Zwei Expeditionsfahrzeuge von Storyteller GXV fahren auf einer staubigen Straße durch eine felsige Wüstenlandschaft
Zwei GXV Expeditions-Trucks auf Offroad-Strecke im Wüstengebiet (Fotos: Anbieter, siehe unten)

Storyteller GXV HILT und EPIC: Expeditionstrucks für Extrem-Vanlife

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Wer meint, Vanlife drehe sich nur um Kastenwagen oder teilintegrierte Camper, der wird bei den Storyteller GXV-Modellen HILT und EPIC eines Besseren belehrt. Diese Fahrzeuge ähneln eher kleinen Expeditions-LKWs als klassischen Campervans. Sie basieren auf jahrelanger Erfahrung im Offroad- und Overlanding-Bereich und richten sich an alle, die langfristig autark, abseits befestigter Straßen und bei fast jedem Wetter reisen wollen. Hier treffen Komfort, Sicherheit und robuste Technik auf eine kompromisslose Offroad-Ausrichtung.

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Expeditionsbasis statt Alltagsvan – Konzept und Zielgruppe

Storyteller GXV sieht den HILT und den EPIC als ultimative Expedition Vehicles für Offgrid-Overlanding. Beide erfüllen über 500 RVIA-Sicherheitsstandards, was sie in den USA als vollwertige Reisemobile mit normaler Finanzierung und Versicherung qualifiziert. Aus europäischer Sicht wirken sie überdimensioniert: Der HILT basiert auf einem RAM 5500 Crew Cab, der EPIC auf einem Kenworth K370 4×4 – also auf ausgewachsenen US-Nutzfahrzeug-Plattformen mit Allrad.

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In Deutschland sind diese Modelle offiziell nicht erhältlich, und schon die Basisfahrzeuge sind hier exotisch. Ein Import ist theoretisch möglich, in der Praxis aber kompliziert und teuer – vor allem wegen Zulassung, Service und Ersatzteilen. Interessenten sollten wissen, dass es sich um US-Produkte handelt und der Weg nach Europa eher ein individuelles Projekt als ein einfacher Kauf wäre.

GXV HILT: Expeditions-Truck mit Van-Anmutung

Der HILT ist der „kompaktere“ der beiden, auch wenn er aus europäischer Perspektive immer noch riesig wirkt. Mit einer Länge von rund 8,84 m und einer Höhe von etwa 3,84 m sieht er eher wie ein kleiner LKW aus. Die Breite beträgt 2,44 m, mit Spiegeln etwa 2,62 m, und die Bodenfreiheit liegt bei rund 26,7 cm. Er bietet vier Sitzplätze und zwei vollwertige Betten, was ihn für Familien geeignet macht.

Im Inneren dominiert eine klare, warme Ausstattung: Ein Queen-Size-Bett im Front-Loft, eine Heck-Dinette, die sich ebenfalls zu einem Bett umbauen lässt, und eine Sitzecke für bis zu vier Personen. Dimmbares Licht, weiche Oberflächen und viel Stauraum in Schränken und Schubladen sorgen für Wohngefühl. Die Stehhöhe von rund 2,01 m ist auch für Große bequem.

Innenraumkomfort mit vollwertigem Bad und autarker Küche

Beide Modelle sind für lange Offgrid-Zeiten konzipiert, was sich in der Wasserversorgung zeigt: 454 l Frischwasser und 151 l Grauwasser. Ein durchlaufender Wassererhitzer sorgt für Warmwasser, und die Kassettentoilette fasst rund 18 l.

Der HILT hat ein vollwertiges Bad mit Dusche, Waschbecken und Stauraum. Dazu gehören eine Wasseraufbereitung, eine große Spüle, ein Induktionskochfeld, ein Kombi-Gerät für Ofen, Mikrowelle und Airfryer sowie ein Kühlschrank mit etwa 195 Litern. Eine Klimaanlage, Dachlüfter und eine Hydronic-Heizung halten das Innenklima stabil, egal ob in Wüste oder Kälte.

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EPIC: Wenn Vanlife zur Expeditionslogistik wird

Der EPIC geht noch weiter. Er misst etwa 9,20 m in der Länge und 3,79 m in der Höhe, mit einer Breite von 2,44 m (mit Spiegeln etwa 3,10 m). Die Bodenfreiheit beträgt rund 29,2 cm, und das zulässige Gesamtgewicht liegt bei etwa 14.969 kg. Die Kenworth-Basis hat einen 6,7-Liter-Cummins-Diesel mit hohem Drehmoment und Allrad mit Sperren.

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Innen bietet er zwei Gurtsitze, zwei Betten und einen Grundriss wie eine kleine Wohnung: Ein Masterbett mit Skylight, eine Dinette für vier, eine Küche mit soliden Arbeitsflächen, eine Wasch-Trockner-Kombi und viele Steckdosen. Ein TV mit Soundbar und ein Steuerungssystem runden es ab.

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Energieversorgung und Autarkie – Strom ohne Ende

Die Energieversorgung ist für langes Offgrid-Leben entscheidend. Der HILT hat ein System mit 16,8 kWh Lithium-Batterien, Wechselrichtern und 1320 W Solar. Das erlaubt Kochen, Heizen und Arbeiten ohne ständigen Motorbetrieb.

Der EPIC bietet 18 kWh, einen stärkeren Wechselrichter, 1980 W Solar und einen Dieselgenerator. Beide haben Sicherheitsfeatures wie Rauchmelder und FI-Schalter.

Faszinierendes Detail: Hydronic-Heizsysteme für echtes Ganzjahres-Vanlife

Besonders hervorstechen die Hydronic-Heizsysteme. Im HILT arbeitet ein 10.000-BTU-System. Im EPIC kommt ein deutlich stärkeres 65.600-BTU-System zum Einsatz, das wahlweise über Motorwärme (während der Fahrt), AC-Landstrom oder Diesel läuft und außerdem den Motor vorwärmen kann. Im EPIC trocknet ein Auslass im Bad den Raum, was bei Schnee-Camping praktisch ist. Solche Details machen die Fahrzeuge alltagstauglich, nicht nur brachial.

Fahrwerk, Offroad-Details und Praxistauglichkeit

Beide setzen auf geländetaugliche Ausrüstung: Der HILT hat spezielle Felgen mit 41-Zoll-Reifen, ein adaptives Fahrwerk, Winch, Kompressoren und Beleuchtung.

Der EPIC ergänzt das mit stärkeren Stoßdämpfern, 44-Zoll-Reifen, einer Heckgarage und Außendusche. Die Beleuchtung sorgt für Sicherheit in der Wildnis.

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Verfügbarkeit, deutsche Perspektive und Preisniveau

Diese Fahrzeuge sind für den US-Markt gedacht. In Europa erfordert ein Kauf Import und Anpassungen, was aufwendig ist.

Preise starten bei rund 499.722 US-Dollar für den HILT und 799.785 US-Dollar für den EPIC. Sie sind für Enthusiasten mit großem Budget gedacht und zeigen, wie vielfältig Vanlife sein kann.

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