Mit dem Base Camp bringt Vamonos Vans einen Camper-Ausbau auf die Räder, der sich vor allem anpassen lässt. Als erstes Modell einer Reihe vorgeplanter Layouts soll er verschiedene Bedürfnisse von Vanlife-Fans abdecken – von minimalistischen Wochenendtrips bis zu längeren Touren mit mehr Komfort. Die Basis ist klar definiert, doch das Innenleben bleibt weitgehend anpassbar.
Fixe Grundstruktur, flexibel im Detail – ideal für Vanlife

Der Ansatz hinter Base Camp ist einfach und konsequent. Zunächst entstehen Boden-, Wand- und Deckenkits als Fundament. Darauf baut der gesamte Innenraum auf. Möbel, Stauraum und Funktionsmodule sind als modulare Elemente in leichten, robusten Aluminiumkonstruktionen gestaltet, die an den Flugzeugbau erinnern. Gewicht, Stabilität und einfache Demontage oder Erweiterung sind entscheidend auf langen Reisen.
Die Standard-Grundrisslösung lässt sich ohne großen Aufwand anpassen. Module können getauscht, versetzt oder durch andere ersetzt werden. So kann derselbe Van je nach Lebensphase zum Zweitwohnzimmer, mobilen Büro oder zur Basis für Sportgeräte und Outdoor-Equipment werden. Das macht Base Camp interessant für Einsteiger wie für erfahrene Camper, die ein strukturiertes, aber flexibles Innenkonzept suchen.
Zwischen DIY-Traum und schlüsselfertigem Campervan

Base Camp richtet sich an Selbstausbauer, die professionelle Ergebnisse wollen, ohne bei null zu starten, und an diejenigen, die einen fertigen, aber anpassbaren Campervan kaufen möchten. Der Ausbau beginnt mit der Basisstruktur, und die Komponenten sind als modulare Bausteine gedacht.
Für DIY-Fans sind spezielle Kits angekündigt, mit denen sich der modulare Ansatz selbst umsetzen lässt. So kann ein Ausbau schrittweise wachsen, ohne eine komplette Eigenkonstruktion. Der aktuell verfügbare Base-Camp-Van ist fertig ausgebaut und sofort reisefertig, sucht aber noch ein neues Zuhause – praktisch für alle, die ohne lange Ausbauphase starten möchten.
Energieversorgung und Autarkie: Solar, Powerkit und mehr

Technisch ist Base Camp auf autarken Vanlife-Alltag ausgelegt. Auf dem Dach arbeiten bifaziale Solarpanels mit etwa 400 Watt Leistung. Diese nutzen nicht nur direktes Sonnenlicht, sondern auch reflektierte Strahlung, was unterwegs zusätzliche Energie bringen kann.
Die Energie speichert sich in einem 5-kWh-System mit Touchscreen-Steuerung, das das Herz der Bordelektrik bildet. Es versorgt Kühlschrank, Beleuchtung, Lüfter, Wasserpumpe und Steckdosen mit 12 Volt sowie über Wechselrichter mit Wechselstrom. Für Touren abseits von Campingplätzen ist diese Kombination essenziell, um ohne Landstrom auszukommen.
Wasser, Küche, Toilette: Alltagstaugliche Ausstattung

Beim Wasser gibt es einen Frischwassertank mit rund 83 Litern und einen Grauwassertank mit etwa 61 Litern, was für mehrere Tage Autarkie reicht, je nach Verbrauch. Ein 12-Volt-Boiler mit 15 Litern sorgt für warmes Wasser zum Abwasch oder Waschen.
In der Küche findet sich ein Edelstahlbecken und ein 12-Volt-Kühlschrank mit 130 Litern Volumen, der auch als Gefrierfach dient. Das erlaubt Einkäufe für mehrere Tage und Platz für frische Lebensmittel. Ergänzt wird das durch eine Hybrid-Kompost- und Notfall-Toilette, die Vorteile bringt, wo Entsorgungspunkte rar sind.

Modulare Möbel, viel Stauraum und clevere Details

Die Möbel bestehen aus Aluminiumrahmen und -Platten für Stabilität bei geringem Gewicht. Im Innenraum gibt es reichlich Stauraum mit Fächern, Schubladen und Ablagen, was Base Camp zu einem rollenden Basislager macht.
Die Polster aus doppeldichtem Schaumstoff mit 10 Zentimetern Stärke sind mit robustem Vinyl bezogen, pflegeleicht für nasse Kleidung oder Outdoor-Gear. Ein modulares Dinette-System bietet Sitzplätze für bis zu sechs Personen; der Tisch ist einfach verstellbar. Nachts wird der Bereich zu einer Queen-Size-Liegefläche.


Highlight Feature: Flexible Klima-Lösung für alle Jahreszeiten
Ein Highlight ist die portable Klima- und Heizlösung, die flexibel platziert werden kann, wo sie gebraucht wird – etwa im Schlafbereich bei Hitze oder zum Heizen in kühlen Nächten.
Das Setup passt zu Reisen in verschiedenen Klimazonen und kombiniert sich mit der autarken Energieversorgung für längere Aufenthalte abseits von Stromanschlüssen, solange die Planung stimmt.
Beleuchtung, Elektronik und Sicherheit im Alltag
Innen gibt es dimmbare LED-Leuchten und Akzentbeleuchtung für stufenlose Anpassung von hell bis gemütlich. Leseleuchten mit USB-Anschlüssen erlauben Laden von Geräten direkt am Bett oder Sitzecke.
Elektromagnetische Schubladensicherungen verhindern Unfälle in Kurven. Ein Dachventilator sorgt für Luftaustausch, ergänzt durch ein Seitentürfenster mit Schiebefunktion und Fliegengitter. Ein Rückspiegel- und Dashcam-System hilft beim Rangieren und auf Strecken.
Base Camp und der deutsche Markt: Chancen und Hürden
Der angebotene Base-Camp-Van wird in den USA verkauft. Für Deutschland und Europa bedeutet das Importaufwand, von Transport bis Zulassung und Anpassung an Vorschriften.
Trotzdem zeigt Base Camp, wohin modulare Vanlife-Ausbauten gehen können. Die Kombination aus Aluminium-Möbeln, Stauraum, autarker Stromversorgung und variabler Wohnsituation passt zu modernen Campern. Die vorgeplante, individualisierbare Struktur könnte auch für europäische Ausbauten inspirierend sein.
Preis und Einordnung für Vanlife-Fans
Die Anpassung von Base Camp startet bei rund 150.000 US-Dollar, was je nach Wechselkurs einem hohen Euro-Betrag entspricht. Das positioniert es im oberen Segment, passend zur Ausstattung und Materialien. Für Europäer kommen Importkosten hinzu.
Das Konzept zeigt, wie ein Van robust, funktional und flexibel sein kann, ohne sich auf ein Szenario festzulegen. Wer Inspiration sucht oder Import in Kauf nimmt, findet hier ein solides Basislager.
Bilder: Hersteller











