Doppelbatteriesystem einbauen – darauf muss man genau achten

Doppelbatteriesystem einbauen - darauf muss man genau achten
Doppelbatteriesystem einbauen - darauf muss man genau achten
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Wer reist braucht Energie. Um auf Nummer sicher zu gehen, sind in vielen Reisefahrzeugen Doppelbatteriesysteme eingebaut. Wir zeigen zusammen mit TripTec, auf was achten muss, wenn man ein Doppelbatteriesystem einbauen möchte

Zwei Batterien sind besser als eine. Mit der zusätzlichen Versorgungsbatterie können Verbraucher ruhigen Gewissens betrieben werden, ohne die Starterbatterie zu belasten. Wer will schon fernab der Zivilisation mit schwacher Batterie liegen bleiben? Firmen wie IBS aus der Schweiz bieten Batteriemanagementsysteme an, die beide Batterien sicher zusammenbringen und den Ladezustand kontrollieren. Elektrik ist keine Raketenwissenschaft, aber immerhin auch mäßig kompliziert. Daher sollte der Einbau nur selbst vorgenommen werden, wenn man sich wirklich sicher ist, die Feinheiten zu verstehen. Immerhin wirken bis zu 500 Ampere. Kein Zuckerschlecken.

Auf was muss man achten, wenn man ein Doppelbatteriesystem einbauen will?

Wir empfehlen Kabelquerschnitte von mindestens 50 Quadratmillimeter. Je nach notwendiger Länge der Kabel ergibt sich auch ein geringerer oder größerer Kabelquerschnitt. Der Einbau beginnt mit der sicheren Befestigung der Zusatzbatterie. Demnach gibt der Platz im Fahrzeug die mögliche Größe der Batterie vor. Wir nutzten eine 70 Ah AGM-Batterie von Panther-Batterien. Frank Hempel von TripTec zum Kabelbaum: „Die Verkabelung muss unbedingt gut verlegt sein und Scheuerstellen verhindern. Ich ummantele die Kabel zusätzlich mit Automotive-Wellrohr.“ Auch die Massepunkte müssen vor Rost geschützt sein, denn fehlende Masse ist häufig Fehlerquelle Nummer Eins im Bereich Elektrik. Frank fettet alle Massepunkte zusätzlich und nutzt zusätzliche Rostschutzfarbe. Die elektrische Verkabelung nach einem beiliegenden Schaltplan selbst ist einfach. Im Grunde werden beide Batterien über ein Trennrelais verbunden, dass über das von uns genutzte IBS-Steuergerät geschaltet wird. Wichtig: zur Sicherheit sollten wasserdichte Sicherungen an geschützten Stellen eingebaut und verwendet werden. Frank Hempel schützt die Pluspole zusätzlich immer und ausschließlich mit passenden Gummikappen. Die Kabel werden mit selbstklebenden Schrumpfschläuchen versehen. So sind Verschleiß und gammelnde Bauteile auf lange Zeit ausgeschlossen. Wichtig: der Anschluss der Verbraucher muss direkt an der Versorgungsbatterie erfolgen. Daher sollte die Demontage von Verkleidungsteilen zum Einbau des Batteriesystems gleichzeitig zur Verlegung einer Versorgungssteckdose genutzt werden.

Herausforderung bei modernen Fahrzeugen

Moderne Autos nutzen oft intelligente Lichtmaschinen um Sprit einzusparen. Demnach wird die Starterbatterie nicht ständig sondern nur bei Bedarf geladen. Das kann für die Versorgungsbatterie nachteilig sein. IBS bietet für diese Fahrzeuge nach neue IBS- DBM20A an. Wir verwenden zusätzlich das RBM Relais Booster Modul. Damit kann bei vollkommen entladener Starterbatterie die Versorgungsbatterie zum Motorstart genutzt werden.

Checkliste für die Anschaffung und Einbau

1.) Alle benötigten Teile vorhanden?
2.) Wo soll die Zusatzbatterie untergebracht werden und wie kann sie sicher befestigt werden?
3.) Wie wird die Kabelführung umgesetzt? Wo wird das Kabel in den Motorraum geführt und wie werden die Kabel befestigt?
4.) Schaltung vorab ausprobieren. Funktionieren alle Bauteile und sind die Kabel in Ordnung und ausreichend dick dimensioniert?
5.) Bei der Verlegung der Kabel auf sichere Befestigung achten und Scheuerstellen sicher ausschließen.
6.) Massepunkte kontrollieren. Lack entfernt? Verbindung großflächig? Eingefettet?
7.) Microcontroller am Steuerteil korrekt stecken. Die Bedienungsanleitung von IBS hilft.

Querschnitt korrekt berechnen:

Formel: (Kabellänge *2 *Stromaufnahme in Ampere)/56 * 0,84 = Querschnitt zulässiger Spannungsabfall bei 12 Volt 7% – 0,84 V

Welche Batterien kann man verwenden, wenn man ein Doppelbatteriesystem einbauen will?

Erhältlich sind ganz unterschiedliche Batterietypen. Wir griffen auf eine AGM Batterie der Firma Panther Batteries zurück. Absorbent Glass Mat (AGM) ist eine Bauform des Bleiakkumulators, bei der der Elektrolyt in einem Vlies aus Glasfaser gebunden ist. Diese absorbierende Glasmatte absorbiert die Batteriesäure und ermöglicht eine effizientere Nutzung des Zellenvolumens, ganz ohne Elektrolyt-Becken, wie sie in herkömmlichen gefluteten Batterien notwendig sind. Bei normalen Betriebsbedingungen gewährleistet die Verwendung eines individuellen Zellventil-Designs und eines Glasmatten-Plattenseparators, dass es zu einer Gasrekombination kommt und kein Wasser verloren geht. Damit werden Elektrolytbecken überflüssig und der Nutzer muss die Batterie nicht warten. Das Einweg-Entlüftungssystem sorgt in jeder Zelle für Teildruck und gewährleistet somit 100 % Auslaufsicherheit und eine sichere Handhabung.

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