Reisen im Amarok
Iljas Amarok kann auch ein Dachzelt aufnehmen. Dann wird darin geschlafen.

Reisen im Amarok

Ilja fährt einen Amarok und schläft im Dachzelt. Wir haben uns dieses Gespan angeschaut.

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Pickups sind heute häufig verwendete Basisfahrzeuge. Ilja Reiner kaufte sich seinen Amarok schon lange vor diesem Trend und reist damit seit 2012 durch die Welt. Ein Blick auf die Reisen im Amarok.

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Güma

Als der Amarok Anfang 2010 der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, waren Pickups eher als reine Lastentiere verschrien und daher fast ausschließlich im gewerblichen Einsatz zu finden. Mit den Jahren jedoch entwickelte sich der anhaltende Trend, dass mehr und mehr echte Offroader und damit Reisefahrzeuge aus den Portfolios der Hersteller gestrichen wurden. Ilja griff schon vor diesen Entwicklungen zum Amarok, weil die große Ladefläche viel Platz versprach. Er wollte samt Frau und Tochter längere Reisen unternehmen und fand kein geeigneteres Fahrzeug, das sowohl auf der Straße bequem funktioniert als auch auf offroadigen Passagen weiter als jedes SUV kommt. Der „Lastensesel“, wie Ilja es nennt, hat sich heute in genau diesen Punkten bewährt.

Viel Stauraum
Wenn die Reisen im Amarok länger dauern, muss alles geordnet sein. Das ist hier der Fall, da ein Stausystem mit Auszügen böses Tetris-Spielen verhindert.

Reisen im Amarok – gute Alternative zu anderen Langstreckenfahrzeugen

Als Basis taugt der Amarok gut, doch um als Reisefahrzeug zu überzeugen, mussten viele Details verändert werden. Ganz bodenständig verzichtete Ilja dabei auf wilde Umbauten, sondern beschränkte sich auf das, was wirklich notwendig ist. So wurde ein originaler Seikel-Unterfahrschutz montiert, der den durchaus empfindlichen Unterboden bei Offroadeinsätzen während der Reisen schützen soll. Wie Ilja erzählt, gab es in der Vergangenheit einige harte Einschläge, doch der Unterfahrschutz verhinderte schlimme Schäden. Da Ilja oft auch allein unterwegs ist, wurde eine Seilwinde von Warn eingebaut, die im Fall der Fälle hilft. Auch diese wurde schon einige Male eingesetzt und hat sich absolut bewährt. Vorn wie hinten wurden Bergeösen angebaut. Viele der Umbauten wurden durch die Offroad-Werkstatt „Daktec“ in Rathenow umgesetzt, wo auch einige Speziallösungen entwickelt wurden. Nach einem Einbruch in das Fahrzeug in Malmö wurde das Kohlefaser-Hardtop samt Glasfenstern durch ein deutlich robusteres und widerstandfähigeres Hardtop von AluCab ausgetauscht. Der Seikel-Schnorchel erweitert die Einsatzfähigkeit noch zusätzlich, da dadurch schnelle Wassereinfahrten möglich werden.

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Markise an Bord
Eine Markise ist an Bord des Amaroks. So kann Schatten auch da sein, wo die Sonne finster brennt.

Motorrad beim Reisen im Amarok immer dabei

Ilja ist nicht nur auf vier Rädern unterwegs, sondern auch auf Motorrädern. Beide Fahrzeuggattungen kombiniert er gern und ließ aus diesem Grund bei Daktec einen speziellen und extra angefertigten Heckträger entwerfen. Darauf findet seine KTM 550 EXC Platz und war beispielsweise bei verschiedenen Rallye-Besuchen in der Touristenklasse mit dabei. Rein ins Camp mit dem Amarok, raus mit der KTM und die Dünen hoch. Eine tolle Kombination die das Reiseerlebnis zusätzlich befeuert.

Heute blickt Ilja auf über 80.000 Kilometer im umgebauten Amarok zurück. Zuerst ging es im Urlaub mit der Familie, also Frau, Tochter und er selbst, quer durch Europa und etwas später durch Afrika. Dabei sammelte er Erfahrungen, die sich immer wieder mit Veränderungen am Amarok niederschlugen. Andere Reifen, neues Hardtop. Samt Frau und Tochter wird nur selten in Hotel geschlafen, weshalb ein Overlander Dachzelt von Autohome auf dem Hardtop montiert ist. Dieses ist seit Anfang an dabei und wird nur selten im heimischen Carport vom Dach genommen. Bisher hält es perfekt und zeigt trotz der intensiven Nutzung keinerlei Abnutzungserscheinungen.

Wechselrichter
Auch 220 Volt sind an Bord des Amaroks. Diese werden durch einen Sinuswechselrichter zur Verfügung gestellt.

Das schwarze Schaf der Familie

Ilja nennt den Amarok das schwarze Schaf der Familie. BlackSheep jedenfalls ist fest in den Erinnerungen verwurzelt, bleiben die Touren mit der Familie doch ein ewiges Erlebnis. Engere und intensivere Familienurlaube sind fast nicht denkbar und dürften auch seiner Tochter einiges an Prägung verpasst haben.

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