Dethleffs Yoka Go, neu auf dem Caravan Salon 23
Foto: Stefan Blanz

Alles für die Freizeit: der Dethleffs Yoka Go

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Der Yoka Go lässt schon beim Preis aufhorchen. Ein teilintegriertes Wohnmobil ab 46.999 Euro? Kann eigentlich nicht sein. Doch, Dethleffs kann offensichtlich. “Reisevan für aktive Outdoor-Typen”, nennen die Isnyer Resemobilbauer ihr neuestes Crossover-Projekt. Und der Schlüssel zum Verständnis liegt im Wort Yoka: es bedeutet Freizeit. Und aus diesem Thema heraus wird alles gedacht. Wie viele andere auf dem Caravan Salon hat man eine junge Klientel im Auge – quasi die Generation Einsteiger.

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Und tatsächlich denkt man beim Blick ins Interieur eher an eine Garage, an einen Werkzeugkeller oder an einen Selbstausbau als an ein klassisches Wohnmobil mit Wohnwelt. Die Farbigkeit mit seinem Grau in Grau widerspricht diesem Eindruck nicht. Und dennoch enthält der Yoka Go auf seine Art alles, was ein Wohnmobil ausmacht. Es gibt eine Sitzgruppe, ein Bett, eine Küchenzeile und Schränke. Doch manches ist anders gelöst und das beginnt schon bei den Türen.

Reisemobilität einfach anders gedacht

Der Dethleffs Yoka Go hat keine große Klappe – er hat zwei, eine hoch und eine quer. Markant ist zunächst die Heckklappe. Waagrecht ragt sie geöffnet aus dem Fahrzeug und verlängert das sechs Meter lange Reisemobil um etwa 1,5 Meter. Und tatsächlich gibt es auch eine Vorzelt zu dieser Konstruktion, mit der das Gelände ins Reisemobil kommt und umgekehrt das Interieur ins Gelände verlängert wird. Kein Wunder also, dass hier hinten auch die Längssitzgruppe ist, die zum Bett umgebaut werden kann. Mit 2,05 x 1,35 Metern sind die Maße auch für große Menschen geeignet.

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Doch auch die Seite weiß sich zu öffnen. Eine – gab`s die schon mal? – Doppelflügeltür mit insgesamt 1,15 Meter Breite ermöglicht das Verstauen der Zielgruppe Outdoor-Sportler. Egal, ob sie Motorrad oder Fahrrad fahren, surfen, tauchen, kayaken, paragleiten oder mit Ski und/oder Snowboard unterwegs sind: alle erdenkliche Ausrüstung findet im 2,20 Meter breiten Yoka Go seinen Platz und kann mit Hilfe der Zurrösen und -schienen befestigt werden.

Heckklappe im Dethleffs Yoka Go
Foto: Stefan Blanz

Den Yoka Go auf die Besatzung abstimmen

Auf den serienmäßigen Bodenschienen werden auch die Sitze hinterm Fahrerhaus befestigt. Bis zu vier Personen können im Dethleffs Yoka Go mitfahren. Oder anders herum: ist ein Paar zusammen unterwegs, kann es die beiden hinteren Sitze Zuhause lassen und noch mehr verstauen. Für die Unmengen an Stauraum sorgt auch die Tatsache, dass kein Bad an Bord ist. Optional gibt es eine Außendusche und wer für den Toilettengang nicht nach draußen will, kann ein Porta-Potti besorgen. An Stauraum fehlt es ja nicht.

Zwischen weißer Flotte und schwarzem Wabenmuster bewegt sich der Yoka Go auf mehreren stilistischen Bühnen. Immer mit an Bord: der Ford Transit als Basisfahrzeug, in Serie mit 130 PS. Die Dieselheizung macht den Yoka Go gasfrei.

Küchenblock im Yoka Go
Foto: (c) Dethleffs

Der Küchenblock ist auch von Selbstausbauten inspiriert. Gekühlte Lebensmittel kommen aus einer Box, die in einer Schublade steht und auf der Arbeitsplatte wartet ein Einplatten-Induktionskochfeld auf die One-Pot-Cuisine zwischen Dosenravioli und selbstgemachtem One Pot Meal. Die Spüle darf freilich nicht fehlen, wobei die Wasserversorgung erfrischend unprätentiös aus dem Kanister kommt. Die Stromversorgung ist recht komfortabel in der Anzahl. 3x 12V, 5x 230V, 2x USB, lautet die Steckdosenbeschreibung in den technischen Daten.

Fazit: der Yoka Go ist ein Spezialcamper

Es stimmt tatsächlich. Dethleffs hat alles so konzipiert, dass die Freizeit-Aktivitäten im Vordergrund stehen und das Bad zugunsten dieser Spezialisierung weichen muss. Ein Mangel ist das tatsächlich nur für diejenigen, die andere Bedürfnisse haben als die von Dethleffs angesprochenen Outdoor-Aktivitäten. All das erinnert schon im besten Sinne an die DIY-Community und wer solch einen Style haben will, aber keine Zeit für den Selbstausbau investieren kann oder will, ist hier richtig.

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