Weißer VanCraft Waypoint XL Campervan mit geöffneter Seitentür in einer kargen Landschaft
Der VanCraft Waypoint XL als ausgebauter Mercedes Sprinter mit geöffneter Seitentür und integrierter Küche. (Foto: van-craft.com)

Waypoint XL: Großer Sprinter-Campervan mit viel Raum

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Der VanCraft Waypoint XL ist ein Campervan für Leute, denen ein klassischer Kastenwagen oft zu knapp gedacht ist. Basis ist der Mercedes Sprinter 170 Zoll, also langer Radstand. Genau so tritt er auf: als großes Reisefahrzeug für Familien, Freundesgruppen und längere Touren. Die Daten sprechen eine klare Sprache: sechs Sitzplätze, Schlafplätze für vier bis fünf Personen, rund 6,71 Meter Länge und ein angegebener Verbrauch von etwa 11,8 Litern auf 100 Kilometer. Trotzdem bleibt der Waypoint XL ein Van und kein ausgewachsenes Wohnmobil. Darin steckt sein Reiz. Er verbindet die Wendigkeit eines Sprinter-Ausbaus mit erstaunlich viel Stauraum, Schlafkomfort und Offgrid-Technik.

Ein Campervan für größere Crews und lange Etappen

Innenansicht des VanCraft Waypoint XL mit Bett, Küche, Sitzbank und Fahrerhaus
Mercedes-Sprinter-Campervan mit Schlafbereich, Küche und Sitzgruppe. (Foto: van-craft.com)

Der Waypoint XL ist klar auf Gruppen ausgelegt, die mehr einpacken als nur Gepäck für ein Wochenende. Die Sitzkonfiguration bietet Platz für sechs Personen. Im Innenraum arbeiten dafür unter anderem Leder-Sitzbänke mit Beckengurten. Für Vanlife ist das ein wichtiger Punkt. Viele kompakte Camper funktionieren zu zweit sehr gut, kommen mit Kindern, Freunden oder längerem Reisegepäck aber schnell an ihre Grenzen.

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Beim Waypoint XL geht es nicht nur um mehr Sitzplätze, sondern um eine insgesamt großzügigere Nutzungsidee. Er wird als Fahrzeug für größere Gruppen, längere Reisen und zusätzlichen Stauraum beschrieben. Eine abweichende Angabe in der allgemeinen Modellübersicht nennt allerdings vier Sitzplätze und 23 Fuß Länge. Auf der eigentlichen Produktseite stehen für den Waypoint XL dagegen sechs Sitzplätze und 22 Fuß Länge im Vordergrund.

Schlafen längs statt quer: ein Detail mit großer Wirkung

Besonders spannend ist das Schlafkonzept. Das Hauptbett liegt in Nord-Süd-Richtung und misst rund 1,93 Meter in der Länge. Wer schon einmal quer in einem Van geschlafen hat, kennt den Unterschied. Längsschlafen fühlt sich deutlich weniger nach Kompromiss an, vor allem für größere Reisende. Die Matratze ist etwa 15 Zentimeter stark und besteht aus Memory Foam. Zwei Personen finden hier Platz, ohne dass jede Bewegung sofort zur kleinen Nachtwanderung wird.

Die Sitzgruppe wird zum zweiten Bett

Zusätzlichen Schlafraum schafft die L-Sitzbank. Sie lässt sich optional in ein zweites Bett verwandeln und bietet dann Platz für zwei weitere Gäste. Damit passt der Waypoint XL gut zu Familien oder zu Reisenden, die nicht jeden Abend ein Zelt neben dem Van aufstellen möchten. Die offizielle Schlafkapazität liegt bei vier bis fünf Personen. Das macht ihn innerhalb der Sprinter-Camper zu einem deutlich gruppentauglicheren Ausbau.

Kompakte Küche, viel Alltagstauglichkeit

Die Küche bleibt bewusst kompakt, ist aber auf echte Nutzung unterwegs ausgelegt. An Bord sind ein Edelstahl-Spülbecken, ein flächenbündig eingebautes Induktionskochfeld und eine 75-Liter-Kühl-Gefrier-Kombination. Gerade die Kühlung zählt auf längeren Touren. Wer mehrere Tage abseits von Supermärkten steht, braucht mehr als eine kleine Getränkebox.

Der drehbare Beifahrersitz erweitert den Wohnraum, wenn der Van steht. Aus Fahrerhaus und Ausbau wird dadurch ein offenerer Bereich, der sich nicht wie zwei getrennte Welten anfühlt. Dazu kommt ein Technikbereich mit Touchscreen, Bluetooth-fähiger Batterieüberwachung, Lichtsteuerung, Heizungsbedienung und Ladeanschlüssen. Praktisch ist auch die Aufteilung der Stromanschlüsse: sechs 110-Volt-Steckdosen und acht USB-Ports sind im Fahrzeug verteilt. Für deutsche Nutzer ist die 110-Volt-Angabe ein klarer Hinweis auf die US-Ausrichtung des Fahrzeugs.

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Der eigentliche Star: die Garage unter dem Bett

Das stärkste Detail des Waypoint XL sitzt unter dem Bett. Dort liegt eine Garage mit rund 1,98 Kubikmetern Stauraum, etwa 89 Zentimetern Höhe und rund 2,03 Metern Tiefe. Das klingt nüchtern, macht im Vanlife-Alltag aber den Unterschied. Mountainbikes passen durch die Höhe besser hinein, lange Ausrüstung wie Ski, Boards oder anderes Outdoor-Equipment findet durch die Tiefe Platz.

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Stauraum für Sport, Schmutz und spontane Pläne

Für aktive Reisende ist diese Heckgarage mehr als ein Gepäckraum. Sie trennt schmutzige, sperrige Ausrüstung vom Wohnbereich. Nach einer Tour kann Material verstaut werden, ohne dass der Innenraum sofort zum Lagerraum wird. Dazu passt die Warmwasser-Außendusche im Garagenbereich. Sie eignet sich zum Abduschen nach einer Wanderung oder zum Reinigen von Ausrüstung. Optional sind zusätzliche Stauraum-Upgrades vorgesehen, die den Bereich noch stärker auf einen aktiven Lebensstil zuschneiden.

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Offgrid-Technik für Touren abseits fester Plätze

Der Waypoint XL setzt auf ein dachmontiertes Solarsystem mit 375 Watt und eine Lithium-Batteriebank. Die Energieversorgung wird über ein Dual-Input-Ladesystem unterstützt, das die Batterie sowohl über das Solarpanel als auch über den Motor lädt. Der Anspruch ist klar: länger frei stehen, weniger abhängig von Steckdosen sein.

Auch die Wasserversorgung passt zu diesem Konzept. Der Frischwassertank fasst rund 151 Liter und dient zum Duschen, Kochen und Reinigen. Befüllen, Entleeren, Überwachen und Winterfestmachen sollen an einer zentralen Stelle möglich sein. Für kühle Regionen ist serienmäßig ein höhentauglicher Espar-Dieselheizer verbaut. Dazu kommen Vier-Jahreszeiten-Isolierung, Geräuschdämmung und Feuchtigkeitsmanagement. Optional ist eine Offgrid-Klimaanlage erhältlich, die den hinteren Dachlüfter ersetzt und ausschließlich über die Solar-Batteriebank betrieben werden kann.

Außen robust, innen wohnlich

Außen zeigt der Waypoint XL die typische Abenteuer-Seite eines ausgebauten Sprinters. Er besitzt Allradantrieb, rund 24 Zentimeter Bodenfreiheit und ist auf Untergründe wie Schlamm, Sand oder unebenes Gelände ausgelegt. Die Anhängelast liegt bei rund 2.268 Kilogramm. Eine Heckleiter erleichtert den Zugang zum Dach, wo ein modulares Dachträgersystem mit integrierten Solarpanels zusätzlichen Platz für Zubehör oder Ladung schafft.

Zur Ausstattung gehören außerdem ein robuster Haubenschutz gegen Steinschlag, Hagel und Schmutz sowie integrierte Zusatzleuchten. Zwei Dachlüfter unterstützen die Luftzirkulation im Innenraum. Hinter dem Lenkrad warten ein 10,25-Zoll-Infotainmentsystem, eine Birds-Eye-Rückfahrkamera, Apple CarPlay, intuitive Bedienelemente und komfortorientierte Sitze.

Materialien mit warmem Charakter

Innen setzt VanCraft auf weiße Eichenarbeitsflächen, Ahornwände, strukturierte Tweed-Decken, wetterfesten Vinylboden und Schränke aus birkenbasiertem Material mit robuster Laminatoberfläche. Der Boden ist auf Schmutz, Wasser und Verschleiß ausgelegt. Damit wirkt der Ausbau nicht nur wohnlich, sondern auch reisefest.

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In Deutschland eher ein Exot

Der Waypoint XL ist klar in den USA verortet. Die Kontaktangaben und der Preis sind auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. Für Interessenten in Deutschland dürfte es deshalb schwieriger sein, ein solches Fahrzeug direkt zu kaufen als bei einem hier regulär angebotenen Campervan. Gerade dieser Umstand macht ihn aber auch interessant: Er zeigt, wie großzügig ein Sprinter-Ausbau gedacht werden kann, wenn Stauraum, Schlafplätze und Offgrid-Technik konsequent zusammengeführt werden.

Der Einstiegspreis des VanCraft Waypoint XL liegt bei 158.000 US-Dollar.

FAQ

Für wen eignet sich der VanCraft Waypoint XL am besten?

Der Waypoint XL eignet sich vor allem für Reisende, denen klassische Campervans zu knapp geschnitten sind. Besonders Familien mit Kindern, sportlich aktive Paare mit viel Ausrüstung oder Freundesgruppen profitieren vom großzügigen Raumangebot. Sechs Sitzplätze, vier bis fünf Schlafplätze und die große Heckgarage machen ihn interessant für längere Reisen, bei denen Kleidung, Outdoor-Equipment und Vorräte mit an Bord sein sollen. Gleichzeitig ist er für Menschen gedacht, die keinen riesigen Alkoven oder Liner fahren möchten, sondern lieber das Fahrgefühl eines ausgebauten Sprinters behalten. Genau diese Mischung aus Beweglichkeit, Stauraum und Tourentauglichkeit macht sein Konzept so spannend.

Was macht den Waypoint XL im Alltag und auf Reisen besonders praktisch?

Seine Alltagstauglichkeit entsteht aus vielen kleinen, gut kombinierten Lösungen. Das Längsbett sorgt für mehr Schlafkomfort, die umbaubare Sitzgruppe erweitert die Nutzung flexibel, und die kompakte Küche ist auf echte Reisepraxis ausgelegt. Besonders stark ist jedoch die große Garage unter dem Bett. Sie schafft Platz für Fahrräder, Ski, Taschen oder schmutzige Ausrüstung, ohne dass der Wohnraum leidet. Dazu kommen viele Stromanschlüsse, ein übersichtliches Techniksystem und eine Außendusche mit Warmwasser. So wirkt der Waypoint XL nicht wie ein Showfahrzeug, sondern wie ein Van, der für längere Touren, spontane Stopps und aktive Reisen wirklich durchdacht wurde.

Welche Punkte sollten Interessenten in Deutschland vor dem Kauf beachten?

Für Käufer in Deutschland ist vor allem wichtig, dass der Waypoint XL klar für den US-Markt entwickelt wurde. Das betrifft nicht nur den Preis in US-Dollar, sondern auch Details wie 110-Volt-Steckdosen, Marktverfügbarkeit und vermutlich auch Fragen zu Import, Zulassung, Service und Ersatzteilen. Wer sich ernsthaft für dieses Modell interessiert, sollte also nicht nur auf Ausstattung und Design schauen, sondern auch die praktischen Folgen eines Imports bedenken. Dazu gehören Transportkosten, steuerliche Fragen und mögliche Anpassungen an europäische Standards. Der Reiz des Fahrzeugs ist groß, aber gerade im deutschen Markt bleibt der Waypoint XL eher ein spannender Exot als ein unkomplizierter Standardkauf.

Bilder: Hersteller

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