Gefahr, etwas falsch zu verbinden. Dennoch sollte man nicht mit Kraft arbeiten. Passt ein Stecker nicht sauber, sitzt er vermutlich nicht richtig herum oder nicht exakt auf der Führung.

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Neuen Rahmen einsetzen
Im Anschluss kann man den neuen Rahmen schon anbringen. Wir haben die alten Bohrungen wieder genutzt und achteten darauf, dass die Schrauben fest sitzen.

Neues Display einsetzen und verschrauben

Stecker entfernen.
Diese beiden Stecker werden abgezogen. Ganz wichtig: merken, welcher Stecker welcher ist. Sie sind nicht beschriftet und passen später am neuen Display jeweils auch auf dem falschen Steckplatz. Auf diesem Bild ist der rechte Stecker „Main“ und der linke, also untere „KIND“.
Neue Steckplätze.
Auf der Seite der Stützbatterie wird der Stecker befestigt, der zum Steckplatz „KIND“ gehört. Auf der anderen Seite des Platine, der Stecker der zu „Main“ gehört und auf der alten Platine ebenfalls dort eingesteckt war.

Sind die beiden Stecker angeschlossen, kann das neue Panel eingesetzt werden. Der vorhandene Ausschnitt passt grundsätzlich zur Nachrüstung. Anschließend wird die neue Einheit verschraubt. Je nach Fahrzeug und vorheriger Montage können neue Schraublöcher nötig sein. Wichtig ist, dass das Display plan sitzt, sauber eingerastet ist und sich später ohne Spannung bedienen lässt. Erst wenn mechanisch alles passt, sollte die Stromversorgung wieder aktiviert werden.

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relleumdesign

Der erste Start

Nach dem Einschalten erwacht das Panel aus dem Standby. Ein Fingertipp genügt. Die Oberfläche wirkt aufgeräumt, hell und gut ablesbar. Angezeigt werden nur die Funktionen, die im jeweiligen Fahrzeug tatsächlich verbaut beziehungsweise freigeschaltet sind. Das ist sinnvoll, weil die Bedienung dadurch nicht unnötig überladen wird. Gleichzeitig sollte man nach dem Einbau kontrollieren, ob alle vorhandenen Ausstattungen korrekt erscheinen – etwa Heizung, Kühlschrank, Wassertank, Fußbodenerwärmung oder Klimaanlage.

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Was das Hobby-Touchbedienpanel kann

Im oberen Bereich des Displays sitzt das Topmenü. Dort werden wichtige Statusinformationen angezeigt: Landstrom, Bluetooth, Innen- und Außentemperatur sowie Uhrzeit. Links befindet sich das Hauptmenü. Von dort aus gelangt man zu Licht, Fahrzeugfunktionen, Einstellungen und Hauptschalter. Diese klare Struktur ist einer der größten Fortschritte gegenüber dem alten Bedienfeld. Man muss nicht mehr wissen, was eine Taste bedeutet. Man liest und sieht es direkt.

Lichtsteuerung mit echtem Mehrwert

Besonders gelungen ist die Lichtsteuerung. Die einzelnen Leuchten sind über Symbole und Bezeichnungen erreichbar, etwa für Küche, Waschraum oder andere Bereiche. Ein kurzer Tipp schaltet die jeweilige Leuchte ein oder aus. Bei dimmbaren Leuchten zeigt eine Prozentanzeige, dass mehr möglich ist. Ein längerer Druck öffnet den Dimmer. Die eingestellten Dimmwerte bleiben gespeichert und stehen beim nächsten Einschalten wieder zur Verfügung. Das ist eine kleine Funktion, die im Alltag aber sofort angenehm auffällt.

Fahrzeugfunktionen auf einen Blick

Im Fahrzeugmenü zeigt das Panel die verbauten Systeme. Dazu gehören je nach Modell Frischwasser, Abwasser, Batterie, Heizung, Kühlschrank, Fußbodenerwärmung, Klimaanlage oder Nivellierungsanzeige. Man erkennt sofort, was läuft und was nicht.

Wasser, Batterie und Nivellierung

Nivellierungsfunktion
Die neue Nivellierungsfunktion ist super praktisch. Man sieht, ob das Fahrzeug gut ausgerichtet ist.

Der Frischwassertank wird in Stufen angezeigt. Beim Befüllen kann ein akustischer Alarm helfen, der mit steigendem Füllstand schneller wird. Bei Reisemobilen wird zusätzlich der Abwassertank angezeigt, sofern vorhanden. Auch der Batteriestatus ist deutlich informativer als beim alten Panel. Neben Symbolen werden relevante Werte angezeigt. Batterietyp und Kapazität lassen sich konfigurieren, was besonders interessant ist, wenn eine neue oder zusätzliche Batterie verbaut wurde. Die integrierte Nivellierungsanzeige hilft außerdem dabei, den Wohnwagen gerade auszurichten.

Einstellungen: Dunkelmodus, Helligkeit, Bluetooth

Im Einstellungsmenü zeigt sich, dass Hobby nicht nur ein größeres Display eingebaut hat, sondern die Bedienung insgesamt moderner denkt. Die Displayhelligkeit lässt sich anpassen, ebenso Lautstärke, Sprache, Datum und Uhrzeit. Auch Temperaturkalibrierungen sind möglich. Besonders angenehm ist der Dunkelmodus. Gerade abends wirkt das Panel damit deutlich wohnlicher und weniger grell. Die Displayausschaltzeit kann zwischen einer und zehn Minuten eingestellt werden.

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Verbindung mit der Hobby Connect App

Für die Kopplung mit der Hobby Connect App wird Bluetooth am Panel und am Smartphone aktiviert. Das Bluetooth-Symbol erfüllt dabei mehrere Aufgaben: Kurz drücken schaltet Bluetooth ein oder aus, ein längerer Druck startet die Kopplung. Im Infobereich werden außerdem Softwareversion und weitere Systeminformationen angezeigt. Auf der Platine ist zudem eine Schnittstelle vorhanden, die zumindest Raum für künftige Updates oder Servicefunktionen lässt. Was Hobby hier künftig per Software nachliefert, bleibt spannend.

Hauptschalter und Standby im Alltag

Der Hauptschalter bietet verschiedene Betriebszustände. „Geräte und Lichter“ ist der normale aktive Zustand. Wer den Wohnwagen kurz verlässt, kann auf „Nur Geräte“ wechseln. Dann werden die Lichter ausgeschaltet, während USB-Anschlüsse und 12-Volt-Steckdosen weiter versorgt bleiben. Das ist praktisch, wenn Smartphone, Tablet oder Lampe weiterladen sollen, ohne dass unnötig Beleuchtung aktiv bleibt.

Fahrzeug-Standby für längere Pausen

Im Fahrzeug-Standby wird die Bordelektrik weitgehend heruntergefahren. Licht, USB-Anschlüsse, 12-Volt-Steckdosen und Wasserpumpe werden deaktiviert. Dauerverbraucher wie Kühlschrank oder Heizung können aktiv bleiben. Gerade für den Energiehaushalt ist diese Logik sinnvoll. Sie macht das System nicht nur komfortabler, sondern auch übersichtlicher. Man muss nicht mehr an mehreren Stellen prüfen, ob alles aus ist.

Fazit: Ein Upgrade, das den Wohnwagen moderner macht

Nach dem Einbau bleibt vor allem ein Eindruck: Das Hobby-Touchbedienpanel fühlt sich nicht wie Zubehör an, sondern wie die Bedienung, die ein moderner Wohnwagen heute haben sollte. Der Einbau ist mit etwas Sorgfalt gut machbar, weil die vorhandenen Stecker weiterverwendet werden und keine komplexe Verkabelung nötig ist. Die größere Veränderung passiert danach im Alltag. Licht, Heizung, Wasser, Batterie, Kühlschrank und Einstellungen sind endlich dort gebündelt, wo man sie erwartet.

Überzeugend, weil es einfacher wird

Das neue Display macht den Hobby-Wohnwagen nicht automatisch smarter im Sinne einer kompletten Fernsteuerung von unterwegs. Aber es macht ihn deutlich verständlicher. Man sieht Zustände, statt sie zu erraten. Man steuert Funktionen, ohne durch alte Tastenkombinationen zu rätseln. Und man bekommt eine Oberfläche, die auch Gäste sofort verstehen. Genau deshalb überzeugt das Panel im Test: nicht durch Spielerei, sondern durch bessere Bedienbarkeit. Für Hobby-Besitzer ab Modelljahr 2022 ist diese Nachrüstung ein sehr sinnvolles Komfort-Upgrade.

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