Das ultraleichte Weekend von Groenberg haben wir bereits als Dachzelt und als Bodenzelt getestet, denn es lässt sich als beides nutzen. Doch es gibt noch eine weitere Variante, die sich vor allem für den Besuch von Festivals eignet. Denn mit einem Untergestell unter dem Zelt entkommt man dem eventuell schlammigen Untergrund – oder sichert die Biervorräte.

Groenberg Stage – die ausziehbare Aluminium-Plattform
Mit der Groenberg Stage bietet der Hersteller eine Plattform an, die unter dem Weekend platziert werden kann. Der Vorteil: Man liegt etwas höher, kann problemloser ein- und aussteigen und das Zelt liegt nicht auf eventuell nassem oder schlammigem Untergrund. Voll ausgefahrenem bietet die ausziehbare Alu-Plattform eine Auflagefläche von 192 x 130 Zentimetern. Genug Platz, um das Groenberg Weekend oder das Modell Comfort darauf zu stellen und festzuzurren. Die Höhe der Plattform beträgt 50 Zentimeter. Das erlaubt einen bequemen Einstieg und die Benutzung der mitgelieferten Leiter entfällt. Prima, kann die beim Festivalbesuch zu Hause bleiben. Zusammengeklappt soll die Stage rund 76 x 25 x 20 Zentimeter betragen, das Gewicht bei neun Kilo liegen.

Groenberg Weekend – Zelt fürs Festival
Doch es geht auch anders. Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass neun Kilo ungefähr einer halben Kiste Bier entsprechen. Und dann ist da ja noch der Platz, den das Gestell benötigt. Das sind wir dann schon bei zwei Kisten Bier – naja, zumindest fast. Fakt ist: Getränkekisten eignen sich ebenfalls hervorragend, um sie unter das Groenberg Weekend zu stellen. Wir haben es ausprobiert.

Natürlich kann man die komplette Fläche unter dem Zelt damit vollstellen, es reicht aber auch zwei Reihen unter den vorgegebenen Verstärkungen für die Befestigung am Dachträger aufzustellen. Denn was oben auf dem Dach auf zwei schmalen Querträgern funktioniert, funktioniert mit deutlich breiteren Kästen auch. Wir haben jedoch etwas mehr Bier dabeigehabt.

Damit das Weekend nicht verrutschen kann, haben wir es mit den Gurten, mit denen es normalerweise am Dachträger gesichert wird, an den Kästen verzurrt. Das funktioniert ganz problemlos. Gurt öffnen, Gurtlänge in etwa bestimmen, den Gurt durch die Grifföffnungen der Kästen ziehen, Gurtschnalle einklicken und den Gurt straffziehen – fertig. Das Ganze dann viermal und das Zelt ist gegen Verrutschen gesichert.

Viel wichtiger ist jedoch, dass jetzt auch die Getränkevorräte safe sind. Vor allem wenn man schläft. Ruckelt es nachts am Zelt, weil jemand dran will, sollte man (nicht allzu festen Schlaf vorausgesetzt) wachwerden und kann einschreiten – oder über Preise verhandeln. Hinzukommt, dass die Getränke schattig stehen, ist der Boden gar kühl, weil er nass oder schlammig ist, wird der Inhalt der Flaschen auch nicht zu warm. Wer es kälter will, hat eh vorgesorgt und eine Kühlbox dabei, in die er aus dem Vorrat „nachcatert“. Eine ziemlich perfekte Sache also.

Schneller Abbau nach der Veranstaltung

Ist das Festival vorüber und es steht die Heimreise an, ist das Groenberg Weekend dann erstaunlich schnell abgebaut. Und das tatsächlich schneller als aufgebaut. Denn das Pumpen, das mit am längsten dauert, entfällt.

Zuerst wird der Regenschutz abgenommen und dann die Gestänge entfernt und zusammengelegt. Das geht richtig fix. Den Zeltstoff faltet man dann grob zu Mitte hin und öffnet den Verschluss für die Luft. Ein Druck auf den weißen Pin, mit dem man rein oder raus regelt und es zischt deutlich hörbar.

Danach kann man das Zelt nach und nach zusammenrollen und so die restliche im Boden verbliebene Luft rausdrücken. Und weil es gerne auch schnell gehen darf, legt man sich die Tasche neben dem grob aufgerollten Zelt zurecht, steckt es erst an einer Seite hinein und zieht die Ränder der Tasche ringsum hoch.



Jetzt noch das Gestänge und die Regenplane hinein, Reißverschluss zuziehen und fertig. Um das Ganze etwas kompakter zu machen, hat Groenberg noch zwei Zurrgurte an der Tasche angebracht.


Danach kann man des Zelt im Auto verstauen, den Groenberg Klappstuhl dazu packen und den Rest einladen. Gut übrigens, wenn man mit mehreren Autos angereist ist. Die leeren Getränkekisten wandern in unserem Fall in den größeren Bulli.


Unser Fazit
Die Stage-Plattform für knappe 200 Euro kann man kaufen, muss es aber nicht zwingend. Insgesamt ist sie natürlich leichter als die benötigte Menge an Getränkekisten und nimmt natürlich auch weniger Platz ein, aber für den Betrag bekommt man mitunter schon die Festivalkarten – oder eine ganze Menge Bier und andere Getränke.
Denn das Weekend ist derart vielseitig, dass man darin nicht nur auf dem Dachträger oder dem Boden übernachten kann, sondern eben auch auf einer gewissen Anzahl an Getränkekisten. Nur gleich hoch sollten sie alle sein. Und klar, hat man sein Gepäck und seine Ausrüstung zum Beispiel in Euroboxen verstaut und will an gewissen Plätzen in der Natur lieber etwas erhöht schlafen, damit ungebetene tierische Besucher nicht ins Innere gelangen, lassen sich auch die bewährten Stapelkisten als Unterbau verwenden.
Bilder: Hersteller, Katrin und Michael Scheler
















