Luftdruck am Wohnmobil checken

UMWELTBEWUSST REISEN UND DABEI SPAREN

Sieben Tipps zum umweltbewussten Reisen im Campervan oder Wohnmobil

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Kann man mit dem Campervan oder dem Wohnmobil umweltbewusst reisen und dabei auch noch sparen? Wir sagen ja und haben dazu sieben Tipps zusammengestellt.

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Umweltbewusst reisen und dabei sparen

Die ersten Donnerstags-Feiertage stehen bevor, Pfingsten ist nicht mehr weit und der Sommer steht in den Startlöchern. Beste Reisezeit also. Und eine prima Gelegenheit sich ein paar Gedanken darüber zu machen, wie man auch etwas umweltbewusster unterwegs sein kann. Hierfür kommen eine ganze Reihe von Maßnahmen in Frage, die nicht nur die Umwelt sondern auch den Geldbeutel entlasten.

Ballast abwerfen

Jedes Kilogram unnötiges Gewicht kostet Treibstoff. Schaut man, was man so alles im Fahrzeug dabei hat, wird schnell klar: Vieles davon braucht man unterwegs gar nicht, hat es vielleicht sogar noch nie benutzt.

Daher sollte man die Ausrüstung im Campervan mindestens einmal im Jahr komplett durchgehen und die Dinge, die man schon länger nicht mehr benutzt hat, aussortieren. Da kommt schnell mehr zusammen als man denkt.

Acht Teller für zwei Personen sind sechs Teller zuviel.

Und wenn unterwegs dann dann doch etwas fehlt? Nun, dann lässt es sich meist vor Ort kaufen. Das ist auf der einen Seite zwar ärgerlich, weil man es zu Hause hat und nun nochmal Geld ausgeben muss, auf der anderen Seite schafft das eine Verbindung zu dem neu erworbenen Gegenstand. Künftig wird man immer, wenn man ihn benutzt, daran denken wann, wo und warum man ihn erworben hat. So wird dann auch gleich eine schöne erinnerung an einen – hoffentlich gelungenen – Urlaub wachgehalten.

Fehlt unterwegs doch etwas, was man aussortiert hat, lässt es sich meist vort Ort kaufen.

Für die Fahrt Gewicht reduzieren

Den Wassertank bis obenhin auffüllen, das Gepäck einladen, den Kühlschrank vollmachen und ab in den Urlaub. Doch benötigt man für die Fahrt wirklich einen randvollen Wassertank und einen gut gefüllten Kühlschrank?

Für die Fahrt zum Reiserziel reicht es nur einge Liter in den Wassertank zu füllen. Das spart Gewicht und somit Kraftstoff. Aufgefüllt wird dann vor Ort.

Wasser lässt sich – zumindest in Europa – nahezu überall bunkern. Und Supermärkte sind auch in jeden etwas größeren Ort zu finden. Daher reicht es, den Tank nur mit zehn oder 20 Liter zu befüllen. Das reicht, um sich unterwegs einen Kaffee zu kochen oder sich die Hände zu waschen. In den Kühlschrank kommt nur das, was man unterwegs und vielleicht am ersten Tag am Zielort benötigt. Alles andere lässt sich vor Ort kaufen.

Bekleidung sinnvoll packen

Vor allen die, die auch unterwegs Wert auf gutes Aussehen legen, stehn vor der Tour ofr vor der Frage, was man denn an Klamotten einpacken soll. Zu dem Rock in der Farbe passt nur diese Bluse, zu der Hose nur das T-Shirt oder Hemd. So komt schnell eine ganze Menge an Kleidung zusammen, die sich untereinander nicht kombinieren lässt – zumindest nicht so, dass man sich darin dann nocht gefällt.

Wählt man die Kleidung farblich zueinander passend, kommt man meist mit weniger aus.

Daher macht es Sinn, die Kleidung so zu wählen, dass man alle Kleidungsstücken probelmlos miteinader kombinieren kann. Und zack, sind es nur noch drei Hosen statt fünf und ein paar Blusen, T-Shirts und Hemden weniger. Das Ergebnis: Man hat wieder etwas Gewicht gespart.

Luftdruck kontrollieren

Ein um ein bar zu niedriger Reifendruck bewirkt einen Mehrverbrauch von fünf Prozent. Gerade die größeren Wohnmobile sind mit fünf und mehr bar in den Reifen unterwegs. Ein halbes bar zu wenig fällt da nicht so schnell auf. Daher sollte man den Reifendruck regelmäßig kontrollieren. 14 Tage gelten als eine gute Faustregel. Außerdem macht es Sinn, sich eine Abfahrkontrolle zur Gewohnheit zu machen, wie die LKW-Fahrer sie eigentlich vor Fahrtbeginn machen sollten. Hier kann man dann auch gleich noch prüfen, ob alle Lichter gehen und genügend Wasser und Öl vorhanden sind.

Der Luftdruck in den Reifen sollte alle 14 Tage kontrolliert werden.

Auch unterwegs umweltbewusst einkaufen

Die Möglichkeiten, schon beim Einkaufen Müll zu vermeiden, sind mittlerweile bekannt. Denn zu dem in Folie eingetüteten Salat oder den eingeschweißten Paprika gibt es mittlerweile Alternativen. Freilich muss man zwischen Hygiene und Umweltschutzgedanken abwägen. Doch denken wir an andere Länder dieser Erde, bei denen es nicht an jeder Ecke alles einzeln verpackt im Supermarkt zu kaufen gibt, werden wir uns schnell bewusst, dass der hierzulande herrschende Verpackungswahn nicht notwendig ist.

Obst und Gemüse muss nicht afwändig in Folien aus Kunststoff verpackt sein. Es geht auch ohne.

Aber auch bei Metzger kann man oft auf überflüssige Verpackung verzichten. Nimmt man einen Mehrwegbehälter mit, lässt sich die Wurst auch drin verpacken. Alternativ kann man die Verkäuferin auch bitten mehrere Sorten zusammenzupacken. In jedem Fall aber ist der Kauf beim Metzger gegenüber der in Plastik abgepackten Supermarktware die bessere Alternative – nicht nur wegen der Verpackung, auch wegen der Qualität.

Den Abfall auch unterwegs richtig entsorgen

Schaut man sich draußen um, findet man nahezu überall Müll, der da nicht hingehört. Dabei ist es ziemlich egal, ob man sich auf einem Parkplatz, am Fahrbahnrand von Straßen und Autobahnen oder am sprichwörtlichen, einsamen See befindet. Selbst in den weitläufigen Wäldern und Landschaften Rumäniens oder in der einsamen Wüste, weitab jeglicher Zivilisation, stößt man auf einfach weggeworfene Abfälle. Und dass tausende Tonnen von Plastik und anderem Unrat durch die Weltmeere schwimmen, sollte mittlerweile so ziemlich jeder mitbekommen haben.

Dieses Bild wurde auf einem Wohnmobil-Stellplatz aufgenommen. Dabei verfügte der Platz üner ausreichen Abfalltonnen.

Das ist ein absolutes No Go! Daher gilt: Den Abfall in den entsprechenden Abfall- oder Recyclingbehältern entsorgen.

Die Chemietoilette umrüsten

Natürlich ist das Chemieklo nicht per se schlecht. Seinen Zweck erfüllt es ja und Zusätze bekommt man in jedem Campingladen. Doch es gibt auch noch eine weitere gute Nachricht: Es lässt sich auch ohne Chemie betreiben. Das Zauberwort heißt SOG-Entlüftung. Mit der Erfindung der Firma SOG ist es möglich, diesen Toilettentyp auch ohne Chemie zu betreiben. Dafür sorgt ein Ventilator, der außerhalb der Toilettenkassette angebracht wird und schlechte Gerüche über einen Auslass in der Wand oder der Klappe des Kassettenfachs nach draußen leitet. Der Ventilator schaltet sich ein, sobald der Schieber der Toilette geöffnet wird und erzeugt einen Sog nach draußen.

SOG-Umbau
Nach dem Umbau auf SOG-Entlüftung lässt sich die Chemietoilette auch ohne Zusätze betreiben.

Das Aufsteigen von schlechten Gerüchen wird also verhindert. Außerdem wir dem Wasser-Urin-Fäkalien-Gemisch so Sauerstoff zugeführt, der die Zersetzung fördert. Schließt man den Schieber wieder, schaltet sich der Lüfter automatisch ab. Dennoch besteht weiterhin über die nach draußen offene Schlauchverbindung eine permanente Lüftung, der Zersetzungsprozess wird weiter gefördert. Im Gegensatz zur chemischen Zersetzung arbeitet die SOG-Lösung mit der biologischen Zersetzung. Eine Technik, wie sie auch in Kläranlagen eingesetzt wird. Den Inhalt der Kassette kann man damit zwar immer noch nicht einfach in einen Fluss kippen. Aber irgendwo im Nirgendwo ein etwas tieferes Loch graben, den Inhalt reinkippen und wieder Erde drüber schaufeln ginge im Prinzip, auch wenn es sicher nicht die optimale Lösung ist.

Wie der Einbau funktioniert, haben wir hier erklärt.

Noch mehr Infos …

… zum umweltbewussten Reisen findet ihr in dem Buch “umweltbewusst reisen. mit Wohnmobil, Caravan und Geländewagen” aus dem auch unsere sieben Tipss stammen.

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