Heck von grünem Mercedes Sprinter Campervan mit Offroad-Trägermodulen, Reserverad, Außenleiter und großem Staubox-System
Trägersysteme, Reserverad mit Rotopax-Kanister und Außenleiter am Ausbau "The Banff" auf Sprinter-Basis (Foto: Hersteller)

The Banff: Allrad-Sprinter für moderne Vanlife-Abenteuer

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Der Markt für ausgebauten Kastenwagen auf Sprinter-Basis ist dicht besetzt. Umso spannender wird es, wenn ein Fahrzeug wie „The Banff“ auftaucht, das eine konsequente Mischung aus Offroad-Tauglichkeit, technischer Autarkie und Wohnkomfort mitbringt. Grundlage ist ein 2024er Mercedes Sprinter 170 2500 mit Allradantrieb und 2,0‑Liter‑Vierzylinder-Biturbo-Diesel kombiniert mit einer 9‑Gang-Automatik. Übersetzt in europäische Maße bedeutet das: ein langer Radstand, viel Innenraum und ein Antrieb, der für lange Etappen und steile Pässe gemacht ist. Verpackt ist das Ganze in einer grünen Avery Dennison Vollfolierung, die den Van optisch klar von der Masse abhebt.

Außen: Dachträger, Trägersysteme und echte Reisehardware

Ausgebauter Mercedes Sprinter Van mit geöffneter Tür und moderner Küchenzeile im Eingangsbereich
Der Campervan „The Banff“ zeigt den offen gestalteten Küchenbereich direkt hinter der Schiebetür (Foto: Hersteller)

Für Vanlife abseits klassischer Campingplätze ist die Außenhardware entscheidend. „The Banff“ setzt hier auf ein komplettes Setup von Stoked Adventure Outfitters: ein Kona RoofRack auf dem Dach, robuste Nerf Bars an der Seite sowie eine Außenleiter. Auf dem Dachträger findet sich nicht nur das übliche Zubehör, sondern vor allem eine 50 Zoll (rund 127 cm) Nightrider LED-Lightbar und zwei schwenkbare Flood- beziehungsweise Awning-Lights. Gerade auf unbeleuchteten Pisten oder auf Stellplätzen im Wald sorgt diese Lichtanlage dafür, dass Rangieren und Aufbau auch in der Dunkelheit stressfrei bleiben.

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Hinten kommen Trägersysteme von Owl Vans zum Einsatz: eine Leiter mit Reserveradträger sowie ein B2 Carrier mit Ski-Locker und großer Staubox für den Sommer. Damit eignet sich der Ausbau klar für aktive Reisen mit Sportfokus – ob Ski, Snowboard oder sperriges Sommerequipment. Ergänzt wird das Setup durch eine Fiama Markise 45S, die vor der Schiebetür für Schatten und trockenen Eingangsbereich sorgt. Bereift ist der Sprinter mit BFGoodrich K02 in der Dimension 275/70 R17 auf 17‑Zoll‑Felgen von Black Rhino. In Kombination mit dem Vancompass 4.3 Fahrwerkskit und Vancompass Opti Rates ergibt sich ein deutlich robusteres Fahrwerk für Schotter- und Wellblechpisten.

Rückansicht eines ausgebauten Mercedes Sprinter Vans mit geöffneten Hecktüren, Stauboxen und moderner Innenausstattung.
Der Van „The Banff“ überzeugt mit großen Stauraumfächern und durchdachter Innenraumaufteilung für Outdoor-Abenteuer. (Foto: Hersteller)
Nahaufnahme vom Vancompass 4.3 Fahrwerkskit mit FALCON-Dämpfer und Offroad-Reifen an einem Mercedes Sprinter.
Detailaufnahme des Vancompass 4.3 Fahrwerkskits mit FALCON-Dämpfer am ausgebauten Mercedes Sprinter. (Foto: Hersteller)

Allrad, Fahrwerk und Reichweite im Kontext Vanlife

Der Allradantrieb macht den Sprinter zu einem echten Ganzjahresfahrzeug, besonders in Verbindung mit den grobstolligen K02-Reifen. Wer im Winter in die Berge fährt oder abgelegene Stellplätze ohne befestigte Zufahrten ansteuert, profitiert von Traktion und Bodenfreiheit. Gleichzeitig bleibt der 2,0‑Liter‑Vierzylinder mit Biturbo-Aufladung auf längeren Autobahnetappen effizienter und ruhiger als ältere Modelle. Die 9‑Gang-Automatik hilft, den Motor im optimalen Drehzahlbereich zu halten, was sowohl Verbrauch als auch Langstreckenkomfort zugutekommt – ein relevanter Punkt für alle, die ausgedehnte Roadtrips planen.

Mit an Bord sind zudem Rotopax-Behälter inklusive Sicherungsbolzen. Sie ermöglichen das Mitführen von zusätzlichem Kraftstoff oder Wasser – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn die Route durch dünn besiedelte Regionen führt oder länger kein Versorger in Sicht ist. Das Zusammenspiel von Allrad, Offroad-Fahrwerk, zusätzlicher Reserve und umfangreicher Beleuchtung zeigt klar die Ausrichtung: „The Banff“ ist für Reiserouten gedacht, auf denen Schlechtwetter, unbefestigte Wege und Dunkelheit nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall sind.

Innenraum: durchdachte Wohnkabine mit Fokus auf Alltagstauglichkeit

Detailfoto beleuchteter Schubladenfronten aus dem Innenraum des Campervans The Banff
LED-beleuchtete maßgefertigte Schubladen und Möbelfronten im Kastenwagen ‚The Banff‘ (Foto: Hersteller)
Küchenbereich mit gemusterter Fliesenrückwand und Oberschränken aus Rattan in einem umgebauten Sprinter Kastenwagen.
Moderne Küchenzeile mit Rattanoberschränken, gemusterter Rückwand und Corian-Arbeitsplatte im Campervan The Banff. (Foto: Hersteller)

Im Inneren setzt der Ausbau auf eine Kombination aus Funktionalität und wohnlicher Atmosphäre. Die Basis bildet ein Lonseal Bodenbelag, der robust, leicht zu reinigen und damit praxistauglich ist. Die Wände sind in White Shiplap ausgeführt, die Decke teils mit Clear Cedar, teils im weißen Slat-Stil, was den Raum optisch streckt und gleichzeitig eine warme Note hineinbringt. Die Möbel sind als hauseigene Maßanfertigung ausgeführt, inklusive großem Auszug mit 500 Pfund Tragkraft (rund 227 kg) im Heck – prädestiniert für schwere Outdoor-Ausrüstung.

Die Fronten der Einbauten sind mit Rattan verkleidet, was einerseits Gewicht spart und andererseits den sonst oft klinischen Look moderner Vans aufbricht. Dazu kommen Corian-Arbeitsflächen, die im Alltag etwas mehr verzeihen als einfache Laminatplatten. Flip-Down-Tische und ein Pedestal-Table-Setup lassen sich flexibel zu Arbeits- oder Essplätzen konfigurieren. Für Frische im Kühlschrank sorgt ein Slim90, während eine Mikrowelle und ein Induktionskochfeld die elektrische Küche komplettieren – ein Setup, das Gas verzichtbar macht, aber eine entsprechend starke Stromversorgung voraussetzt.

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Heizung, Bad und Wasser – Komfort über das ganze Jahr

Für das Leben im Van jenseits der Sommermonate ist die Heiztechnik entscheidend. „The Banff“ ist gleich doppelt gewappnet: Eine Expedition Upfitter 12‑Volt-Heizung und eine Espar D4L Dieselheizung mit Easy Start Pro Fernbedienung sorgen dafür, dass der Innenraum auch bei Frosttemperaturen nutzbar bleibt. Dieselheizungen, die direkt aus dem Fahrzeugtank gespeist werden, sind vor allem auf langen Touren praktisch, da sie keine separate Gasinfrastruktur benötigen.

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relleumdesign

Beim Wassersystem kommen 22‑Gallonen-Radkastentanks zum Einsatz, umgerechnet etwa 83 Liter. Für einen Kastenwagen dieser Größe ist das solide dimensioniert: genug für Duschen, Kochen und Abwasch, aber immer noch handhabbar beim Befüllen. Ein Wasserfiltersystem mit separatem Trinkwasserhahn erlaubt es, auch aus zweifelhaften Quellen sicherer zu zapfen – ein echter Pluspunkt für längere Aufenthalte abseits klassischer Campingplätze. Das Bad ist mit einer Custom-Edelstahl-Duschwanne und einer Nautilus-Duschtür ausgestattet, dazu kommt eine Natures Head Trockentrenntoilette. Der Verzicht auf eine klassische Kassettentoilette erleichtert das Leben unterwegs, da keine Feststationen zum Entleeren notwendig sind.

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Innenklima und Schutz vor Insekten

Die Klimatisierung des Innenraums ist auf autarke Nutzung ausgelegt. Ein Nomadic Cooling 12‑Volt-Klimagerät in der Ausführung X2 sorgt in Verbindung mit einem MaxxairFan Deluxe 7500K für Luftaustausch und Temperaturkontrolle. Im Gegensatz zu 230‑Volt-Klimaanlagen auf vielen Serienmobilen kann dieses System direkt aus dem Bordnetz versorgt werden, was wildes Stehen auch an heißen Tagen realistischer macht – vorausgesetzt, die elektrische Anlage ist entsprechend dimensioniert. Rolef-Insektenschutz an Türen und Fenstern verhindert dabei, dass bei geöffneten Öffnungen das Innere zur Mückenfalle wird.

Verbaute CRL- und AMA-Fenster bringen Tageslicht in den Ausbau und sorgen für zusätzliche Belüftungsmöglichkeiten. Zusammen mit den beiden Heizsystemen und der leistungsfähigen Klimaanlage entsteht ein Viersaison-Fahrzeug, das ganzjährig nutzbar ist – von kalten Winternächten bis hin zu hochsommerlichen Roadtrips durch den Süden Europas oder Nordamerikas.

Stromsystem: Autarkie als zentrales Konzept

Fernseher und Steckdosen im Innenraum des ausgebauten Mercedes Sprinter Vans
Der kompakte TV-Bildschirm und die Stromanschlüsse zeigen den Wohnkomfort im Mercedes-Sprinter-Ausbau ‚The Banff‘. (Foto: Hersteller)

Die elektrische Anlage ist das eigentliche Herzstück von „The Banff“ und gleichzeitig die wohl faszinierendste Komponente des gesamten Fahrzeugs. Kern bilden zwei Victron-Batterien mit jeweils 330 Amperestunden bei 12 Volt, zusammen 660 Ah. Umgerechnet sind das rund 7,9 Kilowattstunden nutzbare Energie – ein Wert, der eher an kleine Hausbatteriesysteme erinnert als an klassische Camperlösungen. Damit lassen sich Induktionskochfeld, Klimaanlage, Mikrowelle und andere Verbraucher längere Zeit betreiben, ohne sofort die nächste Steckdose zu suchen.

Gesteuert wird das System über Victron-Komponenten: ein Multiplus-II 12/3000/70-95 als Kombigerät für Wechselrichter und Ladefunktion, Smart Battery Protect, Smart BMS, ein Lynx Distributor und ein Lynx Power In für die Hochstromverteilung. Dazu kommen ein Cerbo GX mit GX Touch 70 Display, separate Blue Sea AC- und DC-Panels sowie ein Victron-Laderegler. Die Oberfläche auf dem Dach stellt 400 Watt Solarleistung zur Verfügung, ergänzt durch einen Orion XS 50‑Ampere-Ladebooster für das Laden während der Fahrt. Ein SISO-40 Solar-Isolationsschalter ermöglicht es, die Solaranlage bei Bedarf sicher zu trennen.

Remote-Steuerung und internationale Nutzung

Spannend ist die Kombination aus Fernzugriff und Temperaturmanagement der Elektrik. Die Anlage ist remote zugänglich, sodass Zustände der Batterie, Ladeströme und gegebenenfalls Verbraucherüberwachung aus der Ferne möglich sind – ein Detail, das vor allem bei Langzeitreisen interessant wird. Hinzu kommt ein temperaturgeregeltes Elektrikabteil, das empfindliche Komponenten vor Überhitzung oder extremer Kälte schützt und damit die Langlebigkeit steigert. Mehrere dimmbare Lichtzonen im Innenraum ermöglichen es, das Ambiente je nach Tageszeit anzupassen, ohne immer volle Helligkeit fahren zu müssen.

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Für den internationalen Einsatz ist das Fahrzeug mit Landstromanschlüssen sowohl für nordamerikanische als auch europäische Stromstandards vorbereitet. Das erleichtert die Nutzung auf Campingplätzen und Stellplätzen in unterschiedlichen Regionen, ohne improvisierte Adapterlösungen. Ein TrioMount 12‑Volt-Starlink-Umrüstkit der Generation 3 auf dem Dach macht den Van außerdem zu einem mobilen Arbeitsplatz: Internet auch jenseits des Mobilfunknetzes wird damit realistischer, insbesondere für digitale Nomaden.

Innenausbau, Schlafbereich und Akustik

Der Schlafbereich setzt auf eine CNC-gefertigte Bettplattform von Overland Interiors. Diese maßgenaue Lösung nutzt den Innenraum effizient und schafft eine stabile Basis für eine vollwertige Liegefläche. Die Kombination aus Holzoptik der Decke, weißen Wänden und den Rattanfronten im Möbelbau wirkt deutlich wohnlicher als viele kühle, industriell wirkende Serienausbauten. Ein Audison 4‑Lautsprecher-Surroundsystem sorgt für entsprechenden Klang, ob beim Arbeiten unterwegs, beim Filmabend oder als akustischer Hintergrund an Regentagen.

Rundum zeigt „The Banff“ einen konsequent auf autarkes, aktives Vanlife ausgerichteten Ausbau: Offroad-Fahrwerk, Allrad, umfangreiche Außenhardware, ein durchdachtes Wasser- und Heizsystem sowie eine elektrische Anlage, die eher nach Tiny House als nach Camper klingt. Wer mit Induktionsherd, 12‑Volt-Klimaanlage und Trockentrenntoilette unterwegs sein will, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket – vorausgesetzt, der individuelle Reiseplan passt zu diesem anspruchsvollen Setup.

Bilder: Hersteller

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