CAMPING-KÜHLSCHRANK 1×1 – DAS KOMPRESSOR-SYSTEM

Die Kühlschränke und -boxen, die wirklich kühlen

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Im dritten Teil unseres Camping-Kühlschrank 1×1 schauen wir uns das Kompressor-System an. Geräte mit diesem System sind zwar in der Regel teurer als Absorber-Geräte und erst recht als Peltier-Geräte, dafür bieten sie die beste Kühlleistung beim geringsten Stromverbrauch.

Nach dem Lesen unserer drei Teile des Kühlschrank 1×1 könnt ihr nun entscheiden welches System sich für euren Zweck am besten eignet.

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Unterwegs Lebensmittel und Getränke kühlen

Es ist im Reisemobil wie zu Hause: Manche Lebensmittel müssen gekühlt werden und auch das eine oder andere Getränk schmeckt kalt besser als warm. Während im eigenen Heim und im industriellen Bereich in der Regel Kühlschränke mit Kompressor zum Einsatz kommen, bieten sich im Wohnmobil noch weitere Möglichkeiten. Hier kommen auch Kühlschränke und Kühlboxen, die nach dem Peltier- oder dem Absorber-Prinzip arbeiten, zum Einsatz. Da auch die Kosten für die Anschaffung und den Betrieb ein nicht zu unterschätzender Faktor sind, gilt es vor dem Kauf zu überlegen, was das Gerät leisten soll und welche Energiequelle man dafür nutzen will.

Camping-Kühlschrank 1×1 – das Kompressor-System

Das Kompressor-Kühlsystem kann mit 12 und 24 Volt oder mit Netzspannung betrieben werden. Ein Betrieb mit Gas oder anderen Energiequellen ist hier jedoch nicht möglich. Dafür zeichnet es sich durch den höchsten Wirkungsgrad aller Kühltechniken aus und verfügt über eine sehr hohe Kühlleistung. Die meisten Kompressor-Boxen kühlen bis weit in den Minus-Bereich herunter – völlig unabhängig von der Außentemperatur. Manche Boxen verfügen auch über zwei getrennte Kühlräume, von denen einer tiefkühlen und einer kühlen kann. Dabei wird das Kühlfach jedoch meist vom Tiefkühlfach mitgekühlt und verfügt über keinen eigenständigen Kreislauf.

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Das Prinzip des Kompressor-Kühlschranks
Grafik: Patrik Nadler

Bei dieser Technik saugt ein Kompressor dampfförmiges Kältemittel aus dem Verdampfer an und drückt es in einen Kondensator. Im Kondensator gibt das Kältemittel Wärme ab und verflüssigt sich. Das flüssige Kältemittel wird durch ein Kapillarrohr, also ein dünnes Rohr, das als Drosselstelle fungiert, in den Verdampfer geleitet. Im Verdampfer wird das Kältemittel aus der dünnen Kapillarröhre dann in ein größeres Rohr eingespritzt. Durch den geringeren Druck verdampft das Kältemittel und entzieht dem Kühlraum Wärme. Das nun wieder gasförmige Kältemittel wird erneut vom Kompressor angesaugt, und der Kreislauf beginnt erneut. Die Temperaturregelung erfolgt über ein Thermostat, der den Kompressor je nach gewünschter Temperatur ein- oder ausschaltet.

Abgesehen davon, dass ein Kompressor-Kühlschrank nur mit Strom betrieben werden kann, besteht sein Nachteil vor allem in einer höheren Geräuschentwicklung und Vibrationen beim Betrieb und den recht hohen Anschaffungskosten. Steht man autark und ohne Landstrom, muss außerdem für ausreichend Strom in den Bordbatterien gesorgt werden. Entscheidet man sich für eine Kompressor-Lösung im Reisemobil, ist das daher eigentlich auch immer eine Entscheidung für Solarstrom.

Vorteile:

  • hoher Wirkungsgrad
  • hohe Kälteleistung bis weit in den Minusbereich
  • konstante Kühlung auch bei hohen Außentemperaturen
  • niedriger Energiebedarf
  • mit 12, 24 oder 230 Volt zu betreiben
  • relativ neigungsunempfindlich
  • größere Geräte möglich

Nachteile:

  • höhere Anschaffungskosten
  • bei Betrieb über Bordbatterien ausreichende Akku-Kapazität notwendig (z. B. Zweitbatteriesystem und Solaranlage)
  • Geräuschentwicklung und Vibrationen, wenn der Kompressor läuft

Unser Camping-Kühlschrank 1×1 besteht aus drei Teilen

Weitere Tipps rund um die Vanlife-Technik …

… findet ihr in unserer Rubrik “DIY und Ausrüstung”.

Living off the Road
Living off the Road
ISBN 978-3-613-50922-1
Preis 29,90 EUR

Infos sowie Tricks zum Thema Ausbau von Campervans und Reisefafahrzeugen findet ihr im Buch “Living off the Road” aus dem Pietsch Verlag, aus dem auch die informationen zu den Kühlschränken und -boxen stammen.

Fotos: Michael Scheler, Grafik: Patrik Nadler

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