Corigon T 70 S: Schlank ins Abenteuer auf Ford-Basis

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Ein leichtes Kribbeln begleitet uns beim ersten Blick auf den neuen Corigon T 70 S. Dieses teilintegrierte Wohnmobil aus Hymers brandneuer Einsteiger-Marke gibt sich schlank (2,14 m Breite!) und verspricht viel für Vanlifer. Kein glitzernder Lifestyle-Liner mit Palmenaufklebern erwartet uns, sondern ein bodenständiger Camper, der lieber Kilometer frisst als anzugeben. Der erste Eindruck: unaufgeregt im Auftritt, aber bereit für große Touren.

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Ein neuer schmaler Reisebegleiter mit Hymer-Genen

Corigon ist Hymers neue Marke für preisbewusste Camper. Hier zählt das Wesentliche – bewährte Technik, funktionale Grundrisse und solides Handwerk – statt überteuertem Luxus. Der Corigon T 70 S verkörpert diese Philosophie. Er ist ein teilintegriertes Reisemobil unter sieben Metern, das den Spagat schafft zwischen Kosteneffizienz und Camping-Komfort.

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Technische Daten, die in der Praxis zählen

Technische Daten im Schnellcheck: Mit 6,71 m Länge bleibt der Corigon angenehm kompakt – ideal für kurvige Küstenstraßen und Stadtbesuche. Sein Ass im Ärmel ist die Breite von nur 2,14 m: gut 20 cm schmaler als üblich, was man auf engen Landstraßen und beim Einparken deutlich merkt. Wichtig für Camper: 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht bedeuten, dass der normale Führerschein ausreicht. Rund 2,7 t wiegt der T 70 S leer (inklusive Fahrer), sodass etwa 800 kg Zuladung bleiben – genug für Gepäck, Extras und Vorräte, selbst mit vier Personen an Bord. Der Einstiegspreis von ca. 57.999 Euro liegt erfreulich niedrig für ein neues Reisemobil dieser Größe. Dennoch darf man nicht vergessen: 58.000 Euro sind immer noch eine stolze Summe – preiswert ja, geschenkt nein.

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Schlank und wendig: Fahrgefühl wie im Kastenwagen

Auf der Straße spielt der Corigon seine schlanke Linie voll aus. Der Ford Transit bildet die Basis, unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 96 kW (130 PS). Zwar kein Kraftprotz, bergauf ist er keine Rakete, doch für entspannte Urlaubsfahrten reicht die Leistung. Das 6-Gang-Schaltgetriebe ist Serie, eine Automatik steht optional bereit. Dank schmaler Spur und abgestimmtem Fahrwerk kann man sich bei dem T 70 S auf ein erstaunlich agiles Fahrverhalten freuen – fast wie ein großer Kastenwagen. Die Lenkung reagiert direkt, der Aufbau liegt für seine Größe stabil in den Kurven.

Gleichzeitig sorgt eine Reihe an Fahrerassistenzsystemen für Sicherheit und Entlastung. Ab Werk sind Notbremsassistent, Spurhalter, Tempomat und Rückfahrkamera an Bord. Auch ein Touchscreen-Navi mit Smartphone-Anbindung ist dabei. Diese modernen Helfer machen lange Etappen und selbst die Durchfahrt enger Gassen deutlich entspannter.

Cleverer Grundriss: Überraschend viel Platz im Innenraum

Trotz der kompakten Außenmaße wirkt der Innenraum erstaunlich großzügig. Der bewährte Grundriss wurde clever umgesetzt. Vorne bildet eine gemütliche L-Sitzgruppe mit drehbaren Fahrer- und Beifahrersitzen den Wohnbereich. Bis zu vier Personen können hier am Tisch sitzen – zum Essen, Spielen oder Planen der nächsten Etappe. Große Seitenfenster fluten den Raum mit Tageslicht, was das Ambiente freundlich und luftig macht.

Auch beim Stauraum gibt sich der Corigon durchdacht. Unter den Heckbetten findet sich ein Staufach für Campingmöbel und Gepäck, zugänglich von innen und über eine Außenklappe. Zusätzlich bieten Hängeschränke und Fächer rundum genug Platz für Küchenvorräte, Kleidung und Kleinkram. Alles hat seinen Ort, sodass im Wohnbereich nichts im Weg steht. Obwohl hier kein Luxus-Schnickschnack verbaut ist, spürt man, dass die Macher an den Camping-Alltag gedacht haben.

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Küche und Kühlschrank: Kompakt, aber funktional

Die kompakte Küche bietet alles Nötige. Eine Kombination aus Zwei-Flammen-Gasherd und Spüle (mit Glasabdeckung) ermöglicht auch auf kleinem Raum das Kochen wie daheim. Klappt man den Herddeckel zu, entsteht zusätzliche Arbeitsfläche – praktisch beim Schnippeln. Schubladen und Fächer nehmen Töpfe, Pfannen und Vorräte auf, sodass man für die Camping-Küche gut gerüstet ist.

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Der eingebaute Kühlschrank fasst 78 Liter – nicht riesig, aber ausreichend für das Nötigste zu zweit. Als Absorber-Kühlschrank kann er wahlweise mit Strom oder Gas betrieben werden. Gerade unterwegs ohne Steckdose ist das ein Vorteil, denn der Kühlschrank läuft lautlos mit Gas weiter und schont die Bordbatterie.

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Variobad: Das kleine Bad mit dem großen Trick

Trotz seiner kompakten Abmessungen wartet der Corigon mit einem Variobad auf – einer kleinen Nasszelle mit einem großen Trick. Toilette, Waschbecken und Dusche teilen sich hier den Raum, aber dank einer klappbaren Wand hat man dennoch echte Duschfreiheit: Das Waschbecken ist an einer Wand montiert, die man fürs Duschen einfach zur Seite schwenkt. Dadurch entsteht eine geschlossene Duschkabine, und das WC bleibt trocken. So kann man auch im kleinen Bad vernünftig duschen, ohne alles unter Wasser zu setzen. Natürlich darf man kein Wellness-Spa erwarten, doch für die Erfrischung nach einer Wanderung oder Strandrunde reicht es allemal. Dank der Gasheizung fließt auch warmes Wasser.

Schlafkomfort für zwei (und zur Not drei)

Im Heck liegen zwei Längseinzelbetten von knapp 1,92 m Länge, auf denen auch große Camper bequem schlafen können. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Bereich in eine durchgehende Doppelbett-Fläche verwandeln – ideal, um wahlweise getrennt oder gemeinsam zu schlafen. Die Matratzen auf Lattenrosten bieten soliden Schlafkomfort für erholsame Nächte. Standardmäßig ist der Corigon T 70 S für zwei Personen ausgelegt. Einen dritten Schlafplatz kann man jedoch einrichten: entweder durch Umbau der Sitzgruppe zum etwa 1,75 m langen Notbett oder optional per klappbarem Hubbett über der Dinette. Für einen Kurzbesuch oder ein Kind mag das genügen; als Dauerlösung für drei Erwachsene wird der Platz hingegen knapp.

Strom, Gas und Autarkie: Gerüstet für das Campen

Auch autarkes Camping ist mit dem Corigon T 70 S möglich. Der Frischwassertank fasst 110 l und der Abwassertank 100 l – genug für einige Tage abseits von Versorgungsstationen. Zwei 11-kg-Gasflaschen halten Herd, Heizung und Kühlschrank lange in Betrieb. Die Bordbatterie liefert Strom für Licht und Kleingeräte, bei Bedarf kann Landstrom angeschlossen werden. Insgesamt ist die Bordtechnik solide dimensioniert. Ein Wochenende off-grid meistert der T 70 S locker, und auch längere Touren sind mit etwas Planung drin.

Fazit: Ehrlicher Camper für entspanntes Vanlife

Der Corigon T 70 S hat uns positiv überrascht. Er ist kein protziger Hingucker, sondern ein ehrlicher Reisebegleiter, der pragmatisch auftritt. Besonders spannend ist die gelungene Gratwanderung zwischen wendigem Kastenwagen und vollwertigem Wohnmobil: Dank schmaler Spur und agilem Fahrwerk fährt er sich angenehm leicht, ohne dass man am Stellplatz auf Komfort verzichten muss. Luxus-Features oder schicke Spielereien sucht man hier vergeblich – und vermisst sie auch nicht, denn alles Wichtige fürs Vanlife ist an Bord.

Die solide Verarbeitung und zuverlässige Technik zeugen von Hymers Erfahrung – ganz ohne großes Tamtam. Damit trifft der T 70 S einen Nerv als sympathischer Mittelweg zwischen Minimalismus und Überladung. Vielleicht gibt es keinen „Wow“-Effekt auf den ersten Blick, doch spätestens nach der ersten Tour stellt sich ein zufriedenes Grinsen ein – und darauf kommt es beim Campen doch an.

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Bilder: Hersteller

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