Griechenland gehört zu den Ländern, von denen Wohnmobilreisende gern schwärmen. Einsame Buchten, Olivenhaine, Sonne, Meer und irgendwo dazwischen das Wohnmobil mit geöffneter Tür. Bei uns wollte dieses Bild allerdings nie so richtig funktionieren. Dabei haben wir es wirklich versucht. Während unserer Langzeitreise waren wir gleich dreimal mit unserem Expeditionsmobil Charly in Griechenland: im Februar und März 2023, noch einmal im Oktober 2024 und schließlich Ende 2024 auf dem Weg von der Türkei zur Fähre nach Italien.
Wir fanden schöne Strände, ruhige Plätze und Menschen, die uns ausgesprochen herzlich halfen. Wir hörten nachts Schakale, sahen Flamingos und Pelikane und trafen sogar einen Mechaniker, der unsere kaputte Kraftstoffleitung reparierte und für seine Arbeit kein Geld haben wollte.
Wir erlebten aber auch eine ziemlich merkwürdige Begegnung mit zwei Männern an einem Strand. Die beiden stritten und beschimpften sich direkt vor unseren Augen, einer holte schließlich einen Schlagstock heraus und der andere flüchtete. Danach erklärte uns der Mann mit dem Schlagstock, der andere sei ein Gauner. Wenn wir länger dort stehen wollten, würde er auf uns aufpassen und uns beschützen – vor allem, falls wir Geld oder Gold dabeihätten.
Dazu kamen Reifenprobleme, die uns noch monatelang begleiten sollten, und bei unserer dritten Griechenlandreise rutschten wir mit unserem 8-Tonnen-Lkw auch noch einen schlammigen Hang hinunter.
Irgendwann hatten wir schlicht das Gefühl: Griechenland und wir – das wird keine große Liebe mehr.
Für eine Wohnmobilreise hat das Land trotzdem einiges zu bieten. Gerade beim Freistehen und Parken sollte man die aktuellen Regeln allerdings kennen. Dazu kommen teils hohe Autobahngebühren, einige Besonderheiten bei der Gasversorgung und Verkehrsregeln, die sich in den vergangenen Jahren verändert haben.
Steckbrief
Griechenland liegt im Südosten Europas und besteht aus dem Festland sowie zahlreichen Inseln. Hauptstadt ist Athen. Das Staatsgebiet umfasst knapp 132.000 Quadratkilometer. Zum 1. Januar 2025 lebten nach Schätzung der griechischen Statistikbehörde rund 10,37 Millionen Menschen im Land.
Amtssprache ist Griechisch. Auf Straßenschildern werden größere Orte meist zusätzlich in lateinischer Schrift angegeben. Griechenland gehört zur Europäischen Union und zum Schengenraum, bezahlt wird mit Euro.
Die Zeitzone liegt eine Stunde vor Deutschland. Wenn es in Deutschland also 12 Uhr ist, ist es in Griechenland bereits 13 Uhr.
Einreise nach Griechenland
Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise unkompliziert. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass reicht aus. Für das Wohnmobil gehören Führerschein, Zulassungsbescheinigung und Versicherungsnachweis ins Fahrzeug. Ein in der EU ausgestellter Führerschein wird auch in Griechenland anerkannt. Welche Grenzkontrolle dich erwartet, hängt von deiner Route ab. Zwischen Bulgarien und Griechenland gibt es seit dem 1. Januar 2025 grundsätzlich keine regulären Personenkontrollen mehr. Ausweis oder Reisepass solltest du trotzdem griffbereit haben, denn Stichproben und vorübergehende Kontrollen bleiben möglich. An den Grenzen zu Albanien, Nordmazedonien und zur Türkei sieht es anders aus. Dort überquerst du eine Schengen-Außengrenze und musst mit regulären Passkontrollen rechnen.
Freistehen mit dem Wohnmobil in Griechenland
Beim Freistehen ist die Rechtslage in Griechenland etwas komplizierter. Seit 2025 gelten neue beziehungsweise präzisierte Vorschriften für Wohnmobile und Wohnwagen. Verboten sind Camping und das Abstellen von Wohnmobilen unter anderem an archäologischen Stätten, Stränden und Küstenbereichen, an den Rändern öffentlicher Wälder und grundsätzlich auf öffentlichen Flächen. Gleichzeitig enthält das Gesetz aber eine wichtige Einschränkung: Die normalen Parkregeln der griechischen Straßenverkehrsordnung bleiben davon unberührt.
Nachdem die Neuregelung zunächst für reichlich Verwirrung gesorgt hatte, stellte das griechische Tourismusministerium im Mai 2025 ausdrücklich klar: Wohnmobile dürfen dort halten und parken, wo es die Straßenverkehrsordnung erlaubt. Entscheidend ist deshalb die Trennung zwischen Parken und Campieren.
Steht dein Wohnmobil legal auf einem Parkplatz, darfst du keinen zusätzlichen öffentlichen Raum beanspruchen. Markise, Tisch, Stühle oder andere Campingausrüstung bleiben also im Fahrzeug. Für Verstöße gegen die Campingvorschriften kann ein Bußgeld von 300 Euro verhängt werden.
Für größere Wohnmobile gibt es außerdem eine zeitliche Einschränkung: Fahrzeuge mit mehr als 7,50 Metern Gesamtlänge dürfen innerhalb von Ortschaften grundsätzlich nicht länger als 24 Stunden durchgehend am selben Platz parken. Für Wohnmobile bis einschließlich 7,50 Meter gilt diese spezielle 24-Stunden-Regel nicht. Örtliche Parkverbote und andere Beschränkungen gelten natürlich trotzdem.
Außerhalb von Ortschaften darf nach der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich nur auf dafür vorgesehenen Flächen oder – sofern nichts dagegen spricht – entsprechend am Straßenrand beziehungsweise Seitenstreifen geparkt werden.
Direkt am Strand würde ich mich heute deshalb nicht darauf verlassen, dass eine Übernachtung erlaubt ist. Gerade viele ältere Griechenland-Reiseberichte zeigen Plätze, die nach der heutigen Rechtslage zumindest genauer geprüft werden sollten.
Unsere Erfahrungen beim Freistehen
Unsere Aufenthalte lagen zwischen 2023 und 2024 und damit vor der aktuellen gesetzlichen Neuregelung. Wir standen damals sehr viel frei und hatten kein einziges Problem mit Polizei oder Behörden.
Gerade während unserer ersten Reise fanden wir große Wiesen, Lagunen und abgelegene Strände. An einem Platz beobachteten wir Pelikane und Flamingos, an anderen tauchten immer wieder Straßenhunde auf.
An einem kleinen Strand führte eine ziemlich holprige Zufahrt hinunter. Mit Charly kamen wir gut durch und hatten den Platz zunächst komplett für uns. Solche Zufahrten fanden wir damals eher praktisch: Wo man nicht ganz bequem hinkommt, steht häufig auch niemand anderes. Ausgerechnet dort hatten wir allerdings eine Begegnung, die unser Gefühl beim Freistehen ziemlich veränderte. Am Strand tauchten zwei Männer auf, die sich direkt vor unseren Augen stritten und gegenseitig beschimpften. Irgendwann holte einer von ihnen einen Schlagstock heraus, woraufhin der andere verschwand. Anschließend kam der Mann mit dem Schlagstock zu uns und erklärte, der andere sei ein Krimineller. Falls wir länger dort bleiben wollten, würde er auf uns aufpassen und uns beschützen – wenn wir ihm dafür Geld oder Gold gäben. So richtig beruhigend wirkte dieses Angebot überraschenderweise nicht. Wir stiegen schnell in unseren Camper und führen viele Kilometer weiter.
Dazu kamen mehrere Berichte über unangenehme Vorfälle auf freien Plätzen auf dem Peloponnes. Danach suchten wir zeitweise bewusst Campingplätze oder Plätze, an denen wir uns wohler fühlten.
Rechtlich würde ich unsere damaligen Erfahrungen heute ohnehin nicht mehr als Orientierung nehmen. Dass uns niemand weggeschickt hat, bedeutet nicht automatisch, dass derselbe Platz 2026 noch erlaubt ist.

Campingplätze
Campingplätze gibt es vor allem in touristischen Regionen, an der Küste und rund um bekannte Reiseziele. Viele sind nur saisonal geöffnet. Wer außerhalb der klassischen Reisezeit unterwegs ist, sollte deshalb vorher prüfen, welche Plätze tatsächlich offen sind. Wir selbst nutzten Campingplätze nur gelegentlich.
Einer ist mir allerdings nachhaltig in Erinnerung geblieben. Nicht wegen der Ausstattung – Waschmaschinen und Trockner waren vorhanden und der Platz an sich völlig in Ordnung.
Es war eher die Ansammlung deutscher Langzeitcamper mit großen Vorzelten, Teppichen unter den Campingtischen, Wäscheleinen und sorgfältig abgesteckten kleinen Camping-Parzellen, die schon bei unserer Ankunft Ratschläge und Meinung über unser Expeditionsmobil kundtaten.
Sagen wir so: Am nächsten Morgen waren wir erstaunlich motiviert, weiterzufahren.
Straßen in Griechenland
Die Hauptstraßen und Autobahnen ließen sich für uns auch mit unserem großen Charly problemlos fahren. Auf Nebenstraßen und in kleineren Dörfern wurde es gelegentlich enger. Alte Ortskerne wurden schließlich nicht mit dem Gedanken gebaut, dass irgendwann ein 8-Tonnen-Expeditionsmobil hindurchrollen möchte. Trotzdem sind wir überall angekommen. Mit einem großen Wohnmobil würde ich auf abgelegenen Strecken trotzdem nicht blind jeder Navi-Abkürzung folgen. Gerade in Bergregionen und Dörfern können schmale Straßen, enge Kurven und parkende Fahrzeuge aus einer vermeintlich praktischen Route schnell eine kleine Rangierübung machen.
Und nach starkem Regen lohnt sich ein genauer Blick auf unbefestigte Zufahrten. Das haben wir auf unserer dritten Griechenlandreise ausgesprochen gründlich gelernt. Wir wollten zu einem Strand hinunterfahren. Der Weg war steil, der Untergrund sah aber fest aus und erschien für unseren geländegängigen Charly zunächst unproblematisch. Was wir nicht erkennen konnten: Unter der trockenen, festen Oberfläche lag völlig aufgeweichter Lehm. Unser LKW begann zu rutschen. Beim Versuch, rückwärts wieder hochzufahren, rutschte das Fahrzeug seitlich in einen abschüssigen Graben. Wir gruben, probierten verschiedene Möglichkeiten und sicherten Charly mit der Seilwinde an einem Baum. Irgendwann war allerdings klar, dass wir aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen würden.
Zwei Männer von einer nahe gelegenen Baustelle organisierten schließlich Hilfe. Wenig später kam ein Grieche mit einem riesigen Radlader, schob zunächst den Graben mit dem schlammigen Lehm zu und zog Charly anschließend zurück auf festen Boden. Danach suchten wir uns in der Nähe einen sicheren Stellplatz und blieben dort erst einmal ein paar Tage.
Für abenteuerliche Zufahrten war unser Bedarf vorerst gedeckt.

Maut in Griechenland
Eine Vignette brauchst du in Griechenland nicht. Auf vielen Autobahnen wird stattdessen an Mautstationen bezahlt. Gerade mit einem hohen Wohnmobil können sich die einzelnen Beträge auf einer längeren Strecke ziemlich schnell summieren. Die Fahrzeugklassen richten sich bei mehreren Autobahnbetreibern vor allem nach Höhe und Anzahl der Achsen. Auf der Olympia Odos und der Aegean Motorway gehören Fahrzeuge bis 2,20 Meter Höhe in Kategorie 2. Fahrzeuge über 2,20 Meter mit zwei oder drei Achsen fallen in Kategorie 3, Fahrzeuge mit vier oder mehr Achsen in Kategorie 4. Damit fällt ein klassisches Wohnmobil häufig nicht mehr in dieselbe Preisklasse wie ein Pkw.
Wir nutzten die Autobahn vor allem während unserer dritten Reise, als wir nach vier Wochen in der Türkei möglichst zügig Richtung Italien wollten. Mit Charly fuhren wir nach dem Grenzübertritt mehr als 300 Kilometer am Stück. Für unsere Reisegeschwindigkeit waren das mehr als fünf Stunden Fahrt. Nach mehreren Wochen mit diversen Pannen wollten wir diesmal keine gemütliche Nebenstraßenroute, sondern einfach Strecke machen. Unsere Erinnerung daran ist ziemlich eindeutig: Billig war es nicht.
An den Mautstationen kannst du je nach Betreiber bar oder mit Karte bezahlen. Für Vielfahrer gibt es außerdem elektronische Transponder. Für eine normale Urlaubsreise reicht die direkte Bezahlung an den Stationen in der Regel aus.
Tanken
Beim Tanken hatten wir in Griechenland keinerlei Schwierigkeiten. Diesel war immer verfügbar, wenn wir ihn brauchten, und auch mit unserem großen Charly kamen wir an den Tankstellen problemlos zurecht.
Auf längeren Strecken durch abgelegene oder bergige Regionen würde ich trotzdem lieber etwas früher tanken, statt die Reserve bis zum letzten Kilometer auszureizen. Das gilt allerdings nicht nur für Griechenland.
Gasversorgung
In Griechenland wird LPG an Tankstellen offiziell als Kraftstoff für den Fahrzeugantrieb geregelt. Eine eindeutige allgemeine Freigabe für Wohnmobil-Gastanks, die das Gas nur zum Kochen und Heizen nutzen, konnten wir nicht finden.
Wer mit einem solchen System reist, sollte deshalb vorher bei der jeweiligen Tankstelle nachfragen und nicht davon ausgehen, dass jede Autogas-Zapfsäule den Tank befüllt.
Normale deutsche Gasflaschen lassen sich in Griechenland nicht regulär tauschen. Wer auf ein griechisches Flaschensystem ausweichen möchte, braucht je nach Anlage einen passenden Regler oder Adapter.
Wir selbst erinnern uns an keine Situation, in der unsere Gasversorgung in Griechenland zum Problem wurde.
Frischwasser und Entsorgung
Beim Frischwasser war Griechenland für uns ausgesprochen unkompliziert. Während unserer ersten Reise fanden wir an vielen Stränden öffentliche Duschen und Wasserhähne. Mit Charlys 180-Liter-Wassertank war das praktisch, denn wir nutzten das Tankwasser zum Kochen, Abwaschen und Duschen. Reines Trinkwasser kauften wir separat. Bei frei zugänglichen Wasserstellen sollte man allerdings nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich um Trinkwasser handelt. Bei unbekannter Herkunft würden wir vorher nachfragen oder das Wasser nur als Brauchwasser nutzen. An Probleme bei der Grau- oder Schwarzwasserentsorgung erinnern wir uns nicht. Wie gut die Infrastruktur auf der eigenen Route ist, würde ich trotzdem vorher über Stellplatz-Apps und Campingplätze prüfen.

Einkaufen
Auch das Einkaufen war für uns in Griechenland unkompliziert. Größere Supermärkte und internationale Ketten wie Lidl findest du in vielen Regionen. Für unseren normalen Wohnmobilvorrat hatten wir keine Probleme. Obst und Gemüse kauften wir gern auf lokalen Märkten. Etwas Bargeld ist dort praktisch, auch wenn Kartenzahlung in Supermärkten, Tankstellen und vielen Restaurants problemlos möglich ist. Bezahlt wird mit Euro.
Internet und Mobilfunk
Griechenland gehört zum EU-Roamingraum. Mit einer deutschen beziehungsweise anderen EU-SIM kannst du dein Handy deshalb grundsätzlich zu den Bedingungen deines Heimattarifs nutzen. Je nach Tarif gelten Fair-Use-Grenzen. Eine wichtige Ausnahme gibt es auf Fähren. Auf See kann sich das Telefon mit einem Satelliten- beziehungsweise Bordnetz verbinden. Dieses fällt nicht unter die EU-Roamingregeln und kann teuer werden. Auf längeren Überfahrten schalten wir mobile Daten deshalb lieber aus beziehungsweise prüfen, mit welchem Netz sich das Handy gerade verbunden hat.
Während unserer ersten Griechenlandreise kauften wir eine lokale Prepaidkarte. Dabei half uns ausgerechnet Yannis, der Besitzer eines Waschsalons, in dem Rico unsere Wäsche gewaschen hatte. Yannis war in Deutschland aufgewachsen, nahm Rico kurzerhand mit in die nächste größere Stadt und erledigte mit ihm nebenbei noch ein paar andere Dinge. So kann SIM-Karten-Kauf natürlich auch funktionieren.
Griechenland mit Hund
Für die Einreise mit Hund aus einem anderen EU-Land brauchst du einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Nach der ersten Tollwutimpfung müssen also mindestens 21 Tage vergangen sein.
Mit Orly hatten wir während unserer Reisen keine besonderen Schwierigkeiten.
Was uns dagegen immer wieder begegnete, waren freilaufende und streunende Hunde. Auf manchen Stellplätzen kamen sie einfach vorbei, schauten sich Charly und uns an und blieben eine Weile. An unserem letzten Strand während der ersten Reise waren es irgendwann so viele, dass bei unserer späteren Eseltour neben fünf Menschen und fünf Eseln auch noch eine wechselnde Zahl Hunde mitlief. Mit eigenem Hund würde ich bei solchen Begegnungen aufmerksam bleiben und Futter nicht offen am Wohnmobil stehen lassen.
Die beste Reisezeit für Griechenland mit dem Wohnmobil
Die Hauptreisezeit liegt im Sommer – für eine Rundreise mit dem Wohnmobil wäre das allerdings nicht unbedingt meine erste Wahl.
Griechenland hat überwiegend mediterranes Klima, gleichzeitig gibt es regionale Unterschiede. In den Bergen ist es deutlich kühler als an der Küste; im Winter kann dort Schnee liegen, während es in tieferen Lagen oft milder bleibt.
Wir waren selbst ausschließlich außerhalb der sommerlichen Hauptsaison unterwegs: im Februar und März sowie im Oktober und November. Das hatte Vorteile. Viele Strände waren leer, wir fanden ruhige Plätze und mussten uns nur selten Gedanken darüber machen, ob irgendwo noch ein weiteres Wohnmobil hineinpasst. Auf der anderen Seite kann außerhalb der Saison touristische Infrastruktur eingeschränkt oder geschlossen sein. Herbst und Winter bringen außerdem häufiger Regen.

Unser Fazit zu Griechenland mit dem Wohnmobil
Wir haben Griechenland wirklich mehrere Chancen gegeben. Bei unserer ersten Reise verbrachten wir mehrere Wochen im Land und es hat nicht so richtig „gefunkt“. 2024 kamen wir bewusst noch einmal zurück, weil so viele andere Reisende von Griechenland schwärmten und wir wissen wollten, ob wir beim ersten Mal einfach einen schlechten Start erwischt hatten.
Später führte uns die Route nach der Türkei sogar ein drittes Mal durchs Land.
Es hat trotzdem nie richtig gepasst.
Das heißt nicht, dass wir Griechenland grundsätzlich schlecht fanden. Wir standen an schönen Stränden, beobachteten Flamingos, hörten nachts Schakale zwischen Olivenhainen und trafen Menschen, die uns unglaublich hilfsbereit begegneten. Aber das Flair sprang bei uns einfach nicht über.
Dazu kam irgendwann fast schon eine unglückliche Verbindung mit unserem Expeditionsmobil Charly. In Griechenland begannen unsere Reifenprobleme, die uns anschließend noch monatelang durch die Reise begleiteten. Bei der letzten Durchfahrt rutschten wir dann auch noch mit dem kompletten Fahrzeug einen schlammigen Hang hinunter und mussten uns von einem Radlader retten lassen.
Griechenland konnte dafür natürlich nichts. Besonders geholfen hat es unserer Beziehung zum Land aber auch nicht.
Für Wohnmobilreisende ist vieles unkompliziert: Einkaufen, Tanken und die Wasserversorgung waren für uns nie ein Problem. Teurer wurde es auf den Autobahnen, und beim Freistehen muss man heute deutlich genauer auf die aktuellen Regeln achten als noch während unserer Reisen.
Wir würden Griechenland deshalb niemandem ausreden. Nur für uns bleibt nach drei Aufenthalten ziemlich nüchtern die Erkenntnis: Es war einfach nicht unser Land.
















