Test Qool-Passiv-Kühlbox

Wir testen, ob die Box sieben Tage kühlt

Test Qool-Kühlbox
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Vor einer Woche hatten wir ihn schon angekündigt: Den Test der Qool-Passiv-Kühlbox, die ohne Strom funktioniert. Sieben Tage soll die Box den Inhalt kühl halten. Das haben wir getestet.

Der Vanlifemag.de-Test der Qool-Passiv-Kühlbox

Zum Testen haben wir, neben der blauen Kühlbox, vier rote Kühlakkus verwendet. Sie sollen, auf mindestens minus 18 Grad heruntergekühlt, den Inhalt (16 0,5-Liter-Flaschen oder Lebensmittel für zwei Personen) sieben Tage bei einer Temperatur von minus 2 bis plus 2 halten. Freilich, das funktioniert nur, wenn der zu kühlende Inhalt vorher ebenfalls auf diese Temperatur gebracht wurde.

Test Qool-Passiv-Kühlbox Tag 1
Die vier Kühlakkus haben zum Testbeginn eine Temperatur von minus 19 Grad, die 16 Flaschen sind auf 7,7 Grad vorgekühlt.

Ist das nicht der Fall, so wie bei unserem Test, müssen die Akkus ihn herunterkühlen. Denn wir haben unsere 16 Halbliter-Wasserflaschen in unserem Kühlschrank lediglich auf etwas mehr als sieben Grad heruntergekühlt. Die vier Kühlakkus weisen zum Testbeginn dafür eine Temperatur von minus 19 Grad auf.

Sieben Tage in der Passiv-Kühlbox

Also ab mit den Akkus und den Flaschen in die Box. Der Hersteller weist darauf hin, dass die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn zwei Akkus seitlich stehen und zwei oben auf dem Kühlgut. Das ist jedoch in der Handhabung umständlich, grade, wenn man öfter etwas aus der Box herausnehmen will. Wir haben daher zwei Akkus unten in die Box gelegt, die anderen beiden seitlich gestellt und die Flaschen samt unserem Funk-Thermometer hineingepackt. Deckel drauf und zu.

Test Qool-Passiv-Kühlbox – Außentemperatur
Außen auf die Box legen wir ein zweites Funkthermometer, damit wir auch diesem Wert messen können.

Obendrauf legen wir ein zweites Funkthermometer, damit wir die Außentemperatur messen können. Die Box lassen wir draußen in einem überdachten Bereich stehen, den die Sonne zwar nicht direkt erreicht aber tagsüber aufheizt. An die Temperaturen, die in einem in der Sonne geparkten Fahrzeug erreicht werden, kommen wir so nicht heran, nähern uns der Praxis mit so einer Box aber an. Denn beim Kühlen spielen auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht durchaus eine Rolle.

Test Qool-Passiv-Kühlbox – Tag 2
Nach einem Tag hat die Box die 16 Flaschen auf gute vier Grad heruntergekühlt.

Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass die Flaschen durch die Akkus dann auch tatsächlich weiter heruntergekühlt wurden. Zwar nicht auf die plus 2 Grad aber immerhin auf 4,3 Grad. Wie in unserem Testszenario vorgesehen, entnehmen wir eine Flasche am Vor- und eine am Nachmittag. An diesem ersten Tag ist das Wetter bewölkt, die Außentemperatur beträgt zwischen 15 und 25 Grad.

Tag 3 des Tests mit der Qool-Passiv-Kühlbox

An Tag drei ist die Temperatur in der Box noch weiter gesunken. 3,2 Grad messen wir. Leider ist unser Außenthermometer ausgefallen und will sich heute auch nicht wieder melden. Ein Blick auf ein anderes Thermometer zeigt aber, dass sich die Temperatur in ähnlichem Rahmen bewegt wie am Vortag.

An Tag Vier meldet sich unser Außenthermometer zurück und zeigt am Nachmittag knapp 38 Grad an. Die Innentemperatur steigt von 3,8 vormittags auf 4,7 Grad am Nachmittag. Tags darauf fällt das Außenthermometer wieder aus, innen steigt die Temperatur auf 6,3 Grad, denn es ist auch heute wieder ein heißer Tag.

Am fünften Tag stellen wir dann kurzerhand die Basisstation nach draußen, denn der zweite Sender scheint endgültig den Geist aufgegeben zu haben. An den Batterien liegt es jedenfalls nicht, die haben wir mehrfach gecheckt und getauscht. Auch heute ist es wieder relativ heiß. Die Temperaturen klettern von rund 25 bis auf gute 30 Grad. Unsere Flaschen, die am Morgen noch eine Temperatur von 5,6 Grad aufweisen, erwärmen sich über den Tag auf 6,1 Grad, kühlen sich erstaunlicherweise aber zum Abend hin wieder auf 3,9 Grad herunter.

Test Qool-Kühlbox – der Inhalt
Unser Flaschenbestand hat kräftig abgenommen. Wir heben jeden Tag zwei Flaschen entnommen. Das der Sender für das Thermometer liegt weiterhin zwischen den Flaschen.

Der letzte Tag. Die Innentemperatur zwischen den restlichen Flaschen beträgt 4,4 Grad, außen messen wir bereits am Vormittag knapp 32 Grad. Die entnommene Wasserflasche beschlägt, das Wasser ist angenehm kühl.

Fazit unseres Tests der Qool-Passiv-Kühlbox

Unser Fazit lautet daher: Unseren Test hat die Qool-Passiv-Kühlbox ohne Strom grundsätzlich bestanden. Die Qool-Kühlbox hat ohne Strom unsere Wasserflaschen über die sieben Tage ausreichend kühl gehalten. Dass wir die angegebene Temperatur von um die zwei Grad nicht erreichen konnten, war klar, denn dazu hätten wir unsere Flaschen vorab weiter herunterkühlen müssen. Das konnte die Box also gar nicht schaffen. Dennoch hat sie die Temperatur über den Testzeitraum gut gehalten.

Test Qool-Kühlbox – beschlagene Flasche nach sieben Tagen
Auch nach sieben Tagen beschlägt die Flasche beim Herausnehmen noch. Das Wasser ist schön kühl.

Abstriche muss man natürlich machen, wenn man die Box öfter öffnet und vor allem, wenn man ungekühlte Dinge hineingibt. Dann nimmt die Kühlleistung unweigerlich ab. Für den verlängerten Wochenendtrip mit dem Campervan ist sie jedoch uneingeschränkt geeignet, für den Nachmittag am Baggersee ohnehin.

Weitere Infos und Tests zu Kühlboxen …

… findet ihr in unserer Rubrik DIY und Ausrüstung.

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