Neue Plattform für Wohnmobile: KIA zeigt elektrische Transporter

Kia PBV Concept Lineup
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Auf der CES in Las Vegas zeigt KIA derzeit eine neue Transporterfamilie, die nach den ersten Bilder als Basis für spannende neue Wohnmobilumbauten geeignet scheint. Das spannende daran: die Transporter sind unterschiedlich groß und werden ausschließlich elektrisch angetrieben. Gleichfalls wichtig: KIA denkt von Anfang an an eine sich unterscheidende Nutzung und konzipiert die Fahrzeuge offenbar modular. Neue Plattform für Wohnmobile: KIA zeigt elektrische Transporter.

Easy-Swap-Technologie ermöglicht schnelle Veränderungen am Fahrzeug

Eine neuartige Technologie soll es ermöglichen, dass sogenannte “life modules” sehr schnell in das Fahrzeug integriert werden können. Die Verbindung der Module mit dem Fahrzeug komme nicht mit bisher bekannten Schraubverbindungen zustande, sondern durch eine hybride elektromagnetische und mechanische Kupplung. Das dürfte wohl heißen, dass eine Montage extrem schnell erledigt werden kann. Schon in der ersten Meldung zu dieser neuen Fahrzeugfamilie nennt KIA den Einsatzzweck “Reisemobil für das Wochenende”. Dabei dürfte der Schwerpunkt der Neuentwticklungen aber nicht hier liegen. Vielmehr will KIA eine vernetzte Fahrzeugtechnologie zur Verfügung stellen, die Standzeiten reduziert und Fahrzeuge damit wirtschaftlicher macht.

Neue Plattform für Wohnmobile: KIA zeigt elektrische Transporter
Der Innenraum ist extrem gut veränderbar und kann schnell verändert werden.

Mehrphasige Strategie mit unterschiedlichen Fahrzeuggrößen

Nach den aktuell veröffentlichten Meldungen, beabsichtigt KIA eine aufeinander aufbauende Strategie zur Etablierung der neuen Fahrzeugidee. Als mittelgroßer und einer von vier neuen Fahrzeugen, soll der PV 5 die erste Stufe der Umsetzung sein. Dieses Fahrzeuge ist als PBV, also als purpose-built-vehicle konzipiert und muss als Spezialfahrzeug verstanden werden. Heißt: seine Funktionalität richtet sich ganz nach den Bedürfnissen des Besitzers. In diesem Sinne kann das Fahrzeug als Taxi genutzt werden, aber auch als Lieferfahrzeug, was durch die sogenannten “life modules” auch wechselhaft am Tag passieren kann. In den weiteren Strategiephasen kommen weitere Fahrzeugvarianten, und Fahrzeuggrößen, auf den Markt, wodurch die Verwendungsmöglichkeiten erweitert werden.

Alle Fahrzeuge sind extrem vernetzt und als Softwareerweiterung zu verstehen

Schon jetzt sollen alle Fahrzeuge mit einer sehr aufwendig vernetzten und dadurch anpassbaren Software versehen werden. Dadurch werden wohl einerseits flottenspezifische Anforderungen abbildbar, z.B. für den Einsatz als Ruf-Taxi, aber auch selbstfahrende Optionen könnten schnell eingesetzt werden. Interessant: schon der PV 5 soll in verschiedenen Varianten sehr anpassbar bestellbar sein. So gebe es eine Hochdachversion, aber auch eine Van-Version. Genau hier dürfte der Ansatz gegeben sein, aus den neuen Transportern auch Campervans und Wohnmobile zu entwerfen.

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Innenraum der neuen Transporter
Innen kann bis auf das Cockpit viel sehr schnell verändert werden und beispielsweise auch ein Wohnmobileinbau eingesetzt werden.

Beste Voraussetzungen um als Wohnmobil genutzt zu werden

Die von KIA aktuell beschriebenen Eigenschaften machen die neue Fahrzeugfamilie wohl einzigartig interessant für die Idee, Wohnmobile zu bauen. So flexibel diese Fahrzeuge von Anfang an entworfen wurden, so einfach dürfte die Integration von bekannten Camping-Notwendigkeiten wie Betten, Schränken oder eine Toilette sein. Dabei kann man davon ausgehen, dass sowohl flexibel gestaltetet Varianten gefragt sind, also Fahrzeuge die in der Woche als Dailyrider für die Familie dienen und am Wochenende zum Camper werden, als auch feste Wohnmobilausbauten.

Verfügbar ab 2025 dank eigener Fabrik – Neue Plattform für Wohnmobile: KIA zeigt elektrische Transporter

Schon nächstes Jahr, also 2025 soll es mit der Produktion der ersten Fahrzeuge dieser Familie losgehen. Dazu sei eine eigene Fabrik notwendig. Von knapp 150.000 Fahrzeugen ist aktuell die Rede. Im Gegensatz dazu wurden noch keine Details über den elektrischen Antrieb mitgeteilt. Man kann aber davon ausgehen, dass KIA eine 800 Volt-Technologie einsetzen wird, da diese in den aktuellen PKW-Modellen sehr erfolgreich Verwendung findet. Diese Technologie ermöglicht eine sehr schnelle Ladung unterwegs, was sich positiv auf die täglich fahrbaren Strecken auswirkt. Auch der zur Verfügung stehende Raum in den großen Fahrzeugen verspricht eine hohe Kapazität der dann eingesetzten Batterien. Und damit ebenfalls gute Reichweiten für den Wohnmobil-Einsatz. Wir sind gespannt auf die ersten Fahrzeuge und sind uns sicher, dass die Großserie dafür sorgen wird, dass sehr zügig erste Wohnmobil-Ausbauten auftauchen werden.

Bilder: KIA

In einer früheren Version haben wir die CES nach Los Angeles verlegt. Natürlich findet die CES in Las Vegas statt. Unser Redakteur bedauert diesen Fehler und wird zur Strafe unseren Redaktions-Wohnwagen dreimal putzen.

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