Reise mit Hund
Wer mit Hund reist muss einiges beachten. Aber was? Wir erzählen es.

VANLIFE – REISE MIT HUND

Hunde begleiten viele Reisende. Auf was müssen sie achten? Wir haben Claudia gefragt.

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Wer mit Hunden auf lange Reisen geht, der muss sich und seinen Liebling vorbereiten. Wir sprachen mit Claudia von Canis on the Road, die einen Reiseführer für die Reise mit Hund herausgibt, über Wege, das eigene Tier vorzubereiten und die Reise selbst stressfrei zu gestalten.

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Gerade wenn man mit Hunden reist, muss es vermieden werden, Stress zu bereiten. Dazu zählen hektische Städte, dichtes Gedränge, extrem laute Musik und sehr lange Fahrten. Hunde müssen während der Fahrt permanent alles ausbalancieren, was sie viel Kraft kostet. Kostet. Daher ist es gemäß der Erfahrung von Claudia wichtig, Strecken auf maximal 300 km zu beschränken und dabei regelmäßige Pausen zu machen.

Hunde finden die Gemeinschaft gut. Nur der Halter muss es sich trauen.
Hunde finden die Gemeinschaft gut. Nur der Halter muss es sich trauen.

Reise mit Hund als Herausforderung

Befragt nach den größten Herausforderungen für das Reisen mit Hund erzählt Claudia, dass es oft schwierig sei, geeignete Stellplätze zu finden. Hunde lieben die Natur und gerade im Sommer schattige Plätze, weil die Temperaturen gefühlt jedes Jahr steigen. Ansonsten erlebt man häufig, dass man mit dem Hund nicht überall hinein darf. Das nehmen viele Hundebesitzer aber gerne in Kauf, weil sie sich bewusst für ein Leben mit Hund entschieden haben.

Auch eine Hundehaftpflicht sollte unbedingt bei Reisen mit an Bord sein. Ein Gespräch mit einem spezialisierten Versicherungsmakler bringt wichtige Hinweise, gerade in Bezug auf die konkrete Hunderasse. Die direkte Vorbereitung auf eine Reise sei mit, so erzählt es Claudi, Baldrian und Vitamin B-Komplex möglich. Das wirke in Kombination schonend beruhigend.

Beschäftigung ist wichtig

Doch wie beschäftigt man seinen Hund auf langen Reisen? Das ist sei davon abhängig, erzählt Claudi, wie der Hund im Alltag ausgelastet wird und woran er gewöhnt ist. Das kann und sollte man auf der Reise fortsetzen. Tatsächlich sind die Reise und die neue Umgebung, mit neuen Gerüchen, für einige Hunde eine Herausforderung und auch ein Erlebnis, weil der gewohnte Rahmen mit den Gassi-Partnern wegfällt und alles neugierig beschnuppert wird.  Eine tolle Beschäftigung kann dann vor Ort das Mantrailing sein, weil es für den Einstieg sehr simpel ist. Man braucht nur ein wenig Dosenfutter, einen Beutel und eine Leine, mit der man, ohne dass der Hund es sieht, eine Fährte von Punkt A nach Punkt B legt und den Hund diese suchen lässt. Man lernt dadurch die Kontrolle abzugeben und den Hund seine Stärken, in diesem Fall den Geruchssinn, zu trainieren. Aber: z.B. in Spanien ist es mit Hund schwierig, weil Hunde häufig verboten werden (Gastro, Bus, Bahn, Strand etc.). Es gibt zwar nicht mehr so viele Straßenhunde, dafür aber einige Jagdhunde, die in zugekoteten Zwingern ihr Leben fristen und im Stich gelassen werden. Das macht häufig fassungslos. Die Gesetze sind theoretisch vorhanden, doch sie werden nicht umgesetzt.

Claudia und ihr Partner
Claudia und ihr Partner.

Claudia erzählt auf die Frage hin, ob Hunden die Gemeinschaft auf langen Reisen fehlen würde: „Wir Hundebesitzer sind sowas von international. Das würde ich klar verneinen, weil Hunde meist kommunikativ sind und nicht in Schubladen denken. Meist ist es die Angst am Ende der Leine, die für komische Situationen sorgt. In Portugal auf dem Steg nahm eine Frau mit Gucci-Tasche Ihren Westi schon aus 100 Metern Entfernung auf den Arm. Mein Schatz schnappte sich unseren 40 kg Aron auf den Arm, um Ihr Verhalten zu spiegeln. Den Blick und das Gelächter vergessen wir nie.

All ihre Erfahrung mit Hunden auf Reisen bewegte Claudia dazu, ein Buch bzw. Reiseführer darüber zu schreiben. Sie brach mit ihrem Partner aus ihrem alten Leben aus, Haus und Autos wurden abgegeben und der Lebensmittelpunkt in einen Campervan verlegt. Mit drei Hunden an Bord, ließen sie sich treiben, wobei auffiel, dass es keinen Reiseführer für dieses Reisen mit Hunden gab. Claudia schrieb diesen dann.

Reise mit Hund
Entspannungsphasen und Pausen auf langen Reisen sind für Hunde absolut notwendig.

Wer sich und seinen Hund vorbereitet, kann eine schöne und auch lange Reise genießen. Claudia gibt in ihrem Buch Tipps und Empfehlungen zu tollen Destinationen und Geheimtipps.

Instagram @canisroad

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